Doppelsinn des Reisens – Flucht und Vertreibung

Reisen ist immer metaphorisch: nicht nur wir bewegen uns, das andere bewegt sich auch auf uns zu

22.08.2023 Konstantin Sakkas 5 Min. Lesezeit
reisen flucht

Foto: Hamburger Kunsthalle, Geschenk von Pauline Runge, 1872 | Lizenz: Public Domain

(iz). Wir alle sind Reisende. Schon immer empfand, beschrieb und inszenierte der Mensch sich als Reisender. Sowohl mythologisch als auch historisch beginnt die Geschichte der Menschheit mit einer Reise: jener von Adam und Eva aus dem Paradies in „die Welt“; der des Vormenschen aus Afrika in den Rest der Welt.

Reisen in Raum und Zeit

Und der Mensch reist nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit. Unser Leben ist eine Zeitreise katexochen, weil wir unsere Biographie als Zeitlinie zwischen Geburt und Tod denken. „Unser Leben ist nur ein schneller Übergang vom Moment unserer Geburt zu dem unseres Todes“: mit diesen Worten beginnt das Politische Testament Friedrichs des Großen aus dem Jahr 1769.

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