Erdogan: Der türkische Präsident will die Wirtschaft mit der Hilfe vom Golf stärken und absichern.
Istanbul/Dschidda (dpa/iz). Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise in der Türkei ist Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag zu einer Reise nach Saudi Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate aufgebrochen.
Er hoffe, sein Besuch werde „beträchtliche Investitionen“ aus der Golfregion in die Türkei locken, sagte Erdogan am Montag vor Journalisten in Istanbul. Potenzielle Bereiche der Zusammenarbeit seien unter anderem Verteidigung, Energie und Infrastruktur.
Erdogan: Krisen erfordern Abstimmung mit Golfstaaten
„Die Krisen in der islamischen Welt erfordern eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen der Türkei und den Golfstaaten“, sagte Erdogan weiter. Das Handelsvolumen zwischen seinem Land und den Staaten der Golfregion sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten von 1,6 Milliarden Dollar (etwa 1,4 Milliarden Euro) auf 22 Milliarden Dollar (etwa 19,6 Milliarden Euro) angestiegen.
Foto: SPA Englisch
Die Menschen in der Türkei leiden unter hohen Lebenshaltungskosten, einer anhaltend hohen Inflation und Arbeitslosenrate sowie der schwachen Landeswährung Lira. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und der immensen Kosten nach den verheerenden Erdbeben im Februar musste Erdogan, der im Mai seine dritte Amtszeit als Präsident antrat, zuletzt mehrere Steuern deutlich erhöhen.
Erste Abkommen unterzeichnet
Die Türkei und Saudi-Arabien haben am Montag eine Reihe von Abkommen in den Bereichen Investitionen, Verteidigungsindustrie, Energie und Kommunikation unterzeichnet. Die Vereinbarungen wurden nach Delegationstreffen unter Leitung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in der saudischen Stadt Dschidda unterzeichnet. Vertragspunkte waren Energie, Immobilien, Bauwesen, Bildung, digitale Technologien, Gesundheit und Medien.
Foto: SPA Englisch
Zuvor war Präsident Erdogan mit dem saudischen Kronprinzen hinter verschlossenen Türen zusammengetroffen. Der Präsident wurde von Kabinettsmitgliedern und anderen türkischen Beamten begleitet. Nach Saudi-Arabien wird er Katar bzw. die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besuchen.
Stärkung der beiderseitigen Beziehungen
Der Kronprinz erörterte mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Stärkung der bilateralen Beziehungen sowie regionale und internationale Entwicklungen von gemeinsamem Interesse. Dies geschah während eines Empfangs im Al-Salam-Palast in Dschidda.
Erleben wir in Saudi-Arabien eine neue Form des Massentourismus? Mit den heiligen Stätten zieht das Land pro Jahr fast zwei Millionen PilgerInnen an.
(iz). Neal Town Stephenson spiegelt in seinen Science-Fiction-Romanen diverse Experimente mit neuen Medien wie virtueller Realität und dem World Wide Web wider. In seinem Werk „Snow Cash“ beschreibt der Begriff des „Metaverse“ eine künstliche 3D-Welt, die Menschen mithilfe von VR-Brillen und anderen Geräten erkunden.
Das imaginäre Reisen wird zu einer neuen Möglichkeit der Fortbewegung. In diese Zukunft investiert Mark Zuckerberg Milliarden und spaltet die Finanzanalysten, die sich streiten, ob dies eine gigantische Fehlinvestition oder ein Geniestreich des Social Media Pioniers darstellt.
Foto: Mubin Ferdous
Saudi-Arabien sucht neue Wege
Egal ob sich die Investition lohnt oder nicht, die Möglichkeit von virtuellen Realitäten bestimmt zunehmend die Reisebranche und die Alltagsgewohnheiten der Menschen. Ein Beispiel für diesen Trend ist das Projekt „Vision 2030“ des Königreichs Saudi-Arabien.
