Takaaya im Sudan: eine Zivilgesellschaft im Krieg
Die sogenannten Takaaya (Gemeinschaftsküchen): Die Sudanesen kochen in jahrhundertealter Tradition solidarisch für ihre Mitmenschen – auch unter Kriegsbedingungen.
9.11.2025 .Redaktion 6 Min. Lesezeit
Menschen im Sudan kochen in jahrhundertealter Tradition solidarisch für ihre Mitmenschen, in sogenannten Takaaya, Gemeinschaftsküchen. (Foto: Islamic Relief Deutschland)
Köln (IRD, iz). Der Sudan steht nach zweieinhalb Jahren Gewalt und Konflikt vor einer Hungerkrise historischen Ausmaßes. In dieser Not leisten Menschen im Land die Verteidigung gegen den Hunger:
Lokale Gemeinschaftsküchen – Takaaya – sind eine Lebensader für Millionen Menschen im Land. In einem neuen Bericht warnt das globale Islamic Relief Hilfsnetzwerk vor dem Verschwinden dieser lebenswichtigen Versorgungstruktur aus der Zivilbevölkerung, wenn die internationale Staatengemeinschaft nicht eingreift und lokale Strukturen fördert.
Takaaya: traditionelles Modell und Lebensader für Millionen
Nach dem Ausbruch des Konflikts im April 2023 ist die Hälfte der Bevölkerung – 24,6 Millionen Menschen – durch Nahrungsmittelknappheit betroffen. An fünf Orten in der westlichen Region Darfur und in den Nuba-Bergen im Süden des Landes wurde eine Hungersnot vom IPC-Hungermonitor bestätigt.
Ähnliche Zustände sind an Dutzenden weiteren Orten im ganzen Staat zu beobachten. Kinder in Sudan verhungern, obwohl ihre Eltern ihnen alles geben, was sie an Nahrung haben.
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