Es gehört zu den stilleren Gesten der politischen Literatur, über Frieden zu schreiben, während ringsum von Krieg geredet wird.
(iz). Daniel Gerlach wagt genau das. Sein neues Buch „Die Kunst des Friedens“ fragt nicht, wie man Konflikte beendet, sondern wie man ihn erlernt.
Schon der Titel klingt altmodisch in einer Zeit, die häufig Strategen und Sicherheitsberater zu Wort kommen lässt. Der Nahostexperte will das Offensichtliche ins Gedächtnis rufen: Er ist kein Zustand, vielmehr ein Handwerk.
Der Fachmann und zenith-Herausgeber nähert sich diesem mit einer Gelassenheit, die man von ihm kennt – und mit dem Wissen eines Beobachters, der die Zerreißproben der Region aus nächster Nähe verfolgt hat.
Seine Perspektive bleibt nie bloß geopolitisch. Es geht ihm um kulturelle Muster des Zusammenlebens, um die Fähigkeit, Konflikte auszuhalten, statt sie zu tilgen.
Foto: Orso, Shutterstock
Dass Gerlach dafür auf Beispiele aus Libanon, Syrien, Israel oder dem Nachkriegseuropa zurückgreift, ist kein Zufall. Die Bruchstellen dieser Gesellschaften werden zu Spiegeln unserer weltweiten Unfähigkeit, Frieden als soziale Praxis zu denken.
Sein Buch ist weniger Abhandlung als Bewegung zwischen Geschichte, Philosophie und Erfahrungsbericht. Gerlach schreibt in ruhigen, geschliffenen Sätzen, ohne den Anspruch des Wissenschaftlers oder die Überwältigungsrhetorik des Moralisten. Er argumentiert leise – aber entschieden.
Besonders eindringlich sind jene Passagen, in denen er zeigt, wie Vertrauensbildung scheitert, sollte sie institutionell verordnet statt menschlich gewachsen sein. Frieden, so deutet er an, beginnt dort, wo man dem anderen wieder zuhört, selbst wenn man kein Verständnis mehr aufbringen kann.
Foto: Royalty-Free | Corbis Library
Formal erinnert „Die Kunst des Friedens“ an die klassische politische Essayistik: inhaltlich klar, ethisch verankert und frei von Zynismus. Das Buch besitzt etwas zutiefst Gegenwärtiges.
Es spricht von einer Gesellschaft, die den Konflikt liebt, weil er Aufmerksamkeit verspricht, und die das Einvernehmen für Schwäche erachtet. Gerlach hält dagegen – nicht mit Appellen, sondern einer Art literarischer Gelassenheit.
Am Ende bleibt das Buch weniger ein Manifest als ein Kompass: ein Plädoyer, Frieden nicht wie eine Leerstelle zwischen Kriegen, vielmehr als kreative, manchmal mühsame Aufgabe zu begreifen.
„Die Kunst des Friedens“ ist nicht Ratgeber und politische Programmschrift, sondern ein Versuch, die Grammatik des Zusammenlebens neu zu denken. (A.Ö. Kartal)
* Daniel Gerlach, Die Kunst des Friedens: Eine andere Geschichte des Nahen Ostens – Deals, Friedensverhandlungen & Geheimdiplomatie, C. Bertelsmann 2025, 352 Seiten, gebunden, ISBN 3570105857, Preis: EUR 25,- (auch als eBook erhältlich)
Mit „Nordstadtzauber“ legt Denise Kaban ein inspirierendes Buch vor, das die Geschichte ihres Mannes Umut Kaban erzählt.
(Iz).Sein Name bedeutet auf Türkisch „Hoffnung“. Und von Hoffnung handelt dieses Buch. Aufgewachsen in der Kasseler Nordstadt, die von außen oft als sozialer Brennpunkt gilt, zeigt es in kurzen, lebendigen Kapiteln, wie er zwischen Enge, Vorurteilen und Zusammenhalt seinen Weg findet: vom Kind der Nordstadt zum Quartiersmanager, der heute Verantwortung für eben diesen Stadtteil trägt.
Denise Kaban – Leben, das Hoffnung verkörpert
Die Episoden des Buches zeigen Umuts Kindheit und Jugend: kleine Wohnungen, große Familien, Schulhöfe voller Härte, aber auch voller Freundschaft, Fußballplätze, die zu Freiräumen werden, Sommerreisen, die Sehnsucht und Identität miteinander verbinden. Es sind Schlaglichter eines Lebens, das stellvertretend für viele Biografien in deutschen Brennpunkten gelesen werden kann und doch ist es einzigartig.
