Urlauber, Touristen und Reisende brechen auf. Eine Frage nach dem Warum
(iz). Da ist sie wieder: die Reisezeit. Millionen von Urlaubern, Touristen und Reisenden machen sich auf den Weg. Die Pandemie hat uns darin erinnert, dass die Reisefreiheit nicht nur ein elementares Grundrecht ist, sondern ebenso ein existentielles Grundbedürfnis. Millionen Menschen sehnen sich nach ihrem alljährlichen Urlaub, eine Zeit, die sie, je nach Absicht, für ihre […]
30.06.2021 Abu Bakr Rieger 7 Min. Lesezeit
Foto: mrks_v, Adobe Stock
(iz). Da ist sie wieder: die Reisezeit. Millionen von Urlaubern, Touristen und Reisenden machen sich auf den Weg. Die Pandemie hat uns darin erinnert, dass die Reisefreiheit nicht nur ein elementares Grundrecht ist, sondern ebenso ein existentielles Grundbedürfnis. Millionen Menschen sehnen sich nach ihrem alljährlichen Urlaub, eine Zeit, die sie, je nach Absicht, für ihre Erholung, Bildung oder ein Abenteuer nutzen. Roger Willemsen, der leider zu früh verstorbene Schriftsteller, bringt die Mentalität des Reisenden, der sich nur als Gast auf Erden empfindet, auf den Punkt: „Man ist immer entweder ein Heimischer oder ein Fremder. Ich bin immer wieder lieber ein Fremder.“
In dem Sammelband „unterwegs“ beschreibt er weitere Grundeinsichten jeder gelungenen Expedition. Ob unsere Fahrten in Erfüllung oder Enttäuschung enden, ist ungewiss. Das Scheitern ist immer eine Möglichkeit, dann, wenn man nicht „transzendiert“, nichts findet, was das Herz bewegt und so das Zwecklose der eigenen Bewegung, oft im Einklang mit dem parallel verlaufenden ArbeitÂsÂritus, zu akzeptieren hat. Der Sinn einer bedeutsamen Exkursion zeigt sich bei der Heimkehr. „Dass er verreist war“, so stellt Willemsen fest, „das erkennt der Mensch an den unverwechselbaren, an einen Ort gebundenen Erfahrungen, die er nur dort machen konnte“.
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