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Der Firnis unserer ­Ordnung ist dünn

Die Verhältnisse können sich schnell ändern, wie der Fall der Mauer, der 11. September oder Bosnien 1992 zeigen. Nach Ronald Reagan ist Freiheit nie mehr als eine Generation vom Aussterben bedroht.

Figur mit blondem Haar hält eine Zeitung mit der Schlagzeile „FAKE NEWS“ hoch

Was verbindet uns noch im Jahr 2020?

Ende 2016 wurde „postfaktisch“ Wort des Jahres, 2020 prägt das Phänomen die ganze Gesellschaft, nicht nur das rechte Lager. Hannah Arendts Begriff des Common sense könnte helfen, wieder gemeinsame Wahrheit zu teilen.

Demonstrierende Menge, davor ein Schild „Freedom for Germany“ mit Flaggen und Dank an Trump und Putin

US-Muslime haben nicht nur für Biden gestimmt

Der Anteil der US-Muslime an der Wählerschaft liegt unter einem Prozent; rund 65 Prozent von ihnen wählten Joe Biden, der Rest Donald Trump. Muslime seien ethnisch die vielfältigste Religionsgemeinschaft der USA, so Youssef Chouhoud.

Viele US-Juden trauen Trump nicht

Trump wirbt in Florida um rund 650.000 jüdische Wähler, doch viele US-Juden trauen ihm nicht. Antisemitische Übergriffe stiegen 2019 laut Anti-Defamation League um 56 Prozent, und Israel ist nur für sechs Prozent wahlentscheidend.

Jede Stimme zählt

Bei der Präsidentschaftswahl könnten Muslime in Swing States wie Ohio, Michigan oder Pennsylvania mitentscheidend sein. 2000 sollen über 70 Prozent Bush gewählt haben, doch das Verhältnis zu den Republikanern besteht nicht mehr.

Tempelberg: Trump-Plan birgt Sprengstoff

Trumps am 28. Januar vorgestellter Nahost-Friedensplan fordert Gebetsrechte für alle am Tempelberg. Damit droht er den fragilen Status quo zu brechen, den die islamische Wakf-Behörde und Jordanien wahren.

Blick über Jerusalem mit dem goldenen Felsendom und der Stadtmauer.