Herzensbildung: Warum Gottesgedenken und Aktivismus kein Widerspruch sind

Vor wenigen Wochen hatte ich das Glück, an einem Wochenendseminar zum Thema „Herzensbildung“ teilzunehmen. Dabei ging es um die Verbindung von islamischer Spiritualität in Form von Dhikr und Elementen von Achtsamkeit.

28.07.2026 Sulaiman Wilms 3 Min. Lesezeit
ramadan herzensbildung dhikr

Foto: Sener Dagasan/Shutterstock

(iz). Zwischen Feldern und Baumreihen am Niederrhein bot das Wochenende Raum für eine Schule des Herzens. Im Tagungshaus der Akademie Klausenhof trafen sich Muslime zu einer Begegnung, die Achtsamkeitsübungen mit Dhikr, Kontemplation und Gespräch verband.

In Phasen der Stille, angeleiteten Übungen, Vorträgen und gemeinsamen Gebeten rückten Begriffe wie Muhasaba, Muraqaba und Tafakkur aus der islamischen Tradition vom theoretischen Vokabular zur erfahrbaren Praxis. Es war ein behutsamer Versuch, diese Herzensbildung als gelebte Innigkeit zwischen Alltag und Gottesbewusstsein zu erkunden.

Es ist interessant, wie ähnlich sich die Kritik an Achtsamkeit und muslimischer Spiritualität ist. In linken Milieus gilt ihr Boom häufig als Symptom einer individualisierten Krisenbewältigung.

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