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Lebenspraxis: Ein Monat der Vorbereitung auf den Ramadan

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Vorbereitung auf den Ramadan: Scha’ban ist ein leiser Monat. Er legt sich nicht mit der Kraft über den Alltag, und doch verändert er bereits den Klang der Tage.

(iz). Zwischen der Routine der vergangenen Zeit und der Wucht des Fastenmonats spannt sich in diesen Wochen ein feiner Übergang, fast unscheinbar. Wer hier wach wird, bereitet nicht nur einen Kalenderwechsel vor, sondern seine eigene innere Landschaft.

In Überlieferungen heißt es, dass der Ramadan seinen Schatten vorauswirft. Diese Metapher ist im Scha’ban besonders spürbar: Der große Monat ist noch nicht da, aber seine Kontur zeichnet sich ab – in Planungen, Gesprächen, ersten Veränderungen der Gewohnheiten.

In dieser Phase gelingt etwas, das unter dem Druck des Fastens oft zu kurz kommt: Man kann sich fragen, was dieser Ramadan im eigenen Leben überhaupt bewirken soll. Nicht „Was nehme ich mir vor?“, sondern „Wofür brauche ich diesen Monat?“

Scha’ban wirkt dann wie ein innerer Spiegel. Er zeigt, in welchem Maße der Alltag das Herz besetzt hält, wie stark der Griff von Müdigkeit, Bildschirmzeit, Nebensächlichkeiten geworden ist.

Ein Beispiel: Wer merkt, dass fünf Minuten Qur’an in diesen Wochen schon „zu viel“ sind, ahnt, welche Umstellung die Fastenzeit bringen wird. Genau deshalb ist jetzt der Moment, in kleinen Dosen das einzuführen, was später selbstverständlich werden soll.

Viele kennen die Szene: Der Ramadan beginnt, und man versucht, über Nacht alles umzustellen – Essensrhythmus, Schlaf, Gebet, Qur’an, Spenden. Der Körper stolpert, die Seele hechelt hinterher. Scha’ban bietet die Möglichkeit, diesen Schock abzufedern. Wer jetzt anfängt, den Tag bewusst zu strukturieren, schafft einen weichen Einstieg.

Dazu gehören einfache, aber konsequente Schritte: eine feste Zeit für Qur’an, vielleicht nur wenige Verse, die man liest und kurz reflektiert; ein zusätzliches Gebet in der Nacht, auch wenn es nur zwei Einheiten sind.

Einen regelmäßigen Dhikr, den man mit einem konkreten Moment verbindet – der Weg zur Arbeit, das Warten an der Kasse, die Minuten vor dem Schlafengehen. So wird die Erinnerung an Gott nicht als Zusatz wahrgenommen, sondern etwas, das den bestehenden Alltag durchdringt.

Scha’ban ist außerdem der Monat, in dem freiwillige Enthaltsamkeit eine besondere Rolle spielt. Es bereitet den Körper auf die kommenden Tage ohne Essen und Trinken vor und erinnert zugleich daran, dass Fasten mehr ist als ein medizinisches Intervall.

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Anhand weniger, bewusst gewählter Momente kann man spüren, wie sich das eigene Temperament verändert: Wie reagiere ich auf Stress, wenn ich hungrig bin? Wie redet man, sollte einem Energie fehlen?

Klassische Gelehrte betonen, dass dieses Fasten zwischen Diener und Schöpfer bleibt – ohne Schau und stille Konkurrenz um die „meisten“ Extradienste. Parfüm, ein freundliches Auftreten, kein Hinweis darauf, dass man fastet: All das schützt die Intimität dieser Praxis.

In der journalistischen Sprache könnte man sagen: Scha’ban ist die Probe, bei der noch niemand zuschaut, während Ramadan die Sendung zur Primetime ist. Wer zuerst ehrlich arbeitet, muss später nicht spielen.

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Die Wochen vor dem Fastenmonat eignen sich, um offene Rechnungen zu begleichen – sowohl mit anderen wie mit sich. Traditionell nutzten viele Muslime Scha’ban, um versäumte Fastentage des Vorjahres nachzuholen, damit sie nicht wie unbeglichene Schulden in den neuen Monat hineinragen.

Auch das gehört zur inneren Hygiene: Nicht nur Vorsätze formulieren, sondern alte Verpflichtungen ernst nehmen.

Auf einer tieferen Ebene geht es um Tauba, die bewusste Rückkehr zu Gott. Wer in diesen Wochen Konflikte anspricht, Missverständnisse klärt oder zumindest im Herzen beschließt, Groll loszulassen, schafft Raum für das, was der Ramadan bringen kann: Barmherzigkeit, Vergebung, ein neues Kapitel.

Es ist die vielleicht schwerste, aber ehrlichste Form der Vorbereitung – weil sie keine frommen Bilder produziert, sondern an die eigenen Wunden rührt.

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Voller Tugenden – gelegentlich wird der Monat Scha‘ban vernachlässigt

schaban ramadan

Der Schaban ist ein Monat, der oft vernachlässigt wird, da sich die Menschen auf die Aufregung des Ramadan und seine langen Nächte des Gebets freuen.

(Yaqeen Institute). Aber er ist eine Zeit von unglaublicher Tugendhaftigkeit, die von unserem geliebten Propheten ausdrücklich hervorgehoben wurde. Von Dr. Omar Suleiman

Er hat eine große historische Bedeutung, da in diesem Monat das Fasten im Ramadan durch Offenbarung gesetzlich festgelegt wurde und in diesem Monat die Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka geändert wurde. Abgesehen von seiner geschichtlichen Relevanz ist er auch ein Monat des Fastens, in dem der Qur’an stärker in den Mittelpunkt gerückt wird, was ihm eine große spirituelle Bedeutung verleiht.

