Sudan-Expertin: „Nicht mit zweierlei Maß messen“

Sudan-Expertin von Amnesty International Martina Liedke im Gespräch über Hintergründe und Rechtsbrüche im Sudankrieg.

11.11.2025 Sulaiman Wilms 6 Min. Lesezeit
Sudan-Expertin

Foto: Shutterstock

(iz). Seit April 2023 tobt der blutige Sudankrieg zwischen den Streitkräften und den RSF-Milizen. Nachdem beide gemeinsam 2021 die Übergangsregierung stürzten, befinden sie sich inmitten eines grausamen Machtkampfes, der die größte humanitäre Katastrophe dieser Tage hervorgebracht hat.

Hierzu sprachen wir mit der Sudan-Expertin Martina Liedke von Amnesty International. Es geht u.a. um menschenrechtliche und humanitäre Aspekte, Brutalität gegen die Zivilbevölkerung, der Einsatz sexualisierter Gewalt als Waffe sowie die Rolle ausländischer Akteure.

Foto: European Union, 2025/Peter Biro

Islamische Zeitung: Hilfsorganisationen sprechen vom Sudankrieg als größte humanitäre Katastrophe dieser Sudan, sudanesische Stimmen von einem Krieg gegen die Bevölkerung. Wie würden Sie den seit April 2023 andauernden Konflikt menschrechtlich einordnen?

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