Muslime in Europa engagieren sich gegen Extremismus. Beispiele aus der Praxis
(iz). Die Außenminister der Europäischen Union haben ihre Abscheu gegen den Terrorismus auf den Punkt gebracht: „Wir sind zutiefst schockiert über die schrecklichen Terroranschläge, die in den letzten Wochen in Paris, Dresden, Conflans-Saint-Honorine, Nizza, Wien und anderen Orten stattgefunden haben, und verurteilen diese barbarischen Handlungen aufs Schärfste.“ Die Verurteilung von Extremismus basiert heute auf einem […]
26.12.2020 Khalil Breuer 5 Min. Lesezeit
Foto: OPEN Project
(iz). Die Außenminister der Europäischen Union haben ihre Abscheu gegen den Terrorismus auf den Punkt gebracht: „Wir sind zutiefst schockiert über die schrecklichen Terroranschläge, die in den letzten Wochen in Paris, Dresden, Conflans-Saint-Honorine, Nizza, Wien und anderen Orten stattgefunden haben, und verurteilen diese barbarischen Handlungen aufs Schärfste.“
Die Verurteilung von Extremismus basiert heute auf einem breiten Konsens europäischer BürgerInnen – völlig unabhängig von ihrer Konfession. Insbesondere muslimische Organisationen beteiligen sich in ganz Europa an Programmen, die vor allem muslimische Jugendliche vor einer drohenden Radikalisierung schützen wollen. Der Kampf gegen den Terrorismus bietet nun die Chance, alle zivilgesellschaftlichen Kräfte zu bündeln.
Während in Medien zahlreiche islamkritische Beiträge die Rolle der euroÂpäischen Muslime einseitig probleÂmatisieren, sucht man eher vergeblich nach konkreten Vorschlägen, wie künftig junge Muslime effektiv zu erreichen sind. Das Problem: Die Beiträge im Feuilleton der Zeitungen bedienen meist die eigene Klientel, während Jugendliche, um die es eigentlich gehen sollte, nicht erreicht werden. Es ist daher naheliegend, gerade muslimische OrgaÂnisationen und ihre Medien verstärkt in Programme gegen Radikalisierung einzubinden.
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