Auch im Schaban ist Fasten empfohlen

Sein erster Vorzug ist, dass es ein Fastenmonat ist. Normalerweise vergessen viele von uns die Enthaltsamkeit in ihm, weil wir uns auf den Ramadan freuen. ‘Aisha sagte im Rahmen eines größeren Hadithes: „Ich habe nie gesehen, dass Allahs Gesandter einen ganzen Monat lang gefastet hat, außer im Ramadan, und ich habe ihn in keinem Monat mehr fasten sehen als im Schaban.“

Ramadan 2023 Grundlagen Fasten Ramadan 23

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In einer authentischen Überlieferung sagte sie: „Der beliebteste Monat oder der Monat, in dem Allahs Gesandter am liebsten fastete, war der Monat Schaban. In der Tat pflegte er ihn mit dem Ramadan zu verbinden“, d.h., er machte zwischen beiden keine Fastenpause.

Aus diesen beiden Hadithen können wir ersehen, dass der Gesandte Allahs nie einen ganzen Monat außerhalb des Ramadans gefastet hat. Aber der Monat, in dem er nach dem Ramadan am meisten fastete, war Schaban. Und zwar so sehr, dass es so aussah, als hätte er das Fasten des Schaban mit dem des Ramadan verbunden.

Der achte Monat

Dies ist der achte Monat des islamischen Kalenders. Er geht unmittelbar dem Ramadan voraus. Der Jurist und Gelehrte Ibn Al-Qayyim al-Jawziyya erwähnt auf wunderbare Weise, dass der Prophet fast den gesamten Monat gefastet hat, um den Ramadan zu verherrlichen. Und so wie man die Sunna als Vorbereitung auf das Pflichtgebet nutzt, so ist auch der Schaban eine Vorbereitung und Verherrlichung des Ramadans.

Er erwähnte auch, dass der Gesandte Allahs dafür bekannt war, freiwillig drei Tage in jedem Monat zu fasten. Gelegentlich war er dazu nicht in der Lage. Wenn das geschah, fastete er im Schaban, um diese Tage vor dem Pflichtfasten nachzuholen. Dies war seine Gewohnheit bei einer Reihe von freiwilligen gottesdienstlichen Handlungen, die er regelmäßig verrichtete, aber manchmal verpasste, einschließlich des Nachtgebets und des freiwilligen Fastens.

Usama ibn Zayd berichtete: „Ich fragte den Propheten: ‘Warum fastest du im Monat Schaban mehr als in jedem anderen Monat?’ Der Prophet antwortete: ‘Das ist ein Monat, der von den Menschen zwischen Rajab und Ramadan vernachlässigt wird, und es ist einer, in dem die Taten der Leute vor den Herrn der Welten gebracht werden. Deshalb möchte ich, dass meine Taten erhoben werden, während ich faste.’“

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Eine Zeit für Qur’an

So wie das Fasten in diesem Monat von vielen vernachlässigt wird, wird das Qur’anlesen in ihm unterschätzt. Während wir alle beabsichtigen, mehr Qur’an im Ramadan zu lesen, ist der Schaban die Zeit, in der sich die Rezitatoren auf den Fastenmonat vorbereiten. Dieser Monat war bei den Salaf als der „Monat der Rezitatoren“ bekannt.

In einer authentischen Überlieferung sagte der Prophet: „Allah schaut in der Nacht der Hälfte des Monats Schaban (d.h. am 15.), also vergibt Er seiner gesamten Schöpfung, außer einem Polytheisten oder einer Person mit Feindseligkeit.“

Eine Überlieferung von ‘Ikrima Al-Barbari, dem Diener von ‘Abdallah ibn ‘Abbas, wird häufig zitiert, in der er den 15. Schaban die „Nacht der Befreiung“ (laylat al-bara’a) nennt, den Tag, an dem wir vom Höllenfeuer befreit werden.

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Der Quran im Ramadan

quran ramadan

Quran im Ramadan: Im Fastenmonat beschäftigen sich Muslime intensiv mit der Offenbarung. Wir sollten uns Zeit nehmen, ihm zuzuhören.

(iz). Allah sagt in Seinem edlen Buch, dessen Übersetzung lautet: „Der Monat Ramadan ist derjenige, in dem der Qur’an als Führung für die Menschheit herabgesandt wurde, mit klaren Zeichen, die Führung und Furqan (Unterscheidung) enthalten.“

Der Monat Ramadan ist etwas Besonderes, voller Geschenke und Segen. Die Teufel sind eingesperrt, die Versorgung wird erweitert und die Auswirkungen unserer Taten vervielfacht. Selbst nicht verpflichtende Handlungen haben das Gewicht einer Pflicht. Es ist ein Monat des Zusammenhalts, der Versöhnung und der außergewöhnlichen Großzügigkeit, einer des Sieges und der Öffnung – auf der Ebene des Einzelnen und der Umma.

Vor allem aber ist es die Zeit des Qur’ans. Denn wie uns der obige Vers sagt, ist es der Monat, in dem das Buch Allahs herabgesandt wurde. Nicht nur ein Teil davon, sondern das Ganze, ein jeglicher Vers und sämtliche Zeichen. Wie kann das sein, höre ich jemanden fragen, wenn wir wissen, dass er stückweise im Laufe von 23 Jahren offenbart wurde.

Das geschah oft als Reaktion auf Begebenheiten, die zu Lebzeiten des Gesandten Allahs stattfanden. Diese Ereignisse fanden in jedem Monat statt. Die Antwort liegt in der Art und Weise der Herabsendung. Die Offenbarung erfolgte in zwei unterschiedlichen Phasen, von denen die erste von der Lauh Al-Mahfudh (der wohl bewahrten Tafel) bis zum Bayt Al-Izza (dem Haus der Macht im untersten Himmel) reichte. Dies geschah in einer gesegneten Nacht im Monat.

Allah sagt in Seinem Buch: „Ha Mim, bei dem klaren Buch, wir sandten es in einer gesegneten Nacht herab.“ Irgendwie gelangte die zeitlose, ungeschaffene Rede Allahs in den Bereich der Schöpfung. Dies ist unergründlich, unverständlich, unmöglich, eine unbeschreibliche göttliche Eigenschaft, mit der nichts zu vergleichen ist, die zugänglich gemacht und in das Herz eines geschaffenen Wesens eingeprägt wurde, selbst wenn es die Spitze der kreatürlichen Existenz ist.

