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Auslands-Kurzmeldungen Ausgabe 372: von der KI-Regulierung bis zur Westbank

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Auslands-Kurzmeldungen Ausgabe 372: In dieser Ausgabe behandeln wir u.a. die Folgen des Irankriegs, über die Grüne Mauer bis zu Provokationen in Jerusalem.

CARE: Mittelkürzungen kosten Mütterleben

BERLIN (IZ). Weltweit sterben noch immer jeden Tag Mütter an Komplikationen, die vermeidbar wären – alle zwei Minuten eine Frau, wie UN-Organisationen schätzen. Besonders in Krisen- und Kriegsgebieten ist das Risiko, Schwangerschaft oder Geburt nicht zu überleben, etwa fünfmal höher als in stabilen Staaten. Zugleich kürzen reiche Länder ihre Beiträge für humanitäre Hilfe und Gesundheitsprogramme, was zur Schließung von Kliniken führt und Hebammen sowie Medikamente fehlen lässt. Hilfswerke wie CARE warnen: Diese Sparpolitik kostet Mütter in Afrika und anderen Konfliktregionen das Leben. Das sei eine ethische Bankrotterklärung.

Migranten sind ein Wirtschaftsfaktor

GENF (KNA/IZ). Migranten spielen nach einem UN-Bericht eine bedeutende Rolle in der globalen Wirtschaft. Allein Überweisungen von den laut letzten Schätzungen 168 Mio. Arbeitsmigranten in ihre Heimatländer betrugen 2024 bis zu 905 Mrd. US-Dollar, wie aus dem World Migration Report 2026 hervorgeht, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. 685 Mrd. Dollar gingen in Entwicklungs- und Schwellenländer. Der Betrag war größer als die offizielle Entwicklungshilfe und ausländische Direkt-Investments zusammen. „Weltweit trägt Migration dazu bei, Arbeitsplätze zu schaffen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Stabilität zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken“, sagte Amy Pope, IOM-Generaldirektorin.

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Foto: Shutterstock

Islamische Weltliga will ethischen Rahmen für KI

RIAD (KNA). Die Islamische Weltliga fordert einheitliche und klare ethische Standards für die Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz. Generalsekretär Muhammad bin Abdul Karim Issa warnte auf einer internationalen Konferenz im marokkanischen Fès vor den Risiken unregulierter Systeme, wie die Zeitung „Arab News“ Ende April meldete. Besonders in sensiblen Bereichen wie Religion, Ethnien und Kultur könne eine missbräuchliche Anwendung Spaltung, Hass und Konflikte schüren. Der Vertreter der Islam-Liga verlangte Transparenz und eine stärkere Rechenschaftspflicht für Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind.

Bildung für Mädchen kann gefährlich sein

KABUL (IPS). In Afghanistan riskieren Lehrende und andere Haft, wenn sie öffentlich für das Recht von Mädchen auf Bildung eintreten. Zwei Männer in Herat wurden nach Posts zur Wiederöffnung von Schulen für Mädchen von der Taliban-Moralpolizei vorgeladen und an den Geheimdienst überstellt. Seit fast fünf Jahren bleiben weiterführende Schulen und Hochschulen für sie geschlossen, mehr als zwei Mio. Schülerinnen sind vom Unterricht ausgeschlossen.

Foto: Anke van Wyk, Adobe Stock

„Grüne Mauer“ wächst langsam, aber sie wirkt

DAKAR (IZ). Im Sahel wächst die „Große Grüne Mauer“ langsamer als geplant, aber sie wirkt: Mio. Bäume und Hecken schützen Böden vor Erosion, halten Wasser im Boden und schaffen Einkommen für BäuerInnen von Senegal bis Nigeria. Das afrikanische Schlüsselprojekt gegen Desertifikation soll bis 2030 bis zu 100 Mio. Hektar degradierte Flächen wiederbeleben und Mio. „grüne Jobs“ schaffen. Umweltorganisationen sehen darin ein Beispiel, wie Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Bewahrung der Schöpfung zusammengehen können.

Schmidt-Rücktritt als „alarmierendes Signal“

SARAJEVO (GfbV). Die GfbV bewertet den angekündigten Abgang des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, als alarmierendes Signal für die Stabilität des Landes und für die Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft: „Wenn ein Hoher Repräsentant unter politischem Druck zurücktritt, dann ist das kein geordneter Amtswechsel, sondern ein gefährlicher Präzedenzfall“, erklärte Belma Zulčić, Direktorin der GfbV-Sektion Bosnien und Herzegowina am 12. Mai. „Der Rücktritt darf nicht als Erfolg jener Kräfte verstanden werden, die seit Jahren systematisch den Staat Bosnien und Herzegowina schwächen, die Institutionen blockieren und die Opfer des Krieges verhöhnen.“

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Screenshot: Arakan Army, YouTube

Rebellen leugnen Schuld an Mord an Rohingya

NEW YORK (IZ). Human Rights Watch wirft der Arakan Army vor, im Mai 2024 in Rakhine Hunderte Rohingya-Muslime getötet, verletzt und ihre Häuser niedergebrannt zu haben. Zwei Jahre später verweigert die inzwischen mit der Junta verfeindete Miliz jede Verantwortung, während Überlebende in Lagern festgehalten werden und nicht in ihre Heimat zurückkehren können. UN-Gremien und Menschenrechtsorganisationen sprechen von Kriegsverbrechen.

UN-Ausschuss rügt Umgang mit den Fulani

GENF (KNA). Das UN-Komitee gegen Rassendiskriminierung hat sich besorgt über den Umgang mit der ethnischen Gruppe der Fulani in Burkina Faso geäußert. Deren Angehörige würden Opfer von Exekutionen, Folter, willkürlicher Inhaftierung, Verschleppung und Zerstörung von Eigentum, heißt es in einem turnusmäßigen Länderbericht, der Anfang Mai veröffentlicht wurde. Täter seien Berichten zufolge oft Mitglieder der regulären Streitkräfte und deren Verbündete. Fulani würden auch weiterhin von der Polizei besonders scharf beobachtet.

geografie homus mahan

Foto: Aerial View/Adobe Stock

Paris schließt NATO-Rolle an Meerenge aus

PARIS (IZ). Frankreich schließt eine Rolle der NATO in der Straße von Hormus aus und setzt stattdessen auf eine eigenständige, europäisch geführte Marinemission zum Schutz der Handelsschifffahrt. Es will damit Distanz zu einer weiteren Militarisierung unter US-Führung wahren und zugleich die Golfstaaten als Partner gewinnen, deren Vertrauen in Washington durch den Iran‑Krieg stark gelitten hat. Während der US‑Blockade und iranischer Kontrollen bleibt der Seeweg ein globaler Engpass, dessen Sicherung über Energiepreise und Versorgung direkt Europa und mehrheitlich muslimische Länder betrifft.

