Serbischer Geschichtsrevisionismus: Die Gespenster sind zurück

Wo Kriegsverbrecher zu Helden werden: Binnen weniger Tage ermorden bosnische Serben mehr als 8.000 muslimische Bosniaken. Die Drahtzieher sollen nun offiziell als „Helden“ in den Unterricht einziehen.

09.10.2024 Markus Schönherr 3 Min. Lesezeit
serb

Foto: MoD Republic of Serbia, via Wikimedia Commons | Lizenz: <a href=https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en>CC BY-SA 3.0</a>

(KNA). Bald wählen die Menschen in Bosnien und Herzegowina neue Lokalregierungen. Jetzt überschatten abermals ethnische Spannungen den Wahlkampf. Es geht um verurteilte Kriegsverbrecher, die über Nacht offiziell zu „Helden“ wurden.

Nach dem Bosnienkrieg (1992-1995) bleibt das Balkanland in zwei Teilrepubliken gespalten: eine bosnisch-kroatische Föderation und die serbische Republika Srpska. In letzterer sorgen die Bildungsbehörden jetzt für Schlagzeilen. Der neue Lehrplan für die neunte Schulstufe bezeichnet den Bosnienkrieg demnach als „patriotischen Verteidigungskrieg“.

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