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Wie verstehen wir Umweltethik?

Umweltethik adab charakter

Umweltethik: Während viele Gesellschaften global nach einer Lösung für die Umweltkrise suchen, werden Alternativen aus unserer Tradition zu wenig angeboten. (Iz/Yaqeen). Islam beinhaltet in seinem Kern zahlreiche Umweltprinzipien, die vielen […]

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Die Höflichkeiten des Freitags

Freitagsgebet

Das Freitagsgebet: Wenn die Muslime zum Jumu’agebet zusammenkommen, gibt es Punkte, die es zu beachten gilt

(iz). Der Prophetengefährte Abu Lubaba überlieferte vom Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Der Tag des Jumu’a ist der Meister und der größte unter den Tagen. In Allahs Sicht ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“

Der Freitag als Feiertag

In einer anderen Aussage, die von Ibn ‘Abbas berichtet wurde, wird dieser Tag selbst als ein Feiertag (arab. ‘id) beschrieben. Er ist ein Moment der Feier – wenn Freude und Glück auf die Herzen der Gläubigen herabgesandt werden.

Er hat viele Geheimnisse und Belohnungen, die Allah für Seine Diener an diesem Tag vorbehalten hat. Um sie zugänglich zu machen, müssen wir aber gewisse Höflichkeiten (arab. adab) beachten.

In einem Hadith vom Propheten, Allahs Friede auf ihm, heißt es: „Der beste von den Tagen, an denen die Sonne aufgeht, ist der Tag des Jumu’a. An ihm wurde Adam geschaffen und an ihm war sein Fall aus dem Garten. An ihm wurde ihm vergeben und an ihm starb er. An ihm wird die Stunde kommen und jedes sich bewegende Ding lauscht von Morgen bis Abend in Erwartung der Stunde, mit Ausnahme der Jinn und der Menschen. Währenddessen gibt es eine Zeit, an dem Allah seinem im Gebet stehenden Sklaven das gibt, worum er ihn bittet. (…).“ (Abu Huraira)

Foto: Shutterstock

Zwei wesentliche Aspekte

Dieser Adab hat zwei Aspekte: Einer bezieht sich auf den Freitag (arab. jumu’a) als solchen, ein anderer auf das Freitagsgebet.

Vor dem Gang zur Moschee sollte man die rituelle Ganzkörperwaschung (arab. ghusl) machen. Das ist mehr als eine vortreffliche Tat, sondern prophetische Gewohnheit vor dem Freitagsgebet. Dieser einfache Akt bringt enorme Belohnung mit sich.

Abu Umama überlieferte vom Propheten: „Macht Ghusl am Tag von Jumu’a. Wer das tut, dem werden die falschen Handlungen zwischen dem letzten und diesem Freitag vergeben (…).“

In der Nacht vor dem Jumu’a und am Tag selbst sollte man viel Qur’an lesen, zum Beispiel die Sura Al-Kahf, und außerdem viel Segenswünsche für den Prophete (arab. salawat) sprechen.

Es gehört zu den Höflichkeiten, die Zähne zu reinigen, Nägel zu schneiden, den Schnurrbart zu trimmen sowie Scham- und Achselhaare zu entfernen. Abu Huraira berichtete vom Propheten: „Es gibt fünf Dinge, die zur natürlichen Form des Menschen (arab. fitra) gehören – das Stutzen des Schnurrbartes, Nägelschneiden, das Rasieren der Schamhaare, Entfernung der Achselhaare sowie das Zahnholz (arab. siwak).“

Drittens sollten wir unsere beste Kleidung anziehen und viertens Parfüm auftragen. Abu Sa’id Al-Khudri sagte: „Teil der Pflichten des muslimischen Mannes am Tag von Dschmu’ua ist es, das Zahnholz zu nutzen, seine feinsten Kleider zu tragen und Parfüm aufzutragen, wenn er welches besitzt.“

