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„Eine Ohrfeige“

Vor zehn Jahren sagten die Schweizer Ja zum Minarett-Verbot. Muslimische ­Gemeinden und Verbände haben seither ihre Öffentlichkeitsarbeit deutlich ­verstärkt. Von Martin Spilker

(KNA). Eine Ohrfeige“ sei es gewesen, als sich die Schweizer vor zehn Jahren mit einem Stimmenanteil von 57,5 Prozent für ein Minarett-Verbot aussprachen. So empfindet Pascal Gemperli, Sprecher der Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS), das Ergebnis von damals. „Dieses Verbot löst überhaupt keine Probleme“, lautet heute sein Fazit. Im Gegenteil: „Viele Muslime empfinden es als eine Diskriminierung.“ Wenn es wirklich Schwierigkeiten in den islamischen Gemeinden gebe, sei das „sicher nicht auf einen Turm zurückzuführen“.

Die muslimischen Verbände der Alpenrepublik entschlossen sich nach dem 29. November 2009, die Bevölkerung aktiver zu informieren. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde verstärkt; regelmäßig werden auch Nicht-Muslime zu Besuchen und Veranstaltungen in Moscheen eingeladen. So gesehen, meint Gemperli, habe die Minarett-Abstimmung auch ihr Gutes gehabt: Die Muslime hätten sich seither besser organisiert.

Dennoch stürzen sich die Medien nach Auffassung des 41-Jährigen bei jedem Konflikt in oder mit islamischen Gemeinden auf deren Vertreter. Dann, so der Konvertit und Kommunikationsprofi, würden furchtbare Szenarien geschildert. Er wolle die Konflikte nicht kleinreden, versichert Gemperli. Er wehre sich aber dagegen, dass „der Islam“ dann immer als Ganzes negativ dargestellt werde. So sei es auch vor der Minarett-Verbotsinitiative geschehen. „Wenn es Probleme in einer Gemeinde gibt, dann nehmen wir uns dessen an, um Lösungen zu finden“, so der FIDS-Sprecher.

Für ihn steht fest, dass sich das Ja zum Minarett-Verbot negativ auf das Gemeindeleben der Muslime im Land ausgewirkt hat: „Wir wurden durchgeschüttelt.“ Zwar engagierten sich junge Muslime heute vermehrt; sie seien aber zugleich zurückhaltender und wollten nicht als Gläubige erkannt werden. So fielen im Alltag nicht selten islamische Grußformeln weg, oder Eltern entschieden sich für neutraler klingende Vornamen für ihre Kinder. „Es findet leider auch ein Rückzug statt“, so Gemperli.

Mit Blick auf die kontroverse Debatte über eine aktuelle Burka-Verbotsini­tiative kommt er dennoch zu dem Schluss, dass die ganze Schweizer Gesell­schaft inzwischen dazugelernt habe. Heute werde über solche Fragen viel differenzierter diskutiert.

Imam Bekim Alimi, Vorsteher einer albanischen Moschee in Wil im Kanton Sankt Gallen, sieht keine gravierenden Auswirkungen durch das Minarett-­Verbot. 2017 wurde in Wil die neue Moschee mit einem Begegnungszentrum eingeweiht. Auf ein ursprünglich geplantes Minarett wurde schließlich verzichtet. Das bringe weder für ihn noch für die Gemeinde religiöse oder theologische Einschränkungen mit sich, sagt Alimi.

Untersuchungen des Zentrums Religionsforschung an der Uni Luzern bestätigen diesen Eindruck. Das Verbot von 2009 habe im Alltag der Schweizer Muslime praktisch kaum etwas verändert: Minarette seien nicht entscheidend. „Die Gläubigen erhalten die Erinnerung an die Gebetszeiten über eine App oder haben sie im Kopf“, meint ­Religionswissenschaftler Andreas Tunger-Zanetti.

Der Experte erinnert sich aber noch gut an die Reaktionen aus wissenschaftlichen Kreisen im Ausland: „Die Schweiz wurde als das Land mit dem Minarett-Verbot bekannt. Viele hatten dafür nur Kopfschütteln übrig.“ Aber das sei nun mal das Resultat der im Land praktizierten direkten Form der Demokratie. Und, ergänzt Tunger-Zanetti: Wäre ­damals in vergleichbaren Ländern abgestimmt worden, wäre es wohl zu ähnli­chen Resultaten gekommen.