Da die Pilgerreise eine Säule des Islam darstellt, zeigt sich die oberflächliche Befürchtung, dass reale Unternehmungen eines Tages von virtuellen Expeditionen abgelöst werden als Unsinn. Menschen werden immer reisen.
Mit den heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina zieht Saudi-Arabien pro Jahr fast zwei Millionen PilgerInnen an. Dies wird auch so bleiben. Vergleicht man allerdings die berühmten Reisebeschreibungen des Ibn Batuta, aus dem 14. Jahrhundert, die er über seine Reise an die religiösen Orte verfasst hat, mit der heutigen Realität, wird das ganze Ausmaß der Veränderung deutlich.
Heute nutzen die PilgerInnen und Reisende aus aller Welt auf ihrem Weg nach und während ihres Aufenthalts in Saudi-Arabien, bisher unbekannte technische Hilfsmittel.
Reisen im Metaverse
Bereits heute können Reisende, bevor sie abreisen, zum Beispiel im Metaverse, ihre Hotels auf virtuellen Rundgängen erkunden oder vorab die Check-in-Schalter besuchen. Zum Standard gehören die schnell erhältlichen, neuen Online-Visa, die das langwierige Procedere in der saudischen Botschaft abgelöst haben. Hinzukommen wird bald die in Europa geplante Einführung digitaler Ausweise, die man in seinem Smartphone aufbewahrt.
Das Reisen wird grenzenlos. Technologisch denkbar sind Wege, an denen man kaum auf sein Bargeld zurückgreift und nicht mehr kontrolliert wird, sondern alleine von Kameras, die die biologischen Merkmale der Identität des Reisenden erkennen, beobachtet wird. Inzwischen regeln neue Applikationen für die Smartphones den wachsenden Strom der PilgerInnen zu den Stätten in Mekka und Madinah.
Foto: Shaker Kashgari
Arbeit an einem Imagewechsel
Fakt ist, Saudi-Arabien arbeitet an einem grundlegenden Imagewechsel und öffnet sich in bisher unbekanntem Ausmaß für Besucherinnen aus aller Welt. Im vergangenen Jahr empfing das Land 67 Millionen Gäste, die nicht nur wegen der heiligen, allein Muslimen zugänglichen Stätten einreisen.
Die Region wird zu einem Ziel für Touristen aus aller Welt, die hunderte historisch wichtige Orte besuchen. Auf dem Reiseprogramm stehen die Ruinen antiker Zivilisationen, bis zu Jeddahs magischem Al Balad und der Schönheit von Alula, einer der ältesten Städte der arabischen Halbinsel. Über all im Land, auch an den Stränden, entstehen Hotelanlagen, die unterschiedliche Bedürfnisse der Reisenden ansprechen.
Foto: User Ateyah
Motor zu Diversifizierung
Der Tourismus ist ein wichtiger Motor der diversifizierten Wirtschaft des Königreichs, mit dem Ziel, mehr als 10 Prozent zum BIP beizutragen. Beflügelt von beträchtlichen Investitionen in Unterhaltung, touristische Infrastruktur und die Nutzung der natürlichen und vielfältigen Schönheit Saudi-Arabiens ist der Wirtschaftszweig ein Motor für die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichem Wachstum.
Millionen von Muslimen in Europa sind ebenso Zielgruppe für die neuen Angebote. Auf der ITB Berlin im März informierte der Golfstaat, größter Aussteller auf der internationalen Touristik Messe, über die riesigen Vorhaben. Hazim Al Hazmi, Vertreter der Saudi Tourism Authority, kündigte auf der Pressekonferenz hohe Investitionen von etwa 550 Milliarden in die neuen Reiseziele an. Die Zukunftsstrategie des Landes sieht vor, durch die Stärkung anderer Sektoren unabhängiger vom Öl zu werden.