Und doch hat unser Herr dies geschehen lassen und uns sogar noch erstaunlicher die Fähigkeit gegeben, ihn zu rezitieren, zu hören und zu verstehen. Eines der größten Wunder unseres Meisters Musa war, dass Allah zu ihm sprach. Jedes Mal, wenn wir den Qur’an rezitiert hören, ist es unser Herr, der zu uns spricht und uns direkt anspricht, eine Ehre der allerhöchsten Art.

Jeder Buchstabe, jede Silbe kommt direkt aus der Gegenwart Allahs. Und doch sind unsere Ohren in der Lage, sie zu hören, zu schmecken und auszusprechen. Und trotz seiner Weite und seines unvorstellbaren Gewichts, das Berge zu Staub zermalmt, wenn es auf sie gelegt wird, sind die Herzen in der Lage, es in seiner Gesamtheit zu ertragen.

Wie Allah in Sure Al-Haschr sagt: „Wenn Wir diesen Qur’an auf einen Berg herabgesandt hätten, hättest du gesehen, wie er sich aus Furcht vor Allah demütig und zermalmt in Stücke gelegt hätte.“

Es ist der Lauf dieser Welt, dass sich alles wandelt, Sämtliches veränderlich ist. Und nichts bleibt, wie es ist. Auch Felsen und Steine, selbst die Sterne am Himmel und die Berge auf der Erde. Und dasselbe gilt für Bücher – Wörter gehen verloren, Sprachen geraten in Vergessenheit, die letzten Exemplare werden verbrannt bzw. zerstört. Menschen erinnern sich irrig oder berichten falsch.

Auswendiglernen

Foto: IZ Medien

Aber all dies ist mit dem Qur’an nicht geschehen. Er hat die Zeiten überdauert, ist unveränderlich und unverändert geblieben und hat dennoch alle, die mit ihm in Berührung kommen, verändert und verwandelt. Er ist die einzige Konstante in einer sich ständig verändernden Welt und wird es immer sein – stets bewacht und beschützt. Das ist bemerkenswert. Allah sagt: „Wir haben die Ermahnung herabgesandt, und Wir werden sie bewahren.“

Einige meinen, dass sich dies nur auf seine Worte bezieht, aber das ist nicht der Fall. Es sind nicht nur sie auf den Seiten, die erhalten geblieben sind, sondern ihre Bedeutung. Die Wahrheiten, die sie ausdrücken, und die Regeln, die sie vermitteln. Diese Urteile (arab. ahkam) werden niemals veraltet sein und nie aufhören, anwendbar zu sein. Sie richten sich direkt an jeden von uns, unabhängig von Alter, Zeit oder Ort, an dem wir leben.

Wir sind genauso ihr Zielpublikum wie die Menschen, die zur Zeit des Gesandten Allahs lebten. Das Buch ist zeitlos, sodass der Lauf und der Wandel des Zeitalters keinen Einfluss auf seinen Inhalt oder seine Relevanz haben.

Die sprachliche Verwendung in diesem Buch ist unvergleichlich und für den Menschen, egal wie eloquent oder gebildet er ist, unmöglich nachzuahmen. Es wurde einem Volk gesandt, für das die Sprache alles war. Sie waren Dichter und Geschichtenerzähler, die die Beherrschung des Wortes als den stärksten Anspruch auf Adel betrachteten.

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Sie wetteiferten miteinander um die Schönheit und Komplexität ihrer sprachlichen Konstruktionen und ehrten ihre Poeten mehr als ihre Könige, indem sie ihre Werke an den Wänden des für sie heiligsten Ortes, dem Haus Allahs in Mekka, anbrachten. Menschen strömten aus Hunderten von Kilometern Entfernung herbei, nur um ein paar Verse ihrer größten Dichter zu hören, aber angesichts des Qur’an verstummten diese in Bewunderung.

Das Buch Allahs, obwohl in reinstem Arabisch verfasst, überschreitet die Grenzen der Sprache. Seine Ausdrücke zielen auf die Herzen. Man muss nicht einmal ein einziges Wort der Sprache beherrschen, um seine Kraft und Anziehungskraft zu spüren. Manchmal schmeckt der Nichtaraber (Ajami) etwas, das dem Araber entgeht.

Diese göttlichen Worte sind mehr als nur ihre Buchstaben und Vokale. Sie sind das Vehikel der Anbetung, das direkt in die Gegenwart des Herrn führt. Sie sind die höchste Form des Dhikr, das selbst den aufgewühltesten Herzen Ruhe und Frieden bringt. Allah sagt: „Nur im Dhikr (der Erinnerung) kann das Herz Frieden finden.“

Wer durchs Leben geht, ohne sich Zeit zu nehmen, um ihm zuzuhören, wird nur Angst und Unruhe verspüren, und wer es versäumt, ihn zu rezitieren, wird immer einen bitteren Geschmack im Mund haben. Die Existenz wird ohne Sinn, leer und unerfüllt sein. Nutzen Sie diesen Ramadan als einen Monat des Qur’an, um sich wieder mit dem Buch Allahs zu verbinden und die Freuden dessen wiederzuentdecken, was es wirklich bedeutet, am Leben zu sein. Füllen Sie Ihren Tag mit Seinen Worten und Sie werden nicht enttäuscht sein.

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Der Aspekt der Zeit im Ramadan

Zeit

Pflichtgebet oder Fasten im Ramadan – alle finden ihre rechtliche Signifikanz im Gefäß der Zeit.

(Lamppost Education). Zeit ist ein Geschenk, dessen größte Bedeutung in der Gelegenheit verborgen ist, sich mit dem Schöpfer durch die Erfahrungen des Lebens und seiner Wechselfälle vertraut zu machen. Allah hat die Anbetungsarten der Gläubigen mit einer interessanten Beziehung zu ihr angelegt. Das Pflichtgebet, die turnusgemäße Einsammlung der Zakat, die Saison der Pilgerfahrt und das Fasten im Monat Ramadan – alle finden ihre rechtliche Signifikanz im Gefäß der Zeit.

