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8 Jahre Vertreibung der Rohingya – bisher keine Rechenschaft

Großbrand Flüchtlingslager Rohingya

Angst, Vertreibung, Hunger: Vor 8 Jahren begann die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar nach Bangladesch. Organisationen fordern, Straflosigkeit zu beenden und Sicherheit zu schaffen.

Yangon (KNA). Anlässlich des 8. Jahrestags der Vertreibung der Rohingya am 25. August haben internationale Organisationen an die Lage der ethnisch-religiösen Minderheit in Myanmar wie in Bangladesch erinnert.

„Die Urheber und Täter des Völkermords an den Rohingya – das myanmarische Militär – agieren weiterhin völlig ungestraft“, kritisierte Marzuki Darusman vom „Sonderbeirat für Myanmar“ (SAC-M) in einer am 24. August veröffentlichten Erklärung. SAC-M ist eine Gruppe internationaler Menschenrechtsexperten und ehemaliger UN-Diplomaten zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Myanmar.

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Foto: UNICEF/UN0119963/Brown

Bereits am 22. August hatte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf, Jeremy Laurence, betont: „Die Beendigung der Straflosigkeit und die Gewährleistung ihres Rechts auf Sicherheit, Staatsbürgerschaft und Gleichberechtigung sind unerlässlich, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.“

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind zwischen Anfang 2024 und Mitte 2025 rund 150.000 der rund 650.000 noch in Rakhine lebenden Rohingya nach Bangladesch geflohen.

Denn laut SAC-M sind im Rakhine-Staat im Westen Myanmars die Rohingya aufgrund des militärischen Konflikts zwischen Myanmars Junta und der Arakan Armee (AA) ernsthaften Gefahren ausgesetzt. Beiden Kriegsparteien werden Gräueltaten sowie Zwangsrekrutierungen vorgeworfen. Auch erlitten Hunderttausende Menschen Hunger.

Yanghee Lee von SAC-M sagte: „Wir wiederholen unseren Aufruf an die Arakan-Armee als De-facto-Behörde, die Einreise internationaler unabhängiger Ermittlungsteams in den Rakhine-Staat zu erleichtern, um diese mutmaßlichen Gräueltaten zu untersuchen, und uneingeschränkt mit ihnen zu kooperieren.“

Foto: obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Rehman Asad

Die AA kontrolliert den größten Teil von Rakhine und hat in ihren Gebieten eigene Verwaltungen aufgebaut.

Eine UN-Konferenz zur Lage der Rohingya ist für den 30. September in New York geplant. In einer gemeinsamen Erklärung fordern nun mehr als 50 internationale Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International und Fortify Rights, die UN auf, eine Beteiligung der Rohingya sicherzustellen. Sie seien „besorgt über die mangelnde Vertretung der Rohingya auf der Konferenz“.

Notwendig sei „eine breitere Palette an Stimmen, darunter auch Rohingya-Frauen, junge Menschen und eine vielfältige, von Rohingya geführte Zivilgesellschaft aus Myanmar, Bangladesch und der weltweiten Diaspora“.

Am 25. August 2017 begann das Militär von Myanmar mit der brutalen Vertreibung von rund 750.00 muslimischen Rohingya aus Rakhine nach Bangladesch. Eine kleine Minderheit sind Hindus und Christen.

Mehr zum Thema Rohingya findet ihr hier: https://islamische-zeitung.de/category/themen/die-rohingya/

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Was sind Trumps Pläne für Gaza?

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Der US-Präsident fantasiert von Investments im Gazastreifen – sowie der Vertreibung seiner Bevölkerung.  (IPS). Entweder kennt der neue US-Präsident Trump das Völkerrecht nicht oder er hält sich für so brillant, […]

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Der Imperialist als Immobilien-Mogul: Trump über ein Gaza ohne Palästinenser

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Der Gazastreifen unter Kontrolle der USA? Spekulationen von US-Präsident Trump würden das Völkerrecht brechen. Kritik in Deutschland, Jubel andernorts.

(KNA, dpa, IZ). Die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen zu wollen, werden in Deutschland kritisch beurteilt. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) warnte, dass es zu neuem Hass in der Region kommen könne.

