Bayern: Interreligiöser Dialog in explosiven Zeiten

Spannende Dialog-Runde in München: Bei einer Konferenz zum Thema „Wie viel Religion braucht die Demokratie?“ ging es kritisch und deutlich zu. Klagen und Konstruktives gab’s ebenso zu hören wie „dummes Zeug“.

08.10.2024 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
dialog

Foto: <a href=https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Markusspiske>Markus Spiske</a>, via Wikimedia Commons | Lizenz: <a href=https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en>CC BY 4.0</a>

(KNA). Der interreligiöse Dialog sei ihm ein „persönliches Herzensanliegen“, sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), und man darf ihm das erst mal abnehmen. Mit der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung hat der katholische Politiker an diesem Dienstagabend mehrere hundert Gäste aus Politik, Gesellschaft, Kirchen, Islam und Judentum eingeladen. Von Christoph Renzikowski

Es ist eine geschlossene Veranstaltung und schon am Eingang des Konferenzzentrums der Stiftung in der Münchner Lazarettstraße zeigt sich der Ernst der Lage: Ein Sicherheitsdienst durchsucht die Taschen, jeder muss sich mit einem Metalldetektor abtasten lassen.

Foto: Benjamin Idriz

Das Miteinander von Gläubigen und Ungläubigen hierzulande ist schwieriger geworden und dringlicher zugleich. Attacken häufen sich, und wenn ein islamistischer Hintergrund auch nur vermutet wird, fühlen sich Muslime in Generalhaftung genommen. Nicht nur Juden, auch Muslime dächten inzwischen ernsthaft über Auswanderung nach, sagt der Penzberger Imam Benjamin Idriz. „Sehr viele gut integrierte Leute, darunter erfolgreiche Unternehmer.“ Er sei jetzt seit fast 30 Jahren in Deutschland und habe noch nie ein so starkes Gefühl der Unsicherheit erlebt.

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