Beispiele für den rasanten Wandel des Landes sind zahlreich. Vor einigen Monaten hat Kronprinz Mohammad bin Salman, Premierminister und Vorsitzender der New Murabba Development Company (NMDC), einen Plan vorgestellt, der darauf abzielt, die größte moderne Innenstadt der Welt in Riad zu entwickeln.
Das New Murabba-Projekt wird klimaneutral gebaut, dem Konzept der Nachhaltigkeit entsprechen und umfasst neben der notwendigen Infrastruktur großzügige Grünflächen sowie Wander- und Radwege. Hotels, ein Museum, eine Technologie- und Designuniversität, ein Mehrzwecktheater und mehr als 80 Unterhaltungs- und Kulturstätten sind Teil des Plans. Das Projekt wird Hunderttausenden von Einwohnern beherbergen und gleichzeitig Besucher aus aller Welt anziehen.
Die Grenze zwischen Realität und Imagination ist, wie das Wahrzeichen der Anlage, das „Mukaab“ zeigt, fließend. Das Design des futuristischen Gebäudes umfasst diverse Einrichtungen und wird mit einer Höhe von 400 m, einer Breite von 400 m und einer Länge von 400 m eines der größten Bauwerke der Erde sein. Die kubische Form des „Mukaab“ gewährleistet eine Raumnutzung, die die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt auflösen.
Inspiriert von einem innovativen Architekturstil wird das „Mukaab“ das weltweit erste Reiseziel sein, das ein Erlebnis bietet, das durch digitale Technologien mit den neuesten Hologrammen geschaffen wird. Als Zeitreisender wandelt der Besuch in künstlichen Räumen, erkundet den Mars oder wandert in die erdgeschichtliche Vergangenheit.
Massentourismus seit dem 19. Jahrhundert
Erleben wir in Saudi-Arabien eine neue Form des Massentourismus? Es ist interessant an den Ursprung des Phänomens zu erinnern. Im 19. Jahrhundert gründete der Engländer Thomas Cook das erste Unternehmen, das organisierte Reisen im großen Stil anbot.
Der Reisepionier war nicht nur ein überzeugter Baptist, sondern ebenso ein bekennender Abstinenzler. Seine soziale Absicht war es, die von Alkoholproblemen geplagte Arbeiterklasse eine andere Erfahrung und höhere Erkenntnisse zu ermöglichen. Die Idee der Völkerverständigung war für ihn ein Kernanliegen der internationalen Reisebewegung.
Saudi-Arabien eröffnet das Spannungsfeld zwischen Offenbarung und Technologie, heiligen Stätten und Urlaubsdomizilen. Vielleicht entsteht durch die Begegnung der Reisenden in der Region, unter dem Eindruck realer, symbolischer und imaginärer Erfahrungen, eine neue Form des Dialogs. In diesem Fall wäre die Vision 2030 ein Jahrhundertprojekt.
Seit Jahren ringen Saudi-Arabien und Iran in ihrer Region bereits um Einfluss. Nun findet auch das mit Spannung erwartete Außenministertreffen statt.
Peking (dpa). Als weiteres Zeichen der Annäherung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien sind die Außenminister der beiden rivalisierenden Länder, Hussein Amirabdollahian und Faisal bin Farhan, in Peking zusammengetroffen. Das berichtete das chinesische Staatsfernsehen.
Saudi-Arabien trifft Iran erstmals wieder seit sieben Jahren
Das Treffen am Donnerstag war die erste Zusammenkunft dieser Art seit mehr als sieben Jahren. China hatte hinter den Kulissen einen Neubeginn zwischen beiden Kontrahenten vermittelt.
Der staatliche saudi-arabische Sender Al-Ekhbariya zeigte kurze Aufnahmen des Treffens, ohne weitere Details über den Inhalt zu nennen. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete, bei dem Treffen stehe unter anderem die Wiedereröffnung der Botschaften beider Länder auf dem Plan.