„Ich hatte mich in meiner Schullaufbahn von der Hauptschule bis zum Abitur hochgekämpft. Sogar studiert. Und fiel anschließend, nach hunderten erfolglosen Bewerbungen, wieder in ein tiefes Loch. Ich bin Stadt- und Regionalplaner. Zumindest sagt das mein Abschlusszeugnis der Uni. Ein guter Abschluss. Trotzdem konnte ich in dem Beruf nie richtig Fuß fassen.“
Was Umut fehlt, erkennt seine Frau. „Erzähl mir noch einmal von diesem Zauber, der dich damals in der Nordstadt so glücklich gemacht hat.“ Und sie ermutigt ihn, trotz der erfolgreich zurückgelegten Strecke, dem Ruf des Zaubers zu folgen: „Du sollst nicht kündigen, sondern dich umorientieren. Du hast so viele Talente. Nutze sie. Was sind deine Träume? Verwirkliche sie!“
Aus dem Jungen, der mit Fäusten um Respekt kämpft, wird ein Mann, der heute als Quartiersmanager in seiner Heimat, der Nordstadt Kassels, Verantwortung trägt. Er kennt die Sorgen, weil er sie selbst durchlebt hat. Er kennt die Verlockungen des Scheiterns, weil sie ihm selbst begegnet sind.
Und er weiß, dass Hoffnung nicht durch Belehrungen von außen wächst, sondern durch Menschen, die zeigen, dass Aufstieg und Wandel möglich sind. Aufstieg ist möglich durch Menschen, die an einen glauben, wenn man selbst nicht die Kraft hat, an sich zu glauben.
Foto: imago | Ina Peek
Muster für andere Viertel
Genau darin liegt die große Bedeutung dieses Buches: Umut Kaban ist nicht nur eine Stimme für die Kasseler Nordstadt, er ist ein Muster für Menschen in vergleichbaren Vierteln in ganz Deutschland. Brennpunkte gibt es in vielen Städten, und überall brauchen sie solche Vorbilder.
Dass jemand, der selbst dort aufgewachsen ist, zurückkehrt, um für Kinder und Jugendliche Perspektiven zu schaffen, ist von unermesslichem Wert. Externe Fachkräfte können helfen, aber nur Menschen wie Umut, die ihre eigene Geschichte mitbringen, können glaubwürdig vermitteln: „Ich war an eurer Stelle und es gibt einen Weg.“
Wie er im Gespräch mit Journalisten betont, war sein eigener Weg keineswegs geradlinig. Es brauchte Krisen, Rückschläge und einen entscheidenden „Klick-Moment“, bevor er den Weg von der Hauptschule über das Gymnasium hin zum Studium fand. Diese Ehrlichkeit macht ihn authentisch. Wer ihn kennenlernt, spürt: Hier spricht keiner von oben herab, sondern einer aus der Mitte des Viertels:
„Ich hatte es geschafft. Meine Gebete wurden erhört. Ich liebte meine Arbeit und freute mich jeden Tag darauf. Ich führte das Fernsehteam durch die Straßen. Zu besonderen Plätzen. Zur Realität. Entlang an Erinnerungen. Hin zu Träumen und Zukunftsplänen. Die Anwohner grüßten mich. Ihre Türen standen mir immer offen. Weil ich einer von ihnen war. Weil sie mir vertrauten. ‚Bitte! Rette meinen Sohn!’, erinnerte ich mich an die Worte einer Mutter, die einst verzweifelt in meinem Büro saß. Fehlende Vorbilder. Depressionen. Zukunfts- und Versagensängste. Suizidgefährdet.“
Vorbilder sind eine Quelle des Mutes, wenn die Lage aussichtslos erscheint. Der Blick hinauf zu Vorbildern spielte auch auf Umuts Weg zum Quartiersmanager eine große Rolle: „Muhammed Ali war schon immer mein größtes Idol. Nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge, sondern auch vor allem wegen seines Gerechtigkeitssinnes.“
Die Form des Buches – authentische Miniaturen
Die Stärke von „Nordstadtzauber“ liegt in seiner Form. In kurzen, klar umrissenen Kapiteln entfaltet sich ein Mosaik von Szenen: Zuhause, Fäuste und Freundschaft, Chancen, Schule, Nordstadtzauber. Jedes Kapitel steht für sich, doch gemeinsam ergeben sie ein Bild vom Aufwachsen in einem Brennpunkt, das so nah und lebendig ist, wie es nur persönliche Erinnerung sein kann.