Zeit als Gastgeber des Lebens

Im gewissen Sinne ließe sich sagen, dass Zeit der Gastgeber des Lebens ist. Sie gewährt jede freundliche Aufnahme und serviert in anderen Momenten Speisen, die weniger erfreulich sind, um uns schließlich zur Tür hinaus zu begleiten. Ein guter Gast, der damit rechnet, wieder in das Haus eines liebenswürdigen Gastgebers eingeladen zu werden, tut gut daran, sich in seiner Kleidung und seinem Auftreten gut vorzubereiten und die wichtigsten Umgangsformen für die Begrüßung dieses würdevollen Gastgebers zu lernen.

Foto: Sondem, Adobe Stock

Mit anderen Worten: Ramadan ist kein Gastgeber, sondern eher Gast. Der Hausherr ist die menschliche Seele, der die Gelegenheit gegeben wird, eine solch gute Gesellschaft zu empfangen. Ebenso ist es wichtig, dass der Gastgeber, wenn er die Ehre haben will, in Zukunft eine solche Gesellschaft zu bewirten, sich gut vorbereitet. Er muss dafür Sorge tragen, dass sein Haus (das heißt: das Herz) sauber, vorzeigbar und aromatisiert ist und dass angebotene Köstlichkeiten unvergesslich sind.

Niemand würde es wollen, einen geehrten Gast bis zu dem Punkt zu beleidigen, dass er seiner Gesellschaft unwillig wird – oder sogar gezwungen, die Missgriffe seines Wirtes öffentlich zu machen. Ramadan ist bekannt als Monat der Großzügigkeit (arab. karam), Geduld (arab. sabr), der Bevorzugung anderer (arab. ithar) und des Trostes (arab. muwasat).

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Es wurde überliefert, dass der Prophetengefährte ‘Abdallah ibn ‘Umar, möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein, in den Nächten des Ramadans vor dem Fastenbrechen nach draußen ging auf der Suche nach mittellosen Menschen, denen sie etwas zu Essen geben konnten. Und mit denen sie das Fasten brechen und Gemeinschaft teilen konnten.

Teil davon war sein Verständnis, dass eine der Botschaften des Ramadan die wachen Herzen für die Botschaft der Bedürftigkeit sensibel macht. Diese Zeit erinnert uns an unseren Bedürfnischarakter. Wir brauchen Essen und Trinken – aber andere brauchen es ebenfalls. Es erinnert uns daran, dass wir schwach sind und unseres Schöpfers bedürfen.

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Foto: Rumman Amin, Unsplash

Augenblick des Qur’an

Der Monat gilt auch als Moment des Qur’an. In ihm befindet sich die Nacht der Macht (arab. lailatu’l-qadr), in welcher das Buch Allahs von der wohlverwahrten Tafel (arab. al-lauh al-mahfuz), auf der die Schicksale aller Dinge verzeichnet sind und die sich am Fuße des himmlischen Throns befindet, in das Haus der Macht (arab. bait al-’izza) im untersten Himmel gebracht wird. Ihn zu hören oder zu rezitieren, sind beides Handlungen der Anbetung.

Der Qur’an ist ein Buch, das aus 321.000 Buchstaben besteht. Für jeden Buchstaben, den ein Anbetender rezitiert, erhält man 10 gute Taten und gute Handlungen selbst werden vervielfältigt.

Er wurde als Erleuchtung der Menschheit mit der Absicht offenbart, dass ihr Bewusstsein von Allah zunimmt. Das Wissen um Seine Anwesenheit folgt aus der Befolgung dessen, was zu tun ist, und der Vermeidung von dem, was zu lassen ist.

Während die islamische Lehre der Idee eines krassen Anthropomorphismus widerspricht, wonach der Mensch eine wörtliche Reflexion Gottes sei, stimmt sie damit überein, dass sich der Mensch jene göttlichen, moralischen Eigenschaften aneignen kann, die der Schöpfung offenstehen.

Mit anderen Worten: Obwohl es rational wie religiös unvorstellbar ist, dass Allah innerhalb der Grenzen der Schöpfung inkarniert ist, wäre es keine Blasphemie, wenn man annimmt, dass der Mensch in vielerlei Hinsicht eine abstrakte Ähnlichkeit mit Allah hat. Im Klartext: Der Mensch erlangt die Nähe zu Allah durch die Nachahmung Allahs.

Im Fasten werden drei aktive Eigenschaften Allahs deutlich, wenn eine Person Essen, Trinken und sexuelle Handlungen unterlässt. Diese Dinge sind normalerweise erlaubt, wenn nicht gar lebensnotwendig. Wenn Gläubige sie unterlassen, werden sie zu Mitteln der Annäherung an Allah, denn sie spiegeln Handlungen wieder, an denen Allah keinen Anteil hat.

Da es für Allah unvorstellbar ist, sich der Falschheit, des Verrats und der Unanständigkeit schuldig zu machen, wird der Vermeidung solcher Missetaten während des Fastens noch strenger entsagt als außerhalb des Fastens. Ein solches Verhalten hilft uns auch, das Vergnügen Allahs zu erreichen.

Allah manifestiert Seine Eigenschaften

Die göttlichen Eigenschaften sind unermesslich. Einige von ihnen sind majestätischer Natur, andere sind schön. Die königlichen inspirieren Ehrfurcht und Respekt. Sie finden sich in Namen wie der Rächer, der Allmächtige, der Erniedrigende usw. Die schönen Eigenschaften inspirieren Stauen und Erstaunen: der Barmherzige, der Wiederbelebende, der Gewährende von Gnade und der Nutzbringende. Jede Personen benötigt einen Anteil daran, wenn sie ihre volle Humanität zur Entfaltung bringen will.

Im Ramadan manifestiert Allah ein überwältigendes Maß an Schönheit. Er hat die Tore der Hölle verschlossen, die Tore des Gartens geöffnet, beschränkt dämonische Kräfte, befreit jede Nacht eine unbekannte Anzahl an Seelen aus dem Feuer, belebt die Herzen in der Nacht der Macht und umfasst die ganze Schöpfung mit Barmherzigkeit. Es wird berichtet, dass sogar derjenige, der während des Fastens ein Nickerchen macht, mit der Absicht, seine nächtliche Anbetung fortzusetzen, spirituelle Anerkennung für seinen Schlaf erhält.