Außenministerin warnt vor Lebensmittelkrise

LONDON (IZ). Die britische Außenministerin Cooper warnt, die Welt „schlafwandle“ in eine globale Ernährungskrise, weil die Schifffahrt durch die Straße von Hormus infolge des Iran‑Kriegs fast zum Erliegen gekommen ist. Statt rund 90 passieren derzeit nur noch wenige Schiffe täglich die Meerenge, hunderte Frachter mit Getreide und Düngemitteln stecken fest. Das Welternährungsprogramm befürchtet, dass bis zu 45 Mio. Menschen zusätzlich in akute Ernährungsunsicherheit geraten könnten, wenn die Blockade anhält. Besonders Länder im Globalen Süden wären betroffen.

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Foto: The White House/Daniel Torok

Gerüchte über eine 30-Tage-Waffenruhe

WASHINGTON (Agenturen). US‑Medien berichten, Washington und Teheran stünden kurz vor einer 60‑tägigen Waffenruhe, die die Wiederöffnung der Straße von Hormus einschließen soll. Demnach würde Iran in dieser Zeit Minen räumen und auf Transitgebühren verzichten, während die USA die Blockade iranischer Häfen lockern und Ölexporte wieder zulassen könnten. Ziel ist, den nahezu eingebrochenen Schiffsverkehr zu normalisieren, der seit Beginn des Kriegs massive Folgen für Energie- und Lebensmittelpreise hat. Menschenrechtsexperten erinnern daran, dass solche Abkommen nicht nur als geostrategische Deals, sondern auch am Maßstab des Schutzes von Zivilbevölkerungen im Iran, in der Region und im Globalen Süden zu messen sind.

Hebron: Gericht erlaubt Teilenteignung

HEBRON (KNA). Das Oberste Gericht von Israel hat die teilweise Enteignung der Machpela, der Patriarchengräber am Rand von Hebron, offiziell legitimiert. Eine entsprechende Petition der Stadtverwaltung, der zuständigen muslimischen Stiftung sowie eines Komitees für die Wiederherstellung der Altstadt wiesen die Richter in Jerusalem am 20. Mai zurück, wie Medien berichten. Die Grabstätte gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer des Judentums, wird aber aufgrund der abrahamitischen Herkunft auch von Christen und Muslimen verehrt.

Foto: Muhamad Taufiq Bin Azmi, Shutterstock

OIC verurteilt „Provokation“ von Ben Gvir

JEDDAH (KNA). Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit OIC hat die jüngste Kundgebung des rechtsextremen israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir an einer der heiligsten Stätten des Islam verurteilt. Der Chef der jüdisch-fundamentalistischen Partei Otzma Jehudit und Minister für Nationale Sicherheit hatte am 14. Mai an der Spitze von Siedlergruppen den Platz der Al-Aqsa-Moschee in Ostjerusalem besucht und dort die israelische Flagge gehisst. Die OIC sprach in einer Erklärung von einer „bewussten Provokation der Gefühle von Muslimen weltweit“.

Lage der Beduinen wird zunehmend prekär

JERUSALEM (KNA). Der Konflikt im Westjordanland betrifft auch die Beduinen. Für sie wird der Lebensraum immer enger. Genaue Bevölkerungsdaten fehlen. Zunehmende Zersiedelung, soziale Benachteiligung und neuerdings wachsende Repressalien israelischer Siedler schränken aber in wachsendem Maß die halbnomadische Lebensweise der Menschen ein. Die Beduinen und Hirtengemeinschaften gehören weder zur israelischen noch zur palästinensischen Gesellschaft. Die UN zählen sie daher zu den „am meisten gefährdeten Gruppen in den besetzten palästinensischen Gebieten“.

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Foto: MINUSMA, Marco Dormino

Lage der Tuareg wird entscheidend sein

BAMAKO (The Conversation). Bewaffnete Gruppen haben in Mali zuletzt erneut Regierungsstützpunkte und Städte angegriffen, darunter Verbände der Tuareg, die sich mit Jihadisten verbündet haben. Beobachter verweisen darauf, dass Konflikte um politische Teilhabe, Ressourcenverteilung und kulturelle Anerkennung der Tuareg seit Langem den Boden für Gewalt bereiten. Mit dem Abzug der UN‑Mission und Schwächung staatlicher Strukturen wächst die Gefahr, dass Zivilisten vertrieben und Massaker verübt werden.

Irankrieg stürzt die Armen ins Elend

WASHINGTON (GFP.com). Der Krieg der USA und Israels stürzt Länder des Globalen Südens in eine tiefe Krise. Nicht nur der Ölpreisschock verschärft ihre meist ohnehin schon prekäre Lage. Zudem gefährdet die Unterbrechung eines Drittels der globalen Düngemittelversorgung die weltweite Ernährungssicherheit und droht schon in Kürze 45 Mio. Menschen in akuten Hunger zu treiben. Gleichzeitig muss sich Afrika für einen Mangel an medizinischen Gütern wappnen, da der Kontinent einen Großteil davon über den Mittleren Osten importiert. Darüber hinaus droht der dreifache Schock aus Energie- und Nahrungsmittelkrise sowie kriegsbedingt schwächerem Wirtschaftswachstum weltweit mehr als 32 Mio. Menschen in die Armut zu treiben – vor allem in Entwicklungsländern.

Trotz Terror – Pakistan setzt Impfkampagne fort

ISLAMABAD (KNA). Einen Tag nach zwei tödlichen Terroranschlägen auf Polio-Impfteams in Pakistan hat die Provinz Sindh am 19. Mai dennoch eine entsprechende Impfkampagne für 5,8 Millionen Kindern unter fünf Jahren gestartet. Die 17.000 Mitglieder der Teams würden von 15.000 Sicherheitskräften geschützt, berichtete das pakistanische Nachrichtenportal „Dawn“. Morde von Terroristen an den Teams kommen seit Jahren in Pakistan immer wieder vor. Im Dezember 2025 kamen ebenfalls in Bajaur zwei Menschen bei einem Angriff auf ein Polio-Impfteam ums Leben.

