Themenausgabe über soziale Medien und ihre Folgen: Überlegungen zur Herausforderungen, sie in sozialen Netzwerken und Medien zurechtzufinden.
(iz). Es war eine große Idee: das Internet, ein weltumspannendes Netz, das die wissenschaftliche und kulturelle Kompetenz eines ganzen Planeten vereint. Soziale Medien, die gesellschaftliche Gruppen und Individuen vernetzen und die Methode der Schwarmintelligenz einführen, um sich in einer komplizierten Welt zurechtzufinden. Von Abu Bakr Rieger, Sulaiman Wilms & Laila Massoudi
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts werden diese Errungenschaften mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Schlimmer noch, es besteht der Verdacht, dass die neuen Medien das moderne Leben eher vergiften als verändern und den Einzelnen entweder in den Narzissmus des „Selfie“, der permanenten Selbstdarstellung, oder in allgegenwärtige Formen der Identitätspolitik verstricken.
Leben mit dem Netz – zum Negativen oder zum Guten
Nicht selten wird die steigende Zahl depressiver Menschen damit erklärt, dass die Informations- und Bilderflut ein ungesundes Ausmaß angenommen hat und eher zu einer Flucht aus der Realität als zu einer gesunden Wahrnehmung der menschlichen Situation führt. Statistiken zur Mediennutzung zeigen, dass wir immer mehr Zeit vor unseren Smartphones und Computern verbringen.
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