,

Aufgewärmtes im französischen Sport: Streit um fastende Athleten

Sport Paul Pogba

Der letzte Fastenmonat zeigt am Beispiel Sport die Bruchlinien in Frankreichs Gesellschaft beim Thema Sport. (The Conversation). Mitte April ging der Ramadan zu Ende, und das war in der Welt […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

,

Was das Fasten mit der Seele macht

Fasten Ramadan debatte islamismus

Jedes Jahr wird im Monat Ramadan daran erinnert, wie wichtig das Fasten für die Muslime ist und welche entscheidende Bedeutung es hat. „Jede gute Tat des Menschen ist für sich […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

,

Fasten – eine Zurückweisung von Konsumismus

Konsumismus Fasten Ramadan

Verzicht auf irrationales Handeln und Absage an Konsumismus ist ein wichtiger Bestandteil von Spiritualität im Ramadan. (Traversing Tradition). Muslime haben sich daran gewöhnt, in einem dauernden Zustand des Sich-Verteidigens zu […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

,

Ramadan – ein Fürst der Monate

fürst monat Fastenmonat Ramadan

Dieser Monat des Fastens ist eine einzigartige Form der Anbetung, für die ­Allah eine besondere, ungenannte Belohnung vorsieht.

„Oh ihr, die Iman habt, das Fasten ist vorgeschrieben, so wie es für jene vorgeschrieben war, die vor euch kamen, damit ihr Furcht vor Allah habt.“ (Al-Baqara, 183)

(iz). Ein weiteres Jahr ist vergangen und wieder kündigt sich der Ramadan an; der ersehnte Gast, dessen Besuch wir sehnsüchtig erwarten. Dieser glorreiche Monat ist der Dreh- und Angelpunkt eines ganzen Jahres. Er ist der Prinz der Monate. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Der Herr aller Monate ist der Ramadan und der Fürst aller Tage ist der Freitag.

Foto: Pixabay

Der Ramadan ist ein Fürst der Monate

Für die meisten von uns ist der Ramadan gleichbedeutend mit Fasten. In ihm zu fasten hat Allah zur Pflicht gemacht. Viele denken, er sei ­daher eine Besonderheit, aber die Wahrheit liegt im Gegenteil. Wegen seiner besonderen und gesegneten Natur hat ­Allah entschieden, das verpflichtende Fasten hier zu bestimmen, damit unsere Zustän­de aufnahmefähiger sind, die vielen Qualitäten und Wunder des Ramadans zur vollen Entfaltung zu bringen.

Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, zählte einige dieser Aspekte in einer Khutba kurz vor dem Ramadan auf: „Oh, ihr Menschen, ein großer und gesegneter Monat ist zu euch gekommen. Ein Monat, in dem es eine Nacht gibt, die ­besser als tausend Monate ist. Ein Monat, in dem Allah euch das Fasten zur Pflicht gemacht hat und in dem Er das Stehen zum nächtlichen Gebet zu einer freiwilli­gen Handlung bestimmte.“

Der Prophet sagte auch: „Er ist ein Monat der Geduld und die Belohnung für Geduld ist der Garten. Der ­Ramadan ist die Zeit des großzügigen Gebens und der Monat, in dem die Versorgung der Gläubigen gesteigert wird.“

Und: „Gibt jemand einem Fastenden etwas zu essen, damit dieser sein Fasten brechen kann, ist dies so, als hätte er einen Sklaven befreit und seine falschen Handlungen werden vergeben. Und er wird die gleiche Belohnung erhalten wie derjenige, dem er etwas zu essen gibt, ohne das sich seine Belohnung auch nur verringert werden würde.“

Foto: puijslab, Shutterstock

Die Nacht der Macht

Das erste, was der Prophet erwähnte ist der Fakt, dass sich die Lailatul-Qadr im Ramadan befindet. Als ob es nicht genug wäre, dass Allah die Belohnungen für unsere guten Handlungen um das mindest 70-fache erhöht, segnete Er den Ramadan mit einer Nacht voller Licht und Segen, die besser als tausend Monate ist. Im Qur’an heißt es: „Wir ­haben ihn ja in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt. Und was lässt dich wissen, was die Nacht der Bestimmung [Al-Qadr] ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate.“ (Al-Qadr, 1-3)

Und diese Monate sind nicht irgendwelche, tausend Monate – ein Zeitraum, der 83 Lebensjahren entspricht. Vielmehr sind dies Monate, in denen jemand glaubt und Allah anbetet. Dies ist eine unermessliche Menge guter Handlungen, die sich alle in einer Nacht des kommenden Monats finden lassen. Wie bekommen wir Zugang zu diesem unglaub­lichen Schatz? Indem wir jene Nacht mit Leben füllen und sie – zumindest zu einem gewissen Teil – mit Dhikr (Erinnerung an Allah) und dem Gebet verbringen.

Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Wer die Lailatul-Qadr im Gebet verbringt – mit vollem Glauben und der Hoffnung auf Belohnung –, wird alle falschen Handlungen bis zu diesem Zeitpunkt vergeben bekommen.“

Diese Nacht sollte man nicht verpassen. Die Mehrheit der Mufassirun (Qur’ankommentatoren) und die Leute des Wissens sind der Ansicht, dass dies jede der letzten zehn Nächte des Ramadans sein kann. Um sicher zu gehen, dass man seinen Anteil am Stehen im Gebet erhält, sollte man am Tarawwih-Gebet teilnehmen. Es ist eine einzigartige Gele­genheit, die Rezitation des ganzen Qur’an zu hören. Eine Möglichkeit, die die meisten von uns niemals außerhalb des Ramadans bekommen.

Foto: dotshock, Shutterstock

Zeit für den Qur’an

Es ist ebenso empfehlenswert, den Qur’an im Laufe des Ramadans selbst zu rezitieren. Dieser Monat und das Buch Allahs haben eine besondere Beziehung. Dafür findet sich in diesem Monat mehr Zeit und man wird feststellen, dass das Verständnis und der Geschmack für die qur’anischen Bedeutungen höher sind.

Der Ramadan ist der Monat für den Qur’an, denn in ihm wurde er in seiner Gesamt­heit herabgesandt: Allah sagt: „Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qurʾan als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt wurde und als ­klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung.“ (Al-Baqara, 185) In diesem Monat rezitierte der Gesandte Allahs den ganzen Qur’an in Anwesenheit des Engels Dschibril (Gabriel).

Als zweiten Aspekt erwähnte der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, in seiner Khutba, dass ­Allah den Ramadan dadurch hervorgehoben hat, dass Er in ihm das Fasten zur Pflicht machte. Das Fasten ist eine einzigartige Form der Anbetung, für die ­Allah eine besondere, ungenannte Belohnung vorsieht, die nur Er allein kennt.

Allah sagt in einem Hadith Qudsi: „Jede gute Handlung des Sohnes von Adam ist für ihn. Außer das Fasten. Und Ich ­werde seine Belohnung festlegen.“ Für das Fasten und die Fastenden wurde ein besonderes Tor im (Paradies-)Garten geschaffen. Der Prophet sagte: „Es gibt ein Tor zum Garten, das Ar-Rajjan heißt. Durch es werden am Tag der Auferstehung nur jene hindurchgehen, die fasten.“

Foto: sewcream | Freepik

Auch in Monat der Geduld

Als nächstes spricht der Prophet ­davon, dass dieser Monat uns mehr Sabr [wird oft mit „Geduld“ übersetzt; hat auch eine weitere Bedeutung im Sinne, eine ­Sache zu Ende zu bringen] und Großzügigkeit gibt. Das gleiche gilt für jede ­andere gute Eigenschaft. Die Ursache dafür sind zwei Dinge: Die unglaublich erhebende, beinahe fühlbare Baraka des Ramadan sowie die Tatsache, dass die Kräfte, die uns zum schlechten Handeln verleiten, erheblich geschwächt werden.

Unsere Leidenschaften und unsere Triebseele werden durch den körperlichen Akt des Fastens verringert und die Schaijatin (Teufel), die uns sonst umgeben und einflüstern, sind angekettet. Der Prophet sagte: „Wenn der Ramadan kommt, werden die Tore des Gartens geöffnet, die To­re zum Feuer geschlossen und die Teufel angekettet.“ Wir kämpfen nicht länger gegen eine wilde Strömung an, sondern sie ist im Ramadan mit uns und wir lassen uns vorwärts treiben.