Foto: Nick Brundle

Autonomiebehörde zu Provokationen an Al-Aqsa

RAMALLAH (IZ). Die palästinensische Autonomiebehörde wirft Israel vor, mit immer neuen Provokationen das historische Status‑quo‑Arrangement in Jerusalem auszuhebeln. Anlass ist der jüngste Besuch des rechtsextremen Sicherheitsministers Itamar Ben‑Gvir auf dem Gelände der Al‑Aqsa‑Moschee, bei dem er in Begleitung von Siedlern mit israelischer Flagge durch das zog. Palästinensische und internationale Beobachter sehen darin Teil einer Strategie, die exklusiv muslimische Nutzung der heiligen Stätte schrittweise auszuhöhlen und Ostjerusalem demographisch wie rechtlich weiter zu verändern.

Euro-Troika: Lage „deutlich verschlechtert“

BRÜSSEL (MEMO). Italien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland warnten am 22. Mai, dass sich die Lage im besetzten Westjordanland in den letzten Monaten „erheblich verschlechtert“ habe, vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt durch Siedler und einer israelischen Politik, die ihrer Ansicht nach die Stabilität und die Aussichten auf Frieden untergrabe, berichtete Anadolu. In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die vier europäischen Länder, dass die israelischen Siedlungsaktivitäten gegen das Völkerrecht verstoßen und das Gebiet weiter zersplittern würden, wodurch die Möglichkeit eines lebensfähigen palästinensischen Staates gefährdet werde.

Siedler setzen eine Moschee in Brand

JERUSALEM (KNA). Die Gewalt israelischer Siedler in den besetzten palästinensischen Gebieten hält an. Israelische Siedler haben das Dorf Jibiya nordwestlich von Ramallah im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei steckten sie laut örtlichen Medienberichten am 22. Mai eine Moschee und mehrere palästinensische Fahrzeuge in Brand. Der Angriff ist kein Einzelfall, sondern Teil einer systematischen Politik.

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Auslands-Kurzmeldungen Ausgabe 371: vom Iran-Krieg bis zur Relevanz des Sudan

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Auslands-Kurzmeldungen Ausgabe 370: In dieser Ausgabe behandeln wir u.a. den Iran-Krieg, den Tod von Flüchtlingen sowie die Lage in Palästina.

Globale Krise: Guterres verlangt Hormus-Öffnung

NEW YORK (MEMO). UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte am 27. April laut Anadolu angesichts der ins Stocken geratenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran die Wiederöffnung der Straße von Hormus. „Ich appelliere an die Parteien: Öffnet die Straße. Lasst die Schiffe passieren. Keine Gebühren. Keine Diskriminierung. Lasst den Handel wieder laufen. Lasst die Weltwirtschaft atmen“, sagte Guterres bei einer hochrangigen Debatte des UN-Sicherheitsrats zur maritimen Sicherheit. Die Straße von Hormus – durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases fließt – ist seit Anfang März von erheblichen Störungen betroffen, nachdem die USA und Israel am 28. Februar eine gemeinsame Offensive gegen den Iran gestartet hatten. Der Krieg ist derzeit unterbrochen, und es laufen Bemühungen, ihn dauerhaft zu beenden. „Seit Anfang März hat die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus die globale Energiesicherheit, die Nahrungsmittelversorgung und den Handel beeinträchtigt. Die Straße von Hormus ist einer der weltweit kritischsten maritimen Engpässe“, sagte Guterres. Eine sichere, ungehinderte Durchfahrt sei ein wirtschaftliches und humanitäres „Gebot“, sagte er und fügte hinzu: „Der wirtschaftliche Schock war unmittelbar – und jeder zahlt den Preis dafür.“ Er betonte, dass das Völkerrecht gewahrt werden müsse, einschließlich der durch das Seerecht garantierten Navigationsrechte. Er verwies auf die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats und betonte, dass die sichere und ungehinderte Durchfahrt durch die Meerenge ein grundlegendes Prinzip sei.

Foto: Nick Brundle

Jerusalem: Schutz der heiligen Stätten gefordert

AMMAN (KNA). Mehrere arabische Länder haben Israel wiederholte Verstöße gegen den historischen und rechtlichen Status quo an muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem vorgeworfen. Die Stätten müssten geschützt und ihr Status gewahrt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens, Katars und Ägyptens vom 23. April. Unter anderem verurteilten die Unterzeichner das Verhalten radikaler jüdischer Israelis, die wiederholt und unter dem Schutz der dortigen Polizei in provokanter Weise auf das Gelände des Haram al-Scharif eindrangen und israelische Flaggen hissten. Dies sei eine nicht hinnehmbare Provokation gegenüber Muslimen weltweit und verletze die Heiligkeit Jerusalems.

Rund 8.000 Menschen bei Flucht gestorben

GENF (KNA). Europa verzeichnete zuletzt einen Rückgang der Migration. Dabei haben sich die globalen Fluchtrouten nach UN-Angaben nur verschoben. Die Suche nach einer sicheren und gedeihlichen Existenz endet für viele mit dem Tod. Fast 8.000 Migranten sind im vergangenen Jahr tot oder vermisst gemeldet worden. Damit stieg die Zahl derer, die weltweit seit Beginn der Datenerfassung 2014 auf dem Weg zu einem besseren Bestimmungsort ums Leben kamen, auf über 82.000, wie die Internationale Organisation für Migration am 21. April mitteilte. Nach dem Rekord im Vorjahr mit knapp 9.000 Toten ist das ein leichter Rückgang. Zwar gehe in einigen Regionen die Zahl zurück; allerdings verlagerten sich nur die Migrationsrouten. Der „menschliche Preis für unsichere Migration“ steige weiter an, hieß es. „Weniger Bewegungen bedeuten nicht automatisch sicherere Reisen“, hieß es in der Mitteilung. Um Menschenleben zu retten, brauche es engere internationale Zusammenarbeit und dauerhafte Investitionen in evidenzbasierte Maßnahmen.

Söldner

Foto: Telegram/Russian Union Of International Security Officers

Moskau „nutzt“ Afrikaner als „Kanonenfutter“

KAIRO (IPS/IZ). Russland intensiviert die Rekrutierung afrikanischer Männer als Kanonenfutter im Ukraine-Krieg. Laut IPS-Analyse sind 1.417 Fälle dokumentiert, hauptsächlich aus Ägypten, Kamerun und Ghana; 22 Prozent (316) starben, oft nach nur sechs Monaten. Mit falschen Versprechen von Jobs als Sicherheitskräfte oder Handwerker werden sie nach Russland gelockt, zu russischsprachigen Verträgen gezwungen und mit minimaler Ausbildung an die Front geschickt. Diese Strategie knüpft an Putins Afrika-Politik an: Wagner-Nachfolger in Ländern wie Mali und Zentralafrika sichern Rohstoffe im Tausch gegen Söldner. Mittelsmänner wie Social-Media-Influencer und Schlepper profitieren; Jacob Zumas Tochter soll Südafrikaner angeworben haben. Mehrere Staaten handeln: Kenia holt Gefangene zurück, Ghana meldet 55 Tote und fordert Freilassungen, Südafrika verhaftet Netzwerke. Doch viele Regierungen schweigen aus Rücksicht auf Moskau. Zivile Hilfe gegen Armut ist gefordert.