Pascal Gemperli blickt indes nicht ohne Sorgen in die Zukunft: „Die mehrheitlich negativ geprägten Medienberichte machen es fast unmöglich, sich ein objektives Bild vom Islam zu machen.“ Dazu passe auch die Burka-Verbotsinitiative. „Die Schweiz will ernsthaft über eine Kleidervorschrift in der Verfassung abstimmen. Doch wir wissen noch nicht einmal, wie viele solcher Kleidungsstücke es in der Schweiz überhaupt gibt“, kritisiert der FIDS-Mann. Den Initiatoren gehe es wahrscheinlich darum, Muslime generell als „gesellschaftliches Problem“ darzustellen. Gemperli hingegen will nach eigenen Worten ­weiter daran arbeiten, „das friedliche ­Zusammenleben zu stärken“.

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Wie kommen wir zu mehr weiblichen Gelehrten?

(Qarawiyyin Project). Man braucht wirklich mehr weibliche Gelehrte – diese Aussage ist immer wieder in muslimischen Gemeinschaften des Westens zu hören. Egal, ob es sich um eine Organisation auf der Suche nach einer Sprecherin handelt, oder um eine allgemeine Diskussion, die den Mangel an Wissen unter Muslimen beklagt: Die Bedeutung der Wissenschaft für Frauen wird regelmäßig als Faktor für die Bekämpfung der Probleme der muslimischen Gemeinschaft weltweit erwähnt.

Obwohl seit einiger Zeit häufiger beklagt: Die Gründe für den Mengenunterschied zwischen männlichen und weiblichen Gelehrten werden nur selten umfassend angesprochen. Für einige liegen diese simpel in der Mutterschaft, die Frauen an einem Studium hindern würden. Andere sehen ein Defizit bei Frauen, sich Vollzeit mit dem Din zu beschäftigen. Die mehrschichtigen Ursachen hinter diesem Phänomen sollten im Detail betrachtet werden, sodass wir bei funktionierenden Lösungen ankommen und unserer Gemeinschaft islamisch ausgebildete weibliche Vorbilder bieten können.

Bei manchen Themen müssen Muslime und Musliminnen dickere Bretter als nötig bohren. Eines davon ist die Möglichkeit und Rolle von Gelehrtinnen. Und das, obwohl historische Quellen deutlich machen, dass angefangen mit den Tagen ‘Aischas, möge Allah mit ihr zufrieden sein, Frauen einen signifikanten Anteil an der Vermittlung von Wissen hatten.

Einen historischen Vorläufer dieser Debatte finden wir in Westafrika. Der bekannte westafrikanische Gelehrte und Schaikh ‘Uthman Dan Fodio musste während seiner Lebenszeit mehrfach auf Einwände und rechtliche Fragen zeitgenössischer Gelehrter antworten. In der sich entfaltenden Debatte ging es nicht nur um die Frauenbildung alleine, sondern um die Teilnahme von Frauen am Handel und Berufsleben sowie ihrem ­Betreten des öffentlichen Raumes.

Es ist verpflichtend für eine Frau, so der Gelehrte, sich volles Wissen von ihren religiösen Pflichten wie Gebet, Fasten, Zakat, Hadsch sowie alltäglicheren Dingen wie Handel und Transaktionen ­aneignen müssen. Wenn ihr Ehemann nicht in der Lage sei, sie mit dem nötigen Wissen zu versehen, besteht für sie die islamische Pflicht, auf der Suche danach ihr Haus zu verlassen. „Verweigert er ihr die Erlaubnis“, sagt der Schaikh kategorisch in „Irschad“, dann sollte sie „ohne seine Erlaubnis hinausgehen“. Weder könne eine solche Frau dafür kritisiert werden, noch unterlaufe ihr dabei eine falsche Handlung. „Die Autorität sollte den Ehemann zwingen, seiner Frau Bildung zu verschaffen, so wie sie ihn zwingen sollte, sie zu versorgen. Nein, Wissen ist höherrangig.“

In einem Zeitalter, in dem die Reputation der Beredsamkeit eines Sprechers oft vor seinem Wissen kommen, ignorieren wir häufig den Aufwand an Bildung und Anstrengung, den Gelehrte in das Studium des Islam investieren.

Die Leute des Wissens widmen Jahre ihres Lebens für islamische Wissenschaften und reisen oft ins Ausland. Das ist ein Engagement, das zumeist in ihrer Jugend – ob an Universitäten, kleineren spezialisierten Einrichtungen oder bei einzelnen Lehrern – stattfindet, um ihre Fachkenntnis zu schärfen. Viele solcher Einrichtungen und Individuen finden sich in der muslimischen Welt. Der Umzug in solche Länder stellt die Beteiligten häufig vor zahlreiche Herausforderungen – angefangen von der Lebensgestaltung über die Anpassung an eine neue Kultur bis hin zur Intensität des Studiums.