Vorbereitung auf die Reise zum Herrn der Welten

Alle oben genannten Höflichkeiten dienen dazu, sich auf die Reise zum Haus Allahs und auf das Treffen mit unserem Herrn vorzubereiten. Es sind belegte Gewohnheiten des Propheten und welche größere Gelegenheit gibt es als den Freitag? Allah selbst sagt im Qur’an: „Kinder Adams, tragt die feinsten Kleider in jeder Moschee.“ (Al-’Araf, Sure 7, 31)

Die fünfte Höflichkeit ist es, sich frühzeitig auf den Weg zur Moschee zu machen. Je zeitiger man dort ist, desto größer ist die Belohnung bei Allah. In einem Hadith sagte der Gesandte Allahs, dass der Segen dessen, der das Haus mit einer Ganzkörperwaschung verlässt, umso höher ist, je früher er sich auf den Weg macht.

Dann ist es bevorzugt, dass man zur Moschee läuft. Diese Höflichkeit ist natürlich nur anwendbar, wenn man in ausreichender Nähe des Gebetsortes lebt. Nach dem Betreten der Moschee sollten wir uns so weit wie möglich nach vorne hinsetzen, ohne dabei die anderen Menschen zu stören oder über ihre Köpfe hinwegzusteigen.

Sobald man einen Platz gefunden hat, sollte man zwei Gebetseinheiten (arab. raka’at) verrichten. Das gilt aber nur für den Fall, dass der Imam den Gebetsraum noch nicht betreten hat. Zum Adab in ihr gehört das angemessene Sitzen, sich nicht hinzufläzen und nicht die Füße in die Gebetsrichtung auszustrecken.

Dieser Moment, wenn wir uns vor dem Auftauchen des Imams in die Moschee setzen, ist eine besondere Zeit. Allah hat Engel vor die Tore der Moschee gestellt und die Handlungen aller Personen darin aufgezeichnet, bis der Imam herauskommt. Dann werden die Bücher geschlossen. Nutzen wir ihn, um unserem Herrn näherzukommen, indem wir aus dem Qur’an rezitieren, uns an Allah erinnern und ernsthaft über Seine Zeichen nachdenken.

Foto: Nachlass Abdullah Weißer / via J. Matuschik

Wenn der Imam spricht, müssen wir zuhören

Sobald der Imam zum Minbar geht, sollte jedes Gerede enden. Nicht einmal ein Gruß darf erwidert werden. Mit Beginn seiner Ansprache (arab. khutba) gibt man ihm die volle Aufmerksamkeit; auch die körperliche, sodass man sich ihm zuwendet.

Das ist mehr als eine Höflichkeit, sondern Pflicht für jeden Muslim – Männer wie Frauen. Denn die Khutba ersetzt jene zwei Raka’at, die während des Freitagsgebets (im Gegensatz zum normalen Mittagsgebet) nicht verrichtet werden.

Nach dem Gebet ist es in vielen muslimischen Ländern Sitte, dass man sich mit der Familie zum gemeinsamen Essen trifft. In Marokko zum Beispiel wird am Freitag traditionell Couscous serviert, der dann auch an die Armen verteilt wird.

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Islamische Lebenspraxis: Von der Notwendigkeit des schönen Verhaltens

lebenspraxis verhalten

In der islamischen Lebenspraxis ist Adab ein wesentlicher Aspekt des zwischenmenschliches Verhaltens. Er speist sich nicht aus Höflichkeitsformeln, sondern aus einer spirituellen Quelle.

(iz). In einem Hadith Qudsi (Allahs Wort auf der Zunge des Propheten) sagt Allah, der Erhabene: „Wo sind jene, die einander für Allah lieben? Und Er spricht zu ihnen: Kommt her und seid im Schatten des Fußschemels (vor dem Thron) des Barmherzigen!“ Und das ist demjenigen von Nutzen, der es besitzt. An dem Tag, an dem uns kein Besitz helfen wird. Und nur jener glücklich sein wird, der Allah mit einem friedlichen Herzen gegenüber tritt.