Der Ramadan ist die Zeit für großzügi­ges Geben. Dies ist die Zeit, unseren Brüdern zu vergeben und getrennte Beziehungen wiederherzustellen. Dies ist die Zeit, unsere Häuser mit Gästen zu ­füllen und mit ihnen unser Essen zu teilen.

„Und er wird die gleiche Belohnung erhalten wie derjenige, dem er etwas zu essen gibt, ohne das sich seine Belohnung auch nur verringert werden würde“, ­sagte der Gesandte Allahs am Ende seiner Khutba. Allah sagt in Seinem Majestätischen Buch: „Was aber jemanden angeht, der den Stand seines Herrn gefürchtet und seiner Seele die (bösen) Neigungen untersagt hat, wird der (Paradies-)Garten sein Zufluchtsort sein.“ (An-Naziat, 40-41)

Foto: B. Lund, IZ Medien

Mehr als ein äußerlicher Verzicht

Zu einem echten Fasten gehört mehr als der Verzicht auf Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr. Sie sind Leidenschaften von nur zwei der sieben Körperglieder – des Magens und der Schamteile. Hinzu kommt das Vermeiden der Sehnsüchte und falschen Handlungen des Restes – Zunge, Augen, Ohren, Hände und Füße.

Im Negativfall mag das Fasten einer Person formalrechtlich annehmbar sein, aber es ist nutzlos und sie kriegen keine Belohnung. Über ­solche Menschen sagte der Prophet, möge ­Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Viele bekommen von ihrem Fasten nichts als Hunger und Durst. Und ­viele, die nachts beten, erhalten nichts als Müdig­keit und Schlaflosigkeit.“

­Welchen Nutzen soll es haben, sich ansonsten erlaub­ten Dingen zu enthalten, während man Sachen macht, die normalerweise untersagt sind? Laut Imam Al-Ghazali sei dies wie der Bau eines Palastes, während man eine Stadt zerstört.

Eine andere prophetische Aussage bekräftigt diesen Aspekt: „Wenn jemand nicht von falschem Zeugnis oder einer falschen Handlung ablässt, dann nimmt Allah seine Enthaltung von Essen oder Trinken nicht an.“ Das heißt, dass sein Fasten bedeutungslos ist.

Und Dschabir ibn Abdallah sagte: „Übt mit euren Ohren, Augen und eurer Zunge Enthalt­samkeit von der Lüge, vom Verbotenen und von verbotenen Blicken, wenn ihr fastet. Stört und schädigt eure Nachbarn nicht und seid friedlich.“ Echtes Fasten besteht in der Kontrolle der Körperglieder, seiner Reaktionen und Leidenschaf­ten. Echtes Fasten besteht in der Enthalt­samkeit von allem, was Allah uns verbo­ten hat.­

,

Fasten und Gesundheit: Nicht um jeden Preis!

Gesundheit Ramadan psyche

Gesundheit ist im Ramadan wichtig. Für Menschen mit körperlichen oder geistigen Erkrankungen besteht keine Pflicht. (iz). Wie Muslime wissen, gibt es eine Reihe von Gründen, die erwachsene Muslime vom Pflichtfasten […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

,

Essay: Erinnerungen an Ramadan in Kindheitstagen

Kindheitstage Ramadan

Fasten kannte ich aus Kindheitstagen. Jedoch wusste ich nicht, dass unser Prophet Muhammed dazu aufrief, zum Sahur aufzustehen. (iz). Mama war arbeiten. Ich schlief nicht selten bei Oma und Opa. […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Fasten mit „schwerem Herzen“ – Ramadan in der Erdbebenregion

Ramadan Erdbeben

Der Ramadan gilt als Zeit der Gemeinschaft mit Familie und Freunden. Sechs Wochen nach den schweren Beben, durch die viele Menschen ihre Angehörigen verloren haben, liegt in der betroffenen Region ein Schleier aus Trauer über der Fastenzeit. Von Ergin Hava

In Adiyaman beginnt das erste Fastenbrechen des Ramadan

Adiyaman (dpa). In der vom Erdbeben stark zerstörten Stadt Adiyaman beginnt das erste Fastenbrechen des Ramadans. Familie Kaplan kommt am Donnerstagabend auf dem Boden ihres Zeltes zusammen, in der Ferne ist der Ruf zum Gebet zu hören.