Opfer lehnen Verlegung von Mörder Mladic ab

DEN HAAG (IZ). Opferverbände des Bosnienkriegs lehnen eine Verlegung des Kriegsverbrechers Ratko Mladić nach Serbien ab. Fünf Organisationen warnten IRMCT-Präsidentin Graciela Gatti Santana in einem Brief vor einer „schweren Ungerechtigkeit“ gegenüber den Opfernfamilien. Der 84-Jährige, seit 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt wegen Völkermordes in Srebrenica (über 8.000 Tote) und weiterer Verbrechen, erlitt vor wenigen Wochen einen Schlaganfall. In Serbien verehren viele Mladić als Helden. Die Entscheidung des Internationalen Mechanismus für Strafgerichtshöfe steht aus.

Foto: Mohammad Mojibur Rahman/IPS

Hunderte im letzten Jahr bei Flucht gestorben

GENF (KNA). Weiter machen sich Tausende Angehörige der muslimischen Minderheit in Myanmar auf die Flucht. Das vergangene Jahr war für sie das tödlichste seit Beginn der UN-Aufzeichnungen. Fast 900 Rohingya-Flüchtlinge sind nach UN-Angaben im vergangenen Jahr in der Andamanensee und im Golf von Bengalen gestorben oder verschollen. Dies war die höchste Zahl von Opfern seit Beginn der Aufzeichnungen über die Flucht auf dem Seeweg in Süd- und Südostasien, teilte der Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR Babar Baloch mit. Trotz der hoher Risiken begeben sich weiterhin Tausende Rohingya-Flüchtlinge auf den Seeweg. Gründe sind anhaltende Konflikte, Verfolgung und fehlende Aussichten auf Staatsbürgerschaft. Die Boote, die oft überfüllt und seeuntüchtig sind, legen meist von Cox’s Bazar in Bangladesch oder vom Rakhaing-Staat in Myanmar ab.

Europarat rügt Deutschland bei Grundrechten

STRASSBURG (KNA/IZ). Der Schutz jüdischen Lebens und Israels vor Angriffen hat hier hohen Stellenwert. Aus Sicht des Menschenrechtskommissars des Europarats schränken deutsche Behörden dabei Grundrechte unverhältnismäßig ein. Der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, hat sich besorgt über zunehmende Gewalt und Drohungen gegen Juden und jüdische Einrichtungen in Deutschland geäußert. Zugleich bekundete er in einem am 22. April in Straßburg veröffentlichten Bericht Sorge angesichts einer aus seiner Sicht unangemessene Anwendung des Antisemitismus-Begriffs. Damit würde legitime Kritik eingeschränkt.

Foto: ICJ

Prozess wirft ein Licht auf Rohingya-Genozid

JAKARTA (IPS/Z). Indonesien ermöglicht erstmals Genozidanklage gegen Myanmars Junta-Chef Min Aung Hlaing. Rohingya-Aktivistin Yasmin Ullah reichte am 13. April Klage beim Generalstaatsanwalt ein: Verantwortung für 2017-Massaker mit 24.000 Toten, Vergewaltigungen und Vertreibung von 700.000 Muslimen. Neue Strafgesetze erlauben universelle Gerichtsbarkeit für Völkerrechtsverbrechen. Der Putschist und neue Präsident steht unter ICC-Haftbefehl und vor IGH-Anhörungen (Gambia-Klage seit 2019). Ähnliche Fälle in Argentinien und Timor-Leste; Myanmar reagiert mit Diplomaten-Ausweisungen. Als UN-Menschenrechtsratspräsident 2026 kann Indonesien den Druck verstärken.

Trump: Blockade ist ein „sehr gutes Geschäft“

WASHINGTON (MEMO/IZ). US-Präsident Trump bezeichnete die Blockade der Straße von Hormus als „ein sehr gutes Geschäft“. Bei einer Lagebesprechung im Lageraum des Weißen Hauses erklärte er, die Sperrung iranischer Häfen und Ölexporte sei wirtschaftlich lukrativ. Die Meerenge, durch die ein Fünftel des Weltöls fließt, ist seit Februar 2026 umkämpft. Nach gescheiterten Verhandlungen in Islamabad ordnete Trump das Abfangen von Schiffen an – auch für Mautzahler an Teheran. Die Ölpreise stiegen danach auf über 100 Dollar.

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Foto: Lila Torlin, Shutterstock

Aktivisten: mehr Siedler in Ost-Jerusalem

JERUSALEM (KNA/IZ). Im Ostjerusalemer palästinensischen Stadtviertel Scheich Jarrah soll eine strengreligiös-jüdische Religionsschule (Jeschiwa) gebaut werden. Die Organisation Ir Amim (Stadt der Völker) warnte am 23. April: „Sollte der Plan umgesetzt werden, würde dies die Präsenz von Siedlern im Viertel erheblich verstärken, Sicherheitsbedenken bei den palästinensischen Bewohnern schüren und den Charakter des Ortes weiter verändern“. Die NGO setzt sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ein. Der Streit um Scheich Jarrah hält seit langem an.

Warnung vor „Feindseligkeit“ gegen Christen

ROM (IZ). Italien warnt vor wachsender Feindseligkeit gegenüber Christen nach israelischem Angriff auf eine Nonne in Jerusalem. Außenminister Antonio Tajani rief zu besserem Schutz in Israel, Gaza, Westjordanland und Südlibanon auf: „Ein Bild zunehmender Feindschaf zeichnet sich ab“. Der Vorfall passe in eine Serie von Einschränkungen. Regierungschefin Giorgia Meloni nannte es eine Beleidigung der Religionsfreiheit; der Tel Aviver Botschafter wurde einbestellt. Der Vatikan und die EU kritisierten Angriffe auf Klöster wie die Dormitio-Abtei.

Foto: IDF Spokesperson’s Unit, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Opferzahlen steigen auf 2.659 Kriegstote

BEIRUT (IZ). Die Zahl der Toten durch Angriffe während israelischer Operationen im Libanon sind auf 2.659 Opfer gestiegen, meldet das dortige Gesundheitsministerium. 7.863 wurden seit März verletzt. Und mehr als eine Million Vertriebene und Milliardenschäden belasten das Land. Trotz der US-iranischen-Waffenruhe halten die Kämpfe gegen die Hisbollah an. Bei jüngsten Luftangriffen im Südlibanon starben 12 Menschen, darunter ein Kind, 25 wurden verletzt. Die WHO dokumentierte mittlerweile 92 Angriffe auf Kliniken und Brückenzerstörungen, was Hilfen behindert.