Das Leben in der Nordstadt verläuft nicht linear, sondern in Brüchen und Neubeginnen, in Momenten der Gefahr und Momenten der Wärme. Gerade in dieser Form spiegelt das Buch die Authentizität des Erzählten. Die Kapitel sind kurz und wirken wie Scheinwerfer auf eine Episode in Umuts Leben. Wir werden Teil von der Szene, in der Umut fast von der Schule geflogen wäre. Doch das Versprechen seines Vaters besiegte die Zweifel:
„‚Bitte! Ich gebe Ihnen mein Wort, dass er sich ändern wird, sobald wir dieses Büro verlassen haben. Er wird hier keine Schwierigkeiten machen’, flehte mein Vater regelrecht, damit ich nicht ohne Schule endete. Der Schulleiter blickte mich an. ‚Du hast deinen Vater gehört. Er hat mir sein Wort gegeben. Also vertraue ich darauf. Brich es nicht! Ich werde ein Auge auf dich haben. Ich will sehen, dass du deine Chance nutzt!’“
Foto: Anke van Wyk, Adobe Stock
Hoffnung als Auftrag
Nordstadtzauber ist mehr als eine Liebeserklärung an eine Ehe und an ein Viertel. Es ist ein Plädoyer für Hoffnung als gelebte Praxis. Umut Kaban zeigt, dass es nicht genügt, über Brennpunkte zu reden oder sie von außen zu analysieren. Es braucht Menschen, die aus diesen Vierteln stammen und die Verantwortung übernehmen – nicht trotz ihrer Herkunft, sondern gerade wegen ihr:
„Integration wurde in der Nordstadt inzwischen großgeschrieben. Egal, wer du bist. Egal, woher du kommst. Egal, welche Sprache du sprichst. Du bist nicht allein. Ob jung oder alt. Du gehörst zu uns.“
Seine Geschichte ist ein Beweis dafür, dass Bildungsaufstieg möglich ist, dass soziale Herkunft kein endgültiges Schicksal darstellt und dass das Hessische Bildungssystem, wie er selbst betont, durchlässig sein kann, wenn Menschen darin begleitet werden.
Er selbst ist das lebendige Beispiel dafür. Umut kehrte nach seinem Aufstieg der Nordstadt nicht den Rücken. Er kehrte zurück. Er lauschte dem Ruf, den seine Frau in seinen Augen sah:
„Ich habe so oft und so lange dafür gebetet, dass du eine Arbeit findest, die dich glücklich macht. Dass du einen Beruf ausüben kannst, der dir und deiner Seele guttut. Der die Freude zurück in deine Augen bringt, wenn du davon berichtest. Dieser Zauber. Das Strahlen. All das ist wieder da.“
Der Zauber ist der Ruf; der Ruf seine Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen und die Hand denen zu reichen, die noch an sich zweifeln:
„Wenn es Tee gibt, gibt es Hoffnung. Wenn du Träume hast, kannst du sie verwirklichen. Du bist ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Nutze Rückschläge, um Anlauf zu nehmen. Glaube. Vertraue. Mache. Du kannst alles schaffen.“
Fazit
„Nordstadtzauber“ ist ein warmherziges, eindringliches und gesellschaftlich wichtiges Buch. Es erzählt von einem Leben, das aus einem Brennpunkt stammt, kurzweilig ging und dann dorthin zurückgekehrt ist: nicht aus Resignation, sondern aus Verantwortung.
Der Protagonist steht in diesem Buch als Musterfigur: für Jugendliche, die heute in ähnlichen Verhältnissen aufwachsen und für eine Gesellschaft, die Vorbilder braucht, die nicht abstrakt, sondern nahbar sind. Seine Geschichte zeigt, dass wahre Veränderung von innen heraus geschieht.
Denise Kaban hat ihrem Mann und der Nordstadt mit diesem Buch eine Stimme gegeben. Es ist ein Werk, das Mut macht – nicht nur den Menschen in Kassel, sondern allen, die in schwierigen Vierteln leben. Und es ist eine Erinnerung für uns alle: Hoffnung ist kein leeres Wort. Sie hat einen Namen. Sie hat ein Gesicht. Und sie lebt mitten unter uns.
Die Themen Ökonomie, Handel und Geld stehen ganz unten im muslimischen Diskurs. Eine leicht verständliche Broschüre fängt mit den Grundlagen an. (iz). Das Thema Ökonomie, Wirtschaft, Handel und Verträge steht […]
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Ecevit Polat stellt die Neuerscheinung „Europas Erben im Zwietracht“ vor.
(iz). „In den hochentwickelten [westlichen] Ländern macht sich indes das Gefühl eines unaufhaltsamen Niedergangs breit.“ Mit diesem Satz konstatiert einer der prominentesten Soziologen Frankreichs, Emmanuel Todd, den gegenwärtigen Zustand, auf den die westlichen Länder kontinuierlich zuzusteuern scheinen. Tatsächlich lassen sich die Symptome einer Sinn- und Wertekrise kaum noch leugnen.
