Ausnahmezustand in Nazareth – Pilger und Touristen bleiben aus

Auch die biblische Stadt Nazareth hat unter dem Krieg gelitten – aber nicht nur. Die letzten Jahre waren schwer für den Tourismus, die Mafia macht Probleme und die arabische Bevölkerung fühlt sich benachteiligt.

24.07.2025 Andrea Krogmann 5 Min. Lesezeit
nazareth

Foto: STOCKSTUDIO, Adobe

(KNA). Nazareth im nordisraelischen Galiläa gehört als biblischer Ort der Verkündigung an Maria fest zur Reiseroute christlicher Pilger. Die allerdings kamen bereits in den letzten Jahren spärlich. Spätestens seit den israelischen Angriffen auf den Iran und den iranischen Gegenangriffen bleiben die Besucher ganz weg. Ein Drama in einer Stadt, in der fast alle vom Tourismus leben. Doch auch mafiöse Kriminalität macht den Einwohnern, zu einem Drittel Christen, zu schaffen. Von Andrea Krogmann

Nazareth ist eine orientalische Stadt. Üblicherweise hupen sich Autos über die Paul-VI.-Hauptstraße unterhalb der Altstadt an, blockiert von Busfahrern, die ihre Touristengruppen abladen, damit diese zu Fuß durch die engen Gassen ziehen. Derzeit aber fließt der Verkehr. Selbst spät am Vormittag finden sich Parkplätze – die vielleicht einzige positive Seite der angespannten Situation.

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