Wenn das Leben eines Gelehrten von dieser Perspektive aus betrachtet wird, ist es offenkundig, warum es bisher weniger Gelehrtinnen gibt. Viele muslimische Einrichtungen des Lernens bieten weniger Möglichkeiten für Frauen als für Männer. Der lineare Prozess des Studiums ist oft nicht flexibel genug für viele Frauen, die Familie haben.

Von den vier wichtigsten islamischen Universitäten in Saudi-Arabiens ist keine zugänglich für alleinstehende Musliminnen aus dem Ausland. Die Fakultät von Medina hat keine Abteilung für Frauen, während das Dar Al-Hadith gute Arabischkenntnisse voraussetzt. Frauen ­können einen Studienplatz an der Umm Al-Qura-Universität beantragen. Sie brauchen dafür aber bisher einen männlichen Verwandten (arab. mahram), der mit ihnen reist und während des Studiums bei ihnen bleibt. Für die allermeisten Aspirantinnen sind das unpraktische ­Bedingungen.

Die renommierte Al-Azhar in Ägypten hat kein Arabischprogramm, was sie unzugänglich für Frauen macht, die die Sprache noch nicht beherrschen. Viele Universitäten in Syrien, die in der Vergangenheit Frauen aufnahmen, sind wegen des langjährigen Konflikts keine Option mehr. Während es im Westen Madrassen gibt, die vom asiatischen Subkontinent stammen, sind ihre Möglichkeiten für Frauen deutlich geringer als für Männer. Diese Institutionen bieten nur eingeschränkte Möglichkeiten für Frauen, die islamische Wissenschaften studieren möchten. Lernzentren in nordafrikanischen Ländern wie Marokko oder Mauritanien blühen weiterhin. Für Frauen aus dem Westen ist es allerdings häufig schwierig, sich in ihnen zurechtzufinden. Insbesondere, weil sie Arabisch voraussetzen.

Auch wenn sich die Lage in einigen Ländern langsam ändert, bleibt ein Studium in jungen Jahren ein Traum vieler Frauen. Viele entscheiden sich, zu warten, bis sie verheiratet sind, um Wissen auf diese Weise zu suchen. Stattdessen studieren viele im Rahmen ihrer Möglichkeiten daheim bei lokalen Einrichtungen oder über Onlinekurse.

Später im Leben stellt der lineare Ablauf der islamischen Bildung, wie er heute gelehrt wird, Hindernisse für Frauen mit mehreren Verantwortlichkeiten dar. Und hindert sie erneut daran, solche Vollzeitkurse zu besuchen. Betrachten wir die Frage ganzheitlich, dann ist ein Mangel an Gelehrtinnen in unseren Gemeinschaften zu erwarten. Und das ist kein Fehler auf Seiten der Frauen. Wenn überhaupt, dann zeigt diese Situation, dass der heutige institutionelle Ansatz in Hinsicht auf Wissen für weibliche Suchende nach Wissen nicht förderlich ist.

Neben der geringen Menge an ausgebildeten Musliminnen in den islamischen Wissenschaften werden sie auch in geringerem Maße gehört als ihre männlichen Widerparts. Nichtsdestotrotz gibt es längste eine Reihe muslimischer Frauen, die den Din studiert haben. Und sie sind entschlossen, ihr Wissen zum Nutzen der muslimischen Gemeinschaft einzusetzen. Und doch begegnet ihnen ein weiteres Hindernis – ein Fehlen an Organisationen und Strukturen, die bereit sind, ihnen eine Plattform zu bieten.

Das heutige Gebiet der Wissenssuche begünstigt die Berühmten und verlässt sich auf große Namen, um große Menschenmengen anzuziehen. Im Zeitalter sozialer Medien geht eine aktive Online-Präsenz auch mit Bekanntheit einher. ­Gelehrtinnen, die diese Reputation nicht haben und die keine vergleichbare ­Online-Präsenz betreiben, geraten hier ins Hintertreffen. Ohne bekannte Persönlichkeit oder Social Media-Plattform befürchten Veranstalter, dass das öffentliche Interesse gering ist und dass Geld für einen Veranstaltungsort und andere Ausgaben verschwendet wird.

