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US-Zwischenwahlen 2022: Muslimische Kandidaten verzeichneten Erfolge

(iz). Seit längerer Zeit nehmen Muslime in den USA – zuerst die afroamerikanischen und dann mit Verzögerung die migrantischen – aktiv als Wähler und Wahlhelfer an Stimmabgaben auf allen Ebenen […]

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Tribunal in Brüssel: Solidarität mit den Uiguren

Verschiedene Redner in Brüssel erinnerten daran, dass auch die muslimische Welt eine Pflicht gegenüber den von China verfolgten Uiguren habe. (IslamiQ/iz). Am 9. November fand in Brüssel das erste „Internationale […]

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Britische Muslime sind aktiv

Wie in anderen europäischen Ländern sind sich die MuslimInnen im Vereinten Königreich ihren verschiedenen Herausforderungen sehr bewusst. Von Sadek Hamid (iz). Viele politische Entscheidung in Europa der letzten zwei Jahrzehnte […]

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Fragen an die muslimische Community: Was wollen wir?

gesellschaft ramadan mazedonien gebet ramadan

(iz). Einige Tage vor der Fertigstellung dieser Ausgabe wurde in der Redaktion diese hypothetische Frage in die Runde geworfen: Nehmen wir an, man könnte sich mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammensetzten, […]

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Dienstabzeichen: Mit Kreuz, Halbmond und Gesetzestafeln für die Eidgenossenschaft

Neutralität ist Trumpf im Nachbarland Schweiz – wenn auch eine bewaffnete. Nun führt die Schweizer Armee eigene Dienstabzeichen für die Seelsorger religiöser Minderheiten ein. Von Barbara Ludwig und Alexander Brüggemann […]

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„Handle!“: neues Buch zu sozialem Engagement von Juden und Muslimen

Wenn sich Menschen für soziale Zwecke einsetzen, kommt der Impuls mitunter aus der Religion. Wie das aussehen kann, zeigt jetzt ein neues Buch – vor allem anhand eines bestimmten Beispiels. […]

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Britische Muslime zwischen Zukunft und tiefen Wurzeln

(MCB). Nach der letzten Volkszählung zählt die muslimische Gemeinschaft in Großbritannien etwa 3,372 Millionen Menschen. Es ist die Heimat einer der vielfältigsten Gemeinschaften der Welt. Die meisten stammen aus Südasien, […]

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Therapeut Amin Loucif: „Störungen haben zugenommen“

(iz). Anes El-Amin Loucif ist deutsch-algerischer Herkunft und hat 2010 in Düsseldorf Psychologie studiert und 2014 dort seinen Master in dem Fachgebiet gemacht. Derzeit ist der Psychologe als psychologischer Psychotherapeut […]

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US-Zwischenwahlen 2022: Muslime begrüßen Erfolge ihrer KandidatInnen

Washington (iz/CAIR). Seit geraumer Zeit nehmen Muslime in den USA – zuerst die afroamerikanischen und dann in Folge die migrantischen – aktiv als Wähler und Wahlhelfer an Stimmabgaben auf allen Ebenen in den Vereinigten Staaten teil. Seit mehreren Jahren tun sie das auch immer erfolgreicher als Kandidaten und Mandatsträger. Während muslimische Wähler bis George W. Bush viel häufiger republikanisch entschieden, hat sich das dank „Antiterrorkrieg“ und aufkommender Islamfeindlichkeit der Rechten erheblich geändert.

Bereits in der Wahlnacht erklärten zwei muslimische NGOs, das Jetpac Resource Center sowie der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen (CAIR) zu bekannten und vorläufigen Ergebnissen der Abstimmungen auf nationaler Ebene sowie in den US-Bundesstaaten. Das Jetpac Resource Center ist eine gemeinnützige NGO, die sich für eine stärkere Vertretung der Muslime in der amerikanischen Regierung und Politik einsetzt. CAIR ist Amerikas größte Organisation für die Rechte von Muslimen und Interessenvertretung. Ihre Aufgabe ist es, das Verständnis für den Islam zu verbessern, die Bürgerrechte zu schützen, die Gerechtigkeit zu fördern und die amerikanischen Muslime zu stärken.

Während man derzeit die Ergebnisse von 145 muslimischen KandidatInnen verfolge, sei ihre Zahl ungeachtet ihrer Erfolge „ein Rekord“. In 23 Staaten haben sich 48 von ihnen um ein Mandat für einen Abgeordnetenposten in ihrem jeweiligen Staat beworben. Laut CAIR-Angaben hätten mehr Moscheegemeinden ihre Räumlichkeiten als Wahllokale geöffnet als je zuvor.

