Al-Sisi in Berlin: Das Regime und die deutsche Suche nach Energieträgern
(GFP.com/iz). Proteste von Menschenrechtsorganisationen überschatteten den Besuch des ägyptischen Präsidenten Abd al Fattah al Sisi in Berlin. Er hielt sich in der deutschen Hauptstadt auf, um die Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Deutschland zu intensivieren. Dabei ging es nicht nur um Milliardengeschäfte für deutsche Konzerne; kürzlich hat der Technologiekonzern Siemens den größten Auftrag der Firmengeschichte in […]
17.08.2022 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
Foto: Shutterstock
(GFP.com/iz). Proteste von Menschenrechtsorganisationen überschatteten den Besuch des ägyptischen Präsidenten Abd al Fattah al Sisi in Berlin. Er hielt sich in der deutschen Hauptstadt auf, um die Zusammenarbeit zwischen Ägypten und Deutschland zu intensivieren. Dabei ging es nicht nur um Milliardengeschäfte für deutsche Konzerne; kürzlich hat der Technologiekonzern Siemens den größten Auftrag der Firmengeschichte in dem nordafrikanischen Land erhalten. Vor allem hat Berlin Kairo als Lieferanten von Energieträgern im Visier.
So ist geplant, dass Ägypten israelisches Erdgas verflüssigt und in die EU exportiert; künftig soll es auch grünen Wasserstoff produzieren. Ägypten sei als Energielieferant „ein vertrauenswürdiger Partner“, lobte unlängst die amtierende EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Pikant ist, dass der „Energiepartner“ sich schon seit vielen Jahren mit schweren Menschenrechtsverletzungen hervortut.
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