CNN: Bisher Angriffe auf 16 US-Militärbasen

ANKARA (IZ). Der Iran und seine Verbündeten haben im jüngsten militärischen Konflikt nicht weniger als 16 US-Basen in acht Ländern des Nahen Ostens angegriffen, wobei einige davon „praktisch unbrauchbar“ wurden, berichtete CNN am 1. Mai unter Berufung auf Quellen. Der Bericht stützte sich auf Dutzende von Satellitenbildern und Interviews mit ihnen aus den USA und den arabischen Golfstaaten, und die betroffenen Einrichtungen machen den „Großteil der US-Militärstützpunkte“ in der Region aus. „Es gab ein breites Spektrum an Einschätzungen“, sagte eine Quelle. „Von einer ziemlich dramatischen Sichtweise, wonach die gesamte Anlage zerstört ist und stillgelegt werden muss, bis hin zu Führungskräften, die sagen, dass es sich lohnt, diese Anlagen zu reparieren, da sie den USA einen strategischen Vorteil verschaffen.“

Khan Pakistan Proteste terror

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Terroranschlag auf Impfteam gegen Polio

ISLAMABAD (KNA). Pakistan ist einer der letzten Staaten weltweit, in denen Polio noch nicht ausgerottet ist. Die Regierung hatte dafür eine Impfkampagne gestartet. Für die Gesundheitshelfer ist die Arbeit aber brandgefährlich. Bei einem islamistischen Angriff auf ein Polioimpfteam sind am 13. April ein Polizist getötet und vier weitere verletzt worden. Pakistan ist eines der letzten Länder, in denen Kinderlähmung noch nicht verschwunden ist.

MSF-Vorwurf: Israel enthält Gaza Wasser vor

GENF (IZ). Ärzte ohne Grenzen (MSF) wirft Israel vor, Wasser als Waffe der Kollektivbestrafung in Gaza einzusetzen. Seit Oktober 2023 zerstörten israelische Streitkräfte fast 90 Prozent der Wasser- und Sanitärinfrastruktur – Entsalzungsanlagen, Bohrlöcher, Leitungen und Kanalisation –, heißt es in einem neuen MSF-Bericht. Mitarbeiter dokumentierten Schüsse auf markierte Wassertanklaster und Zerstörung lebenswichtiger Brunnen. Israelische Angriffe auf Wasserstellen töteten Zivilisten, darunter Kinder. Der Wasserentzug sei Teil eines Musters inhumaner Bedingungen, kritisiert die Organisation.

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Foto: Anas Mohammed, Shutterstock

Viele Opfer sind Frauen und Mädchen

NEW YORK (KNA). Über 38.000 Frauen und Mädchen sind laut einem aktuellen Bericht während des Krieges in Gaza getötet worden. Das entspreche 47 Todesopfern am Tag, heißt es in der am 17. April veröffentlichten Aufstellung von UN Women. Dabei sei von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen, da weiterhin Menschen unter Trümmern vermutet würden. Hinzu kämen rund 11.000 Frauen und Mädchen, die durch Kriegshandlungen schwer verletzt wurden, viele mit lebenslangen Folgeschäden.

Wadephul: Sudankrieg geht die Welt an

BERLIN (KNA). Auf die Kriegsparteien im Sudan muss nach Ansicht von Außenminister Wadephul (CDU) internationaler Druck ausgeübt werden. „All jene, die Einfluss haben, das Morden und Sterben zu beenden, sind politisch und moralisch aufgefordert, diesen Einfluss auch auszuüben“, sagte er anlässlich der Geberkonferenz am 15. April in Berlin. Das gelte insbesondere für die Kräfte, die den einzelnen Kriegsparteien nahe stünden. „Der Krieg geht die Welt an“, so Wadephul weiter. Es müsse endlich eine Waffenruhe erreicht werden.

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Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt 

Trump Iran USA

Auf Bitten der Golfstaaten will Donald Trump von einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges abgesehen haben – vorerst. Er sagt, es gebe „ernsthafte Verhandlungen“. 

Washington/Teheran (dpa/IZ) US-Präsident Donald Trump verzichtet nach eigenen Angaben vorerst auf einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen „ernsthafte Verhandlungen“ mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Deshalb habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Militärvertreter angewiesen, die bisherigen Pläne auszusetzen und einen Großangriff auf den Iran erst dann zu beginnen, wenn ein „akzeptables Abkommen nicht erreicht wird“.

„Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und einige andere haben mich gefragt, ob wir die Entscheidung um drei Tage, also um einen kurzen Zeitraum, verschieben könnten“, sagte Trump später in Washington. Er sprach von einer sehr positiven Entwicklung. Am Vortag hatte der Republikaner auf Truth Social gewarnt: „Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben.“ 

Iran legt neue Vorschläge vor 

Mehrere Vertreter der von Trump aufgeführten Golfstaaten erklärten dem „Wall Street Journal“ zufolge, ihnen sei der vom US-Präsidenten erwähnte angebliche Plan für einen Angriff auf den Iran nicht bekannt. Trump, der laut Berichten für heute ein Treffen mit seinen Sicherheitsberatern geplant hatte, habe dazu tendiert, einen Angriff anzuordnen, zitierte das „Wall Street Journal“ einen US-Beamten. Seinen neuen Post setzte Trump ab, nachdem die Bemühungen um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges ins Stocken geraten waren. 

Nun hat Teheran nach eigenen Angaben über den Vermittler Pakistan auf den jüngsten US-Vorstoß mit eigenen neuen Vorschlägen reagiert, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai Reportern sagte. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ bot Teheran eine schrittweise Öffnung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus an. Zugleich seien aber kritische Fragen zum Streitthema des iranischen Atomprogramms offen geblieben. 

Nach Angaben Baghais hatten die USA zuvor Antworten auf Irans vorangegangenen Vorschlag übermittelt. Trump hatte diesen öffentlich als „dämlichen Vorschlag“ abgetan. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars sollen die USA zuletzt wieder klargemacht haben, die Kampfhandlungen nur dann langfristig einzustellen, wenn es bestimmte Verhandlungsergebnisse gibt. Für den Iran ist ein Ende der Kampfhandlungen – insbesondere auch der Offensive Israels im Libanon – jedoch eine Vorbedingung für weitere Verhandlungen. 