In dieser Form waren Kriminalität, der Zerfall familiärer Strukturen und die allgegenwärtige Drogensucht in allen Teilen der Gesellschaft bislang kaum je so deutlich wahrnehmbar.
Die grundlegenden Urfragen – Woher? Weshalb? und Wohin? – scheinen im Zeitalter der sozialen Medien wie Instagram und TikTok kaum noch jemanden zu interessieren. Könnten die eigentlichen Ursachen für das Fehlen eines spirituellen Sinns womöglich tiefer liegen, als bisher angenommen?
Bereits 1950 wies ein in Kairo veröffentlichtes Buch auf den sogenannten fundamentalen psychologischen Unterschied zwischen Orientalen und modernen Westlern hin und stellte dazu Folgendes fest:
„Der orientalische Charakter neigte schon immer zum Spirituellen. Seit Menschengedenken sind dem Orientalen tausende von Fragen in den Sinn gekommen. Was ist das Ende dieser Welt? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wo sollte man nach Führung in Bezug auf das Leben nach dem Tod suchen? Was ist das Geheimnis des ewigen Glücks? Den Orientalen ließen diese Fragen nie los; auch nicht in Zeiten seiner völligen Vereinnahmung durch weltliche Gelüste und Interessen. Trotz der ganzen Ablenkungen in seinem Leben hatten sie für ihn immer Priorität. Im Verlauf seines gesamten intellektuellen und kulturellen Schaffens war er ständig damit beschäftigt, befriedigende Lösungen für sie zu finden. Seine Askese, seine Philosophie, seine Metaphysik, sein Mystizismus waren alle darauf ausgerichtet. Manchmal führte ihn diese Suche auf falsche Wege. Manchmal irrte er und stolperte. Doch nie verschloss er seine Ohren vor der Stimme seiner Seele.“
Annemarie Schimmel (1922–2003), die Nestorin der deutschen Islamwissenschaft, wurde einmal gefragt, was sie besonders am Glauben der Muslime wertschätze. Sie antwortete mit folgendem Satz:
„Ich würde nicht behaupten, dass ich eine sehr gute Christin bin. Was mich am Islam wirklich fasziniert, ist die Gläubigkeit, die absolute Hingabe. Den wirklichen Islam, den finde ich wunderbar. Gerade jetzt, wo wir immer mehr entchristlicht werden und uns von der Religion entfernen, merke ich, dass dies die Seite am Islam ist, die mich wirklich anzieht und der ich mich zugehörig fühle […] aber dieses ungeheuer starke Gefühl der Gegenwart Gottes hat mich am Islam schon immer angezogen.“
Nach wie vor werden muslimische Denker im Westen kaum gehört oder wahrgenommen. Im Band „Muslimische Denker: Zwischen Tradition und Moderne“ (2. Auflage, Astrolab Verlag 2025) wurden einige von ihnen vorgestellt, um sie als Personen und vor allem ihr Gedankengut in Deutschland bekannter zu machen.
In der Tat haben auch muslimische Gelehrte zu den gesellschaftlichen Missständen Wichtiges zu sagen. Im vorliegenden Buch wird jedoch nicht über sie geschrieben; vielmehr kommen sie diesmal in Interviews selbst zu Wort. Diese Interviews sind erstmals ins Deutsche übersetzt worden, in der Hoffnung, dass diese Intellektuellen in Zeiten der Zwietracht mehr Gehör finden.
Herausgegeben von Ecevit Polat: „Muslimische Denker im Gespräch: Europas Erben im Zwietracht“, tredition Verlag, Ahrensburg 2025, 238 Seiten, Paperback, ISBN: 978-3384696373, Preis: EUR 15,90
Heimwärts: Schaikh Abdal Hakim Murads wegweisendes Buch über Islam und Europa gibt es jetzt auf Deutsch.
(iz). Es gibt Bücher, die sind für die kommende Saison oder ein aktuelles Thema geschrieben. Daran ist nichts verkehrt, solange sie ihren Zweck erfüllen.
Daneben existieren Werke, die über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinweg relevant sind. Das trifft auf „islamische Texte“ ebenso zu. Allerdings ist die Einordnung eines Buches als „islamisch“ nur unter eng gefassten Kategorien möglich.
In unserer Sprache ist dazu (noch) nicht viel vorhanden. Ein bleibendes Werk ist das (zu Unrecht so benannte) „Hadith für Schüler“ – die jahrzehntealte Übersetzung der „Arba’in“ von Imam An-Nawawi durch Abdullah Bubenheim. Was diesen Titel unverzichtbar macht, sind seine Fundamentalkommentare aus der traditionellen Lehre – ein beinahe subversiver Akt angesichts der damaligen Dominanz ideologisierter Islamdeutungen.