Riad und Teheran wollen im Dialog ihre Differenzen beilegen und innerhalb von zwei Monaten wieder Botschaften eröffnen, hieß es bereits im März bei einem Zusammentreffen hochrangiger Regierungsvertreter beider Länder in Peking. Saudi-Arabien und Iran kündigten damals auch an, bei dem Ministertreffen über den Aufbau von Handelsbeziehungen und eine Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen sprechen zu wollen.
Israels Opposition hatte die Wiederannäherung scharf kritisiert. Israel ist Irans Erzfeind und bemüht sich seit längerem um eine Normalisierung der Beziehungen mit Saudi-Arabien, auch um eine Koalition gegen Teheran aufzubauen. Seit der Islamischen Revolution von 1979 stellt der Iran Israels Existenzrecht in Frage.
Das sunnitische Saudi-Arabien und der mehrheitlich schiitische Iran unterhielten in den vergangenen Jahren keine diplomatischen Beziehungen. Beide Länder ringen in der Region um politischen und militärischen Einfluss. Eine Annäherung der Rivalen könnte zu größeren Umbrüchen führen, darunter im Bürgerkriegsland Jemen, wo die Länder unterschiedliche Seiten unterstützen.
Im vergangenen Jahr näherten sich beide Seiten auf diplomatischer Ebene vorsichtig an. Im Irak fanden mehrere Gesprächsrunden mit iranischen und saudischen Vertretern statt, bei denen es vor allem um Sicherheitsfragen ging.
Foto: Secl, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY 3.0
Der Iran und Saudi-Arabien sind beide vom Ölexport abhängig. Auch die Konkurrenz auf dem Energiemarkt hatte zu ihrer Rivalität beigetragen. Durch internationale Sanktionen wegen seines umstrittenen Atomprogramms ist der Iran aber weitgehend vom Markt ausgeschlossen.
Riad hatte die offiziellen Kontakte mit Teheran im Januar 2016 als Reaktion auf einen Angriff iranischer Demonstranten auf die saudische Botschaft im Iran gekappt. Ausgelöst wurden die Proteste durch die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien.
China etabliert sich als Ordnungsfaktor am Persischen Golf
Die Vereinbarung sei dank einer „großzügigen Initiative von Präsident Xi Jinping“ zustande gekommen, hieß es von der saudischen Staatsagentur. Angesichts der politischen Isolation des Irans und internationaler Kritik hatte die Islamische Republik in den vergangenen Jahren in Asien nach neuen Partnern gesucht. Der Oman und Irak begrüßten die Annäherung zwischen Riad und Teheran.
Der Iran und Saudi-Arabien sind beide vom Ölexport abhängig. Auch die Konkurrenz auf dem Energiemarkt hatte zur Rivalität beigetragen. Durch internationale Sanktionen im Rahmen seines umstrittenen Atomprogramms ist der Iran aber weitgehend vom Markt ausgeschlossen.
Beobachtern zufolge könnte eine Normalisierung der Beziehungen der beiden Länder auch die Verhandlungen zur Wiederbelebung des Wiener Atomabkommens positiv beeinflussen. Seit fast einem Jahr liegen die Gespräche auf Eis.
Riad hatte die offiziellen Kontakte mit Teheran im Januar 2016 als Reaktion auf einen Angriff iranischer Demonstranten auf die saudische Botschaft im Iran gekappt. Ausgelöst wurden die Proteste durch die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien. Ihre Rivalität trugen die beiden Staaten in vergangenen Jahren auch bei militärischen Konflikten in der Region aus, etwa im Jemen.
Saudi-Arabiens Kronprinz und Chinas Staatschef Xi Jinping demonstrieren bei einem Treffen ihre wachsende Partnerschaft. Damit will Riad auch eine Botschaft an den Westen senden – den das Königreich trotz neuer Freunde weiter braucht.
