Wie sollen wir mit Rassismus umgehen?

Auch Muslime müssen sich die Fragen stellen, wie sie die antirassistischen Traditionen ihres Dins realisieren können.

21.05.2024 Abdullah Bin Hamid Ali 9 Min. Lesezeit
interkulturell BLM rassismus

Foto: Denisha DeLane, Shutterstock

(Renovatio Magazine). Viel wurde über die transformierende Kraft der Glaubenstraditionen geschrieben. Und die Geschichte ist voller Beispiele von Bewegungen für soziale Gerechtigkeit, die von Religion inspiriert wurden. In modernen Zeiten mobilisierte das Leben sowie die Autobiografie von Malcolm X – insbesondere seine Erfahrungen in Mekka – nicht nur unzählige persönliche und soziale Veränderungen, sondern verbreitete auch die Erkenntnis, dass der Islam die Religion der Wahl ist, um jahrhundertlange Ungerechtigkeit auf Grundlage der Hautfarbe zu überwinden.

Malcolm X glaubte, dass das Christentum und Judentum nicht die nötige Durchsetzungskraft hätten, soziale Institutionen zu reformieren. Er machte negative Erfahrungen mit weißen amerikanischen Christen. Er kannte die Geschichte ihrer Übernahme des „hamitischen Fluchs“ zur Rechtfertigung der Versklavung von Schwarzen. Und das prägte zweifelsohne seine Ansichten. Gleichfalls dürfte der Gegensatz jüdisch vs. nichtjüdisch im Judentum ebenfalls nicht anziehend für ihn gewesen sein.

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