Foto: Mahambah, Shutterstock

Still reicht Vater Ekrem das Brot, während Mutter Asli Wasser für ihre beiden Kinder eingießt. Sie murmeln Gebete für diejenigen, die durch die verheerende Erdbeben am 6. Februar ums Leben gekommen sind.

Durch die Erdbebenkatastrophe sind auch in Adiyaman viele Menschen ums Leben gekommen und viele sind obdachlos. In der gleichnamigen Provinz sind laut Regierungsangaben mindestens 56.000 der insgesamt 120.496 Gebäude eingestürzt oder stark beschädigt.

Eine Stadt trauert

Sechs Wochen später trauert die Stadt, die im Jahr 2022 rund 310.000 Einwohner zählte, noch immer. Die meisten, die geblieben sind, begrüßen in provisorischen Unterkünften den heiligsten Monat des Islam.

Gläubige Muslime verzichten im Ramadan einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang etwa auf Essen, Trinken und Rauchen. Der Ramadan gilt als Zeit für innere Einkehr, Demut, Gemeinschaft und Wohltätigkeit.

Foto: Doga Ayberk Demir, Shutterstock

Statt wie sonst fröhlich ist das erste Fastenbrechen in diesem Jahr von düsterer Stimmung geprägt. Mehr als 50.000 Menschen sind allein in der Türkei durch die Beben der Stärke 7,6 und 7,7 getötet worden.

„Mit schwerem Herzen“

„Ich hätte mir nie vorstellen können, mit so einem schweren Herzen in den Ramadan zu gehen. Ich wünschte, meine Schwester und meine Neffen wären auch hier“, sagt Vater Ekrem Kaplan.

Seine Tränen kann er dabei nicht zurückhalten. Seine Schwester und ihre vier Kinder sind bei dem Beben gestorben. Er besuche jeden Tag den Friedhof, gieße Blumen und reinige die Grabsteine, sagt er.

Eigentlich würde der Ramadan in Adiyaman, einer frommen, lebendigen Großstadt, Tage vorher festlich begonnen. Ekrem Kaplans Frau Asli Kaplan erinnert sich an Trommler, die vor der Morgendämmerung in osmanischem Stil gekleidet durch die Nachbarschaften schwärmten, um die Bewohner für die letzte Mahlzeit vor der Morgendämmerung zu wecken.

Erdbebengebiet Syrien Islamic Relief

Nun verteilen Hilfsorganisationen in der Stadt Essen an Bedürftige. Nach dem Essen verkleiden sich einige Helfer als Clowns und sehen sich mit den Kindern Zeichentrickfilme im Hinterhof einer örtlichen Schule an.

Ein Stück weiter trinkt der 17-jährige Taha Erdem Tee mit seiner Familie. Auch bei ihnen ist nichts wie in den vergangenen Jahren. Das Menü ist bescheiden. Taha wurde landesweit bekannt durch ein Video, das er eingeschlossen unter den Trümmern drehte.

Er sei sicher, er werde sterben, sagte er darin. Sein Traum sei es, Psychologe zu werden, um Menschen zu helfen, die von Katastrophen betroffen sind, sagt er der dpa. „Ich möchte den Menschen sagen, dass es immer Hoffnung gibt, selbst im dunkelsten Moment.“

Ein wichtiges Dokument: Leitfaden Berliner Imame zum Ramadan

Ramadan Berlin Imame Rat Leitfaden

Mit der Handreichung der Berliner Imame werden Kinder erinnert, dass verpflichtende Fasten für sie keine Obligation ist, bis sie die Pubertät erreichen.

(iz). Zu den unnötig kontroversen Themen, die in Deutschland öffentlich ausgehandelt werden, gehört das Fasten im Ramadan. Insbesondere aufgeladen wird es behandelt, geht es um das Verhältnis von Schülerinnen beziehungsweise Schülern, Grundschulen und Eltern in diesem Monat. Seit einigen Jahren entzünden sich hier ohne Not Streitigkeiten, die mit Aufklärung auf allen Seiten und Begegnungen leicht zu lösen wären.

