Historiker über den Umgang mit Krisen und Katastrophen. Fallgeschichten aus drei Jahrtausenden (KNA). Was geschieht, wenn sich Gesellschaften bedroht fühlen? Wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint, verändern […]
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Die Pandemie hat für Muslime in Großbritannien Arbeitslosigkeit und Armut für alle weiter erhöht. (Ayaan Institute). Obwohl es den Muslimen im Westen gelingt, den Unruhen und Kriegen zu entgehen, die […]
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Laut Religionsmonitor 2023 setzten die meisten Deutschen in der Pandemie auf Familie, Nachbarschaft und Wissenschaft. Religion war vor allem für schon Gläubige wichtig. Die engagierten sich aber überproportional sozial. Berlin […]
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Mekka (dpa). Die muslimische Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien darf dieses Jahr erstmals wieder ganz ohne Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stattfinden. Dieses Jahr werde kein Höchstalter vorgeschrieben und die Zahl der Teilnehmer werde wieder auf das zuvor übliche Niveau steigen, kündigte Hadsch-Minister Taufik al-Rabia am 9. Januar an. Wie schon im Vorjahr dürften Pilger aus aller Welt anreisen, sagte er laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur SPA.
Der Hadsch ist die größte Versammlung von Muslimen weltweit. Dieses Jahr beginnt er Ende Juni. Vor Beginn der Pandemie kamen dafür in der für Muslime heiligen Stadt Mekka rund 2,5 Millionen Gläubige zusammen.
In den Corona-Jahren waren erst nur wenige Tausend und dann 60.000 in Saudi-Arabien wohnende Pilger zugelassen. Im Rahmen schrittweiser Lockerungen reisten vergangenen Juli etwa eine Million Gläubige aus aller Welt an. Zudem waren nur Pilger im Alter bis 65 Jahre zugelassen.
(iz). Ali Mete kam 1982 in der Türkei zur Welt und kam mit fünf Jahren nach Deutschland. Er studierte Religionswissenschaft in Frankfurt, ist aktuell Geschäftsführer des PLURAL Verlags und war […]
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Es ist mehr als zwei Jahre her, dass die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie ausgerufen hat. Jeder von uns kann sich lebhaft an die ersten bestätigten Fälle erinnern, die in unseren Heimatstädten […]
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Mehr als nur Wirtschaftswachstum: Mit dem „Index der menschlichen Entwicklung“ wollen die UN seit 1990 eine breitere Diskussion zur Lebensqualität weltweit anstoßen. Doch die Ergebnisse der neuesten Auflage bereiten den Statistikern Sorgen.
New York (dpa). Die Lebensverhältnisse der Menschen haben sich im Jahr 2021 in neun von zehn Ländern verschlechtert. Das geht aus dem „Index der menschlichen Entwicklung“ der UN-Entwicklungsagentur UNDP hervor. Zum zweiten Mal in Folge sei der globale Index-Wert zurückgegangen, beklagte die UNDP bei der Präsentation des am Donnerstag veröffentlichten Berichts. „Wir können unsere Umstände ewig in Statistiken umschreiben“, sagte UNDP-Leiter Achim Steiner. „Die harte Frage, der wir uns stellen müssen, lautet: Woran liegt es, dass wir nicht handeln?“
Laut dem neuen Ranking ist die Schweiz mit einem Index-Wert von 0,962 das höchstentwickelte Land der Welt, nahezu gleichauf mit Norwegen und Island. Deutschland kommt auf 0,942, belegt Rang neun und verliert damit im Vergleich zu 2015 fünf Plätze. Bei der Erstauflage 1990 hatten die Vereinigten Staaten noch geführt, sie kommen jetzt nur noch auf Rang 21. Auf den hintersten Plätzen der 191 untersuchten Staaten liegen Niger, Tschad und Südsudan.
„Wir leben in sehr schmerzlichen Zeiten, egal ob es um eine Welt unter Wasser, ohne Wasser, in Flammen oder inmitten einer Pandemie geht“, sagte UNDP-Leiter Achim Steiner. „Die Welt taumelt von Krise zu Krise, gefangen im Kreislauf des Feuerlöschens, ohne dass die Wurzeln unserer Probleme angefasst werden“, warnte die UNDP. Außerdem beobachteten die Statistiker weltweit wachsenden Pessimismus: Sechs von sieben Menschen gäben an, sich unsicher zu fühlen, ein Drittel sagte, dass sie anderen nicht vertrauen.
Fortschritt sei aber beispielsweise dank neuer Computertechnologien, Wissenschaft oder neuer Getreidesorten möglich, so Steiner weiter. In Kenia könne dank ausgiebiger Anstoßinvestitionen inzwischen 90 Prozent des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Gesellschaften, die fossile Brennstoffe finanzierten, machten einen Fehler, sagte er.
