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Gaza: Die Kinder sterben trotz Waffenruhe

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Gaza: UN-Berichte, Hilfsorganisationen und Menschenrechtsgruppen dokumentieren anhaltende Tötungen, Verletzungen und die Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur.

(iz). Trotz der im Oktober 2025 verkündeten Waffenruhe melden UN-Agenturen, dass palästinensische Kinder in Gaza weiter getötet werden. Parallel warnen Organisationen vor Hunger, Traumatisierung und einem Kollaps der Versorgung.

Die Berichte der vergangenen Wochen zeichnen ein übereinstimmendes Bild: Für Kinder in Gaza hat sich die Lage trotz der im Oktober 2025 angekündigten Waffenruhe nicht stabilisiert.

seuchen krieg gaza

Foto: A-One Rawan, Shutterstock

UNICEF sprach Mitte Juni von durchschnittlich einem getöteten Heranwachsenden pro Tag seit Beginn der Kampfpause und nannte die Entwicklung eine „cruel and deadly illusion“. Zuvor hatte die UN-Kommission bereits von fortgesetzten Tötungen und schweren Verletzungen gesprochen.

Besonders deutlich wird das in den Zahlen des UN-Gremiums und von UNICEF. Sie legte Ende Juni vor, dass seit dem 7. Oktober 2023 nach ihren Angaben mehr als 21.000 Kinder ermordet und rund 44.500 verletzt worden seien.

Zugleich verweist sie auf Schüsse, Festnahmen, Misshandlungen und Angriffe auf Bildung und Gesundheitsversorgung. UNICEF berichtete zusätzlich, dass im Gazastreifen seit der Waffenruhe im Oktober 2025 mindestens 265 Kinder getötet worden seien.

Auch Hilfswerke beschreiben kein Nachlassen der Gefährdung. Save the Children meldete Ende Juni, mindestens 21.000 getötete Kinder nach 1.000 Tagen Krieg; außerdem verwies die Organisation auf weitere Tote durch einstürzende Gebäude, Kälte und anhaltende Gewalt.

Ärzte ohne Grenzen beschrieb Anfang Juni eine massive Belastung von Kindern durch Infektionen, Durchfall, Hautkrankheiten und neonatalen Tod. Die NGO sprach von einem durch Blockade, Zerstörung und eingeschränkten Zugang zu Nahrung und Wasser mitverursachten Gesundheitsnotstand.

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Foto: andlun1, via flickr | Lizenz: CC BY-NC 2.0

Human Rights Watch führt im Weltbericht 2026 ebenfalls schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf.

Die internationale Debatte ist damit nicht nur politisch, sondern auch rechtlich aufgeladen. Die UN-Kommission kam in ihrer Analyse bereits im September 2025 zu dem Schluss, dass Tel Aviv in Gaza Genozid begehe.

Im Juni 2026 legte sie nach und sprach von gezielter Tötung palästinensischer Kinder und Kriegsverbrechen im Westjordanland. Israel weist diese Vorwürfe zurück, doch die dokumentierten Opferzahlen, die Angriffe auf Kliniken, Schulen und Hilfsstrukturen sowie die fortgesetzten Tötungen im Umfeld der Waffenruhe prägen inzwischen die Berichterstattung von UN, Hilfswerken und großen Medien gleichermaßen.

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Kinder als Opfer im Krieg oder die fehlende Empörung

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Dass Kinder in den Kriegen der Gegenwart gehäuft Opfer werden, löst global zu wenig Empörung aus.

(MEMO). Es gibt keinen besseren Einstieg in diesen Artikel als die Worte von Itamar Ben-Gvir, Israels Minister für nationale Sicherheit. Bei einer Sitzung des Sicherheitskabinetts Anfang Juni forderte er die Entführung libanesischer Frauen und Kinder als Mittel, um Druck auf die Hisbollah auszuüben. Von Ahmad Asmar

„Lasst uns in Bezug auf die Hisbollah über den Tellerrand hinausschauen“, sagte er und drängte die Verantwortlichen dazu, aggressivere Maßnahmen zu ergreifen, darunter die „Entführung ihrer Frauen und Kinder“, da dies seiner Einschätzung nach „das ist, was ihnen am meisten wehtut“.

