Beim Thema Rassismus übersehen Muslime häufig den real existierenden Umgang mit Schwarzen Muslimen in den eigenen Reihen.
(iz). Wird im muslimischen Diskurs das Thema Rassismus behandelt, geht es meist um Islamfeindlichkeit, die aus den Muslimen eine homogene Gruppe – Rasse – macht, welche als Feindbild fungiert.
Ein Blick nach innen dürfte uns aber eine andere Dimension des Phänomens Rassismus und unseres eigenen Zustands eröffnen. Denn ein Thema, über welches nur ungern gesprochen wird, ist der Rassismus unter Muslimen selbst. Verständlich, denn der Blick in den Spiegel kann äußerst unangenehm sein.
Die Behauptung, Rassismus und Nationalismus hätten im Islam keinen Platz, stimmt zwar, aber dies beschreibt nur, was Allah und Sein Gesandter, Allahs Segen und Frieden auf ihm, uns lehren, nicht etwa, wie wir diese Lehre in die Tat umsetzen.
Rassisten sind die Anderen
Das aktuellste Beispiel hierfür ist der Sklavenhandel schwarzafrikanischer Migranten in Libyen. Schwarze Muslime beklagen zu Recht, dass ihrem Leid eine andere, geringere Beachtung geschenkt wird als etwa jenem der Syrer oder Palästinenser. Der Verkauf von Menschen und ihre Haltung als moderne Sklaven in Teilen der arabischen Welt ist nichts Neues.
Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.