Grauenhafte Idee – Pläne zur Kolonisierung eines zerstörten Gazastreifens

Während der Großteil des Gazastreifens zerstört und Zehntausende getötet wurden, spricht man anderswo über die Annexion des ganzen Gebiets oder seines Nordens.

15.12.2024 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
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Foto: IDF Spokesperson's Unit, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

(IPS/IZ). Aus religiösen, humanitären und wissenschaftlichen Gründen ist Israels immer deutlicher werdender Plan zur De-facto-Kolonisierung des nördlichen Gazastreifens eine schlechte Idee. Als dieses Programm von Israels eigenem Verteidigungsminister Yoav Gallant abgelehnt wurde, wurde er kurzerhand von Premierminister Netanyahu entlassen. Von James E. Jennings

Das Gründungsdokument der weltweiten jüdischen Gemeinschaft, die Thora, und insbesondere der Dekalog, besagen jedoch eindeutig: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib (…) oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“ Wenn Religion für die Menschen im modernen Staat Israel noch eine Bedeutung hat, sollte klar sein, dass alles, was anderen gehört, in Ruhe gelassen und weder begehrt noch gestohlen werden sollte.

Aus offensichtlichen humanitären Gründen muss der einseitige Beschuss von Gaza aufhören. Nach mehr als einem Jahr andauernder Kämpfe im Gazastreifen hat Israels unerbittliche Bombardierung eine unbekannte Zahl von Toten und Verwundete gefordert, hauptsächlich Zivilisten.

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