Der Qur’an wird als „wunderbar“, „erleuchtend“ und „edel“ bezeichnet. Die bekannteste Bezeichnung jedoch ist „die Erinnerung“. Verborgen darin ist das Konzept von „Nobilität“ (arab. scharaf). „Haben Wir dein Ansehen nicht hochgehalten?“, heißt es in Vers 4 der Sure 94, Al-Scharh. Damit ist Vornehmheit gemeint. Dies legt nahe, dass der Adel einer Person und ihre echte Würde in der Verinnerlichung und Umsetzung der qur’anischen Anweisungen liegt.

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Der Prophet als Erinnerung

Da ist es auch nicht seltsam, dass jemand anderes ebenfalls als „Erinnerung“ bezeichnet wurde: nämlich der Prophet Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Allah sagt: „Allah sandte euch eine Ermahnung hinab, einen Gesandten, der euch Allahs Zeichen deutlich vorträgt.“ (At-Talaq, Sure 65, 10-11)

Er war der Gesandte der Barmherzigkeit. Die größte Manifestation Seiner Eigenschaften in menschlicher Form. Das heißt, das offenbarte Wort Gottes zeigte sich in der Person Muhammads, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Sagte seine Frau nicht über ihn, „seine Lebensführung war der Qur’an“ und „er war der gehende Qur’an“?

Während wir in diesem Monat die Erleuchtung feiern und Dankbarkeit für diesen immensen Segen zeigen, sollten wir über die Bedeutung des Geschenks der Zeit nachdenken. Und diese Gelegenheit nutzen, um uns besser mit unserem Schöpfer vertraut zu machen, indem wir dem größten Geschenk nacheifern, das uns von Ihm nach dem Leben und dem Glauben gegeben wurde.

Muhammad, Allahs Barmherzigkeit und Frieden auf ihm, sagte:„Ich bin nur eine gewährte Gnade.“ Denken wir daran, dass wir Gastgeber eines großzügigen Gastes sind. Wir sollten es nicht eilig haben, ihn auf seinen Weg zu schicken. „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, sollte seinen Gast ehren.“

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Ramadan 2023 – Gelegenheit für Wandel

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Es handelt sich beim Ramadan um eine Zeit des Wandels und der Ausnahme. Vor allem und zuerst geht es dabei um eine erschütternde Phase.  (iz). Obwohl wir seit Langem „dem […]

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Vor den Toren des Ramadan 2023

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Der Ramadan beginnt dieses Jahr voraussichtlich am Mittwochabend des 22.03.23 und endet voraussichtlich am Freitagabend den 21.04.23. (Islam Hoy). Mit Allahs Willen befinden wir uns vor den Toren des Monats […]

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Was ist die Zeit des Ramadans?

zeit ramadan

Die Sache, die wir als Zeit kennen, ist nicht einheitlich. Es gibt unterschiedliche Zeiten. Unsere Wahrnehmung ändert sich mit dem Verlauf unseres Lebens.

(iz). Das gleiche gilt für einen Tag. Einige Augenblicke haben mehr Bedeutung, andere mehr Segen (arab. baraka). Einige verfliegen im Fluge, andere ziehen sich so lange hin, dass sie sich wie eine Ewigkeit anfühlen.

Teil dessen hat mit unseren Zuständen und Wahrnehmungen zu tun. Aber ein noch größerer Teil liegt an der Art und Weise, in der unser Herr sie erschaffen hat. Nicht alle Zeiten wurden gleich erschaffen. Einige haben bei Allah mehr Gewicht und sind geehrter – zum Beispiel die heiligen Monate, der Tag des Jumuah oder das letzte Drittel der Nacht. Und das gilt besonders für den edlen Ramadan, des größten Monats bei Allah.

Der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, sagte: „Der Herr aller Monate ist der Ramadan.“ Es ist einer unvergleichliche Zeit des Jahres – erhaben und qualitativ verschieden von allen anderen. Selbst die ahnungslosesten Muslime, die den Großteil ihres Dins im Rest der 12 Monate vernachlässigen, müssen diese Zeit wahrnehmen. Selbst Leute, die übli­cherweise nicht in der Moschee beten, kommen in dieser außerordentlichen Phase. Seine Eigenschaften sind unzählige, klar erkenn- und wahrnehmbar.

Führen wir einige dieser Eigenschaften auf, damit wir das erhaltene Geschenk besser kennenlernen können. Der Ramadan ist eine unvergleichliche Gabe. Unser Herr hat diesen Monat geehrt, und durch Seine Ehrung auch uns.

Die erste ist das Fasten (arab. sijjam). Dieser Akt der Anbetung wurde gleichbedeutend mit dieser Zeit. Es ist keine alltägliche Art des Gottesdienstes; insbesondere, wenn er eine Pflicht ist. Denn die obligatorischen Handlungen (arab. fara’id) sind die segensreichsten Taten.

Allah sagt in einem Hadith Qudsi: „Es gibt keine Handlung, durch die Mein Sklave sich Mir mehr annähern kann und die Mir lieber ist, als jene, die Ich ihm als Pflicht auferlegt habe.“

Das Fasten hebt sich von allen anderen Gottesdiensten ab, denn es ist nicht nur selbst eine Anbetung, sondern verleiht allen anderen zusätzliche Bedeutung und mehr Wert. Es verändert unseren Zustand und macht uns empfänglicher und offener sowie fokussierter und bewusster.

Daher ist es an so vielen großen Tagen des Jahres empfohlen. Das Gebet während der Enthaltsamkeit ist signifikanter als außerhalb – ebenso wie die Erinnerung Allahs und die Rezitation des Qur’an. Das Fasten eröffnet Facetten solcher Handlungen, die anderenfalls verschlossen bleiben würden.

Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Alles hat seine Tür – seinen Eingang – und die Tür zur ‘Ibada ist das Fasten.“ Nicht nur verleiht es Akten der Anbetung eine zusätzliche, besondere Bedeutung, sondern auch täglichen Dingen, die andernfalls keinen gesonderten Wert haben.