Und so entwickelt sich ein Teufelskreis. Gelehrtinnen werden in geringerem Maße kontaktiert, um zu sprechen. Dadurch wird ihre Expertise auf ihrem Fachgebiet in geringerem Maße öffentlich. Und so erscheinen sie weniger profiliert, wenn sich die nächste Gelegenheit bietet, eine öffentliche Plattform zu bekommen.

War es das also? Ist es Musliminnen beschieden, Islam nicht auf dem Niveau ihrer männlichen Gegenstücke zu erlernen und auf vergleichbaren Plattformen zu sprechen? Absolut nicht.

Was das Erlernen des Islam angeht, haben die Schwestern selbst die Gelegenheit genutzt, den Din in ihrem eigenen Tempo in einem für sie geeigneten Umfeld zu lernen. In Ermangelung einer ganzheitlichen Reform unserer Institutionen (die auch auf die Agenda kommen sollte) ist dies vorerst die Lösung.

Soweit hörbare weibliche Stimmen betroffen sind, muss unsere Gemeinschaft erkennen, dass sie auch eine Rolle zu spielen hat. Wenn wir wirklich die Bedeutung von gebildeten weiblichen Vorbildern anerkennen, dann müssen wir unser Bestes tun, um Plattformen und Ermutigung für befähigte Frauen unter uns bereitzustellen.

Wir müssen nach gebildeten muslimischen Frauen suchen. Nicht als symbolische Ergänzungen für Veranstaltungen, sondern aus Respekt vor ihrem Wissen und dem Verlangen, dass sie anderen nutzen mögen. Das ist die gleiche Art und Weise, in der wir männliche Gelehrte behandeln sollten.

Das ist eine Chance für populäre muslimische Organisationen, Videoformate, Podcasts und Webseiten, die umfang­reiche Erfahrung von Frauen in der Gemeinschaft zu bemerken und zu finden. Wenn Gelehrtinnen weniger extrovertiert sind – ob aus Scheu oder einem Mangel an Erfahrung –, dann brauchen sie Unterstützung und Gelegenheiten, die sie andernfalls nicht erhalten. Diejenigen, die bereits über eine große ­Plattform verfügen, sollten es sich zur Aufgabe machen, qualifizierte muslimische Frauen zu präsentieren, sie zu „lancieren“ und dabei zu unterstützen, ihr Fachwissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Allah, der Erhabene, sagt im 71. Vers von At-Tauba (Sure 9): „Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Gewiss, Allah ist Allmächtig und Allweise.“

Es gibt viele Probleme in unserer Gemeinschaft, die langfristige und komplexe Lösungen brauchen. Aber die Förderung gebildeter Musliminnen ist keines davon.

Aisha Hasan ist Gründerin von Qarawiyyin Project. Als graduierte Ökonomin ist sie auch Nahost-Forscherin. Darüber hinaus studiert sie islamische Wissenschaften und unterrichtet Qur’an. Sie war in den letzten zehn Jahren in ihrer Gemeinschaft aktiv, trat in Fernseh- und Radiosendungen auf und hielt Vorträge zu wichtigen Themen für muslimische Jugendliche.

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Graben zwischen Wissen und Handeln

(iz). Im Grund hätte es der China Cables nicht bedurft, die im November 2019 durchgestochen wurden. Die Geheimdokumente der Pekinger Partei- und Staatsführung von 2017 und 2018 belegen damit offiziell […]

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Man nannte ihn „Staunen der Welt“

Ende des 12. Jahrhunderts machte sich in Europa Endzeitstimmung breit. Da gebar Konstanze, Gemahlin des deutsch-römischen Kaisers Heinrich VI., im Alter von 40 Jahren endlich den ersehnten Thronerben. Von Joachim Heinz

Ancona (KNA). Am zweiten Weihnachtstag 1194 erblickte er in Jesi bei Ancona das Licht der Welt: Friedrich II. aus dem Geschlecht der Staufer, später Herrscher von Sizilien, dann römisch-deutscher Kaiser, schließlich sogar „König von Jerusalem“. Schnell wurde sein Geburtsdatum zum Sinnbild für die Hoffnungen, die sich in stürmischen Zeiten mit dem jüngsten Spross der mächtigen Adelsdynastie verbanden.

Für Petrus von Eboli war Friedrich der „Knabe verheißen der Welt“, ein „Erneuerer der Zeiten und Reiche“. Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, passte ideal zu derlei messianischer Heilserwartung. Als der „Liebling der Götter der Welt“ fast 56 Jahre später, am 13. Dezember 1250 auf der Burg Castel Fiorentino, das Zeitliche segnete, fiel das Urteil deutlich zwiespältiger aus.