Teheran kritisiert Bundeskanzler Merz 

Als Reaktion auf Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an einem Angriff auf Atomanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat der Iran dem Kanzler „Heuchelei“ vorgeworfen. In einem auf deutsch verfassten Post auf der Plattform X kritisierte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai, dass amerikanisch-israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen nicht auf Verurteilung stießen, ein vor kurzem erfolgter Drohnenangriff auf die VAE dagegen schon. 

Baghai kritisierte auch, dass Merz dem Iran die Schuld für den Angriff zugewiesen hatte. Er nannte die Attacken eine „mutmaßliche False-Flag-Operation“. Damit werden Täuschungsmanöver bezeichnet, bei denen Angriffe einer anderen Partei angelastet werden sollen. Selbst die VAE hätten dem Iran bisher die Urheberschaft nicht offiziell angelastet, schrieb Baghai. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Montag auf X „iranische Luftschläge gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und weitere Partner“ verurteilt. Es dürfe zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen.

Am Sonntag hatten die Emirate mehrere Angriffe gemeldet. Einer traf demnach einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hieß es. 

Berlin und Ankara setzen auf diplomatische Lösung 

Deutschland und die Türkei setzen trotz Trumps jüngster Drohungen weiterhin auf diplomatische Kompromissfindung. Auf militärischem Wege werde es keine Lösung geben, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in Berlin. Wenn der Iran bereit sei, auf sein nukleares Anreicherungsprogramm zu verzichten, „haben wir eine Grundlage dafür, Verhandlungen zu führen“. 

Fidan sagte, es liege „im Interesse der ganzen Welt, die großen Krisen auf diplomatischem Wege so schnell wie möglich zu lösen“. Eine Fortsetzung des Krieges hätte große politische und wirtschaftliche Folgen, warnte er. Wadephul sagte mit Blick auf Washington und Teheran, die Verhandlungen seien nicht festgefahren, sondern würden fortgeführt. Irans Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag müsse von der US-Regierung nun sorgfältig geprüft werden. 

Katar hat indessen vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg gewarnt. Die Staaten der Region wollen „nicht erneut in einen Krieg hineingezogen werden“, sagte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari bei seinem wöchentlichen Presse-Briefing. Katar unterstütze gemeinsam mit anderen Ländern die Vermittlungsbemühungen Pakistans sowie die bestehende Waffenruhe und setze auf diplomatische Lösungen. Bei einer weiteren Eskalation seien die Bevölkerungen die Hauptleidtragenden. Die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus ist „unser Recht“, so der Sprecher. Die für den Welt- und Ölhandel wichtige Meerenge ist durch den Iran-Krieg weitestgehend zum Erliegen gekommen. Katar dränge weiter darauf, die Meerenge „offen zu halten und den Status quo dort nicht durch Maßnahmen zu verändern, die gegen internationales Recht verstoßen“, sagte al-Ansari weiter.

Irans Atomprogramm bleibt Streitthema 

Weit auseinander liegen die Kriegsparteien vornehmlich bei Fragen rund um das iranische Atomprogramm. Laut der iranischen Agentur Fars enthält der US-Vorschlag die Forderung, der Iran müsse 400 Kilogramm hochangereichertes Uran an die USA übergeben, könne aber eine Atomanlage weiterbetreiben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben im Bericht von Fars nicht. 

Am 28. Februar hatten die USA gemeinsam mit Israel den Krieg mit Angriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die Staaten am Persischen Golf, die es als US-Verbündete betrachtet. Seit Anfang April gilt eine – von Trump zuletzt einseitig verlängerte – Waffenruhe. Spannungen in der Region brachten diese jedoch mehrfach ins Wanken. Sie hänge am seidenen Faden, sagte Trump vor rund einer Woche.

Die italienische Zeitung „La Repubblica“ schrieb dazu: „Trump gewinnt Zeit und hofft, den Iran dazu zu drängen, seine Friedensbedingungen zu akzeptieren, denn er ist an einen Scheideweg gelangt. Er muss zwischen der Fortsetzung der Pattsituation wählen, die ihm vielleicht im Hinblick auf die Midterm-Wahlen helfen würde, ihm aber nicht erlauben würde, seine erklärten Ziele zu erreichen; oder darauf setzen, den Krieg mit noch größerer Intensität wieder aufzunehmen. (…) Eine Möglichkeit bestand darin, noch einige weitere Schläge auszuführen und dann den Sieg zu verkünden. Dieses Zeitfenster existierte vor einigen Wochen – jetzt nicht mehr. 

Die Pattsituation, ein langwieriger Krieg nach dem Modell der Ukraine oder vielleicht sogar ein abgeschwächtes Abkommen mit der iranischen Regierung, das diesem faktisch die Kontrolle über die Straße von Hormus überließe, wären nur sehr schwer als Erfolge darzustellen, weil sämtliche während der Intervention verkündeten Ziele verfehlt würden. (…) All dies scheint den Chef des Weißen Hauses dazu zu drängen, den Krieg doch wieder aufzunehmen oder ihn zumindest anzudrohen, in der Hoffnung, die Ajatollahs in Teheran dazu zu bewegen, die Friedensbedingungen von Trump und den USA zu akzeptieren.“

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Iranische Kulturgüter im Visier der Kriegsparteien

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Kulturgüter im Visier: Nach den gemeinsamen Attacken der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar wurde das Land wiederholt angegriffen.

(The Conversation). Diese Angriffe, die angeblich auf die nuklearen und raketentechnischen Fähigkeiten des Staates abzielten, haben auch zivile Opfer gefordert und Schäden an Kulturstätten verursacht. Von Katayun Shahandah

Luftangriffe naher geschichtlicher Stadtteile in Teheran und Isfahan haben Denkmäler beschädigt, die seit Jahrhunderten erhalten geblieben sind. 

Die Verluste machen deutlich, wie Krieg nicht nur Leben gefährden kann, sondern ebenso das historische Gedächtnis, das in Städten und Landschaften verankert ist. Als iranische Kunsthistorikerin ist es für mich doppelt schmerzhaft, mitanzusehen, wie sich diese Ereignisse in meinem Land abspielen.

Der Iran verfügt über eine der weltweit reichhaltigsten Konzentrationen an altehrwürdiger Architektur und städtischem Kulturerbe. Der Staat beherbergt 29 UNESCO-Welterbestätten. Sie umfassen einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrtausenden – von antiken Kaiserstädten über islamische Stadtensembles bis hin zu Wüstenstädten.

Doch Denkmäler, die Jahrhunderte voller Invasionen, politischer Umbrüche und Regimewechsel überstanden haben, sind in modernen Konflikten weiterhin gefährdet.