Der US-Präsident hatte nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesagt, der vom Gaza-Krieg stark zerstörte Küstenstreifen am Mittelmeer solle in den „Besitz“ der USA übergehen. Trump will zudem eine dauerhafte Umsiedlung der rund zwei Mio. palästinensischen Einwohner bewirken. Dies verstößt aus Sicht von Experten gegen das Völkerrecht.

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Foto: Anas-Mohammed, Shutterstock

UN: Spekulationen würden einen Bruch des Völkerrechts darstellen

Die Vereinten Nationen haben die Aussagen Trumps zurückgewiesen. „Jede Zwangsvertreibung von Menschen kommt einer ethnischen Säuberung gleich“, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, in New York auf eine spezifische Nachfrage zur Reaktion auf den Trump-Plan für Gaza.

Man dürfe „bei der Suche nach Lösungen das Problem nicht verschlimmern“, zitierte Dujarric zudem aus einer Rede, die Guterres später am Tag halten sollte. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir den Grundfesten des Völkerrechts treu bleiben und jegliche Form ethnischer Säuberungen vermeiden.“ Man halte an der Zweistaatenlösung fest.

Ex-Premier Barak: Trumps Plan ist eine „Fantasie“

Israels ehemaliger Regierungschef Ehud Barak sieht die Umsiedlungspläne des US-Präsidenten Donald Trump für zwei Millionen Einwohner des Gazastreifens als „Fantasie“. Er sagte: „Das erscheint mir nicht wie ein Plan, über den jemand wirklich nachgedacht hat, es sieht eher wie ein Schritt aus, vielleicht ein Testballon, vielleicht der Wille, Unterstützung für Israel auszudrücken.“

Er sieht seine Äußerungen als möglichen „Versuch, die arabischen Herrscher in der Region etwas aufzurütteln und ihnen zu sagen: Das ist es, was euch erwartet, wenn ihr nicht aufwacht und einen praktischen Weg für ein Vorgehen im Gazastreifen vorschlagt, uns nicht helft, die Hamas von der Herrschaft zu entfernen.“

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Foto: Deutscher Bundestag / Florian Gaertner / photothek

Trumps Spekulationen: Baerbock lehnt vage Vorstellungen ab

Ohne explizit auf den Vorstoß des US-Präsidenten einzugehen, verwies Baerbock laut einer Mitteilung des Ministeriums am Mittwoch auf die internationale Verantwortung für den Wiederaufbau in Gaza. „Wir Europäer stehen bereit, unseren Teil gemeinsam mit den USA und den Partnern in der Region beizutragen.“ ZUgleich betonte sie: „Eine Lösung über die Köpfe der Palästinenserinnen und Palästinenser hinweg darf es nicht geben.“

Eine Vertreibung der Palästinenser aus der Region sei „inakzeptabel und völkerrechtswidrig“, so die Ministerin. „Dies würde auch zu neuem Leid und neuem Hass führen.“

Es sei Konsens, auch in der arabischen Welt, dass eine Zwei-Staaten-Lösung mit Ostjerusalem und dem Westjordanland als Ausgangspunkt für einen Staat Palästina der einzige Weg sei. „Dabei sind wir uns einig, dass die Terroristen der Hamas in Gaza in Zukunft keine Rolle mehr spielen dürfen. Das ist genauso eine Frage der Sicherheit Israels wie der Region.“

Foto: en.kremlin.ru

Saudi-Arabien: Ein unabhängiges Palästina ist Voraussetzung für diplomatische Beziehungen

Das saudische Außenministerium bekräftigte, dass die Schaffung eines unabhängigen Palästinas zwingende Rahmenbedingung für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel sei. Das Königreich betone „seine absolute Ablehnung von Verstößen gegen die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes, sei es durch die israelische Siedlungspolitik, die Annexion palästinensischen Landes oder Bemühungen, das palästinensische Volk von seinem Land zu vertreiben“, hieß es in einer Erklärung aus Riad.

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas warf Trump laut Bericht der Zeitung „Haaretz“ eine schwerwiegende Verletzung des Völkerrechts vor. „Es wird keinen Frieden und keine Stabilität in der Region geben, wenn nicht ein palästinensischer Staat mit Jerusalem als Hauptstadt innerhalb der Grenzen vom 4. Juni 1967 auf der Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung gegründet wird“, so Abbas.

Der Forderung schloss sich auch die Hamas an. Sie forderte die Arabische Liga, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und die Vereinten Nationen auf, sich entschlossen für die nationalen Rechte der Palästinenser einzusetzen.