Gestorben sei „das Staunen der Welt und ihr wunderbarer Verwandler“, notierte der englische Chronist Matthaeus Paris. Der Franziskaner Salimbene de Adam dagegen hielt über Friedrich fest, dieser sei „ein unheilvoller und verworfener Mensch“ gewesen, ein Spalter und Ketzer. Bis in die Gegenwart hinein scheiden sich an dem „Herrscher zwischen den Kulturen“ die Geister.

Mit Friedrich endete die Ära der Staufer auf dem römisch-deutschen Thron. Weil das „Kind aus Apulien“ nur selten nördlich der Alpen aufkreuzte – 1235 übrigens in Begleitung von Elefanten, Kamelen und anderem exotischen Getier, erweiterten sich die Handlungsspielräume der dortigen Fürsten, so Historiker Klaus van Eickels. Mit dem deutschen Föderalismus sei ein „ferner Reflex“ aus jenen Tagen bis heute spürbar.

Zugleich war Friedrich ein machtbewusster Mann, der versuchte, die Herrschaft über Sizilien und das Reich gegen den Papst durchzusetzen, der zwischen den Fronten saß und die „staufische Zange“ fürchtete wie der Teufel das Weihwasser. Als von der kirchlichen Gemeinschaft Ausgeschlossener begab sich der deutsch-römische Kaiser im Sommer 1228 auf einen Kreuzzug, wo er kurz darauf die Kontrolle über Jerusalem übernehmen konnte.

Der Konflikt mit dem Papst konnte dadurch nur zeitweilig beigelegt werden, eskalierte jedoch 1239 über machtpolitische Differenzen in Oberitalien in einem zweiten Bann Gregors IX. Dessen Nachfolger Innozenz IV. berief gar ein Konzil nach Lyon ein, das Friedrich 1245 absetzte. Während die päpstliche Propaganda den Kaiser mit dem apokalyptischen Tier aus der Offenbarung des Johannes verglich, hielt Friedrich dagegen und nannte sich selbst „neuer Messias“ und „Kaiser der Endzeit“. Wenig zimperlich zeigte er sich auch im Verhältnis zu seinem Sohn und zeitweiligen Mitregenten Heinrich. Als dieser dem Vater den Gehorsam verweigerte, setzte Friedrich ihn kurzerhand fest.

Die Chroniken überliefern aber auch ganz andere Züge des Staufers: Universitätsgründer und Wahrer des Rechts; Förderer der Künste und salomonischer Herrscher. Als Juden im Reich Ritualmorde an christlichen Knaben zur Last gelegt wurden, installierte Friedrich zunächst eine Untersuchungskommission, die alle Vorwürfe als haltlos zurückwies. Und stellte sich anschließend schützend vor die Angehörigen der Glaubensgemeinschaft.

Angeblich sprach der Kaiser mehrere Sprachen, darunter Italienisch, Deutsch und Latein sowie Griechisch und Arabisch. Mindestens 20 Kinder von 13 Frauen soll er gehabt haben. Die wohl größte Liebe des Lebemanns galt der Falknerei. Sein Buch „Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen“ diente bis in die Neuzeit als ornithologisches Referenzwerk. Ins Reich der Fabeln gehören aber wohl die Friedrich zugeschriebenen grausamen Experimente, wonach er etwa Neugeborene isoliert habe, um die Ursprache der Menschheit herauszufinden.

Über seinen Tod hinaus entfaltete Friedrich ein schillerndes Eigenleben. Protestanten erhoben den Widersacher der Päpste zum Vorkämpfer der Glaubensfreiheit. Der Dichter Stefan George und der Historiker Ernst Kantorowicz kürten den Kaiser im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer deutschen Überfigur. Die Nationalsozialisten kamen nur allzu gern darauf zurück. Am ehesten brachte es Klaus van Eickels auf den Punkt: „Auch in der Rückschau entzieht sich Friedrich II. einer eindeutigen Einordnung.“

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Proteste gegen indisches Staatsbürgerrecht

Neu Delhi (KNA). In Indien formiert sich Widerstand gegen die Reform des Staatsbürgerrechts, das illegale muslimische Flüchtlingen aus Nachbarländern vom Erwerb der indischen Staatsbürgerschaft ausschließt. Die Mitte-Rechts-Partei Indian Union Muslim League (IUML) reichte laut indischen Medienberichten am 12. Dezember Klage gegen das Gesetz beim höchsten Gericht Indiens ein.