Seine Äußerungen stießen auf keinerlei nennenswerte internationale Empörung, es gab keine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats, keine Sanktionen und keine Anklage. So gilt, wie ein arabisches Sprichwort besagt: Schweigen ist eine stillschweigende Billigung des eigenen Handelns.

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Foto: A-One Rawan, Shutterstock

Die libanesischen Zahlen sind erschütternd. Seit dem 2. März 2026 haben israelische Angriffe nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 3.711 Menschen im Libanon getötet, auch 247 Kinder.

Seit der Waffenruhe vom 17. April – einer Vereinbarung, die sich als nichts weiter als leere Worte auf dem Papier erwiesen hat – haben israelische Streitkräfte im Durchschnitt jeden Tag mehr als ein Kind getötet. Seit der Verkündung des Waffenstillstands wurden mindestens 70 Kinder getötet.

Allein am ersten Juniwochenende 2026 wurden laut den lokalen Behörden in Gaza an fünf verschiedenen Orten im Gazastreifen acht Kinder getötet und 18 verletzt.

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Foto: UNICEF | UN Photos

Im Westjordanland ist die Lage nicht viel anders als in Gaza: Am 5. Juni wurde ein sieben Monate altes Baby von israelischen Soldaten erschossen, während es auf dem Schoß seiner Mutter auf dem Rücksitz eines Autos in der Nähe der Stadt Hebron saß. Der Täter wurde weder zur Rechenschaft gezogen noch auch nur befragt.

UNICEF bestätigte, dass Berichten zufolge etwa 180 Kinder im Iran getötet wurden; weitere 12 Kinder kamen in anderen Schulen an fünf verschiedenen Orten ums Leben. Schulen stehen unter dem Schutz des humanitären Völkerrechts. Sie müssen Orte der Sicherheit sein.

Solange die Täter straffrei bleiben, werden Kinder weiterhin den höchsten Preis für Kriege zahlen, die sie sich nie ausgesucht haben. (im Rahmen einer CC-Lizenz)

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Gezielte Tötung von Kindern im Gazastreifen

Kinder Tötung Genozid

Rund 72.000 Menschen sind nach UN-Angaben bisher im Gazastreifen bei israelischen Attacken gestorben. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder. Israel weist die Anschuldigungen vehement zurück. 

Genf (dpa/IZ) Israel hat laut einem neuen UN-Bericht im Gazastreifen und im Westjordanland gezielt Kinder ins Visier genommen. Diese Attacken zählten als Völkermord, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, erklärte eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen. Israel hat die Vorwürfe des Berichts vehement zurückgewiesen. Internationale Organisationen wie Amnesty International erheben seit Jahren schwerste Vorwürfe gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen, Ärzte vor Ort berichteten von erheblicher Steigerungen der Anzahl von gezielten Kopf-, und Bauchschüssen bei Kleinkindern.

Tötung von Kindern belegt genozidale Absicht Israels

Laut dem Bericht der Kommission sind seit dem Anschlag der Hamas und anderer Gruppen in Israel im Oktober 2023 bis zum Waffenstillstand vom Oktober 2025 mindestens 20.179 Kinder im Gazastreifen als direkte Folge des militärischen Konflikts getötet worden, darunter mindestens 5.031 Kinder bis zum Alter von vier Jahren. Mehr als 44.000 Kinder seien verletzt worden, hieß es. In der UN-Definition zählen als Kinder alle Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von 18 Jahren. 

Der UN-Darstellung zufolge wurden palästinensische Kinder während ‌des Krieges bewusst ⁠getötet. Das betreffe auch die Zeit nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Oktober 2025. Auch nach dem Waffenstillstand würden weiterhin Kinder getötet und schwer verletzt. Die gezielte Tötung von Kindern sei eines der Schlüsselelemente, „das die genozidale Absicht der israelischen Behörden und Sicherheitskräfte belegt, die palästinensische Gruppe im Gazastreifen ganz oder teilweise zu vernichten“, so der Bericht der Expertenkommission, die im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates tätig ist. 

Palästinensische Kinder wurden den UN-Angaben zufolge verhaftet und in israelischen Gefängnissen gefoltert und schwer misshandelt. Obendrein hätten israelische Sicherheitskräfte sexuelle Gewalt gegen Kinder als Teil der kollektiven Beschämung und Unterdrückung eingesetzt. Zudem gehören neben den Angriffen auch wiederholte Vertreibung und der bewusste Einsatz von Hunger, durch Blockaden dringend benötigter Lebensmittel und Medikamente, zum Repertoire der israelischen Kriegsführung.