Berlin Sehitlik Moschee Hof Iftar Fastenbrechen

Öffentliches Fastenbrechen auf dem Gelände der Berliner Sehitlik-Moschee. (Foto: Ömer Sefa)

Berliner Imame veröffentlichen Leitfaden

Hierzu hat der Rat Berliner Imame im November 2022 seinen Leitfaden „Ramadan & Grundschule“ veröffentlicht. Mitgetragen wird das Dokument neben den Imamen von fünf weiteren Berliner Einrichtungen und Verbänden. Das Informationsangebot ist auch eine Konsequenz der vergangenen Jahre, als insbesondere die Frage von fastenden Schülerinnen und Schülern zu Reibungen mit Schulen und dem Lehrpersonal kam.

Neben einer allgemeinen Einführung in den Ramadan, seinen Kernelementen sowie der Praxis der Fastenden richten sich einzelne Kapitel an die drei wichtigsten Akteure des Themas: Grundschüler, Eltern und LehrerInnen.

Foto: Freepik.com, Rawpixels.com

Keine Pflicht für Kinder

Mit der Handreichung werden die Kinder daran erinnert, dass verpflichtende Fasten für sie solange keine Obligation ist, bis sie die Pubertät erreichen. Sie können es machen, werden aber von den Imamen erinnert, dass sie den einen oder anderen Fastentag „nachholen“ können.

Ihre Gesundheit steht an oberster Stelle. Daher sollten sie immer „eine kleine Notration“ mit in die Schule nehmen, falls sie sich nicht wohlfühlen sollten. Grundsätzlich müssten sie verstehen, dass man für Allah und die Beziehung zum Ihm faste. Niemand könne es einem Grundschulkind auferlegen. Insbesondere dürfe Druck von Mitschülern keine Rolle spielen.

Foto: Falkschule, Hamm

Eltern und Lehrer sind gefordert

Für ein harmonisches Erleben des Ramadan sind die Eltern gefordert. Der Leitfaden betont, dass Kinder ein gutes Vorbild brauchten. Sollte es sich zum Fasten entscheiden, brauche es Auswege, wenn es noch nicht so weit ist. Insbesondere müssten sie ihm „Gewissensbisse“ nehmen, wenn es das selbst gesetzte Ziel nicht erreicht. Dabei helfe ein aktiver Kontakt mit dem Lehrpersonal, wie sie das Kind bei den ersten Schritten mit dem Fasten erlebe.

Dieses wird ebenso in „Ramadan & Grundschule“ angesprochen. Als wichtige Bezugspersonen spielt deren Haltung zur Religion und dem Ramadan eine Schlüsselrolle. Verbote und Drohungen würden das Gegenteil eines erwünschten Ergebnisses erreichen. Im schlimmsten Fall könne ein Grundschulkind aus Trotz seine Grenzen überschreiten.

Kontakt: nbs-ev.de

,

Was für bewusstes Fasten wichtig ist

Bewusst herzen fasten

Auch Bewusstsein ist wichtig. Denn Ramadan bedeutet nicht nur, nichts zu essen und zu trinken – es ist viel mehr als das. Allah sagt in Seinem Noblen Buch: „O ihr, […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Ramadan 2023: Studie sieht bei Fasten positiven Effekt auf Schülerleistung

Schülerleistung Ramadan 2923 Fasten

Überraschung bei Schülerleistung: Tägliche Fastenzeiten im Ramadan wirken sich laut einer Studie positiv auf muslimische Jugendliche aus – in Ländern mit muslimischer Mehrheit.

Köln (KNA/iz). Längere tägliche Fastenzeiten im Ramadan wirken sich laut einer Studie im Schnitt positiv auf die Schulleistung muslimischer Jugendlicher aus – zumindest in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. „Schülerinnen und Schüler, die einen intensiven Ramadan erlebt haben, erzielten im folgenden Jahr durchschnittlich bessere Schulleistungen“, erklärte der Kölner Professor für Wirtschaftsgeschichte, Erik Hornung, am Montag.

Foto: Manch. Islam. High School

Mehrjährige Auswertung von Daten zur Schülerleistung

Er und Forschende der Universitäten Konstanz und Bern werteten Daten von Achtklässlern in der internationalen Schulleistungsuntersuchung TIMSS sowie im europäischen PISA-Test über mehrere Jahre aus.

