China: Der Krieg in Gaza eröffnet Peking neue geostrategische und ökonomische Chancen im Nahen Osten. (The Conversation). Die Unterstützung der westlichen Welt für Israel bei seinen Angriffen auf den Gazastreifen […]
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China: Der Krieg in Gaza eröffnet Peking neue geostrategische und ökonomische Chancen im Nahen Osten. (The Conversation). Die Unterstützung der westlichen Welt für Israel bei seinen Angriffen auf den Gazastreifen […]
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Nachrichtenüberflutung hat Folgen für unser Gehirn. Ein Zuviel an Gewaltbildern beeinträchtigt Gedächtnis und Kontrollverlust. (The Conversation). Im Mai 1097 katapultierten die Kreuzritter während der Belagerung von Nicäa die abgeschlagenen Köpfe […]
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Das größte Energieproblem des letzten Jahres waren die Ölkürzungen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Die Weltwirtschaft trat in eine Phase „erhöhter Unsicherheit und wachsender Herausforderungen“ ein. (The Conversation). Im Oktober […]
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Kairo (dpa). Am Golf und in anderen Teilen der arabischen Welt haben schwere Regenfälle zu Überschwemmungen geführt. In Jordanien mussten Medienberichten zufolge wegen Sturzfluten Hunderte Touristen von der berühmten Felsenstadt Petra evakuiert werden. Berichte über Opfer gab es nicht. Die Rettungsorganisation Weißhelme meldete schweren Regen in Flüchtlingslagern im Norden Syriens.
In Kuwait, wo zuvor einige der höchsten Temperaturen weltweit gemessen wurden, kam es nach Regenfällen zu seltenem Hagel. Im Oman im Osten der Arabischen Halbinsel blieben die Schulen am Mittwoch in der Hauptstadt Maskat wegen Unwetters geschlossen.
In den vergangenen Tagen hatte es auch in Saudi-Arabien stark geregnet. In der für Muslime heiligen Stadt Mekka wurden Autos teilweise von Wassermassen davongetragen. Die meteorologische Behörde des Landes sagte weitere Regenfälle voraus. Dabei könne es auch zu Überschwemmungen kommen.
In Israel gab es mehrere Tage lang ungewöhnlich heftigen Regen mit Gewittern, auf dem Hermon-Berg im Norden fiel sogar Schnee. In der Negev-Wüste im Süden des Landes wurde ein junger Mann am zweiten Weihnachtstag von einer Sturzflut mitgerissen und später bewusstlos geborgen.
Das Problem der meisten westlichen Analysen ist, dass sie generell kurzsichtig sind und sich mehrheitlich auf Variable konzentrieren, die von direktem Interesse für Regierungen im Westen sind. Heute werden sie […]
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Regierungsberater sehen nach dem Besuch des chinesischen Präsidenten in Saudi-Arabien einen Einflussverlust des Westens auf der Arabischen Halbinsel. (GFP.com/IZ). Deutsche Regierungsberater diagnostizieren einen dramatischen Einflussverlust des Westens auf der Arabischen […]
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Beim ersten Treffen der arabischen Staats- und Regierungschefs seit langem hätte Algerien gerne Syrien wieder begrüßt. Doch der Wunsch der russischen Schutzmacht stieß auf Widerstand. Wie blicken die arabischen Staaten derzeit auf Moskau? Von Cindy Riechau
Algier (dpa). Die arabische Welt hält sich bislang mit Kritik an Russland und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine zurück. Doch ein Streit innerhalb der Arabischen Liga, die am Dienstag und Mittwoch erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder zu einem Gipfel zusammenkam, offenbart, dass die Einstellung zu Russland nicht zwangsläufig bei allen Mitgliedern so neutral ist. Gastgeber Algerien hatte im Vorfeld des Treffens der arabischen Staats- und Regierungschefs gefordert, Moskaus Verbündeten Syrien wieder in deren Reihen aufzunehmen. Doch die Initiative scheiterte am Widerstand einiger Länder.
„Das ist ein Schlag gegen die diplomatische Strategie Russlands, das beträchtliche Ressourcen investiert hat, um zu beweisen, dass es ein zuverlässiger Partner für die arabischen Länder ist“, schreibt der französische Geopolitiker Pierre Boussel in einem Artikel der US-Denkfabrik Carnegie. Der Krieg in der Ukraine habe „gezeigt, dass Moskau nicht der Verbündete ist, für den es sich ausgibt.“
Die Arabische Liga hatte Syriens Mitgliedschaft vor elf Jahren wegen seines brutalen Bürgerkriegs ausgesetzt. Die Wiederaufnahme war ein ausdrücklicher Wunsch von Syriens Schutzmacht Russland. Katar, Ägypten und Saudi-Arabiens waren dagegen. Riad begründete sein Veto damit, dass ein von der Liga erarbeiteter Plan zur Beendigung des Kriegs in Syrien nicht umgesetzt worden sei. Dass Kronprinz Mohammed bin Salman dem Gipfel in Algier fernblieb, deuteten einige Beobachter jedoch als Drücken vor der Auseinandersetzung mit den wahren Gründen. Offiziellen Angaben zufolge rieten Ärzte dem faktischen Herrscher des Golfstaats von der Teilnahme ab.