Ebenfalls genannt werden muss das „Handbuch Islam“ von A. Reidegeld, das erste und beste Kompendium über die Ibadat und Glaubenslehre aus Sicht der vier Schulen. Schließlich wären die deutschen Übersetzungen des „Kitab Asch-Schifa“ und der „Muwatta“ von Imam Malik zu nennen (beide durch Abdulhafidh Wentzel).
Jenseits dessen wird die Luft auf dem heimischen Buchmarkt schon dünn. Jetzt hat der in Köln sitzende Verlag Plural Publications im Juni mit „Heimwärts“ von Schaikh Abdal Hakim Murad einen Titel von gleicher Relevanz veröffentlicht.
Die von Tariq Cviko übersetzte Sammlung der Essays des britischen ‘Alims und Professors erschien 2020 als „Travelling Home“. Das Buch ist kein klassisches Werk über Fiqh, Glaubenslehre, Hadithe oder einer der verschiedenen Wissenschaften des Islam.
Das macht „Heimwärts“ nicht weniger wichtig. Im Gegenteil. Es füllt eine riesige Lücke: eine erhellende, mutige und polemische Reflexion über den Daseinszweck der europäischen Muslime.
Das Buch erinnert uns an die die Rückbindung zu Allah und die Schicksalhaftigkeit unserer Existenz an diesem Ort, in dieser Zeit. Man merkt: Hier schreibt nicht nur jemand mit dem nötigen Wissen, sondern auch mit der gebotenen Leidenschaft und Ernsthaftigkeit.
Foto: Cambridge Muslim College
Seine inhaltlich verschiedenen Essays behandeln die Herausforderungen hiesiger Muslime im 21. Jahrhundert. Murad, selbst Europäer, betrachtet den westlichen Umgang mit Allahs Din als eine Geschichte, in der der Westen sich oft als Gegenpol dazu definiert hat.
Der zentrale Gedanke des Buches ist die Hoffnung auf sein Wachsen und Gedeihen selbst an Orten, die aus muslimischer Sicht kulturell entfremdet oder säkularisiert sind.
Eine wichtige Figur ist dabei für ihn Ismail. Der Sohn Ibrahims ist in Murads Denken ein Referenzpunkt. Und steht für eine tiefe Verbindung zu den ursprünglichen Quellen und zur Tradition des Islams, die im modernen Europa lebendig gehalten und neu interpretiert werden soll.
Dabei wird schon aus der furiosen Einleitung klar, dass sie für den britischen Gelehrten nichts Antiquarisches oder zu Bewahrendes ist, sondern ein Feuer im Kern, dass den Din vital erhält.
Gleich im ersten Aufsatz erinnert er die europäischen MuslimInnen, dass ein Verständnis für den sie umgebenden Ort Teil des abrahamitischen Maqam ist. Muslim zu werden, oder sich das traditionelle Bewusstsein von Allahs überwältigender Allgegenwart bewahrt zu haben, bedeute, das Land mit Verständnis zu betrachten.
Und daher Wurzeln zu schlagen sowie sich mit dem Ort auseinanderzusetzen. Murad selbst versteht seine „Sammlung polemischer Essays“, als Gegenentwurf zur heutigen Gewohnheit, Islam und Europa als fremde Phänomene zu begreifen.
Ein wichtiges Gegensatzpaar negativer Begriffe „Tanfir“ und „Assimiliation“, die den gesamten Text durchziehen. Der Grundgedanke ist, dass die exklusive Abgrenzung (Tanfir) der vermeintlichen „Reinen“ und die Aufgabe der religiösen Identität zugunsten einer Assimilation problematisch sind. Er plädiert stattdessen für einen ausgewogenen Weg, bei dem Muslime ihr Selbstverständnis bewahren und gleichzeitig in Europa verwurzelt sind, ohne sich entweder in Abgrenzung zu verlieren oder sich vollständig aufzulösen.
Die Relevanz seines Denkens zeigt sich in der begründeten Ablehnung politisierter und/oder postmoderner Begrifflichkeiten. So widersetzt sich Murad mutig der Gleichsetzung des Hasses auf Muslime mit einer „Form von Rassismus“.
Ihre Vertreter missachteten den Wunsch vieler religiöser Gemeinschaften, als Glaube wahrgenommen zu werden. Stattdessen würden sie als Ethnie oder Hautfarbe definiert; auch von ihren vermeintlichen FreundInnen.