Das Essen des Suhurs (die Frühmahlzeit des Fastens) sowie des Iftars (Mahlzeit zum Fastenbrechen) sind wichtige Quellen für Belohnung – genauso wie Ruhe und Schlaf. Der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, sagte über letzteren Punkt: „Der Schlaf des Fastenden ist ein Akt der Anbetung.“

Als Anbetung als solche kennt das Fasten nicht seinesgleichen. Es gehört zu einer einzigartigen Kategorie und bringt mit sich eine intime Verbindung zu unserem Herrn und Schöpfer.

Allah sagt in einem Hadith Qudsi: „Jede gute Tat wird um das zehn- bis siebenhundertfache multipliziert. Davon ausgenommen ist das Fasten. Dieses ist für Mich und nur Ich gebe [kenne] die Belohnung dafür.“ Es hat sogar sein eigenes Tor im Garten, das direkt in die Gegenwart unseres Schöpfers führt, wo Er uns empfängt und ermöglicht uns an Seiner Schau zu erfreuen.

Al-Ghazali berichtete, dass der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der Garten hat ein Tor namens Ar-Rajjan, durch das nur die Fastenden hereingelassen werden. Es ist das Versprechen des Treffens mit Allah als Belohnung für den Fastenden.“

Der zweite Weg, auf dem Allah den Ramadan ehrt, geschieht durch Sein Buch. Denn es wurde in dieser Zeit offen­bart und ist der Monat, an dem es in unser gemeinschaftliches Leben tritt. Allah sagt: „Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung.“ (Al-Baqara, Sure 2, 185)

Seine deutlichen Zeichen sind niemals klarer als in dieser Phase. Das Gleiche gilt für unsere Fähigkeit zu ihrem Hören, Schmecken und Versehen. Unsere Sinne sind niemals schärfer und besser als jetzt. Viele Barrieren zwischen unseren Herzen und den Bedeutungen in den Worten Allahs werden geschwächt und entfernt. Also sollten wir das Buch Allahs zu unserem konstanten Gefährten in den Tagen und Nächten des Ramadan machen.

Die dritte Art und Weise, auf welche diese Zeit herausgehoben wird, geschieht durch die Eigenschaft der Geduld (arab. sabr). Ramadan ist der Monat von Sabr. Hier erhalten die gewohnheitsmäßigen Ungeduldigen einen Geschmack dieser enormen Charaktereigenschaft, die im Kern des Herzens eines wahren Gläubigen liegt.

Der Prophet, Allahs Heil und Segen auf ihm, sagte hierzu: „Es ist der Monat von Sabr. Und die Belohnung von Sabr ist der Garten.“ Und er, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte auch: „Sabr ist die Hälfte des Iman.“

Das vierte Element ist die Großzügigkeit. Das betrifft sowohl die unseres Herrn gegenüber uns als auch die unter uns. Sie umfasst Handlungen, Meinungen und materielle Dinge. Der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, sagte dazu: „Dies ist der Monat des freigiebigen Schenkens. Und der Monat, in dem die Versorgung eines Gläubigen erhöht wird.“

In Hinblick auf die göttliche Großzügigkeit erweitert Er unsere Versorgung (arab. rizq), vervielfacht die Belohnung für unsere Handlungen und hält die Schajatin – und diejenigen, die uns einflüstern und uns in die Irre locken – unter Schloss und Riegel.

Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Wenn Ramadan kommt, werden die Tore des Gartens aufgestoßen, die Tore zum Feuer verschlossen und die Schaitans angekettet.“ Und für die gegen­seitige Freigebigkeit gilt: Ansonsten verschlossene Häuser öffnen den Gästen ihre Türen in beinahe nächtlicher Regelmäßigkeit.

Zerbrochene Bindungen werden neu geknüpft und grobe Worte durch ein Willkommen ersetzt. Selbst den Elendesten gibt Allah eine Gelegenheit zum Geben, sei es auch nur ihre Gesellschaft und ihr guter Wille.

Der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, sagte: „Jeder, der einem Fastenden etwas bringt, mit dem er sein Fasten brechen kann, wird die Belohnung erhalten, die der Befreiung eines Sklaven entspricht. Und seine falschen Handlungen werden vergeben. Außerdem erhält er die Belohnung für das Fasten derjenigen, die er ernährt hat, ohne die Belohnung dieser Person in irgendeiner Weise zu mindern.“ Allahs sagt in Seinem mächtigen Buch: „Was aber jemanden angeht, der den Stand seines Herrn gefürchtet und seiner Seele die Neigungen untersagt hat, so wird der Garten sein Zufluchtsort sein.“ (An-Nazi’at, Sure 79, 40-41)

Wie oben bereits gesagt, erfährt die Zeit des Ramadan ihre herausragende Stellung durch die tägliche Enthaltsamkeit. Aber echtes Fasten ist mehr, als die meisten vermeinen.

Es handelt sich hier nicht nur um das sich enthalten von Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr – selbst wenn das die Definition seines rechtlichen Rahmens ist. Das ist nur der Beginn. Und sie betrifft zwei der sieben körperlichen Aspekte – den Magen und den Intimbereich.

Hierzu gehört auch die Entsagung von den Leidenschaften und falschen Handlungen des Restes – der Zunge, Augen, Ohren, Händen und Füßen. Wer das nicht tut, obwohl er rechtlich legal fastet, wird einen Monat voller Hunger und Erschöpfung haben.

Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „So viele, die fasten, bekommen nur Hunger und Durst (…). Und so viele, die die Nacht im Gebet stehen, bekommen nur Müdigkeit und Schlafstörungen.“ Es nutzt nur wenig, sich das andernfalls Erlaubte zu versagen, wenn man sich das zugesteht, was üblicherweise untersagt ist. Der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, sagte hierzu: „Wenn jemand nicht von Meineid oder falscher Handlung ablässt, dann wird Allah das Aufgeben seines Essens und Trinkens nicht wollen.“ Dies wird bei Allah den Stellenwert einnehmen, als würde der Betroffene nicht fasten.

Imam Al-Ghazali verbindet denjenigen, der fastet, aber seinen Körpergliedern freien Lauf lässt und sich an Verbotenem beteiligt, mit demjenigen, der seine Gebetswaschung ohne Wasser vollendet. Er wischt über seine Hände, Gesicht, Arme, Kopf, Füße und vollendet alle rituellen Bewegungen.