Riad (dpa). Die Beziehungen zu westlichen Partnern sind getrübt, nun knüpft Saudi-Arabien engere Bande zu China: Kronprinz Mohammed bin Salman empfing den Staatschef der Volksrepublik am Donnerstag in seinem Palast mit allen Ehren. Der faktische Herrscher des Golfstaats und Xi Jinping sprachen dabei über den Ausbau ihrer Zusammenarbeit und weitere gegenseitige Investitionen, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete. Unterschrieben wurde ein Abkommen über eine „strategische Partnerschaft“. Damit sendet Saudi-Arabien auch eine Botschaft an den Westen, auf den Riad nicht angewiesen sein will.
Vor fünf Monaten war US-Präsident Joe Biden in das Königreich gereist, um für eine Ausweitung der Ölförderung zu werben. Die Opec-Länder unter Führung Saudi-Arabiens drosselten stattdessen die Produktion. Saudi-Arabien ist traditionell ein enger Verbündeter der USA. Neben dem Streit ums Öl hatte Biden auch immer wieder die Menschenrechtsverstöße im Königreich scharf kritisiert. US-Geheimdienste beschuldigen Mohammed bin Salman, die Tötung des regierungskritischen Journalisten Khashoggis im saudischen Konsulat in Istanbul 2018 genehmigt zu haben.
Der Besuch im Sommer konnte das zerrüttete Verhältnis zu Riad nicht vollständig kitten. Biden bekräftigte dabei aber den Führungsanspruch der USA in der Region: Die USA würden „kein Vakuum hinterlassen, das von China, Russland oder dem Iran ausgefüllt wird“.
Genau das hat Peking aber offenbar vor. Er wolle „eine neue Ära für die Beziehungen zwischen China und der arabischen Welt“ einleiten, schrieb Xi Jinping in einem anlässlich seines Besuchs in Saudi-Arabien veröffentlichen Zeitungsartikel. Die Länder der Region seien dank ihrer Bodenschätze, Industrien und Bauleistungen „Länder mit enormem Potenzial.“
Die einst eher schwach ausgeprägten Beziehungen zwischen Riad und Peking haben sich bereits in den vergangenen Jahren vertieft. Für Saudi-Arabien ist China heute ein wichtiger Handelspartner, der sich – anders als der Westen – aus den inneren Angelegenheiten des Landes heraushält. Peking wiederum ist stark abhängig vom saudischen Öl und zahlt dafür jährlich mehrere zehn Milliarden Dollar an Riad.
Während des Besuchs wollte Xi auch am ersten Gipfeltreffen zwischen China und den arabischen Staaten teilnehmen. Dafür reisten auch Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und andere hochrangige Politiker der Region an. Auch ein Treffen mit König Salman stand für Chinas Staatschef auf dem Programm.
Saudi-Arabiens Thronfolger will das Land modernisieren und die Wirtschaft unabhängiger vom Öl machen. Das Land plant dabei auch den Bau einer Megastadt am Roten Meer. Für das Projekt will die saudische Führung auch chinesische Investoren anlocken. Im Rahmen der Reise unterzeichneten Unternehmen beider Länder Abkommen in Milliardenhöhe.
Kein Thema während Xis Besuchs im sunnitischen Königreich war indes die Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China, von denen Hunderttausende laut Menschenrechtlern in Umerziehungslager gesteckt worden sein sollen.
Trotz aller Harmonie zwischen beiden Staaten – Saudi-Arabien braucht die USA und ihre Sicherheitsgarantien in der Region gegen den gemeinsamen Erzfeind Iran weiterhin. China kann hierbei keine Alternative bieten.
Über Jahre schaute die Fußballwelt auf das Emirat Katar. Sportlich endet die WM für den Gastgeber enttäuschend. Saudi-Arabien spielt dagegen erfolgreich – und hat auch ansonsten ehrgeizige Ambitionen.
