Der türkische Balkan oder was Südosteuropa gerne vergisst

Unser Autor Robert Rigney bereist gerne und oft den Balkan. Am Beispiel Serbien fällt ihm auf, wie sehr dortige Gesellschaften ihr Erbe unterschlagen.

24.07.2025 Robert Rigney 8 Min. Lesezeit
balkan serbien

Foto: Matyas Rahak, Shutterstock

(iz). Je tiefer ich in den Balkan vordrang, desto stärker war die Anziehungskraft Istanbuls spürbar. Ab Belgrad begann sich alles in Richtung Bosporus zu neigen. Das Essen, die Musik, die Sprache, die Verhaltensweisen, die Architektur – es nahm einen türkischen Touch an.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich, wenn ich jemals den verworrenen Faden des Balkans in meinem Kopf entwirren wollte, seinen Anfang (oder sein Ende) in der Metropole am Bosporus suchen musste.

Das tat ich auch. Ich verbrachte 2012 ein intensives Jahr in Istanbul. Das ebnete den Weg für viele weitere Reisen in die Stadt – und darüber hinaus –, bis ich nach Nizip im Südosten der Türkei kam, wo ich vor ein paar Jahren mit meiner türkischen Frau eine Wohnung kaufte.

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