Einsatz von weißem Phosphor in Gaza und Südlibanon

Einer der Vorwürfe der Kommission: die israelischen Streitkräfte hätten trotz steigender Opferzahlen unter Kindern weiterhin Munition mit großer Sprengkraft und Waffen mit Flächenwirkung in dicht besiedelten Wohngebieten eingesetzt. Die israelischen Sicherheitskräfte brächten die Zivilbevölkerung als Ganzes mit der Hamas und anderen bewaffneten Gruppen in Verbindung. Der Vorsitzende der Kommission, Srinivasan Muralidhar, warf Israel zudem vor, die ‌Fähigkeit des palästinensischen Volkes zu existieren und seine Zukunft zu bestimmen, durch das Angreifen von Kindern zu untergraben.

Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International werfen dem israelischen Militär seit Längerem den wiederholten und systematischen Einsatz von weißem Phosphor in dicht besiedelten Gebieten im Gazastreifen und im Südlibanon vor. Der Einsatz der Substanz in zivilen Zonen gilt völkerrechtlich als schwerer Verstoß.

Israel bezeichnete den Bericht als zutiefst fehlerhaft und einseitig. Das Dokument sei voller Verzerrungen, deren einziger Zweck darin bestehe, eine politisch motivierte antiisraelische Erzählung voranzutreiben. Zehntausende israelische Kinder hätten als Folge des Terrorüberfalls der Hamas zumindest zeitweise umgesiedelt werden müssen, hieß es.

In einer Erklärung des israelischen Außenministeriums heißt es, die Hamas rekrutiere und missbrauche systematisch Kinder als Kämpfer, Boten, Tunnelarbeiter und menschliche Schutzschilde – unter anderem zur Informationsbeschaffung, zum Verlegen von Sprengsätzen auf Straßen und für direkte Angriffe auf israelische Streitkräfte. Die Hamas räume die Rekrutierung von Minderjährigen selbst ein, so die Behauptung Israels. 

Israel warf der Hamas außerdem vor, gezielt Waffen an Orten zu lagern, die Kinder gefährdeten. Soldaten hätten in Wohnhäusern Raketen entdeckt, die unter Kinderbetten versteckt waren, sowie Tunneleingänge unter Kinderbetten. Ein Waffenlager in einer Schule habe Granaten, Schusswaffen und RPG-Raketen enthalten. 

Zerstörte Kindheit laut UN unumkehrbar 

„Selbst wenn die Bomben und Waffen im Gazastreifen und im Westjordanland verstummen, werden sich die palästinensischen Kinder nicht über Nacht erholen“, sagte Kommissionsvorsitzender Srinivasan Muralidhar. „Die Zerstörung ihrer Gesundheit, Bildung und Entwicklung ist unumkehrbar.“

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Was das Netz mit den Kindern macht

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Die digitale Revolution ist zu einem riesigen, ungeplanten Experiment geworden – und Kinder sind ihre am stärksten exponierten Teilnehmer. (The Conversation). Angesichts der weltweit steigenden Zahl von ADHS-Diagnosen stellt sich […]

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Ferien mit Kindern. Ein neues Buch über „Islamische Ferienfreizeiten“

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Das Buch „Islamische Ferienfreizeiten“ von Nadim Daniel Gharieb ist der wohl umfassendste Praxisratgeber seiner Art für muslimisch geprägte Zeltlager und Ferienfreizeiten.

(iz).  Mit langer persönlicher Erfahrung des Autors, der als Kind, Jugendlicher, Helfer und Hauptverantwortlicher an mindestens sechzig solchen Veranstaltungen teilgenommen hat, schöpft das Manuskript aus dem Vollen: Es verbindet autobiografische Eindrücke mit pädagogischer Erkenntnis und versammelt sie zu einem Kompendium konkreter Handlungsempfehlungen.

Ferienfreizeiten: Erfahrener Blick und pädagogische Verantwortung

Gharieb beginnt aus der Innenperspektive – seine eigene Entwicklung, die Leidenschaft für diese Jugendarbeit und die empathische Beobachtung der Kinder markieren den Ton. Die Widmung an Freunde, Wegbegleiter und Familienmitglieder ist mehr als ein literarischer Kunstgriff: Sie spiegelt die Gemeinschaftserfahrung, wie sie in Ferienlagern entstehen kann und soll.