Aber am Ende ist die Person genauso unrein wie zu Beginn. Das Gebet damit ist wertlos und wird zurückgewiesen. Das gleiche gilt für denjenigen, der nicht im vollsten Sinne des Wortes fastet. Er hat nichts. Alles, was er erreicht hat, ist, sich selbst zu schwächen und zu erschöpfen.

Diese Aussage wird sowohl durch den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, als auch durch seine Gefährten bestätigt, möge Allah mit ihnen zufrieden sein. Entsagung von Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr ist nichts als der Beginn des Fastens, nicht seine Vollendung.

Und während sie es sind, die das Fasten (arab. Sijjam) im legalen Sinne bricht, wird seine Bedeutung – und damit sein Nutzen – durch viele andere Dinge aufgehoben. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Fünf Dinge brechen die Enthaltsamkeit des Fastenden: Lüge, Verleumdung, Rufmord, Meineid und der lustvolle Blick.“ Und er, Heil und Segen auf ihm, sagte auch: „Fasten ist ein Schild. Wenn ihr fastet, dann sprecht keine Ob­szönitäten und redet nicht aus Unwissenheit oder Ärger. Wenn ein Mann euch beschimpft oder versucht, mit euch zu kämpfen, dann geht nicht darauf ein, sondern sagt: ‘Ich faste. Ich faste.’“

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Ein Monat, der an sich bedeutend ist

monat ramadan

Der Monat Ramadan ist eine sehr besondere Zeit im Jahr. Nicht alle Zeiten sind gleich, manche sind großartiger als andere. (iz). Erstens ist er der Monat des Fastens, und das […]

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Ramadan – der Monat des Islams

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Der Ramadan ist auch ein Monat, in dem essenzielle Elemente des Islam den Alltag der Muslime viel intensiver durchdringen.

(iz). Der Fastenmonat Ramadan heißt für die Muslime, dass sie sich einen Monat lang von Beginn des Sonnenaufgangs bis zum Sonnenuntergang des Essens und des Trinkens enthalten. Jedoch wird die eigentliche Bedeutung dieses Monats und des damit verbundenen Fastens oft verkannt, birgt aber eine Reihe von bemerkenswerten Besonderheiten.

Er zeichnet sich dadurch vor den anderen Monaten aus, dass in ihm der Qur’an als ganzes in den untersten Himmel herabgesandt wurde und in ihm der Engel Jibril dem Propheten das erste Mal erschien und ihm die ersten Worte der Offenbarung lehrte.

Foto: Pxhere.com

Es ist auch der Monat der Entscheidung, in dem sich die erste und wohl bedeutendste Auseinandersetzung zwischen den Muslimen und dem Stamm Quraisch bei Badr ereignete, bei der Allah den Muslimen mit fünftausend Engeln zur Seite stand und sie siegreich den Platz des Geschehens verließen.

Ramadan, das ist auch der Monat der Eroberung und Vollendung, da der Prophet in ihm, einundzwanzig Jahre nach seiner Entsendung, friedlich nach Mekka zurückkehrte. Das Fasten wurde den Muslimen im zweiten Jahr nach der Hijra als Pflicht auferlegt und löste jegliches Fasten ab, welches der Prophet und seine Gefährten zu begehen pflegten.

Von Beginn des Fajr bis zu Maghrib müssen sich die Muslime jeglicher Nahrungsaufnahme enthalten. Kranke, die regelmäßig Medizin einnehmen müssen oder bei denen ein verlangsamter Heilungsprozess zu befürchten ist, sind vom Fasten ausgenommen und müssen die versäumten Tage nachfasten.

Ebenfalls ausgenommen sind Reisende, die eine Entfernung zurücklegen wollen, die das Kürzen des Gebetes erlaubt, und solche, die, wollen sie am Tag des Reisebeginns bereits essen, die Reise vor dem Fajr antreten. Dem Leser ist dringend geraten, sich bei seinem Imam, Hodscha oder Schaikh über weitere Regeln, Ausnahmen und Pflichten zu informieren, da ein von ihm verschuldetes Versäumnis keine Entschuldigung darstellt.

Geheimnis des Fastens

Ein weiterer oft übersehener, aber genauso wichtiger Aspekt des Fastens ist der der Läuterung des Nafs während des Fastens. Denn Allah der Erhabene macht eine geläuterte Seele zur Voraussetzung für das richtige Verständnis von Qur’an und Sunna.

Gemäß des Verses „Allah hat den Gläubigen wirklich eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst geschickt hat, der ihnen Seine Zeichen verliest, und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich zuvor wahrlich in deutlichem Irrtum befanden“, sind wir sogar aufgerufen, uns zu läutern, noch bevor wir uns den Regeln und Richtlinien Allahs zuwenden, um diese überhaupt richtig verstehen zu können.

Da unsere Taten ansonsten den Mantel einer islamischen Handlungsweise tragen, sie aber in Wirklichkeit auf den niederen Beweggründen unseres Nafs fußen und das Licht der Offenbarung von den Schatten der Triebseele, wie Neid, Arroganz und Selbstsucht, abgeschirmt wird.

In diesem Rahmen erlangt das Fasten seine eigentliche Bedeutung. Denn Allah teilt uns im Qur’an mit, welchen Zweck das Fasten zu erfüllen hat: „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.“

Und der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, äußerte sich verdeutlichend: „Der Schaitan nimmt seinen Weg im menschlichen Körper in den Bahnen des Blutes, so verengt sie ihm durch den Hunger.“ Sowohl für das Erlangen der Gottesfurcht, als auch für die Läuterung des Nafs spielt das Fasten eine wesentliche Rolle.

Die körperlichen Triebe, denen sich der Schaitan bedient und mittels derer er sein Unwesen treibt, werden durch das Fasten um ein wesentliches geschwächt, so das der Mensch seinen Einflüsterungen nicht mehr in einem so großen Maße ausgesetzt ist.