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Grauenhafte Idee – Pläne zur Kolonisierung eines zerstörten Gazastreifens

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Während der Großteil des Gazastreifens zerstört und Zehntausende getötet wurden, spricht man anderswo über die Annexion des ganzen Gebiets oder seines Nordens. (IPS/IZ). Aus religiösen, humanitären und wissenschaftlichen Gründen ist […]

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Vor 80 Jahren: Ukraine erinnert an Deportation der Krimtataren

Krimtataren

Es war eins der großen sowjetischen Verbrechen: 200.000 Krimtataren wurden 1944 aus ihrer Heimat verschleppt. Doch nun leben sie erneut unter russischer Herrschaft, und die Sorge ist groß.

Kiew (dpa). Die Ukraine gedenkt am Samstag der Deportation der Krimtataren aus ihrer Heimat vor 80 Jahren. Dabei verbindet sich die historische Erinnerung mit der Sorge um die aktuelle Lage der Tataren auf der seit zehn Jahren von Russland annektierten Halbinsel, wie die Krim-Beauftragte des ukrainischen Präsidenten, Tamila Taschewa, vor dem Gedenktag in Kiew sagte.

Die Krimtataren seien nun Opfer einer „hybriden Deportation“, sagte Taschewa. Sie würden nicht wie 1944 in Güterwaggons nach Zentralasien geschickt. Doch Russland tue alles, um den Krimtataren die Möglichkeit zu nehmen, in ihrer Heimat zu leben. „Die Leute sind gezwungen, die Krim um jeden Preis zu verlassen“, sagte auch Refat Tschubarow, der Vorsitzende der krimtatarischen Selbstverwaltung Medschlis.

Bevor die Schwarzmeerhalbinsel Krim 1783 an das Russische Reich fiel, gab es dort das muslimische Khanat der Krimtataren, die eng mit den Türken verwandt sind. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs ließ Sowjetdiktator Josef Stalin von der Halbinsel am 18. Mai 1944 alle Krimtataren verschleppen – etwa 200.000 Menschen.

Stalin warf der Volksgruppe Verrat und Kollaboration mit der deutschen Besatzung vor. Erst in der Auflösung der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre kehrten die Krimtataren auf die mittlerweile ukrainische Halbinsel zurück; ihre Zahl wuchs auf gut eine Viertelmillion Menschen an.

Seit der Annexion der Krim durch Russland 2014 würden die Krimtataren wieder besonders verfolgt, sagte Taschewa. Von 218 bekannten politischen Gefangenen von der Halbinsel seien 132 Krimtataren. Es gebe Hausdurchsuchungen und willkürliche Verhaftungen.

Seit 2014 habe es mehrere Fluchtwellen der Krimtataren aus ihrer Heimat gegeben, zuletzt angesichts der russischen Mobilisierung zum Krieg gegen die Ukraine 2022. Eine Befreiung der Krim sei die einzige Möglichkeit, auch die Rechte der Krimtataren wiederherzustellen, sagte Taschewa.

Die russische Regierung bestreitet eine Verfolgung der Krimtataren. Moskau verweist auf einen großen Moscheebau in der Krim-Hauptstadt Simferopol für die muslimische Bevölkerung. Allerdings sind die schlechte Menschenrechtslage auf der Krim und der Druck auf die Krimtataren durch Berichte der Vereinten Nationen und des Europarates gut belegt.

Bekannte Vertreter der Krimtataren sind die Sängerin Jamala, Siegerin beim Eurovision Song Contest 2016, und der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow.

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Gaza: Nirgendwo ist man sicher – und nirgendwo kann man hin

Gaza

Gaza: Seit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten am 1. Dezember sind Berichten zufolge 700 Palästinenser getötet worden. Genf (IPS). Der siebentägige Waffenstillstand brachte eine Atempause; die Geiseln wurden mit ihren Familien […]

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Siedlergewalt im Schatten des Krieges: Immer mehr Beduinengemeinden fliehen

krieg gaza Palästina israelisch saudi

Während sich im Gazastreifen Hamas und Israel bekämpfen, machen im Westjordanland radikale jüdische Siedler Jagd auf Beduinen. Taibeh/Maarajat/Duma (KNA). „Ich weiß sehr wohl, dass zwischen dir und mir erbarmungslose Kriege […]