In die Berechnung des seit 1990 erscheinenden Indexes zu den Mitgliedsländern der Vereinten Nationen fließen Kriterien wie Lebenserwartung, Einkommen und Dauer der Schulbildung ein. Ein so flächendeckender Rückgang wie 2021 ist laut Steiner noch nie vorgekommen – selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise vor rund zehn Jahren sei nur in rund einem von zehn Ländern der Index zurückgegangen.
München (dpa/iz). Die bayerische AfD gerät wegen eines internen Chats mit teilweise radikalen Inhalten massiv unter Druck. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht damit die Frage nach Beobachtung einzelner Abgeordneter und der Partei als Ganzes neu gestellt. Grüne und SPD nannten eine Beobachtung der AfD unabdingbar.
Der Bayerische Rundfunk zitierte am Mittwoch aus Inhalten einer geschlossenen Telegram-Gruppe mit dem Namen „Alternative Nachrichtengruppe Bayern“, die BR-Reportern zugespielt worden seien. Mit in der Gruppe sind demnach auch große Teile der Landtagsfraktion, der bayerischen AfD-Bundestagsgruppe und des Landesvorstands.
„Ohne Umsturz und Revolution erreichen wir hier keinen Kurswechsel mehr“, schrieb laut BR-Bericht etwa ein AfD-Kreisvorsitzender. Ein weiterer AfD-Mann, der inzwischen Mitglied im AfD-Landesvorstand ist, schrieb dem BR zufolge: „Bekämpft bitte (oder auch gefälligst) mit dem vielen Geld, das ihr vier lange, weitere Jahre egal in welcher Partei bekommt, das Deutschland meuchelnde System. Das erwarten unsere Wähler. Der Widerstand der Straße würde es euch danken.“ In einer weiteren Nachricht heißt es laut BR-Bericht: „Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden.“
Der neue AfD-Landesvorsitzende, der Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka, bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Existenz der Gruppe. Allerdings stehe diese nicht in der Verantwortung beziehungsweise Verwaltung der AfD Bayern. Protschka erklärte zudem: „Es gab keine Diskussionsbeiträge, bei denen zu Umsturz und/oder Gewalt aufgerufen wurde.“ Hätte es solche Aufrufe gegeben, hätten die Inhaber oder Administratoren, die fürs Mitlesen verantwortlich seien, den Verfasser gesperrt, da sei er sich sicher.
„Es war eine öffentliche Gruppe, in der auch Nichtmitglieder der AfD eintreten konnten“, erklärte Protschka. „Sie wurde jetzt vorübergehend auf geschlossen umgestellt.“ In AfD-Kreisen war von mehr als 250 Gruppenmitgliedern die Rede. Fast alle Beiträge in der Gruppe seien vernünftigen Inhalts und beträfen das politische Tagesgeschäft.
Herrmann nannte die Chats erschreckend. „Sie machen deutlich, dass offensichtlich gerade in den Führungsgremien der AfD auch Leute unterwegs sind, auch Parlamentarier, die offensichtlich Gewalt überhaupt nicht ausschließen, die ernsthaft über Bürgerkrieg und ähnliches nachdenken“, sagte er am Rande einer Landtagssitzung in München. Der Verfassungsschutz werde den Chat, wenn er die Unterlagen denn bekomme, sorgfältig auswerten. Es stelle sich die Frage, inwieweit die betreffenden Abgeordneten beobachtet werden müssten – auch wenn dafür normalerweise besondere Anforderungen zu erfüllen seien – und „inwieweit daraus dann auch sich zusätzliche Argumente für eine Beobachtung der AfD insgesamt ableiten“.
Die Generalstaatsanwaltschaft München prüft nun die Äußerungen. Übernommen wird das von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Donnerstag auf Anfrage mitteilte.
Eine Prüfung durch eine Staatsanwaltschaft ist nicht gleichbedeutend mit einem Ermittlungsverfahren. Zunächst wird überprüft, ob eine Straftat vorliegen könnte. Ein Administrator der Gruppe ist der Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka. Dieser hatte erklärt: „Es gab keine Diskussionsbeiträge, bei denen zu Umsturz und/oder Gewalt aufgerufen wurde.“
Der bayerische Verfassungsschutz beobachtet bislang nicht den AfD-Landesverband als solchen, sondern die Jugendorganisation JA, den ehemaligen „Flügel“ – das Sammelbecken der völkischen Strömung in der AfD – sowie einzelne als rechtsextrem geltende Parteimitglieder. Das teilte ein Sprecher der Behörde mit.