„Da sich etwa neun Prozent der britischen Muslime bei der Volkszählung 2011 als ‘weiß’ bezeichneten, und die Mehrheit der Schweizer Muslime ebenfalls ‘weiß’ ist, könnte die Auffassung, dass Islamophobie mit Rassismus verknüpft sei, sich selbst als eine Form rassischer Diskriminierung erweisen. Denn sie de-islamisiert oder marginalisiert europäischstämmige Ismaeliten aus ‘rassischen’ Gründen.“
Darüber hinaus ignorierten diese „Antirassisten“ die Sicht des Qur’an, „der für die muslimische Debatte maßgeblich ist“. Die Feindschaft gegenüber dem Propheten ließe sich nur verstehen, wenn man erkenne, „dass sie ihrem Wesen nach auf dem Din beruhte, nicht auf der Stammeszugehörigkeit“.
Foto: Salsabil Morrison
„Heimwärts“ ist nicht nur ein Buch, dessen Inhalte zu einer tieferen Beschäftigung mit dem Thema anregen. Es ist gleichermaßen ein Text, der Widerspruch herausfordert und zu ihm einlädt, ohne dadurch etwas von seiner Relevanz und Wichtigkeit zu verlieren: So hat sich sein Autor in meinen Augen für eine falsche Interpretation der abendländischen Geschichte entschieden.
In seiner Darstellung entstanden Liberalismus und alle säkularen Folgeideologien gegen das Christentum – letztendlich als die bösen Anderen. Stattdessen kann man Liberalismus und Moderne als Kinder der Tradition verstehen. Sie sind ihre Nachkommen und aus ihren Widersprüchen erwachsen.
Man muss nicht so weit gehen wie Heidegger und den Verfall bei Sokrates beginnen lassen. Nur, die Grundsteine für die wesentlichen Elemente der kapitalistischen Seinsweise bestanden in Mehrheit, bevor es mit der Reformation losging.
„Heimwärts“ von Schaikh Abdal Hakim Murad ist Pflichtlektüre für alle, die sich für die Möglichkeit und das Schicksal des Islams bzw. der Muslime in Europa interessieren. Und gerade für den aktivistischen Teil unserer Gemeinschaften, die hier an Gegensätzen mitbauen, wo es keine gibt.
* Abdal Hakim Murad, Heimwärts – Über den Islam in Europa, Plural Publications 2025, Taschenbuch, 432 Seiten, ISBN 978-3949982712, Preis: EUR 17,95
Das Buch „Religion und Diplomatie“, herausgegeben von Dr. Heinrich Kreft, ehemaliger Botschafter und Sonderbotschafter für den interreligiösen und interkulturellen Dialog, bietet eine umfassende und vielschichtige Betrachtung der Rolle von Religion in der internationalen Politik und Diplomatie.
(iz). Basierend auf einer Vortragsreihe, die zwischen 2021 und 2024 an der Andrássy Universität Budapest stattfand, vereint der Band Beiträge von renommierten Wissenschaftlern, Politikern und religiösen Führern, die sich mit der zunehmenden Bedeutung von Religion in globalen Konflikten, Friedensprozessen und diplomatischen Beziehungen auseinandersetzen.
Das Buch gliedert sich in mehrere Kapitel, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Verhältnisses von Religion und Diplomatie beleuchten. Die Beiträge reichen von theoretischen Reflexionen über die Rolle von Religion in säkularen Staaten bis hin zu praktischen Beispielen interreligiöser Dialoge und konkreter Friedensinitiativen.
Beispielsweise gibt es Beiträge von Jean-Claude Kardinal Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, der über die Arbeit der COMECE in Brüssel und die Bedeutung des Dialogs zwischen religiösen Institutionen und der EU berichtet; von Annette Schavan, ehemalige Bundesministerin und Botschafterin beim Heiligen Stuhl, die Einblicke in die päpstliche Diplomatie und die Friedensarbeit katholischer Laienorganisationen wie Sant’Egidio gibt; von Rabbiner Walter Homolka, der das Judentum zwischen Religion und Politik verortet und die Herausforderungen des Managements von Diversität in einer zunehmend populistischen und fundamentalistisch geprägten Welt diskutiert; von Aiman A. Mazyek, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, der die Rolle des Islam in Europa und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die Integration von Muslimen in Deutschland beleuchtet; von Dr. Regina Elsner, die sich mit der Rolle der Ostkirchen im Kontext des russischen Angriffs auf die Ukraine auseinandersetzt und die Spannungen innerhalb der orthodoxen Christenheit analysiert.
Eine der größten Stärken des Buches liegt in seiner interdisziplinären und multiperspektivischen Herangehensweise. Durch die Kombination von wissenschaftlichen, politischen und religiösen Stimmen gelingt es dem Herausgeber, ein breites Spektrum an Themen abzudecken, das von der historischen Rolle von Religion in Konflikten bis hin zu aktuellen Herausforderungen wie dem Umgang mit religiösem Extremismus und der Förderung von Religionsfreiheit reicht. Besonders beeindruckend ist die Aktualität der behandelten Themen, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine und die zunehmenden Spannungen auf dem Westbalkan noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen haben.