Es wurde überliefert worden, dass der Prophet Muhammad, Friede und Segen auf ihm, zu seinen Gefährten über jenes Stehen vor Allah zu sprechen pflegte. Er sagte: „Dies ist ein mächtiger Tag. Er hat viele Namen im Qur’an: Al-Waqi’a – der Tag, wenn es eintrifft. Und der Tag des Haqq – der Tag der Wahrheit, der Wirklichkeit. Und der Tag des Weinens.“

Er beschrieb die Bedeutung des Stehens vor dem Herr der Welten. Für seine Gefährten war dies eine gewaltige Sache und einer von ihnen erhob sich mit den Worten: „O Gesandter Allahs, wann wird dieser Tag sein?“ Der Prophet entgegnete nicht: Warum stellst du eine solche Frage? Er sagte: „Dieser Tag ist morgen.“ Hat der Prophet, Friede sei mit ihm, jemals eine Lüge ausgesprochen?

Durch den gewaltigen Qur’an kam auf uns herab: „O ihr Gläubigen, habt Ehrfurcht vor Allah und betrachtet euer Selbst und seht, was ihr euch (für das Jenseits durch eure Taten im Diesseits) vorausgeschickt habt!“

Dieser Vers scheint so gesprochen, als ob der Tag des Stehens vor Allah morgen sei. Und was ist der Unterschied zwischen heute und morgen? Und der Mann, der das fragte, war erstaunt. Ein anderer sprach zum ersten, der die Frage gestellt hatte: „Warum stellst du eine solche Frage?“ Und der Gesandte Allahs, Friede sei mit ihm, lächelte und sprach zu ihm: „Ein Mann ist bei demjenigen, den er liebt.“

botschaft

Foto: Yaqeen Institute

Am Tag der Versammlung wird jede Gemeinschaft mit denjenigen versammelt werden, die sie liebt. Jene, die sich an Allah erinnern, werden bei den Leuten des Dhikr sein. Jede Gruppe wird als solche versammelt werden. Der Beweis dafür ist, wenn Allah, der Erhabene sagt: „Und wenn die Seelen zusammengetrieben werden, dann wird jede Person bei einer andern sein, der er ähnelt.“ Aus diesem Grund muss der Mensch sich entscheiden, wer ihn zum Iman führen wird.

Allah, der Erhabene sagt: „Der Tag, an dem der Ungerechte sich auf die Lippen beißen wird, am Tag des Stehens vor Allah. Er wird sich voller Reue in die Hand beißen und sprechen: ‘Oh hätte ich nur den Weg des Gesandten, Friede sei mit ihm, gewählt! Oh hätte ich nur nicht jene Person zum Freund genommen, die mich in die Irre gehen ließ und die mich fern vom Dhikr sein ließ und die mich weit entfernt von der Wahrheit sein ließ! Heute bin ich voll Bedauern.’“ Doch dieses Bedauern wird nichts mehr nützen, denn was getan wurde, ist geschehen.

Imam Ibn Ata’illah Al-Iskandari, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagt in den „Hikam“, seinem Buch der Weisheit: „Geselle dich nicht zu einem Menschen, dessen Zustand dich nicht dein Herz erheben und dessen Wort dich nicht zu Gott streben lässt.“

Aus diesem Grund ist es für die Person des Glaubens verpflichtend, sich die Leute, mit denen sie verkehrt hat, welchen sie ihr Vertrauen schenkt, auszusuchen. Damit er sich nicht in die Hand beißen muss, aus Reue über den Umgang, den er in dieser Welt pflegte.

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Türen zum Guten und zum Schlechten

türen scham dhikr

Durch das richtige Handeln nähern wir uns Allah an und ermöglichen uns Zugang zu den Türen des Guten. (iz). Die Annäherung an Allah durch den Gehorsam, durch Ihsan (vorbildliches Verhalten […]

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Plädoyer – vor allem in Richtung unserer Gelehrten in dieser Krise

plädoyer gelehrte

Plädoyer – insbesondere – an unsere muslimischen Gelehrten. Sie müssen Fragen der Jugend beantworten.

