Jordaniens Reisebranche leidet unter Nahostkrieg

Zwar ist Jordanien eines der stabilsten Länder in der arabischen Welt. Doch wegen seiner Nähe zu den Krisenherden der Region kommen derzeit nur wenige Urlauber aus Europa – obwohl im Herbst eigentlich Hauptsaison ist.

03.12.2024 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
jordanien

Foto: Alex Vasey

(KNA). Petra, eines der sieben neuen Weltwunder, zieht jährlich normalerweise eine Million Besucher aus aller Welt an. Reiseführer über Jordanien empfehlen daher, schon um 6 Uhr morgens die in den Felsen gehauene rotbraune Nabatäerstadt zu besichtigen, da sich dann weniger Urlauber drängen. Aktuell aber ist dieser Hinweis unnötig: Vor dem berühmten Schatzhaus bleibt reichlich Platz. Von Christof Haverkamp

Jordaniens Tourismusindustrie leidet unter dem Nahost-Konflikt. 80 Prozent der Gäste bleiben weg, berichtet Ahmad al-Ghelany, Reiseleiter seit 2007. Mit Wandergruppen ist er in Petra, im Naturreservat Dana und der Fels- und Sandwüste von Wadi Rum an der Grenze zu Saudi-Arabien unterwegs. Viele Camps stehen dort leer, und den Beduinen entgeht ein Nebenverdienst. Sonst kochen sie für Urlauber und transportieren Gepäck im Geländewagen.

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