(Islam)Debatte: eine sehr deutsche Form

Debatte: In den letzten Monaten versteigt sich ein ressentimentgeladner Diskurs zur Leugnung bestehender Muslimfeindlichkeit.

09.05.2026 Sulaiman Wilms 4 Min. Lesezeit
islam debatte

Foto: CLAIM Allianz

(iz). Immer mehr Stimmen behaupten, „antimuslimischer Rassismus“ sei eine linke Erfindung. Wer so argumentiert, bestreitet, dass es in Deutschland eine eigenständige Form von Muslimfeindlichkeit gibt – und stellt wissenschaftliche Befunde als Ideologie dar.

Der Journalist Emran Feroz beschreibt dieses Milieu in einem aktuellen Feature für die „tageszeitung“ als „Islamophobie‑Industrie“, die von alarmistischen Bildern über den Islam lebt und genau von dieser Leugnung profitiert. Parallel dazu zeigen Studien seit Jahren: Antimuslimische Einstellungen sind in Deutschland weit verbreitet und haben konkrete Folgen.

Kern der aktuellen Auseinandersetzung ist die Frage, ob es sich bei antimuslimischem Rassismus um ein reales gesellschaftliches Problem bzw. um einen politischen Kampfbegriff handelt. Kritiker des Begriffs – meist aus rechts‑liberalen, konservativen oder sicherheitspolitischen Kreisen – halten Religion für eine frei wählbare Überzeugung.

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