Riads Einstellung zu Russland ist indes schwer durchschaubar. Das Königreich stimmte etwa einer Förderkürzung für Öl zu. Die USA werteten den Schritt als Unterstützung des russischen Angriffskriegs, da Saudi-Arabien und Russland als die führenden Kräfte im Ölverbund Opec+ gelten. Riad beteuerte, die Gründe für den Beschluss seien „rein wirtschaftlich“. Vor zwei Wochen sicherte der Golfstaat der Ukraine dann humanitäre Hilfe in Millionenhöhe zu. Bei einer UN-Vollversammlung stimmte das Königreich – wie übrigens fast alle anderen arabischen Länder auch – für eine Resolution, die die völkerrechtswidrigen Annexionen Russlands in der Ukraine verurteilt.
Einzig Syriens Regierung, die dank Moskaus Hilfe im Bürgerkrieg wieder rund zwei Drittel des Landes beherrscht, stimmte dagegen.
Der Islam-Experte Boussels sieht die Beziehungen zwischen Moskau und dem Nahen Osten vor allem auch wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs belastet. Die Ukraine ist etwa für viele arabische Länder der wichtigste Lieferant für Getreide. „Diese Volkswirtschaften waren noch nie so geschwächt“, sagte er der dpa. Nach Angaben des IWF sind in der Region mehr als 140 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit bedroht. Das Thema steht ebenfalls auf der Agenda des Gipfels.
Dass sich die USA mehr und mehr aus der Region zurückziehen, bestärkt viele arabische Länder aber in ihrer Zurückhaltung. Sie wollen Konflikte mit anderen Großmächten und damit weitere wirtschaftliche Verwerfungen vermeiden. Für die arabischen Bevölkerungen sind zudem die Kriege im Jemen, Syrien und Libyen viel näher dran.
Russlands Einsatz iranischer Kampfdrohnen in der Ukraine dürfte aber vor allem die Golfstaaten beunruhigen, die im Iran eine existenzielle Bedrohung sehen. Die USA fürchten derzeit zudem iranische Angriffe auf Saudi-Arabiens Territorium. Die wachsende militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran könnte die Golfmonarchie deshalb womöglich bald zu einer klareren Haltung zwingen.
Moskau schickte zum Auftakt des Gipfels indes warme Worte an die 22 Mitgliedstaaten: Die Zusammenarbeit zwischen Russland und ihnen leiste einen Beitrag zum Frieden in der Welt.
Die geplanten Änderungen in der israelischen Verfassung sollen dem Staat per Gesetz einen „jüdischen Charakter“ vorschreiben. Nacht Kritikern unterminiere dies die Demokratie. Israels Araber, 20 Prozent der Menschen, werden den […]
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Frankfurt (KNA). Die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) verdankt ihr Erstarken nach Meinung des syrischen Oppositionspolitikers Bassam Abdullah dem Kalkül von Syriens Staatschef Baschar al-Assad. Beide agierten „wie totalitäre Zwillinge“, schreibt der Botschafter der Syrischen Nationalen Koalition in Deutschland in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montag).
So habe Assad 2012 mehrere Hundert „Islamisten“ aus dem Gefängnis entlassen, zu denen auch heutige Mitglieder der IS-Führungsriege gehörten. Ferner verweist Abdullah auf die ungestrafte Besetzung des hochwichtigen Kraftwerks am Tabqa-Damm durch IS-Milizen. Assad sei trotz vorhandener militärischer Möglichkeiten nicht dagegen vorgegangen.
„Unter den Augen des IS bezogen die Ingenieure bis vor kurzem Gehalt aus Damaskus, und gegen Bezahlung lieferte IS Strom in die Gebiete unter Kontrolle des Regimes“, so Abdullah. In einem «ähnlich perfiden Deal» habe Assad seit dem Sommer 2013 Erdöl aus Gebieten unter Kontrolle der IS-Milizen gekauft und sie damit finanziert. Auf diese Weise habe sich Assad zum „Geburtshelfer des Dschihadismus in Syrien“ gemacht, schrieb Abdullah.
Assad habe mit seinen Verbrechen gegen das syrische Volk „ideale Bedingungen für den Terrorismus im islamischen Gewand geschaffen“, so Abdullah weiter. „Assad will das syrische Volk sowie den Westen vor eine infame Wahl stellen: Entweder bleibt sein Regime an der Macht, oder Syrien wird dem IS übergeben.“ Damit wolle Assad „zugleich Brandstifter und Feuerwehr sein und den Westen in einen Hinterhalt locken“, warnte Abdullah.