Doha (dpa/iz). Die saudischen Fans geben den Ton an, geradezu sprichwörtlich. Wo die Fangruppen aus dem Königreich in ihren grünen Trikots bei der WM in Katar auftauchen, sorgen sie für Stimmung. Sie singen, sie klatschen, sie feiern. Ihr Team beglückte sie zum Auftakt mit einem 2:1-Sensationssieg gegen Argentinien. Auch beim 0:2 am Samstag gegen Polen traten die Grünen Falken mit Wille und Leidenschaft auf, jede auch nur halbwegs erfolgreiche Aktion im Education City Stadion frenetisch bejubelt von ihren Anhängern.
Das Königreich träumt davon, die Weltmeisterschaft wie der kleine Nachbar ins eigene Land zu holen. Medien zufolge denkt Saudi-Arabien intensiv darüber nach, sich zusammen mit Ägypten und Griechenland für das Turnier 2030 zu bewerben. Es wäre der Höhepunkt einer Strategie, die das Land unter Führung von Kronprinz Mohammed bin Salman mit Wucht verfolgt. Formel-1-Rennen, Box-Weltmeisterschaften, eine eigene Golf-Serie, 2029 die Asien-Winterspiele – seit Jahren positioniert sich Saudi-Arabien als Ausrichter großer Sportveranstaltungen und baut seinen Einfluss auf der internationalen Sportbühne aus. „Jedes Land wäre sehr gerne Ausrichter der Weltmeisterschaft“, sagte der saudische Sportminister Abdulasis bin Turki al-Faisal der BBC.
Mittlerweile haben sich die Beziehungen zum jetzigen WM-Ausrichter Katar wieder entspannt. Beim ersten Spiel der „Grünen Falken“ zeigte sich Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani mit saudischer Flagge auf der Tribüne. „Wir stehen zusammen“, beteuert auch der katarische Wachmann im Trainingslager des einheimischen Teams, während er das saudische Spiel gegen Polen auf einem Handy schaut. „Wir sind Brüder.“ Tatsächlich bleibt das Verhältnis aber von Rivalität geprägt.
Im Sport kleckert Saudi-Arabien nicht, sondern klotzt. Im vergangenen Jahr übernahm der öffentliche Investmentfonds des Königreichs den Premier-League-Club Newcastle United. Saudi-Arabiens Sportminister hofft darauf, dass die zum Verkauf stehenden englischen Fußballvereine Manchester United und FC Liverpool von saudischen Investoren übernommen werden.
Dazu bemüht man sich auch um andere große Namen: Der derzeit vereinslose Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo soll einem Medienbericht zufolge ein Angebot des saudischen Clubs Al-Nassr über drei Jahre mit einem Gesamtvolumen von 225 Millionen US-Dollar (etwa 216 Millionen Euro) vorliegen haben. Sein Rivale Lionel Messi ist das Gesicht einer Tourismus-Kampagne für Saudi-Arabien.
Wir verwenden Cookies, um den Betrieb dieser Website zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.
Diese Website verwendet Cookies. Notwendige Cookies sind für den Betrieb erforderlich: Sie halten Ihre Sitzung, den Warenkorb, die Zahlungsabwicklung, den Spam-Schutz und Ihre Cookie-Entscheidung fest. Sie werden ohne Einwilligung gesetzt und enthalten keine Angaben zu Ihrer Person.
Wir setzen von uns aus keine Analyse-, Werbe- oder Tracking-Cookies ein. Unsere Reichweitenmessung arbeitet ohne Cookies und erkennt einzelne Besucher nicht wieder.
Ihre Einwilligung brauchen wir an einer einzigen Stelle: Wenn Sie ein eingebettetes YouTube-Video starten, setzt Google Cookies zu Werbe- und Statistikzwecken. Ohne Ihren Klick auf ein Video werden diese Cookies nicht gesetzt.
Notwendige Cookies sind für das einwandfreie Funktionieren der Website absolut notwendig. Diese Kategorie umfasst nur Cookies, die grundlegende Funktionalitäten und Sicherheitsmerkmale der Website gewährleisten. Diese Cookies speichern keine persönlichen Informationen.