Ein weiteres Plus ist die internationale Ausrichtung des Buches. Die Beiträge stammen nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern beleuchten auch die komplexen Beziehungen zwischen dem Vatikan und China sowie die Rolle von Religion in postkommunistischen Gesellschaften.
Dadurch wird deutlich, dass Religion nicht nur ein lokales oder regionales Phänomen ist, sondern eine globale Dimension hat, die in der Diplomatie und internationalen Politik nicht ignoriert werden darf.
Manchmal wünscht man sich an einigen Stellen eine tiefere analytische Durchdringung der behandelten Themen, aber das ist dem Umstand sicherlich geschuldet wegen der Ansammlung von Aufsätzen verschiedener europäischer Persönlichkeiten.
„Religion und Diplomatie“ ist alles in allem ein wichtiger und zeitgemäßer Beitrag zur Debatte über die Rolle von Religion in der internationalen Politik. Das Buch bietet nicht nur eine fundierte Einführung in das Thema, sondern auch konkrete Beispiele und Ansätze, wie Religion in der Diplomatie und Friedensarbeit genutzt werden kann.
Es ist eine wertvolle Lektüre für alle, die sich für die Schnittstelle von Religion, Politik und internationalen Beziehungen interessieren, und ein Muss für Diplomaten, Politiker und Wissenschaftler, die in diesem Bereich tätig sind.
Religion und Diplomatie, Ein Blick aus Wissenschaft, Politik und Religionsgemeinschaften, Herausgegeben von Dr. Heinrich Kreft, Botschafter a.D., 2025, 198 S., brosch., Preis: EUR 49, ISBN 978-3-7560-2366-0
Gutes Essen ist mehr als nur satt. Ein neues Buch von Sira Huwiler-Flamm erzählt von der Kraft des Genießens. (KNA). Frische Erdbeeren, Omas Pfannkuchen und scharfes Thaicurry: Sira Huwiler-Flamm hat […]
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Wie andere Pionieren hat das Projekt „Muslimische Spuren“ jetzt einen Band über die historische Verwurzelung von Muslimen in Deutschland herausgegeben. „Die Spurensuche hat aber gerade erst begonnen. Wir wollen alle […]
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Mit „111 Orte in Berlin, die vom Islam erzählen“ bietet der Emons Verlag neue und vertraute Perspektiven aus der Hauptstadt. (iz). Die Mehrheitsgesellschaft und die muslimischen Gemeinschaften sind seit Oktober […]
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(iz). Im Jahr 1755 wurde Europa von einem Jahrhundertereignis erschüttert: das Erdbeben von Lissabon. Nach etwa vier Wochen hatten Berichte über den Tod von zehntausenden Menschen die Metropolen Hamburg und Berlin erreicht. Die Auswirkungen auf das, von der Aufklärung geprägte geistige Leben Europas waren erheblich. „Wie konnte Gott dies zulassen?“ Unter dem Eindruck der Zerstörungen beschäftigte das Theodizee-Problem die Gelehrten. Der zum Zeitpunkt des Ereignisses sechs Jahre alte Goethe verarbeitete das Erdbeben in seinen Erinnerungen „Dichtung und Wahrheit“: „Ja. Vielleicht hat der Dämon des Schreckens zu keiner Zeit so schnell und mächtig seine Schauer über die Erde verbreitet.“
Die Medienwelt des 18. Jahrhunderts wirkt aus heutiger Sicht idyllisch. Mit enormer Geschwindigkeit drängen sich heute negative Meldungen, die den Zustand der ökologischen Systeme betreffen, aus allen Erdteilen heran. Weltuntergangspropheten und Visionäre, die Science-Fiction-Lösungen anbieten, haben Konjunktur. Sicher ist: Der Mensch und sein technologischer Fortschritt haben die Verhältnisse unumkehrbar verwandelt. „Das Ökosystem schlägt zurück“, ist ein geläufiges Wort.
Der Wesenszug der modernen Technologie, die Natur immer mehr herauszufordern, beschreibt das Kernproblem des 21. Jahrhunderts. Zur Jahreswende sorgt uns nicht nur die, sich abzeichnende Klimakatastrophe, der dritte Weltkrieg, in Form einer atomaren Auseinandersetzung, ist in den kommenden Jahren eine durchaus denkbare Option.