Bonn (KNA). „Matata am Kongo“ – so hieß das erste Buch von Peter Scholl-Latour, das 1961 auf den Markt kam. 2012 brachte er mit „Die Welt aus den Fugen“ eines seiner letzten Veröffentlichungen heraus. Dazwischen liegen zig Titel etwa zu den Konflikten in Afrika, Asien oder Arabien, die den Ruf des deutsch-französischen Journalisten als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren hierzulande begründeten. Am Samstag ist der umtriebige Publizist im Alter von 90 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.
Bis zuletzt saß Scholl-Latour regelmäßig am Schreibtisch, reiste um den Globus und deutete in Talkshows oder Kolumnen das Weltgeschehen. Die Arbeit an einem Buch, das die aktuellen Krisenherde im Nahen Osten und in der Ukraine in den Blick nimmt, habe er noch abschließen können, teilte der Ullstein Buchverlag mit.
Scholl-Latours Leben selbst bietet für eine Biografie Stoff in Hülle und Fülle. Geboren in unruhigen Zeiten am 9. März 1924 in Bochum, als französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet besetzt hielten, verbrachte der Arztsohn von 1936 bis 1940 einen Teil seiner Schulzeit am Jesuitenkolleg Sankt Michael im schweizerischen Freiburg. Sein Abitur legt er 1943 in Kassel ab – und geriet wenig später mitten hinein in die Wirren des ausgehenden Zweiten Weltkriegs. Bei dem Versuch, sich 1945 der Partisanenarmee des späteren jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito anzuschließen, wurde er in der Steiermark von den Nazis aufgegriffen und in Haft gesteckt.
//2// Foto: Wikimedia Commons|GFDL
Eigentlich habe er niemals Sympathien für Tito und seine Kommunisten gehegt, bekannte Scholl-Latour 2007 in einem Gespräch mit dem Linken-Politiker Gregor Gysi. „Ich wollte einfach aus Deutschland raus!“ Den Drang in die Freiheit und die Fremde hätte der damals 21-Jährige jedoch beinahe mit dem Leben bezahlt. Im Wiener Gestapo-Gefängnis infizierte sich Scholl-Latour mit Flecktyphus. Von der Krankheit habe es geheißen: „Entweder man stirbt daran, oder man wird verrückt“, so der Publizist. „Ich habe eine dritte Lösung gefunden und bin gesund geworden.“
//3l//Krisenfest und kaltschnäuzig: Diese beiden Eigenschaften sollten für das deutsche Fernsehpublikum ab den 1960er Jahren zum Alleinstellungsmerkmal der Marke „PSL“ gehören. Zunächst für die ARD berichtete der promovierte Politologe, der zudem an der katholischen Sankt-Joseph-Universität in Beirut Arabistik und Islamkunde studierte, vor allem aus Afrika und Asien. 1963 eröffnete er dann das ARD-Studio Paris, das er bis 1969 leitete. Nachdem er 1971 zum ZDF wechselte, wurde Scholl-Latour neben anderen Funktionen erneut mit der Studioleitung in der französischen Hauptstadt betraut, diesmal für den Mainzer Sender.
Kongo-Krise, Vietnam-Krieg oder der Aufstieg des Ajatollah Khomeini im Iran: Scholl-Latour war bei vielen historischen Schlüsselmomenten zugegen – und brachte sie seinen Zuschauern und Lesern in Deutschland nahe. Dabei geriet der Reporter immer wieder in brenzlige Situationen. So etwa im August 1973, als er und sein Kamerateam in die Hände der vietnamesischen Guerilla-Organisation, des Vietcong, gerieten. In solchen Situationen brauche es einen gewissen Instinkt, hatte Scholl-Latour in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) gesagt. „Den erwirbt man mit der Zeit.“
//1//Es gab aber auch Kritiker, die Scholl-Latour, seine Analysen als stereotype Darstellungen im Kolonialromanstil bezeichneten. Zudem provozierte der Publizist gern.
Ob man angesichts aller Gewalt und allen Elends überhaupt an Gott glauben könne, beantwortete der Katholik im KNA-Interview so: Die christliche Lehre der Erbsünde sei ihm vertraut. „Der Mensch ist nicht von Grund auf gut.“ Und weiter: „Die Vorstellung, dass wir in einem ‚Tal der Tränen‘ leben, trifft es ganz gut, finde ich.“ Auf die Frage, wie er in Erinnerung bleiben möchte, hatte er in dem Interview geantwortet, „mir sind, denke ich, ein paar ganz gute Bücher gelungen. Der Rest ist Staub“.
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