Das neue Staatsbürgerrecht verstoße gegen „das fundamentale Gleichheitsprinzip der Verfassung“, wird aus der Klage zitiert. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch verurteilte die Neufassung des Staatsbürgerrechts auf Grundlage der Religionszugehörigkeit als einen Verstoß gegen das Völkerrecht.

In Assam im Nordosten Indiens setzte die Regierung am 12. Dezember Tausende Soldaten zur Niederschlagung gewaltsamer Proteste gegen die Gesetzesreform ein. Die Menschen in Assam befürchteten eine Einwanderungswelle nichtmuslimischer Minderheiten aus dem benachbarten Bangladesch.

Die beiden Häuser des indischen Parlaments hatten die Reform mit Mehrheit der regierenden hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei BJP beschlossen. Demnach können künftig illegale Flüchtlinge aus den mehrheitlich islamischen Ländern Afghanistan, Pakistan und Bangladesch die indische Staatsbürgerschaft erhalten, wenn sie Christen, Hindus, Sikh, Buddhisten oder Zoroastrier sind. Muslimische Flüchtlinge, selbst wenn sie zu verfolgten islamischen Minderheiten wie den Ahmadis oder den Rohingya gehören, gelten hingegen laut Innenminister Amit Shah als „Infiltratoren“.

Im Wahlkampf hatte Premierminister Narendra Modi die Reform des Staatsbürgerrechts im Frühjahr als Korrektur eines „Fehlers“ verteidigt, der vor mehr als 70 Jahren bei der Teilung des indischen Subkontinents in das mehrheitlich hinduistische Indien und das muslimische Pakistan (mit Bangladesch) gemacht worden sei. Seine eindeutige Wiederwahl im Mai hatte Modi unter anderem seiner „Hindus zuerst“-Politik und den antiislamischen Reden seiner Partei BJP zu verdanken.

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Waffen kein Garant für Frieden

Osnabrück (KNA). Kirchliche Hilfswerke dringen auf eine restriktivere Rüstungspolitik. Mehr Waffen seien „kein Garant für mehr Sicherheit und Frieden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Pirmin Spiegel, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). „Im Gegenteil: Waffen und Gewalt drohen die Erfolge, die verschiedene Akteure der Entwicklungszusammenarbeit weltweit über Jahre zum Wohle der Menschen aufgebaut haben, zu zerstören“.

Ähnlich äußerte sich die Präsidentin der evangelischen Organisation Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel: „Der weltweite Waffenhandel steigt seit Jahren kontinuierlich an, und Deutschland kann sich als einer der fünf größten Rüstungsexporteure der Welt einer Mitverantwortung an diesem Trend nicht entziehen.“ Die Staaten, in denen seit Jahren Gewaltkonflikte tobten, verzeichneten eher Rückschritte als Entwicklungsfortschritte, mahnte die Expertin.

Deutschland habe sowohl 2018 als auch 2019 Rüstungsexporte an Staaten wie Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate bewilligt, die am Krieg im Jemen beteiligt seien. Dort seien 80 Prozent der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen, die Vereinten Nationen sprächen von einer der schwersten humanitären Katastrophen weltweit, so Füllkrug-Weitzel.

Deutschland müsse sich „endlich an seine eigenen Grundsätze halten und Rüstungsexporte in Krisenregionen, unter anderem an Staaten der von Saudi-Arabien geführten Jemen-Kriegskoalition, ausnahmslos verbieten“. Spiegel fügte hinzu, es brauche mehr Mittel für Krisenprävention und zivile Konfliktbearbeitung zum Schutz der Menschenrechte weltweit.

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Wie kann ­Jugend sich mit Theater ­bilden?

„Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab.“ William Shakespeare (iz). Der Bildungsstand eines Menschen besteht aus weit […]

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Heikle Depeschen an Teheran

Qasim Soleimani, Kopf der al-Quds-Einheiten ist Teherans Graue Eminenz, wenn es um seine Projektion von Macht im benachbarten Irak geht. (iz). Das gemeinnützige Medienprojekt „The Intercept“ sowie die „New York […]

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Afrika: Auswirkungen des Klimawandels

Berlin/Madrid (ots). Aktuelle Analysen von Save the Children belegen, dass sich 2019 im östlichen und südlichen Afrika durch die Klimakrise für 33 Millionen Menschen die Ernährungslage dramatisch verschlechtert hat. Die Hälfte der Betroffenen sind Kinder. Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Wirbelstürme haben maßgeblich diese lebensbedrohende Situation verursacht und in der Region bereits 1.200 Menschenleben gefordert. Save the Children appelliert anlässlich der 25. UN-Klimakonferenz (COP 25) an die Staats- und Regierungschefs, Maßnahmen zu verabschieden, die die Auswirkungen der Klimakrise im östlichen und südlichen Afrika verringern.