In diesem Kontext gilt der alte Aphorismus Nietzsches: „Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er eigentlich weiß.“ Die psychologischen Wirkungen, die der tägliche Blick in den Abgrund verursacht, zeigen sich in Depression und Erschöpfung. Wer sich nicht in das sogenannte Privatleben zurückzieht oder auf anderen Wegen die Augen verschließt, benötigt gute Nerven, den Ausblick in die Zukunft auszuhalten. „Hoffe auf das Beste und sei auf das Schlimmste vorbereitet“, riet mir einmal ein islamischer Gelehrter in Anbetracht der Wirrnisse unserer Zeit.
In das Negativszenario führt eine Analyse des Philosophen Thomas Fasbender unter der Überschrift „Das unheimliche Jahrhundert“ ein. Das Buch ist eine Diskussionsgrundlage. Aus Sicht des Autors verliert die europäische Welt an Bedeutung, ihr Wohlstandsversprechen ist in die Defensive geraten. Global setzen sich andere Wertmaßstäbe durch.
Den Techno-Optimismus, der den Glauben definiert, wonach Wissenschaft und Technologie die wesentlichen sozialen und Umweltprobleme unserer Zeit lösen, bietet der Philosoph ebenso wenig an. Sein Fazit ist ernüchternd: Der Klimawandel kommt, ob wir wollen nicht. Mindestens zwei Grad Erderwärmung ist in den nächsten Jahrzehnten garantiert, wenn wir fatalistisch oder passiv werden, ist sogar mehr möglich. Das Problem: Die Interessenlage auf dem Planeten ist zu unterschiedlich, um dieses Schicksal aufzuhalten. Die Idee der „Menschheit“, die unter den Maßstäben der Vernunft agiert, gehört für den Philosophen in das Reich der Phantasie.
Fasbender predigt keinen Fatalismus. Im Gegenteil: Jede Maßnahme gegen den Klimawandel ist für ihn geboten. Die Diagnose des Buches der Begleitumstände sich abzeichnender Veränderungen sind alarmierend: „Unsere Rationalität ist dem Unheimlichen nicht gewachsen“. Es kündigen sich radikal andere Verhältnisse an: Wohlstandsverlust, Kriege und große Wanderungsbewegungen. Das neue Jahrhundert droht zum Antipoden der bürgerlichen Ordnung zu werden. Die reale Lage wird nach der Einschätzung des Autors in der Gesellschaft eher verdrängt. „Wir haben das Heilige verbannt, wir werden auch das Unheilige verbannen, das Unheimliche“, stellt er fest.
Der Klimawandel und die These der Politik „Wir schaffen das“, mit mehr Geld, mehr Schulden, mehr Technik ist aus dieser Sicht eine Illusion. Das Problem entzieht sich simplen Lösungen, denn „wir erleben in diesem Augenblick keine Weltrevolution, sondern eine geophysische Revolution“, wie es Ernst Jünger formulierte. Auf elementarer Ebene herausgefordert wird der Mensch um seine Humanität ringen. Fasbender fordert, einen Begriff zu reaktivieren, der „tief verschüttet unter dem Geröll des zynischen Zeitgeistes liegt“: Sittlichkeit. Es geht – so eine Pointe des Buches – um einen neuen Menschen, der zugleich Schöpfung ist und den Schöpfer vertritt.
Zweifellos ist die Verbreitung von Hoffnung die entscheidende Intention aller Gläubigen. Dies schließt nicht aus, den Realitäten ins Auge zu sehen, die sich am Horizont abzeichnen. Dieser Realitätssinn führt zu einer Vertiefung des Glaubens. Religionen, die für sich Relevanz beanspruchen, sind mehr denn je gefordert, in diesem unheimlichen Jahrhundert Orientierung zu stiften. Von den Gelehrten und Theologen werden klare Positionierungen in der Frage des Klimawandels oder gegenüber den drohenden Gefahren, die sich aus dem Ukrainekrieg ergeben, erwartet.
Studiert man das Leben des Propheten, Friede sei mit ihm, begreift man schnell, dass die islamische Lebenspraxis nicht nur aus spiritueller Selbstoptimierung besteht. Die Perfektion des Charakters, der niveauvolle Umgang mit Anderen und die Etablierung von Moscheen und Marktplätzen, die Idee von Gerechtigkeit überhaupt, fügt den einzelnen Gläubigen in ein Gemeinwesen ein. Die Herausforderungen der Zukunft wird die Menschen zwingen, ihre Wertvorstellungen aktiv zu verteidigen. Die alte Weisheit, dass man nur gemeinsam stark und sicher ist, wird wieder in das kollektive Bewusstsein rücken.
* Thomas Fasbender, Das unheimliche Jahrhundert: Vor der Zeitenwende, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, 2022, 186 Seiten, ISBN-13 78-3948075491, Preis: EUR 26.– (gebundene Ausgabe)
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