Ob und was der Verfassungsschutz in Sachen Chatgruppe unternimmt, ließ die Behörde offen, betonte jedoch: „Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz geht jederzeit und eigeninitiativ auf Grundlage seines gesetzlichen Auftrags ihm bekanntwerdenden Hinweisen auf extremistische und sicherheitsgefährdende Bestrebungen nach.“ Diese würden gründlich geprüft – bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen werde die nachrichtendienstliche Beobachtung von Einzelpersonen und Personenzusammenschlüssen aufgenommen.
Alle Menschen haben die Auswirkungen des Coronavirus am eigenen Leib gespürt. ArbeitenehmerInnen wurden zum Teil in kürzere Arbeitszeiten gezwungen oder ihre Arbeit fiel komplett weg. Kinder hat es jedoch härter getroffen. Sie durften eine Zeit lang keine pädagogischen Einrichtungen besuchen. Spielplätze, Vereinssport oder Freizeitangebote blieben ihnen ebenso verwehrt. Aktuell sind Maßnahmen erlassen worden, die Heranwachsende zu einer Teilhabe in unterschiedlichen Einrichtungen ermöglichen. Doch welche Auswirkung hat die Coronakrise insgesamt bei Kindern geschaffen? Von Gül Altin
(iz). Womit beschäftigen sie sich, wenn Schule/KiTa/Vereine/Spielplätze und all jene Flächen, worauf und womit sich Heranwachsende beschäftigen können, ausfallen? Für die Antwort muss nicht lange gesucht werden. Nämlich: Sie beschäftigen sich mit der digitalen Welt!
Die Coronakrise hat verstärkt dazu beigetragen, die Kinder länger mit Fernsehen, dem Internet oder digitalen Spielen zu beschäftigen.
Die KIM-Studie 2020 untersuchte 1200 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren, und ihre Haupterziehungsberechtigten am Ende des letzten Jahres über ihre Mediennutzung. Das Fernsehen ist die häufigste mediale Freizeitbeschäftigung von Kindern. Auch ein Anstieg an Streaming-Diensten konnte anhand der Studie erkannt werden. Fast 3/4 der befragten Kinder nutzen das Internet täglich. Die wichtigsten digitalen Bereiche, die ihrerseits angewendet werden, sind WhatsApp, Suchmaschinen, Filme/Videos oder YouTube. 6- bis 13-Jährige Kinder beschäftigen sich mit dem Internet demnach durchschnittlich 46 Minuten.
In der DAK-Studie „Mediensucht 2020“ wurde das Medienverhalten sowie die Medienerziehung innerhalb des ersten coronabedingten Lockdowns erforscht. Sie kommt zum Ergebnis, dass während der Coronazeit die Beschäftigung mit den Sozialen Medien bei Jugendlichen unter der Woche um mehr als eine Stunde auf fast dreieinhalb Stunden pro Tag gestiegen ist. Am Wochenende beschäftigten sie sich sogar länger und bis zu durchschnittlich 4 Stunden. Zu den überwiegenden Gründen zählen, dass sie soziale Kontakte, die aufgrund der gesamten Maßnahmen beschränkt waren, aufrechtzuerhalten suchten, andere beschäftigen sich mit den Netzwerken aufgrund von Langeweile oder der Bewältigung von eigenen Emotionen. Über 35 Prozent der befragten Jugendlichen verdrängen mit der Nutzung digitaler Medien ihre Sorgen und Ängste und möchten damit aus der Realität entfliehen.
In der Bitkom-Studie aus dem Jahr 2019 wurde festgestellt, dass junge Erwachsene ihre Smartphones eher zum Konsum der digitalen Medienwelt und weniger zum Telefonieren nutzen. Demnach streamen 88 Prozent der 10- bis 18-Jährigen Musik und 87 Prozent schauen auf dem Smartphone Videos an.
Digitalisierung ist ein weiter Begriff, der Vor- und Nachteile mit sich bringt. Doch benötigt ein kleines Kind, die Aufmerksamkeit der digitalen Welt?
Nach der Empfehlung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sollten Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren täglich nicht länger als 30 Minuten vor einem digitalen Medium verbringen. Für Kinder unter drei Jahren empfiehlt die Regierung komplett auf die Nutzung digitaler Medien zu verzichten. Nach dem Schuleintritt wird die tägliche Bildschirmzeit der Wissenschaftler aus der Hirnforschung auf einen täglichen Gebrauch von höchstens 15 Minuten und nach der Grundschule eine Erweiterung auf 30 Minuten täglich begrenzt.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass der übermäßige Gebrauch digitaler Medien bei Kindern eine negative Auswirkung auf ihre soziale Entwicklung hat. Studien verdeutlichen, dass frühkindliches Fernsehen keinen Nutzen hat, sondern eher, dass der exzessive Fernsehkonsum (insbesondere bei Kleinkindern) zu einer späteren Entwicklungsstörung führen und ebenso einen Einfluss auf ihre soziale Entwicklung haben kann. Weitere gesundheitliche Folgen übermäßigen Medienkonsums ist die schlechte Körperhaltung, Übergewicht, Konzentrationsschwäche, Einfluss der Werbung auf das Essverhalten der Kinder.