(iz). Warum ist die Ablehnung der Hamas nicht eine Marginalie und die Erinnerung an das brutale Massaker vom 7. Oktober nicht nur eine lästige Nebensache?

Plädoyer: Was sagen eigentlich die muslimischen Gelehrten?

Ich begründe dies wie folgt: Im Moment wird unsere muslimische Jugend jeden Tag mit tausenden, furchtbaren Bildern von den Folgen des israelischen Bombardements konfrontiert.

Gaze Krieg Bomben

Screenshot: YouTube

Wie reagieren sie darauf? Wie gehen sie mit der Erfahrung von Ohnmacht um? Welche Handlungsoptionen sehen sie? Welcher Terminologie folgen sie? Was denken sie, wenn sie hören, dass Hamas (angeblich) eine Befreiungsorganisation ist?

Sie werden mit Stimmen konfrontiert werden, die ihnen erklären, wie sie sich als Muslime verhalten sollen. Sie werden gemäßigte Töne hören, aber auch im Netz oder auf der Straße radikalen Missionaren begegnen, die den „Kampf“ durchaus auf europäische Straßen tragen wollen.

These: Eine gute islamische Bildung schützt vor Extremismus

Ich habe ein paar Monate ein Projekt begleitet, dass die Radikalisierung junger Muslime im Internet wissenschaftlich untersucht. Das Problem ist keine Fiktion. Meine These war – und ich hoffe, mich nicht getäuscht zu haben –, dass nur eine gute Bildung im Islam vor dem Terrorismus schützen kann.

Foto: Sushil Nash, Unsplash

Diese These setzt Gelehrte voraus, die nicht auf allen Hochzeiten tanzen wollen, sich nicht vor diesem Thema wegducken und nicht beeindruckt sind, wenn diese Lehre auch mal intern aneckt. Die Verantwortung für diejenigen, die Wissen haben, ist enorm.

Die grundsätzliche Ablehnung des Terrorismus, für den unsere Gelehrte zweifellos stehen, muss konsequent auf die Organisation der Hamas angewandt werden. Es reicht nicht nur, abstrakt von Terror zu sprechen, ohne seine Ausführenden zu nennen.

Hier geht es nicht um Politik. Wer immer nur Beifall bekommt und nach Anerkennung strebt, ist noch lange nicht auf der richtigen Seite. Jeder junge Muslim, der klar islamisch ausgebildet ist, kann sich und andere Muslime schützen.

Es ist ein schwerer, beinahe unverzeihlicher Fehler, hier nicht klare Signale zu setzen.

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Spiritualität des alltäglichen Verhaltens

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Spiritualität: Aufgrund der symbiotischen Relation zwischen Handeln und spiritueller Verfassung liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung eines verfeinerten Verhaltens. Das äußere Verhalten und die innere spirituelle Landschaft des Muslims sind […]

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Pinocchio als eine Metapher

Trotz scheinbarer Unterschiede kann Pinocchios Welt beinahe als identisch mit unserer betrachtet werden. Auch dann, wenn unsere Nasen nicht bei jeder Missetat lang werden. Von Hina Azam (Renovatio). Kürzlich musste […]

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Islam in Europa – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Dieser – im Auszug vorliegende – Text wurde am 21. September vom Autor als Einführungs­vortrag auf der Jahres­tagung der European Muslim Union (EMU) in Girne (Türkische Republik Nordzypern) gehalten. Die […]

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Alltag der Muslime: Wie wirken Adab und Futuwwa?

(iz). Muslime leben in mehrfachem Sinne in Paradoxien, in denen sie sich oft ohne ausrei­chende Orientierung wiederfinden. Einer dieser Widersprüche ist, dass wir heute zwar einerseits so oft und viel […]

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