Sender schlossen schlecht bei WM ab
(iz). Zum Abschluss der Fifa-WM in Katar hat der Politologe und Medienwissenschaftler Kai Hafez der deutschen Berichterstattung zum Emirat schlechte Noten erteilt. Diese sei „einseitig“ und „selektiv“ gewesen. Man habe sich von Anfang an nicht wirklich auf Land und Leute eingelassen, sondern mit einer neokolonialen Attitüde die negativen Aspekte, die es gebe, bestätigen wollen. Unter […]
23.12.2022 Sulaiman Wilms 2 Min. Lesezeit
Foto: Visit Qatar, Unsplash
(iz). Zum Abschluss der Fifa-WM in Katar hat der Politologe und Medienwissenschaftler Kai Hafez der deutschen Berichterstattung zum Emirat schlechte Noten erteilt. Diese sei „einseitig“ und „selektiv“ gewesen. Man habe sich von Anfang an nicht wirklich auf Land und Leute eingelassen, sondern mit einer neokolonialen Attitüde die negativen Aspekte, die es gebe, bestätigen wollen.
Unter anderem habe er einen angemessenen historischen Überblick vermisst: „Katar war vor 50 Jahren ein Dorf. Die grandiose Modernisierungsleistung dort ist in keiner Weise gewürdigt worden. Dabei sind die Golfstaaten heute ein internationaler Motor für Handel, gleichzeitig investieren sie Milliarden in Medien, Kultur und Bildung.“ Der Forscher wies auf etliche reißerische Titel hin wie etwa „WM der Lügen“, „Geheimsache Katar“ oder „Die Skandal-WM“. Mit so einer „geballten Vehemenz“ habe man über die WM von Putins Gnaden nicht gesprochen. Gleiches gilt selbstredend für olympische Spiele, die in ihrer Sommer- und Wintervariante in China veranstaltet wurden.
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