Mali: Der Hohe Islamrat soll Gespräche mit den Terroristen anschieben
Im Sahel nimmt die Gewalt kein Ende. Ein Ausweg könnten Verhandlungen mit Terroristen-Anführern sein. Mali hat diese nun angekündigt. (KNA). Der Hohe Islamische Rat Malis (HCI) unter dem Vorsitz von Ousmane Haidara hat es öffentlich gemacht: Die Übergangsregierung von Oberst Assimi Goita, die seit dem Putsch im August 2020 an der Macht ist, hat das […]
11.11.2021 Katrin Gänsler 3 Min. Lesezeit
Foto: <a href=https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:TM1972&action=edit&redlink=1>TM1972</a>, via Wikimedia Commons | Lizenz: <a href=https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en>CC BY-SA 4.0</a>
Im Sahel nimmt die Gewalt kein Ende. Ein Ausweg könnten Verhandlungen mit Terroristen-Anführern sein. Mali hat diese nun angekündigt.
(KNA). Der Hohe Islamische Rat Malis (HCI) unter dem Vorsitz von Ousmane Haidara hat es öffentlich gemacht: Die Übergangsregierung von Oberst Assimi Goita, die seit dem Putsch im August 2020 an der Macht ist, hat das Gremium beauftragt, Gespräche mit den Dschihadistenführern Iyad Ag Ghaly und Amadou Koufa aufzunehmen. Sie stehen der Al-Kaida nahe und haben sich 2017 als Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) zusammengeschlossen, operieren zudem aber auch weiterhin einzeln in anderen Bewegungen.
Nach Einschätzung der nichtstaatlichen Organisation ACLED, die Daten zu Konflikten weltweit erhebt, ist JNIM in den vergangenen Wochen in dieser Hinsicht die „aktivste Gruppe“ im Sahel gewesen. Unter anderem wurden in der Region Mopti bei einem Angriff auf einen Armee-Konvoi mehr als ein Dutzend Soldaten getötet.
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