Kommentar: Solingen oder die Wiederkehr des Ewiggleichen

Der 23. August dieses Jahres sollte den Auftakt des dreitägigen Stadtfestes „Festival der Vielfalt“ zum 650. Geburtstag der Stadt Solingen darstellen. Doch es kam zum Schrecken aller anders.

1.09.2024 Sulaiman Wilms 2 Min. Lesezeit
solingen moscheeverbände

Foto: Dennis Kvarda, Shutterstock

(iz). Ein 26-jähriger Syrer, gegen den ein Abschiebungsbescheid vorlag, griff mehrere Menschen mit einem Messer an. Bei dem tödlichen Anschlag (mittlerweile ist ein Bekennervideo von ihm aufgetaucht) starben drei BesucherInnen, acht weitere teils lebensgefährlich verletzt.

Mittlerweile schreibt sich – was in sich bereits nihilistisch und zynisch ist – das Drehbuch der Reaktionen auf einen stochastischen Terrorismus wie dem von Solingen beinahe wie von selbst. Argumente und Forderung sind nicht selten austauschbar.

Der öffentlich-mediale Diskurs treibt Politik und Vertreter des Staates vor sich. Diese übertreffen sich ihrerseits in einer Kommunikation von Maximalforderungen (wie Gesetzesverschärfungen, Verdächtigungen und Populismus). Und werfen dem politischen Gegner – wenn er in der Regierung sitzt – natürlich „Versagen“ vor.

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