Dank, Lob und Segenswünsche rahmen das Ziel: Nicht nur die Organisation, sondern die Herzensbildung der Teilnehmenden steht im Zentrum. Der Autor verheimlicht nie, wie sehr das Gelingen von Zeltlagern vom Engagement vieler Einzelner abhängt, von Großzügigkeit, Geduld und der Bereitschaft, Zeit und Kraft für junge Menschen zu spenden

Konkrete Anleitung für Lagerleitung und Teamer

Die Struktur des Buches ist didaktisch durchdacht. Vom Überblick über Lagerformen, Zielsetzung und Teilnehmerbedürfnisse bis zur feingliedrigen Rolle der Verantwortlichen und Helfer – Gharieb verzahnt Theorie mit Praxis und bleibt stets pragmatisch. Seine Hinweise zur Teamarbeit, Hierarchie, Kommunikationsregeln und der bewussten Vermittlung islamischer Werte sind klar und nachvollziehbar formuliert. 

Insbesondere betont er, dass Autorität stets mit Wertschätzung und Dialog kombiniert werden muss – und dass religiöse Praxis im Alltag und nicht nur im Stundenplan lebt.

Pädagogik zwischen Alltag und Ritual

Wie das Manuskript darlegt, ist pädagogische Professionalität kein Selbstzweck, sondern soll den Kindern und Jugendlichen nicht nur Wissen, sondern islamische Charaktereigenschaften und Lebenskompetenz vermitteln. Der Umgang mit problematischem Verhalten, die Bedeutung von Strukturen und die Ermutigung zur Selbstverantwortung werden aus der Praxis heraus erklärt. 

Die Kapitel zur rituellen Praxis, Gebet, Mahlzeiten und Sauberkeit bilden einen gelebten Wertekosmos, in dem sich Alltag und Spiritualität durchdringen. Besonders wertvoll: Gharieb plädiert dafür, Kinder in ihrer Individualität zu sehen und ihnen Erfolgserlebnisse im religiösen Lernen zu ermöglichen – ohne Überforderung oder Leistungsdruck.

Inspiration, Methoden und nachhaltige Vision

Wer das Buch in die Hand nimmt, spürt die Absicht des Autors: Er möchte nicht nur Wissen weitergeben, sondern eine Bewegung anstoßen. Die detaillierten Programmvorschläge, Hinweise zur rechtlichen und finanziellen Organisation und die methodisch klugen Anhänge machen das Buch zu einer Fundgrube für Praktiker. 

Die Gedankenreise, Entspannungsübungen und Alltagsrituale – hier verknüpft sich die islamische Geisteshaltung mit moderner Pädagogik. Bewegend ist das ständige Plädoyer für Nachhaltigkeit und den Aufbau tragfähiger Strukturen, die das muslimische Gemeindeleben stärken sollen.

Fazit: Ein Handbuch mit Herz und Haltung

Ghariebs Manuskript ist ein Leitfaden und eine Einladung, muslimische Jugendarbeit in Deutschland auf neue Füße zu stellen. Mit dem Fokus auf Gemeinschaft, Wertschätzung und lebenspraktische Religiosität schafft das Buch einen Raum für pädagogische Innovation und spirituelle Inspiration.

Der Stil ist offen, freundlich und von Hoffnung getragen, die Argumentation klar und praxisnah. So avanciert „Islamische Ferienfreizeiten“ zum hilfreichen Buch für alle, die sich mit Herz, Hand und Verstand für die muslimische Jugend engagieren wollen.

Nadim Daniel Gharieb, Islamische Ferienfreizeiten, Astrolab Verlag 2025, 200 Seiten, 978-3948139407, Preis: EUR 15,50

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UNICEF sieht weltweit eine Epidemie der Fettleibigkeit

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Weniger Gemüse, mehr Fast Food – das sind laut UN-Experten Gründe für den weltweiten Anstieg von Fettleibigkeit bei Kindern. Eine Region ist besonders stark betroffen. (KNA). Erstmals sind weltweit mehr […]

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Nicht unsere Kinder sind das Problem, sondern das Bildungssystem

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Bildungssystem: In einem Gastbeitrag setzt sich Ali Mete mit schwerwiegenden Mängeln unseres Schulwesens auseinander. (iz). Ich erinnere mich gerne an meine Schulzeit zurück, vor allem meine Grundschulzeit. In einem Dorf […]

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Gaza: Kinder zunehmend alleine und traumatisiert

gaza krieg Gazastreifen

Psychische Belastungen, wenig Nahrung und kaum Bildung: Helfer beklagen die Folgen des Gaza-Kriegs für Kinder. Viele seien Waisen. SOS-Kinderdörfer fordert ein Ende des Krieges, damit Mädchen und Jungen heilen können.

