Zu viele Zeitenwenden auf einen Schlag im Jahre 2024?

Kommentar: 2024 war ein heikles Jahr. Im November kam es zu einem besonderen „Doppelwumms“ (O. Scholz).

29.11.2024 Sulaiman Wilms 2 Min. Lesezeit
zeitenwende

Foto: Deutscher Bundestag, Tobias Koch

(iz). Dem russischen Revolutionär und Theoretiker Lenin wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert; und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren.“ Wie andere apokryphe Aussagen ist es höchstwahrscheinlich kein Originalzitat, sondern wird dem Ex-Labourpolitiker George Galloway zugeordnet.

Was immer man von seiner schillernden Medienpersönlichkeit halten mag: Wenn er das gesagt hat, liegt er einigermaßen richtig. Dieser November begann mit einem „Doppelwumms“ (Olaf Scholz). Bei den Wahlen zum US-Präsidenten und Kongress setzten sich die Republikaner unter Donald Trump durch. Damit wird wieder ein Greis der angeblich „mächtigste Mann“ der Welt.

Mitten in diese neue „Zeitenwende“ platzte die nächste: das angekündigte Ende der Ampelkoalition. Allein die Umstände der medienwirksamen Scheidung des bisherigen Regierungsbündnisses sind deprimierend genug. Deutschland befindet sich im Krisenmodus. Und es wäre wohlfeil, Muslimen vorzuwerfen, sie seien darauf nicht vorbereitet, wenn es selbst die bundespolitische Mitte nicht ist.

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