„Die Ergebnisse der Analyse sind düster und zeigen, dass die Klimakrise Ungleichheit, Armut und Vertreibung im östlichen und südlichen Afrika weiter festigt. Die Klimakrise tötet Menschen, sie zwingt Familien zur Flucht und sie ruiniert die Chancen der Kinder auf eine Zukunft“, betont Ian Vale, Regionaldirektor von Save the Children.

„Mit diesen sich überschneidenden, unerbittlichen Notfällen wird auch das humanitäre System bis zum Zusammenbruch belastet. Wiederholte Zyklen der Ernährungsunsicherheit durch klimabedingte Extreme führen zu erheblichen Finanzierungsengpässen. Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der Welt zur COP 25 zusammenfinden, fordern wir sie auf, starke Entscheidungen zu treffen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern und das Leben und die Zukunft unserer Kinder zu schützen. Wir fordern die Geber auf, die Mittel für humanitäre Hilfe im gesamten östlichen und südlichen Afrika aufzustocken. Auch müssen die Kinder aktiv in die internationalen, nationalen und lokalen Bemühungen zur Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels einbezogen werden“, sagt Vale.

Der kürzlich erschienene Bericht des „UN Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) zeigt zunehmend Hinweise darauf, dass der Klimawandel zu höheren Temperaturen in der Region beiträgt und dass diese Temperaturen die Auswirkungen von Dürren und Überschwemmungen verschärfen. Diese Klimaextreme zerstören die Lebensgrundlagen, führen zu Ernährungsunsicherheit und gefährden Kinder durch akute Mangelernährung. Gerade Kinder sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, da sie zu 90 Prozent von durch den Klimawandel verursachten Krankheiten wie Malaria und Denguefieber betroffen sind.

Wetterextreme in Ostafrika und im südlichen Afrika haben dazu geführt, dass im Jahr 2019:

– Bei Wirbelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen in Mosambik, Somalia, Kenia, Sudan und Malawi starben mindestens 1.200 Menschen. Dazu kommen nach Schätzungen von Save the Children noch Tausende Tote durch Dürren innerhalb der letzten 12 Monate.

– Zehn Länder im östlichen und südlichen Afrika (Madagaskar, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Südsudan, Sudan, Äthiopien, Somalia und Kenia) befinden sich in einer anhaltenden wetterbedingten Krise. Durchschnittlich 10% der Menschen in diesen Ländern (33 Millionen Menschen) leiden unter Hunger. Laut Save the Children betrifft dies bereits 16 Millionen Kinder.

– Von Januar bis Juni 2019 wurden in sieben der zehn Länder mehr als 1 Million Menschen durch klimabedingte Wetterextreme in die Flucht getrieben. Die Hälfte von ihnen floh infolge des Zyklons Idai in Mosambik, Simbabwe und Malawi, auf den nach kurzer Zeit der Zyklon Kenneth folgte. Es waren die stärksten Wirbelstürme, die jemals den afrikanischen Kontinent trafen.

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Gefahren für die Freiheit im Netz

Armeen von Online-Fans, Trollen und automatisierte Bots – die autoritären Herrscher und Populisten der Welt nutzen zunehmend das Netz, um Gegner zu überwältigen, die öffentliche Meinung für sich einzunehmen und Wahlen zu ihren Gunsten zu entscheiden. Das sind Kernerkenntnisse einer neuen Studie. Von James Reinl

(IPS). Der Bericht „Freedom on the Net“, zusammengestellt von der US-amerikanischen Forschungsgruppe Freedom House, bestätigt die Befürchtungen vieler InternetaktivistInnen. Er zeichnet ein düsteres Porträt darüber, wie das Netz Demokratien belastet. Das Anfang November veröffentlichte Dokument stellte fest, dass mehr als die Hälfte aller 3,8 Milliarden Internetnutzer in Staaten leben, die das Netz zensieren und regierungstreue Trolle nutzen, um den virtuellen Raum zu manipulieren.

