Kulturaustausch gibt Vorsprung

Beim Kulturaustausch leugnete Europa, von wem es nahm. Jedoch Herder, der Deutsche, tat dies nicht.

16.03.2023 Ahmet Aydin 8 Min. Lesezeit
Kulturaustausch Türkei

„Die Ästhetik der Istanbuler Moscheen des 19. Jahrhunderts sind das Produkt eines kulturellen Austausches.“ (Foto: Dick Osseman, Wikimedia Commons)

(iz). Wenn der durchschnittliche türkischstämmige Muslim an die Architektur osmanischer Moscheen denkt, meint er oftmals, das sei typisch muslimische Architektur. Wer sich jedoch Moscheen in Ägypten oder Marokko ansieht, erkennt schnell, dass es DIE muslimische Architektur nicht gibt.

Kulturelle Einflüsse der jeweiligen Region spielten eine maßgebliche Rolle dabei, wie Moscheen entworfen wurden. So ist denn unverkennbar, dass die Architektur der Hagia Sophia die osmanischen Architekten inspirierte, die wir als klassisch Osmanisch bezeichnen. 

Kulturaustausch: nichts Neues für Muslime

Blicken wir ins 19. Jahrhundert finden wir, dass zahlreiche Moscheen der Osmanen „unosmanischer“ wurden. Nicht bloß die Yildiz-Moschee des Kalifen Sultan Abdulhamid II., bereits der Dolmabahce-Palast, der von seinem Vater, Kalif Sultan Abdulmecid in Auftrag gegeben wurde, gleicht nicht mehr dem vorherigen Regierungssitz, dem Topkapi-Palast von 1468.

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