Der Nahe Osten entfernt sich langsam von Öl und Gas

Das größte Energieproblem des letzten Jahres waren die Ölkürzungen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Die Weltwirtschaft trat in eine Phase „erhöhter Unsicherheit und wachsender Herausforderungen“ ein.

13.02.2023 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
Alternative Energien

Luftbild eines neuen Solarkraftwerks in Abu Dhabi. (Foto: SkyMediaPro, Shutterstock)

(The Conversation). Im Oktober senkte das Förderkartell zum vierten Mal seit April seine Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2022. Es nahm seine Schätzungen für 2023 zurück, wobei es sich auf die Verlangsamung der Wirtschaft, das Wiederaufleben von Chinas COVID-19-Dämpfungsmaßnahmen und die hohe Inflation berief. Von Elif Selin Calik

Andererseits ist der Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 zu einem Faktor geworden, der die Bedeutung des Nahen Ostens für die regionale und globale Energiepolitik erhöht hat. Insbesondere in der auf Europa konzentrierten Energiekrise, die mit Moskaus Angriff auf das Nachbarland begann, wurden die Energieressourcen wieder stärker im Nahen Osten als Alternative in Betracht gezogen.

Beide Aspekte führten zu einer erhöhten Bedeutung der Region in der Weltpolitik. Tatsächlich liegt das auch an der Lücke, welche die USA 2022 in dem Raum hinterlassen hat, den China nun als wichtigster Akteur ausfüllen möchte. Der nahöstliche und nordafrikanische Raum (MENA) nimmt eine bedeutsame Rolle in Pekings Projekt einer „Neuen Seidenstraße“ ein. Das Reich der Mitte bemüht sich, ein wichtiger Akteur in der Energiepolitik zu werden, durch Handelsrouten, die es schaffen will.

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