Selbst wenn Kulturerbestätten nicht gezielt angegriffen werden, können Explosionen, Brände und Schockwellen in der Nähe empfindliches Mauerwerk, glasierte Kacheln und dekorative Innenausstattungen beschädigen.

In der Hauptstadt Teheran haben Luftangriffe zwei bedeutende historische Stätten beschädigt: den Golestan-Palast und den Großen Basar. Die erste Bau, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, diente im 19. Jahrhundert als zeremonielle Residenz der Kadscharen-Dynastie.

Seine Säle zeichnen sich durch kunstvolle Spiegelmosaike, bemalte Kacheln und einen architektonischen Stil aus, der persische Traditionen mit europäischen Einflüssen verbindet.

Er reflektiert eine Zeit, in der sich das damalige Persien intensiver mit künstlerischen Strömungen aus aller Welt beschäftigte.

Der Basar von Teheran ist weit mehr als nur ein Geschäftsviertel. Wie viele historische Marktanlagen im gesamten Nahen Osten fungiert er als lebendiger städtischer Organismus, der Handel, religiöse Institutionen und das gesellschaftliche Leben miteinander verbindet.

Historisch gesehen hat er eine wichtige Rolle in den politischen Bewegungen des Iran gespielt. Er war maßgeblich an der Revolution von 1978/79 beteiligt, als die Basarhändler den späteren Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Khomeini, unterstützten.

Foto: Hossein Zohrevand/Tasnim News Agency/Wikimedia Commons

Die Unruhen haben Isfahan erfasst, eine der bedeutendsten historischen Metropolen des Iran und Hauptstadt der Safawiden während einer Blütezeit der Kunst, Architektur und des Handels.

Unter Schah Abbas I. wurde die Stadt zu einem kaiserlichen Zentrum für Kultur und Stadtplanung umgestaltet, dessen Herzstück der Naqsch-e-Jahan-Platz bildet – ein monumentaler Komplex aus Moscheen, Palästen und Basaren, der den Beinamen Nesf-e Jahan – „die halbe Welt“ – erhielt.

Die Schäden in Isfahan sind besonders besorgniserregend, da der Ort einen zentralen Platz in der architektonischen und kulturellen Geschichte des Iran einnimmt.

Er erlebte im 17. Jahrhundert als Hauptstadt der Safawiden eine Blütezeit und ist bis heute eine der bedeutendsten Residenzstädte der muslimischen Welt.

Selbst begrenzte Schäden in dieser historischen Stadt geben Anlass zu großer Sorge. Dekorative Elemente wie Fliesenarbeiten, Wandmalereien und Spiegelmosaike gehören zu den empfindlichsten Bestandteilen der Safawiden-Architektur. Sind sie einmal verloren, lassen sie sich nur äußerst schwer wiederherstellen.

Die Denkmäler des Iran sind nicht nur archäologische Stätten oder Touristenattraktionen. Sie sind Teil einer Kulturidentität, die durch jahrtausendealte künstlerische, literarische und architektonische Traditionen geprägt ist.

Städte wie Shiraz, Isfahan und Yazd sind eng mit der Dichtung von Persönlichkeiten wie Hafez und Ferdowsi verflochten. Ihre Werke prägen das kulturelle Leben im Iran bis heute.

* Übersetzt und veröffentlicht im Rahmen einer CC-Lizenz.

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47 Jahre Misstrauen: Wie das US-iranische Verhältnis den Weg zum Krieg ebnete

Währung Iran

Iran und die USA verbindet seit 47 Jahren ein zerrüttetes Verhältnis – Vertrauen scheint hier wie Glas: einmal zerbrochen, bleibt nichts wie zuvor.

(The Conversation). Der Ton der Beziehungen lässt dies deutlich erkennen. Im Jahr 2020 bezeichnete der oberste Führer des Iran Präsident Donald Trump als einen „Clown“, der nur vorgibt, das persische Volk zu unterstützen, ihm aber letztlich einen „giftigen Dolch“ in den Rücken stößt. Von Mehrzad Boroujerdi

Und in einer US-amerikanischen Version dieser Feindseligkeit sagte Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff am 23. Februar 2026 über die Haltung des Präsidenten gegenüber dem Iran: „Ich möchte das Wort ‘frustriert’ nicht verwenden, denn er weiß, dass er zahlreiche Alternativen hat, aber er fragt sich, warum sie nicht … Ich möchte das Wort ‘kapituliert’ nicht verwenden, aber warum sie nicht kapituliert haben.“

Der Krieg, der am 28. Februar 2026 begann, folgt einem bekannten, allerdings gefährlichen Muster. Tiefes, historisches Misstrauen, unvereinbare strategische Interessen, innenpolitische Zwänge auf beiden Seiten, Missverständnisse und Fehlwahrnehmungen, Nullsummen-Denken und wiederholte diplomatische Überreaktionen trieben die Beziehungen zwischen dem Teheran und Washington schrittweise in einen offenen Konflikt.

Als der Iran sich weigerte, seinen Forderungen nachzugeben, beschrieb er die Führer in unverblümten Worten: „Das sind kranke Menschen. Sie sind psychisch krank. Kranke Menschen. Sie sind wütend. Sie sind verrückt. Sie sind krank.“

Chamenei

Foto: khamenei.ir

Um ein tieferes Verständnis für den Iran zu erlangen, hätten die politischen Entscheidungsträger in Washington auf die Erkenntnisse von John W. Limbert zurückgreifen können.

Er war angesehener Diplomat mit vier Jahrzehnten Erfahrung in iranischen Angelegenheiten. 2008 skizzierte er im Rahmen einer Studie des U.S. Institute of Peace über den iranischen Verhandlungsstil 15 Grundsätze für Amerikaner, die erfolgreiche Verhandlungen mit diesen Gesprächspartnern anstreben.

Zu seinen wichtigsten Beobachtungen gehörte, dass jede Seite dazu neigt, vom anderen das Schlimmste anzunehmen und ihren Gegner als „unendlich hinterhältig, feindselig und doppelzüngig“ zu betrachten. Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass diese hart erarbeitete Erkenntnis in die jüngste Rhetorik eingeflossen ist.

Und liebgewonnene Darstellungen lassen unbequeme Fakten geflissentlich außer Acht. Es war Trump, der die USA in seiner ersten Amtszeit aus dem Atomabkommen von 2015 zurückzog.

Es waren auch die USA, die in den erneuten Unterhandlungen 2025 und 2026 zweimal iranische Ziele bombardierten, während die Gespräche noch liefen.

