Wahl-Rückblende: Emotionen in der Politik – ein Doppelgesicht

Welche Macht die Emotionen Angst und Furcht entfalten können, haben die jüngsten Kommunal- und Europawahlen gezeigt.

30.06.2024 Sulaiman Wilms 3 Min. Lesezeit
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Foto: Adobe Stock

(iz). Dass Gefühle uns gesund oder krank machen, ist seit langem bekannt. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn wir ihre wichtigen physiologischen, neurologischen und mentalen Funktionen vernachlässigen und ihre Signale ignorieren.

Wir sind von Emotionen bestimmt

Weitaus unklarer und diffuser ist, welche Rolle sie für Gemeinschaften und Bevölkerungen spielen. Das gilt nicht nur für Deutschland, das aufgrund seiner Geschichte ein gespaltenes Verhältnis zu ihnen hat. Überall haben sich tyrannische Systeme in Vergangenheit und Gegenwart ihrer Mechanismen bedient.

Welche Macht die Emotionen Angst und Furcht entfalten können, haben die jüngsten Europawahlen gezeigt. Da haben nicht nur die üblichen Verdächtigen in Ostdeutschland auffällig rechts gewählt. Sondern vor allem die traditionell eher links orientierte Jugend hat im Vergleich zur Bundestagswahl deutlich konservativer gewählt.

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