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Erinnerung an Krimtataren: „Zünde eine Kerze in Deinem Herzen an“

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Am 79. Jahrestage der Deportation der Krimtataren erinnerten Menschen weltweit an die Tragödie und forderten eine freie Krim. Berlin. Ein Bündnis aus Vereinen, Initiativen und Künstlern rief anlässlich der Deportation […]

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5. Jahrestag der Vertreibung – Rohingya fordern Gerechtigkeit

rohingya kurzmeldungen

Bonn (KNA). Fünf Jahre nach der Vertreibung der Rohingya aus Myanmar fordern westliche Staaten eine Bestrafung der Verantwortlichen und ein Ende der Gewalt gegen Minderheiten in dem südostasiatischen Land. In den Flüchtlingslagern in Bangladesch protestierten tausende Rohingya für bessere Lebensverhältnisse und eine würdevolle Rückkehr in ihre Heimat. Auch Helfer zeigten sich angesichts der humanitären Verhältnisse in den Lagern alarmiert.

Myanmar müsse den Anordnungen des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag in dem seit 2020 laufenden Völkermordprozess Folge leisten, hieß es einer am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell, die auch von den Außenministern Australiens, Großbritanniens, Kanadas, Neuseelands, Norwegens und der USA mitgetragen wird.

Bei dem Exodus von mehr als 700.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch handele es sich um „eine der größten Massenfluchten einer Minderheit in der jüngeren Geschichte“, so die Regierungen. Als Auslöser nannten sie den Militärangriff 2017 auf Gemeinden der muslimischen Minderheit in Myanmars Bundesstaat Rakhine, bei dem Tausende getötet, vergewaltigt und gefoltert worden seien.

Diejenigen, die laut einer UN-Faktenfindungsmission schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe gegenüber Rohingya begangen hätten, seien zugleich die Köpfe des Militärputschs vom Februar 2021 und verübten weiterhin Gräueltaten an Dissidenten und vulnerablen Gruppen, darunter ethnischen und religiösen Minderheiten. Man rufe das Militärregime auf, die Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zu beenden, so die Erklärung. Ähnlich äußerte sich auch Amnesty International.

In 20 der mehr als 30 Flüchtlingslager im Distrikt Cox’s Bazar in Bangladesch bildeten Rohingya am Donnerstag Menschenketten, um gegen ihre Lage zu demonstrieren, wie das Nachrichtenportal Dhaka Tribune berichtete. In einem Video, das vom Menschenrechtsminister der myanmarischen Untergrundregierung auf Facebook verbreitet wurde, sagt der junge Rohingya Enam Udin, seit fünf Jahren hofften die Rohingya vergeblich auf Hilfe und Gerechtigkeit. „Das liegt an der Bequemlichkeit und an dem Desinteresse der Weltgemeinschaft.“ Wegen der Tatenlosigkeit der internationalen Regierungen gehe der „Völkermord“ in Myanmar weiter.

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien.“ Zugleich unterstütze die Bundesregierung die internationalen Bemühungen zur Aufklärung dieser Verbrechen, so ein Sprecher. Das Urteil des Internationalen Gerichtshofes von Ende Juli zur Zulässigkeit der Klage Gambias im Völkermord-Verfahren gegen Myanmar sei dafür ein wichtiger Schritt.

Unterdessen verwies Ärzte ohne Grenzen auf die schlechten hygienische Bedingungen in den Lagern. Die Zustände im Distrikt Cox’s Bazar seien alarmierend, teilte die Hilfsorganisation in Berlin mit. 88 Prozent der Menschen hätten einer Befragung zufolge keinen ausreichenden Zugang zu Wasser und geeigneten sanitären Einrichtungen. Rund drei Viertel der Befragten gaben an, überlaufende Toiletten benutzen zu müssen.

Am 25. August 2017 begann die Armee von Myanmar mit der gewaltsamen Vertreibung von rund 700.000 muslimischen Rohingya aus dem Bundesstaat Rakhine. Zusammen mit den bereits über Jahrzehnte zuvor vertriebenen Rohingya leben in Cox’s Bazar gut eine Million Flüchtlinge. Sie verteilen sich auf 31 Siedlungen, die zusammen als das größte Flüchtlingslager der Welt bezeichnet werden.