Der Effekt besserer Schulleistungen lasse sich anhand der TIMSS-Daten für Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung feststellen, hieß es. In Ländern mit mehrheitlich nicht-muslimischer Bevölkerung zeige sich der Leistungseffekt nicht. Die Auswirkung des Ramadan hänge unter anderem davon ab, ob die Mehrheit der Jugendlichen im direkten Umfeld ebenfalls fastet.

Muslimische Jugendliche holen bei Tageslänge auf

Das bestätigen laut den Forschenden auch die PISA-Daten aus acht europäischen Ländern: In Jahren mit längerer täglicher Fastendauer holten muslimische Jugendliche auf und reduzierten die Lücke zu anderen Schülern stärker als in Jahren mit geringerer Fastendauer.

Foto: Freepik

Dieser Effekt sei an Schulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler größer als an Einrichtungen mit geringem Anteil. „Wir interpretieren das als einen weiteren Hinweis auf eine identitätsstiftende Wirkung des Ramadan, die sich positiv auf die Leistungen auswirkt“, so Hornung.

Berliner Imame helfen Schulen und SchülerInnen mit Leitfaden zum Ramadan

Zu den unnötig kontroversen Themen, die in Deutschland öffentlich ausgehandelt werden, gehört das Fasten im Ramadan. Insbesondere aufgeladen wird es behandelt, geht es um das Verhältnis von Schülerinnen beziehungsweise Schülern, Grundschulen und Eltern in diesem Monat. Seit einigen Jahren entzünden sich hier ohne Not Streitigkeiten, die mit Aufklärung auf allen Seiten und Begegnungen leicht zu lösen wären.

Berlin Sehitlik Moschee Hof Iftar Fastenbrechen

Öffentliches Fastenbrechen auf dem Gelände der Berliner Sehitlik-Moschee. (Foto: Ömer Sefa)

Berliner Imame veröffentlichen Leitfaden

Hierzu hat der Rat Berliner Imame im November 2022 seinen Leitfaden „Ramadan & Grundschule“ veröffentlicht. Mitgetragen wird das Dokument neben den Imamen von fünf weiteren Berliner Einrichtungen und Verbänden. Das Informationsangebot ist auch eine Konsequenz der vergangenen Jahre, als insbesondere die Frage von fastenden Schülerinnen und Schülern zu Reibungen mit Schulen und dem Lehrpersonal kam.

Neben einer allgemeinen Einführung in den Ramadan, seinen Kernelementen sowie der Praxis der Fastenden richten sich einzelne Kapitel an die drei wichtigsten Akteure des Themas: Grundschüler, Eltern und LehrerInnen.

Foto: Freepik.com, Rawpixels.com

Mit der Handreichung werden die Kinder daran erinnert, dass verpflichtende Fasten für sie solange keine Obligation ist, bis sie die Pubertät erreichen. Sie können es machen, werden aber von den Imamen erinnert, dass sie den einen oder anderen Fastentag „nachholen“ können.

Ihre Gesundheit steht an oberster Stelle. Daher sollten sie immer „eine kleine Notration“ mit in die Schule nehmen, falls sie sich nicht wohlfühlen sollten. Grundsätzlich müssten sie verstehen, dass man für Allah und die Beziehung zum Ihm faste. Niemand könne es einem Grundschulkind auferlegen. Insbesondere dürfe Druck von Mitschülern keine Rolle spielen.

Eltern und Lehrer sind gefordert

Für ein harmonisches Erleben des Ramadan sind die Eltern gefordert. Der Leitfaden betont, dass Kinder ein gutes Vorbild brauchten. Sollte es sich zum Fasten entscheiden, brauche es Auswege, wenn es noch nicht so weit ist. Insbesondere müssten sie ihm „Gewissensbisse“ nehmen, wenn es das selbst gesetzte Ziel nicht erreicht. Dabei helfe ein aktiver Kontakt mit dem Lehrpersonal, wie sie das Kind bei den ersten Schritten mit dem Fasten erlebe.

Dieses wird ebenso in „Ramadan & Grundschule“ angesprochen. Als wichtige Bezugspersonen spielt deren Haltung zur Religion und dem Ramadan eine Schlüsselrolle. Verbote und Drohungen würden das Gegenteil eines erwünschten Ergebnisses erreichen. Im schlimmsten Fall könne ein Grundschulkind aus Trotz seine Grenzen überschreiten.

Kontakt: nbs-ev.de