Mike Abramowitz, Präsident von Freedom House, warnte davor, dass sich vor diesjährigen Wahlen in 24 Ländern Online-Propaganda und Desinformationen ausbreiteten. Die Gruppe untersuchte die virtuelle Freiheit in 65 Ländern, in denen 87 Prozent aller weltweiten Webnutzer beheimatet sind. „Regierungen stellen fest, dass Propaganda in sozialen Medien besser funktioniert als Zensur“, sagte er. „Autoritäre und Populisten ­beuten weltweit sowohl die menschliche Natur als auch Computeralgorithmen aus, um die Wahlurne zu erobern. Dabei setzen sie sich rücksichtslos über Regeln hinweg, die freie und faire Wahlen sicher­stellen sollen.“

Der Bericht beleuchtet namentlich Brasilien, wo Jair Bolsonaros Wahl zum Präsidenten im Oktober 2018 zu neuen Gerüchten gegen Minderheiten und manipulierten Fotos führte, die von seinen rechtsgerichteten Anhängern über YouTube und WhatsApp verbreitet worden seien. In Ägypten blockierte die Regierung von Präsident Abdel Fattah el-Sisi rund 34.000 Webseiten. Der Grund dafür war die Unterdrückung von Debatten über die Frage, ob es ihm durch ein Referendum im April 2020 erlaubt werden soll, die Macht bis Ende 2030 in Händen zu halten. Hunderttausende Online-Trolle verbreiteten gefälschte Nachrichten für Wechselwähler im Vorfeld der indischen Wahlen im April und Mai dieses Jahres. Gleichzeitig übermittelte die App NaMo von Premierminister Narendra Modi mutmaßlich Nutzerdaten an private Analytikfirmen.

Die weltweit größten Volkswirtschaften – die Vereinigten Staaten und China – werden in dem Report besonders in Augenschein genommen. In den USA verbreiteten Online-Trolle „Desinfor­mation“ während der Zwischenwahlen im November 2018. Genau das gleiche haben sie 2016 während der Präsidentschaftswahlen gemacht, die Trump an die Macht brachten. Ähnlich habe während der Nominierung von Brett Kavanaugh für den Obersten Gerichtshof stattgefunden. Im gleichen Zeitraum verlangen Beamte der US-Einwanderungsbehörden Zugang zu Telefonen und Computern von BesucherInnen. Sie observieren zusätzlich die Online-Aktivitäten von Einwanderern und gingen dabei „mit geringer Aufsicht oder Transparenz vor“, heißt es im Bericht.

China bleibt der „weltschlimmste Schänder der Freiheit im Internet“. Diesen Rang hält Peking seit vier aufeinanderfolgenden Jahren inne. Hier treibt eine Reihe von Online-Kommentatoren, die als „50 Cent Army“ bekannt wurde, das Regierungsnarrativ im Netz voran. Vor dem 30. Jahrestag des Tianamen-Massakers steigerte Peking die Repressi­on von Online-Nutzern. Angesichts der regierungskritischen Proteste in Hongkong sei die politische Kontrolle noch enger geworden.

Adrian Shahbaz, Forschungsdirektor bei Freedom House für Technologie und Demokratie, warnte, dass sich auch ­Regierungen kleinerer Volkswirtschaften jetzt groß angelegte Überwachungs­programme für „fortgeschrittene soziale Medien“ leisten können. Im vergan­genen Monat verklagte Facebook die ­israelische Überwachungsfirma NSO Group, weil sie den WhatsApp-Messaging-Dienst ­genutzt hatte, um die Telefone von rund 1.400 Dissidenten, Journalisten, Diplomaten, Beamten und anderen Kunden (die als Regierungen und Spionagediensten verstanden werden) zu hacken.

„Früher für die mächtigsten Geheimdienste der Welt vorbehalten, machen Spionagewerkzeuge aus dem Bereich von Big Data ihren Weg um die Welt“, sagte Shahbaz. „Selbst in Staaten mit beträchtlichen Sicherungen für grundlegende Freiheiten gibt es bereits Berichte über Missbräuche.“

Experten merken an, dass offizielle Vertreter in 47 Staaten, die mit ausgeklügelten Werkzeugen für Online-Spionage ausgestattet sind, zwischen Juni 2018 und Mai 2019 Webnutzer verhaftet ­hätten für das Posten von politischen, sozialen oder religiösen Nachrichten.

„Die Zukunft der Freiheit im Internet beruht auf unserer Fähigkeit, soziale ­Medien zu korrigieren“, sagte Shahbaz. „Da es sich hauptsächlich um amerikanische Plattformen handelt, müssen die USA führend bei der Förderung von Transparenz und Rechenschaftspflicht im digitalen Zeitalter sein. Nur so kann verhindert werden, dass das Internet zu einem Trojanischen Pferd für Tyrannei und Unterdrückung wird.“