Foto: Kues | Freepik

Dass die Teufel im Ramadan in Ketten liegen, sollte es uns noch leichter machen, unser Nafs in diesem Monat zu läutern. Imam Al-Ghazali macht in seinem Werk „Ihya ‘Ulum Ad-Din“ auf einige Dinge aufmerksam, die der Fastende berücksichtigen sollte, um die Früchte des Fastens in vollem Maße ernten und genießen zu können.

Den Blick vor allem Verwerflichem und allem, was vom Gedenken an Allah abhält und ablenkt, zu senken, ist eine der wichtigsten Verhaltensregeln, die der Fastende befolgen sollte. Der Prophet sagte: „Der Blick ist ein vergifteter Pfeil der Pfeile Iblis’, möge Allah ihn verfluchen. Wer ihn senkt aus Furcht vor Allah, dem wird Allah einen Iman schenken, dessen Süße er im Herz spüren wird.“

So lenken den Fastenden in unserer Zeit viele visuelle Eindrücke vom Gedenken Allahs ab, und machen es ihm schwer, sich seines Zustandes zu vergegenwärtigen. Das führt dazu, dass er nicht mehr darauf achtet, mit welchen Worten er seine Zunge sprechen lässt. Überflüssiges Gerede, Lügen, üble Nachrede, Verleumdung, unzüchtige Rede, Beschimpfungen und Streitgespräche ziemen sich nicht im Munde eines Fastenden.

Vielmehr soll er sich im Schweigen üben, Allahs des Erhabenen gedenken und den Qur’an rezitieren. So sagt der Gesandte Allahs, Sein Segen und Frieden auf ihm: „Wer Falschaussagen und üble Nachrede nicht unterlässt, so hat Allah kein Interesse daran, das dieser für Allah sein Essen und Trinken unterlässt.“

Es genügt aber nicht allein, seine Zunge zu hüten, vielmehr ist das Bewahren der Ohren vor dem, was die Zunge nicht aussprechen soll, logische Konsequenz, mit der das erstere erst vervollkommnet wird, da der Zuhörer gleich demjenigen ist, der üble Nachrede verübt.

Um nicht ein Schloss zu bauen und dafür eine ganze Wohnsiedlung abzureißen, ist der Fastende angehalten, unbedingt darauf zu achten, dass die übrigen Körperteile sich Verbotenem enthalten. Dazu gehört auch das Meiden verbotener Speisen und der gemäßigte Konsum erlaubter.

Wie eingangs erwähnt, hat das Fasten den Sinn, die Triebe zu schwächen, um sich den Gottesdiensten zuzuwenden und sein Nafs zu läutern. Äße man abends übermäßig von dem, dessen man sich des Tages enthält, würde man sich die Früchte seiner Anstrengungen zunichte machen. Dem Fastendem muss weiterhin klar sein, dass die Verhaltensregeln keine optionalen sind.

Zwar sprechen die Fuqaha’ [Rechtsgelehrten] über ein gültiges Fasten, sofern man sich des Essens und des Trinkens enthält, doch aus der Sunna geht deutlich hervor, dass der Fastende, der die andere Seite des Fastens vernachlässigt, keinen Lohn für seine Enthaltung zu erwarten hat.

Salat At-Tarawwih

„Wer Ramadan aus festem Glauben und mit reiner Absicht im Gebet verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben.“

Sowohl der Prophet als auch seine Gefährten beteten im Monat Ramadan nach dem Ischa’-Gebet [Nachtgebet] ein zusätzliches Gebet, das unter den Namen Tarawwih bekannt ist. In den ersten beiden Nächten betete der Prophet in der Moschee, wo sich seine Gefährten ihm anschlossen. In der dritten Nacht jedoch verrichtete der Prophet das Gebet nicht mehr in der Moschee und sagte am darauf folgenden Morgen zu seinen Gefährten:

„Es hielt mich lediglich die Furcht ab, es könnte euch zur Pflicht gemacht werden.“

So beteten sie einzeln und in kleinen Gruppen, bis sich die Moschee nach dem Tod des Propheten mit den Gefährten und den Tabi’un füllte und der Khalif ‘Umar es vorteilhafter für die Demut im Gebet empfand, das Gebet von einem Imam leiten zu lassen.

Screenshot: Youtube

Die Gefährten, die begriffen, dass nicht das Zusammen beten, sondern die Furcht des Propheten, es könnte zur Pflicht werden, den Propheten abhielten, mit ihnen in der Gemeinschaft zu beten, widersprachen ‘Umar nicht in seiner Entscheidung, sondern bekräftigten ihn durch ihren Zustimmung. ‘Umar legte damit gleichzeitig die Anzahl der Gebetseinheiten auf 20 Raka’, ohne die drei Raka’ für das Witr-Gebet, fest.

Jedoch ist zu bemerken, dass es örtliche Differenzen in der Anzahl der Raka’at gab. So wird von Zaid bin Wahb, Dawud bin Qais, Nafi’, Al-Hafiz bin Hadschar, Ishaq bin Mansur und anderen überliefert, dass man in Mekka 20 Raka’t, in Medina 36 und in Basra 34 betete.

Da zu Zeiten ‘Umars, ‘Uthmans und ‘Alis das Tarawwih-Gebet mit zwanzig Raka’t begangen wurde, übernahmen die vier Rechtsschulen mehrheitlich diese Zahl, Meinungsverschiedenheiten und davon abweichende Meinungen innerhalb der einzelnen Rechtsschulen vorbehalten. Daraus ergibt sich, dass der Prophet die Anzahl zwar nicht festgelegt, sie aber auch nicht beschränkt hat.

Ibn Taimija sagte diesbezüglich: „Es wird überliefert, dass Abu Ubaij b. Ka’b (unter Anweisung ‘Umars) das Gebet im Ramadan mit zwanzig Raka’t leitete und drei Raka’at Witr anschloss, so dass viele der Sahaba dies als die Sunna ansahen und keiner von ihnen widersprach. Sodass dies ein Konsens der Sahaba ist“.

Quellen:
Nur Ad-Din Itr: ‘Ulum Al-Qur’an
Ali ‘Imran, Vers 164.
Al-Bukhari und Muslim.
Al-Hakim, mit Isnad Sahih.
Sunan At-Tirmidhi.
Al-Bukhari und Muslim.
Ibn Taimijja: Al-Fatawa