Cookie
Dauer
Beschreibung
__cf_bm
30 minutes
Wird von unserem Betreiber Cloudflare gesetzt, um automatisierte Zugriffe von echten Besuchern zu unterscheiden. Der Cookie enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den sicheren Betrieb der Website erforderlich.
__stripe_mid
1 year
This cookie is set by Stripe payment gateway. This cookie is used to enable payment on the website without storing any patment information on a server.
__stripe_sid
30 minutes
This cookie is set by Stripe payment gateway. This cookie is used to enable payment on the website without storing any patment information on a server.
acadp_rand_seed
1 day
Wird ausschließlich im Anzeigenmarkt gesetzt. Der Cookie enthält nur eine Zufallszahl, die die Reihenfolge einer Anzeigenliste über mehrere Blätterseiten hinweg stabil hält. Sie ist keiner Person und keinem Gerät zugeordnet und wird nicht weiterverarbeitet.
cookielawinfo-checkbox-advertisement
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Advertisement" category .
cookielawinfo-checkbox-analytics
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Analytics" category .
cookielawinfo-checkbox-functional
1 year
The cookie is set by GDPR cookie consent to record the user consent for the cookies in the category "Functional".
cookielawinfo-checkbox-necessary
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Necessary" category .
cookielawinfo-checkbox-non-necessary
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Non-necessary" category .
cookielawinfo-checkbox-others
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to store the user consent for cookies in the category "Others".
cookielawinfo-checkbox-performance
1 year
Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to store the user consent for cookies in the category "Performance".
CookieLawInfoConsent
1 year
CookieYes sets this cookie to record the default button state of the corresponding category and the status of CCPA. It works only in coordination with the primary cookie.
m
2 years
Stripe sets this cookie for fraud prevention purposes. It identifies the device used to access the website, allowing the website to be formatted accordingly.
PHPSESSID
session
This cookie is native to PHP applications. The cookie is used to store and identify a users' unique session ID for the purpose of managing user session on the website. The cookie is a session cookies and is deleted when all the browser windows are closed.
woocommerce_cart_hash
session
Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält eine Prüfsumme des Warenkorbinhalts, damit zwischengespeicherte Seiten den richtigen Warenkorbstand anzeigen. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich.
woocommerce_items_in_cart
session
Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält nur den Wert 1 und teilt der Website mit, dass der Warenkorb nicht leer ist. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich.
wp_woocommerce_session_*
2 Tage
Wird von WooCommerce gesetzt und verbindet Ihren Browser mit der zugehörigen Warenkorb- und Bestellsitzung auf dem Server. Der Cookie enthält eine Kennung und eine Prüfsumme, keine Bestell- oder Zahlungsdaten. Er ist für Warenkorb und Kasse erforderlich. Laufzeit 2 Tage, bei angemeldeten Kunden 7 Tage.
Analytische Cookies werden verwendet, um zu verstehen, wie Besucher mit der Website interagieren. Diese Cookies helfen bei der Bereitstellung von Informationen über die Anzahl der Besucher, die Absprungrate, die Verkehrsquelle usw.
Cookie
Dauer
Beschreibung
CONSENT
2 years
YouTube sets this cookie via embedded youtube-videos and registers anonymous statistical data.
Werbe-Cookies werden verwendet, um Besuchern relevante Werbung und Marketing-Kampagnen anzubieten. Diese Cookies verfolgen Besucher auf verschiedenen Websites und sammeln Informationen, um maßgeschneiderte Werbung zu liefern.
Cookie
Dauer
Beschreibung
NID
6 months
NID cookie, set by Google, is used for advertising purposes; to limit the number of times the user sees an ad, to mute unwanted ads, and to measure the effectiveness of ads.
yt-remote-connected-devices
never
YouTube sets this cookie to store the video preferences of the user using embedded YouTube video.
yt-remote-device-id
never
YouTube sets this cookie to store the video preferences of the user using embedded YouTube video.