Swahili als Lingua franca für Afrika?

(KNA). Als erste afrikanische Sprache wurde Swahili von den Vereinten Nationen mit einem eigenen Feiertag geehrt. Hat die Sprache das Potential, Konflikte zu beenden und Afrikaner zu einen? Kinder gehen zur „Shule“, ihre Eltern arbeiten am „Kompyuta“, und die Nachrichten kommen über das „Redio“. 200 Millionen Menschen weltweit sprechen die ostafrikanische Sprache Swahili. Nun will […]

15.08.2022 Markus Schönherr 3 Min. Lesezeit

Foto: wazkkii, Adobe Stock

(KNA). Als erste afrikanische Sprache wurde Swahili von den Vereinten Nationen mit einem eigenen Feiertag geehrt. Hat die Sprache das Potential, Konflikte zu beenden und Afrikaner zu einen?

Kinder gehen zur „Shule“, ihre Eltern arbeiten am „Kompyuta“, und die Nachrichten kommen über das „Redio“. 200 Millionen Menschen weltweit sprechen die ostafrikanische Sprache Swahili. Nun will eine Allianz panafrikanischer Politiker und Aktivisten Swahili zur neuen Verständigungssprache des ganzen Kontinents machen – und ihre Chancen stehen gar nicht schlecht.

Am 7. Juli wurde weltweit der erste „World Kiswahili Day“ begangen. 2021 von der Weltkulturorganisation Unesco ausgerufen, soll er an die Rolle erinnern, die Sprache zur „Förderung kultureller Vielfalt“ und für den „Dialog unter Bürgern“ spielt. „Mit großer Freude“ blicke man dem ersten Swahili-Tag entgegen, sagte Tansanias UN-Botschafter Kennedy Gastorn: „Wir betrachten diesen als Tansanias Geschenk an die Welt.“ Das Datum des Gedenktags ist nicht zufällig gewählt: Am 7. Juli 1954 ernannte Tansanias Polit-Aktivist und späterer Gründungspräsident Julius Nyerere Swahili zur offiziellen Sprache des Unabhängigkeitskampfs gegen Kolonialregime.

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