München (KNA) Im Gaza-Krieg sind nach Angaben von Helfern immer mehr Kinder auf sich alleine gestellt. Sie hätten ihre Eltern oder ein Elternteil verloren, teilte die Organisation SOS-Kinderdörfer weltweit am Donnerstag mit.

„Dazu kommen Tausende weiterer Kinder, die im Chaos des Krieges von ihren Familien getrennt wurden und ebenfalls Tag für Tag für ihr Überleben sorgen müssen.“ Dies werde auch angesichts großer Lebensmittelknappheit immer schwieriger.

Foto: Anas Mohammed, Shutterstock

Die psychische Belastung von Mädchen und Jungen sei groß, auch unter denen, die noch mit ihren Familien zusammen seien. Zudem seien viele Kinder verletzt worden, die medizinische Versorgung sei nicht ausreichend.

Es gebe Kinder, die unter- und mangelernährt seien. „Kinder sind gezwungen, in überfüllten Notunterkünften zu leben – mit hohen Kinderschutzrisiken. Sie sind Gewalt und Bedrohung ausgesetzt“, betonte die Hilfsorganisation.

„Die ständige Konfrontation mit Konflikten, Vertreibung und Instabilität fordert einen hohen Tribut. Viele Kinder zeigen Anzeichen von Traumata, Angstzuständen, Furcht und emotionalem Rückzug“, hieß es.

Die meisten Mädchen und Jungen seien seit Monaten von Bildung abgeschnitten und könnten keine Schule besuchen. „Je länger der Konflikt andauert, desto tiefer und irreversibler sind die Auswirkungen auf das Wohlergehen der Kinder.“

Am Mittwoch hatte der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Mustafa den Gazastreifen zu einer Hungersnotzone erklärt. Er rief die Vereinten Nationen auf, entsprechend zu handeln.

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10 Jahre Krieg: Unterernährung bei Kindern im Jemen nimmt zu

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Jemen: Laut der Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland nehmen die Fälle von Unterernährung bei Kindern in ländlichen Gebieten zu.

(Islamic Relief Deutschland). Die Eskalation der Bombardierungen, die drastischen Kürzungen der humanitären Hilfe und internationale Sanktionen drohen, die Situation zu verschlimmern und die Fortschritte der letzten Jahre im Kampf gegen die Unterernährung von Kindern zunichte zu machen. Ein Arzt und ein Landwirt aus Zuhrah berichten.

Fachkräfte von Islamic Relief im Bereich Gesundheit und Ernährung im Jemen berichten, dass die Zahl der unterernährten Kinder zunimmt, so dass die Gesundheitszentren mehr Patienten aufnehmen, als sie aufnehmen können, und dass einige Kinder an Hunger sterben. Mehr als 55 Prozent der jemenitischen Kinder unter fünf Jahren leiden Berichten zufolge inzwischen an schwerer Unterernährung.

Tariq Hadi Mohammed, 36, ist Arzt in einem von Islamic Relief unterstützten Gesundheitszentrum und einer Klinik für therapeutische Ernährung im abgelegenen Bezirk Zuhrah, etwa 200 Kilometer nordwestlich der jemenitischen Hauptstadt Sana’a. Er berichtet, dass in diesem Gebiet bereits Kinder verhungert sind.

„Wir stellen jetzt eine Zunahme der Unterernährung bei Kindern fest und jeden Tag kommen mehr Fälle in der Station an. Die Unterernährung ist weit verbreitet, da die Lebensbedingungen schwieriger geworden sind.“

„Eines Tages fanden Dorfbewohner ein junges Mädchen, das wegen schwerer Unterernährung fast im Koma lag. Sie brachten sie in die Gesundheitsstation, ihr Körper war geschwollen und ihr Zustand kritisch. Wir begannen sofort mit der Behandlung und es ging ihr besser. Später wurde auch ihre jüngere Schwester gebracht … leider war es da schon zu spät. Sie war nur noch Haut und Knochen und ihr Körper war zu schwach, um sich zu erholen. Sie verstarb. Als ich ihren Zustand sah, musste ich weinen.“, schildert Mohammed.

