(iz).Ali, der Schwiegersohn des Propheten Muhammed, sagte einmal: „Der Mensch mag das nicht, was er nicht kennt!“ Das heißt, erst wenn sich die Menschen kennenlernen und merken, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind, wie sie dachten, werden Nächstenliebe und Frieden in der Gesellschaft gefördert.
Die multikulturelle Gesellschaft ist tatsächlich viel homogener als wir immer denken oder einige von uns glauben möchten. „Das Unbekannte“ oder „der Fremde“ kommen einem oft so „anders“ vor, dass man sich nicht wagt, ihm näher zu treten. Erst das Aufeinanderzugehen und Sichkennenlernen eröffnet neue Sichtweisen und neue Perspektiven.
So kann die Aussage eines Qur’anverses dahingehend gedeutet werden, dass Gott die Menschen bewusst unterschiedlich erschaffen hat, damit die Neugier dem Anderen gegenüber geweckt und das Kennenlernen unter den Menschen gefördert wird.
Dieser Vers ist der folgende: „O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch“ (Al-Hudschurat, Sure 49, Vers 13; vgl.: „Und zu Seinen Zeichen gehört die Erschaffung der Himmel und der Erde und (auch) die Verschiedenheit eurer Sprachen und Farben. Darin sind wahrlich Zeichen für die Wissenden“ Ar-Rum, Sure 30, Vers 20).