Meldestellen in NRW: Kampf gegen Diskriminierung bleibt aktuell

Seit dem 17. März arbeiten die Meldestellen im Bundesland NRW zur Erfassung verschiedener Diskriminierungsformen.

08.04.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
berlin CLAIM

Foto: CLAIM Berlin

(iz). Glaubt man dem religions- und islamkritischen Feuilleton, gehen die Probleme in Deutschland nur und ausschließlich „vom Islam“ und „den Muslimen“ aus. Mit der Wirklichkeit hat diese Realitätsverleugnung, die im Zusammenhang zur Verschwörungstheorie einer „Islamisierung“ steht, kaum etwas zu tun.

Wenn dem so wäre, wieso begann dann die Erfassung islam- und muslimfeindlicher Straftaten in Deutschland seit dem Januar 2017 unter der Christdemokratin Merkel. Zuvor wurden diese Straftaten nur unter der allgemeinen Kategorie „gegen die Religion gerichtete Straftaten“ geführt.

Muslimfeindlichkeit: Innenminister beschlossen 2016 Erfassung

Dieser Wandel war das Ergebnis eines Beschlusses der Innenministerkonferenz. Diese entschied schon 2016, in der Kategorie „Hasskriminalität“ die zusätzliche Unterkategorie „islamfeindlich“ einzuführen. Seit der Einführung dieser gesonderten Erfassung schwanken die jährlichen Fallzahlen zwischen mehr als 700 und über 1.000 Fällen. Im ersten Erfassungsjahr 2017 wurden 1.075 antimuslimische Straftaten registriert.

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