„Dies ist ein abgelegenes Gebiet, in dem es kaum Gesundheitsdienste gibt und diese schwer zu erreichen sind. Die Station hat eine Kapazität für 8.000 Menschen, aber unter den derzeitigen Umständen versorgen wir etwa 12.000, darunter sowohl Einheimische als auch vertriebene Familien. Wir behandeln viele Kinder, aber auch unterernährte schwangere Frauen und stillende Mütter.“, berichtet der Arzt.

Zehn Jahre Krieg haben die Infrastruktur und die Wirtschaft des Jemen zerstört und Millionen von Menschen daran gehindert, eine angemessene Lebensgrundlage zu finden, um ihre Familien zu unterstützen. Infolgedessen sind rund 19,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen und 17,1 Millionen Menschen haben Schwierigkeiten, sich ausreichend zu ernähren. Deshalb ist der Erhalt der Gesundheitsrichtungen und Ernährungszentren im Land so wichtig.

Islamic Relief unterstützt 185 Gesundheitszentren und Kliniken für therapeutische Ernährung in fünf Gouvernements im Jemen, damit diese den vielen Familien, die sonst nirgendwo hingehen können, kostenlose Behandlungen anbieten. Im vergangenen Jahr haben sie über 249.617 schutzbedürftige Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt.

Hadi Ali Huessien Qadri, ein Landwirt im Bezirk Zuhrah, brachte kürzlich seine unterernährte Tochter in ein von Islamic Relief unterstütztes Zentrum, wo sie sich nach einer Behandlung erholte. Er sagt, er könne mit seiner Landwirtschaft nicht genug Geld verdienen, um seine Familie zu ernähren und zu unterstützen.

„Ich hatte kein Geld, um mich um sie zu kümmern und ihr und ihrer Mutter genug zu essen zu geben. Deshalb ist sie krank geworden. Auch die Kinder meiner Nachbarn sind unterernährt und alles nur, weil sie ihre Familien nicht ausreichend versorgen können. Sie haben nur eine Mahlzeit pro Tag. Das ist im ganzen Dorf so… die Situation hier ist sehr hart.“, sagt der Landwirt.

„Zehn Jahre Krieg haben die jemenitische Wirtschaft verwüstet, die Infrastruktur des Landes zerstört und den Zugang zu Dienstleistungen der Grundversorgung erheblich erschwert. In diesem schwierigen Umfeld haben wir unermüdlich daran gearbeitet, das Leid zu lindern, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern und die Hilfe so transparent und effektiv wie möglich zu gestalten. Ich bin sehr stolz auf die Arbeit des Islamic Relief-Teams im Jemen, das 2,56 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und anderen wichtigen Hilfsgütern unterstützt“, sagt Khan und fährt fort.

„Doch während Millionen von Menschen von der humanitären Hilfe profitieren, bleiben Millionen weitere zurück, die mit Hunger, Gewalt und Krankheiten konfrontiert sind. Die Menschen hier brauchen dringend Unterstützung, aber die Krise wird von der Welt weitgehend vergessen. Die humanitäre Hilfe hat im Laufe der Jahre viel Positives bewirkt, indem sie den Menschen zu Nahrung, Arbeit, Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser und Bildung verholfen hat. Doch die jüngsten Entwicklungen bedeuten, dass viele dieser Errungenschaften nun wieder ins Gegenteil verkehrt werden.“

Islamic Relief fordert die internationale Gemeinschaft auf, die humanitäre Finanzierung der Hilfe für den Jemen zu erhöhen, auf eine diplomatische Lösung der aktuellen Eskalation zu drängen sowie sicherzustellen, dass die Sanktionen keine Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben und die wirtschaftliche Entwicklung im Land zu unterstützen.

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Medien bei Kindern und Jugendlichen: Über 25 % sind gefährdet

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Medien bei Kindern und Jugendlichen: Über 25 % aller zeige eine riskante oder pathologie Verhaltensweisen. (iz). Seit 2019 wird im Auftrage der DAK die Langzeiterhebung „Ohne Ende Online?“ zur Mediennutzung […]

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