Nihad Awad, nationaler CAIR-Direktor, sagte über die bisher bekannten Entscheidungen: „Die heutige historische Reihe von rekordverdächtigen Wahlsiegen amerikanischer Muslime ist ein Beweis für den kontinuierlichen Aufstieg unserer Gemeinschaft in der amerikanischen Politik und das Vertrauen, das unsere Nachbarn in uns setzen, um sie zu vertreten und für ihre Interessen zu kämpfen. Wir sind Zeugen des nächsten Schritts in der politischen Transformation der muslimischen Gemeinschaft Amerikas von einer marginalisierten Stimme, die an den Rand gedrängt wurde, (…) zu einem Entscheidungsträger. Diese neu gewählten Amtsträger bauen auf den Erfolg der jahrzehntelangen Investitionen unserer Gemeinschaft in bürgerschaftliches Engagement, Wählerregistrierung und Kandidatur auf.“

Mohammed Missouri, leitender Direktor von Jetpac, begrüßte die bisherigen Erfolge ebenfalls und bezeichnete sie als „inspirierend“. Das zeige, dass es der muslimischen Gemeinschaft gelungen sei, eine „solide Infrastruktur“ für nachhaltige Wahlerfolge aufzubauen. „Politische Entscheidungen in den Bereichen Bildung, Wohnungsbau, Klima und Bürgerrechte werden von der Legislative des jeweiligen Bundesstaates getroffen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass unsere Stimme bei der politischen Entscheidungsfindung vertreten ist“, Missouri.

Beide NGOs gehen davon aus, dass die DemokratInnen Andre Carson, Ilhan Omar und Rashida Tlaib in ihren Wahlkreisen erfolgreich sein werden. Bei den bundesstaatlichen Wahlen schätzt man, dass sich viele KandidatInnen für Sitze in den dortigen Repräsentantenhäusern und Senaten werden durchsetzen können. In einigen Staaten wie Washington oder Wisconsin werden sie im Erfolgsfall die ersten muslimischen Parlamentarier sein. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kandidierten die meisten MuslimInnen hier für die Demokraten. (sw)

Unsere Welt ist bunt

kultur kunst viertel

„Ob in Dearborn, Paris, auf Sansibar oder in Bangalore – überall dort entstehen Ansätze, Projekte und Wissensressourcen, die allen Teilen der Ummah zunutze kommen könnten.“

(iz). Es ist früh. Das allererste Tageslicht setzt sich gegen die Nacht durch. Kurze Zeit nach dem Ruf zum Morgengebet machen sich die Betenden über das steile Kopfsteinpflaster auf dem Weg zu einer der bunt getünchten Moscheen des Stadtteils. Dabei tragen sie Kaftane, Sarongs und viele die Uniform ihres jeweiligen Arbeitslebens.

Diese Szene spielt sich nicht in Chefchaouen, Erzurum oder Bandung ab. Unser fiktionaler Betrachter steht schlaftrunken in den steilen Straßen des Bo-Kaaps, dem traditionell muslimischen Stadtteil von Kapstadt. In direkter Nähe der alten Gassen und ihrer farbenfrohen Häuser befinden sich ein halbes Dutzend Moscheen und hier sind auch einige muslimische „Heilige“ begraben, deren Gräber von den Anwohnern seit fast 200 Jahren liebevoll gepflegt und beschützt werden.

Es lassen sich in der Welt viele solcher Momente aus unserer Lebenspraxis finden. Das können Studenten des Zaytuna-College im kalifornischen Berkeley sein, die sich angestrengt über Grundtexte zur Rechtsmethodik beugen. Oder anreisende Gäste auf dem Weg zu einer marokkanischen Hochzeitsgesellschaft im nordrhein-westfälischen Herne, wenn sie dringend einen Parkplatz suchen, um nicht zu spät zu kommen. Und manchmal handelt es sich um ein Totengebet, bei dem ein Verstorbener auf der philippinischen Insel Mindanao zu Grabe getragen wird.

Derzeit leben von den rund 1,8 Milliarden Muslime in aller Welt beinahe ein Viertel (oder 400 Millionen) mit dem Status, einer „Minderheit“ anzugehören. Sie sind eine größere Gruppe als ihre Geschwister im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika, Indonesien, Zentralasien oder Afrika südlich der Sahara. Und damit stellen minoritäre Muslime insgesamt, quantitativ betrachtet, das wichtigste Element.

Obschon wir aufgrund ihrer diversen Bedingungen und Geschichte von unterschiedlichen Subkategorien ausgehen müssen, ist eines klar: Weder in der Binnen- noch in der Außenperspektive und auch nicht im Rahmen internationaler muslimischer Gremien wie der OIC spielen sie und ihre Gemeinschaften eine korrespondierende Rolle.

Das ist schade, denn die Vielfalt und Buntheit der muslimischen Weltgemeinschaft findet sich nicht nur in dem, was gemeinhin als „islamische Welt“ verstanden wird, sondern auch an ihren „Rändern“. Dabei geht es um weit mehr als nur „Buntheit“ oder Repräsentation. Ob in Dearborn, Paris, auf Sansibar oder in Bangalore – überall dort entstehen Ansätze, Projekte und Wissensressourcen, die allen Teilen der Ummah zunutze kommen könnten.