Für gestresste Erziehungsberechtigte kann der Augenblick der Ruheposition, die Kinder vor dem Bildschirm einnehmen, entspannend wirken. Die daraus entstehenden Folgen sollten aber nicht unterschätzt werden.
In den Alternativen, wie Brettspiele, Rätsel, Basteln, Spielplatz, Wandern, Fangen, Tanzen oder jegliche Art körperlicher oder psychischer Bewegung sollten Kinder gefordert und gefördert werden. Es muss kein Verein sein, um die Aktivität der Kinder zu befriedigen. Es benötigt lediglich die unterschiedliche, motivierende Herangehensweise der Kinder, sie durch gegebene Reize zu motivieren und den Spaß daran zu fördern.
Jede Bezugsperson eines Kindes wünscht sich nur das Beste für ihn/sie. In Anbetracht der Vor- und Nachteile digitaler Medien ist ein Konsum damit nur in einer begrenzten Form angemessen. Daher müssen die Bezugspersonen die eigene Motivation aktivieren um ihre Nahestehenden und Liebsten bestmöglich zu beschäftigen.
Quelle der Studien: www.schau-hin.info/studien/studien-zur-mediennutzung
Die Pandemie hat vor allem Familien hart getroffen und deren Alltag auf den Kopf gestellt.
„Erste Studien zeigen, dass vor allem Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen unter den Corona-Schutzmaßnahmen gelitten und ein Drittel von ihnen psychische Auffälligkeiten entwickelt hat. Daher muss besonders vulnerablen Familien auf verschiedenen Ebenen geholfen werden“, betonte der Vorsitzende des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit, Prof. Arno Deister. Fachliche Aufklärung, Beratung und Vernetzung müssten gefördert werden – in den Lebenswelten wie Schule und Kindergarten, aber auch in sozialen Einrichtungen und relevanten Behörden wie etwa den Jobcentern. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative.
Auch wenn sich die Mehrheit der Eltern erleichtert fühlten, ließen sich die Erfahrungen aus der Krise nicht abschütteln. Das schrieb der Zusammenschluss der Betriebskrankenkassen pronova BKK in der aktuellen Erhebung „Familien in der Krise“ zu den Folgen von Pandemie und ihren Gegenmaßnahmen, für die 1.000 Haushalte mit Kindern befragt wurden. Demnach würde „jede zweite Familie“ von körperlichen und seelischen Konsequenzen bei ihren Kindern berichten.
Die mehreren Lockdowns hätten den Alltag von Eltern und Kindern „aus den Angeln gehoben“. Erleichterung hätte eine Mehrheit der Befragten mit der Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gespürt. Auch wichtig war ihnen die Aufhebung von Kontaktbeschränkungen. Drei Viertel der befragten Eltern hoffen, dass ihre Kinder den Lockdown „gut verarbeiten“ werden. Der offene Schule- und Kitabesuch tue „ihnen gut“.
Nichtsdestotrotz hätte die Zeit seit März 2020 in vielen Haushalten zu Veränderungen geführt. 79 Prozent der befragten Familien berichteten von einer Zunahme des Medienkonsums ihrer Kinder. 36 Prozent sprachen von vermehrten Streitigkeiten und 46 Prozent der Eltern sehen Beeinträchtigungen durch Bewegungsmangel. „Das ist ein extrem hoher Wert, wenn man bedenkt, dass viele Menschen davor zurückschrecken, sich zu mentalen Herausforderungen zu bekennen“, sagt die auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Zukunftsforscherin Corinna Mühlhausen. „Für viele Eltern war es Teil der Krisenerfahrung, dass sie sich um die psychische Gesundheit ihrer Kinder kümmern mussten.“
Zu den am häufigsten genannten Erscheinungen berichteten Eltern von Kindern ab einem Alter von sechs Jahren insbesondere von Müdigkeit (47 Prozent), Antriebslosigkeit (45 Prozent) und Schwierigkeiten mit Konzentration (43 Prozent). Bei älteren Kindern ab elf Jahren dominierten Müdigkeit und fehlende Motivation. Ein gegenläufiges Symptom erlebten Haushalte mit jungen Nachkommen: 29 Prozent berichteten von Unruhe.
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