Auch waren die Verhandlungen nie rein bilateral. Am Verhandlungstisch stand immer ein unbesetzter Stuhl, der metaphorisch für einen unsichtbaren Teilnehmer reserviert war: Israel.

Meiner Ansicht nach nutzte Premierminister Netanjahu geschickt seinen Einfluss und diplomatischen Druck, um den Prozess öffentlich und hinter den Kulissen zu gestalten.

Wenn es um den Iran ging, verstieß Trump oft gegen ein Grundprinzip der Diplomatie: Den Iran zu Zugeständnissen aufzufordern, ohne dafür eine Gegenleistung zu bieten.

Foto: Dan Scavino | Lizenz: gemeinfrei

Unterdessen verschob Netanjahu wiederholt die Zielvorgaben – er behauptete, der Iran stehe kurz vor dem Erwerb einer Atomwaffe, forderte den Abbau seiner nuklearen Infrastruktur und sprach sich schließlich für einen Regimewechsel aus.

Die Verantwortung für das Scheitern kann jedoch nicht allein Washington und Jerusalem zugeschrieben werden. Die iranische Führung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Konflikt mit den USA so unlösbar geworden ist.

Ein repressives und wirtschaftlich angeschlagenes Regime stützte sich stark auf performative antiamerikanische Politik, um seine innenpolitische Legitimität zu sichern. Teheran begegnete der Unnachgiebigkeit der USA und Israels mit eigener Unbeugsamkeit und einer strategischen Überziehung.

Wie geht es weiter? Sollte es im Iran nicht zu einem Regimewechsel kommen, werden sich beide Seiten wahrscheinlich wieder an den Verhandlungstisch begeben, sobald sich der Nebel des Krieges gelichtet hat.

Die Feindseligkeiten werden nicht verschwinden, und diplomatische Höflichkeiten könnten seltener werden. Doch Diplomatie braucht kaum Vertrauen; sie erfordert Interessen. (The Conversation)

* Übersetzt und veröffentlicht im Rahmen einer CCL-Lizenz.

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Ein völkerrechtswidriger Krieg ohne klaren Ausgang

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Die USA und Israel haben am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran begonnen, dessen Ausgang und Folgen noch nicht abzusehen sind.

(iz). Der ansonsten eher zurückhaltend auftretende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trat am 24. März anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Auswärtigen Amtes ungewohnt undiplomatisch auf.

Er bezeichnete den von den USA und Israel begonnenen Irankrieg als „Völkerrechtsbruch“. Dieser Krieg sei für ihn völkerrechtswidrig, daran gebe es wenig Zweifel. Darüber hinaus bezeichnete er ihn als „politisch verhängnisvollen Fehler“. Er sei vermeidbar und unnötig gewesen.

Foto: US-DoD/gemeinfrei

Die bisher als „präventiv“ und „begrenzt“ präsentierte Aggression gegen Teheran hat sich innerhalb eines Monats zu einem offenen Regionalkrieg entwickelt, der sich nach wie vor einer klaren Prämisse entzieht, jedoch einer fatalen Logik der Eskalation folgt.

Dazu passt, dass der US-Präsident seit Beginn der Angriffe am 28. Februar wiederholt von unterschiedlichen Absichten, der Dauer des Konflikts und einem Endszenario sprach.

Mal war der Krieg fast entschieden, in anderen Momenten sollte er noch mehrere Wochen anhalten. So widerrief er am Morgen des 23. März ein für diesen Tag angekündigtes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus.

Am 28. Februar 2026 begannen koordinierte Luft- und Raketenangriffe auf iranische Führungseinrichtungen, Kommandozentralen, die Luftabwehr sowie Nuklearanlagen. Bei den ersten Schlägen wurde Revolutionsführer Ali Khamenei getötet, viele Spitzenfunktionäre kamen ums Leben.

Die von Washington als „Epic Fury“ bezeichnete Operation begann, obwohl die indirekten Nuklearverhandlungen unter omanischer Vermittlung offiziell noch nicht gescheitert waren. Bereits am ersten Tag wurde dabei eine iranische Schule getroffen, bei der nach dortigen Angaben bis zu 180 Schülerinnen ums Leben kamen.

In den ersten Stunden antwortete der Iran mit massiven Salven auf Israel, US-Basen in der Region sowie auf Ziele in Nachbarstaaten. Ein Teil der Angriffe wurde abgefangen, es gab jedoch Tote, Verletzte und erhebliche Schäden an der Infrastruktur. Schnell weitete sich das Schlachtfeld aus.

Während Tel Aviv und Washington weitere Wellen gegen Raketenstellungen, Marineeinheiten im Golf und dortige Einrichtungen flogen, nahm Teheran gezielt Städte in Israel, Luftwaffenstützpunkte und logistische Knotenpunkte in der Region ins Visier.

Foto: Dan Scavino | Lizenz: gemeinfrei

Innerhalb einer Woche waren mehr als ein Dutzend Staaten betroffen, so durch Überflüge, Raketenabbrüche, Cyberangriffe und Störungen des zivilen Luft- und Schiffsverkehrs. In der Straße von Hormus und im Golf von Oman wurden iranische und US-Schiffe beschossen. Tanker meldeten Vorfälle und die ersten Handelsschiffe änderten ihre Routen oder stellten ihre Fahrten ein.

Parallel zum externen Krieg verschärft sich die innere Repression im Iran: Schon im Januar 2026 hatten Sicherheitskräfte die größten Proteste seit 1979 mit tausenden Toten niedergeschlagen. Nun nutzt die neue Führung unter Mojtaba Khamenei den Kriegszustand, um Oppositionelle, Journalisten und Aktivisten weiter zu verfolgen.

Die Intensität der Raketenangriffe seitens Teherans hat mittlerweile etwas abgenommen, doch der Konflikt ist nicht entschieden. Die US-israelische Koalition kontrolliert die Lufträume und Seewege nur teilweise.

Foto: Avash Media//Wikimedia Commons | Lizenz: cc BY 4.0

Das Raketenarsenal des Irans ist geschwächt, aber nicht ausgeschaltet, und die Führungsstruktur des Regimes hat sich unter neuem Oberhaupt stabilisiert. Währenddessen droht jeder weitere eskalierende Schritt, wie die Zerstörung von Infrastruktur – etwa Entsalzungsanlagen, Wasser- und Elektrizitätswerke –, den Konflikt zu entgrenzen und zu verschärfen.

Trump ist sich bewusst, dass der Krieg im Land und bei Verbündeten auf Ablehnung stößt und die Weltwirtschaft destabilisiert. Am 16. März stiegen die Ölpreise auf über 87,59 Euro pro Barrel.

Netanjahu hingegen will ihn nicht beenden, ohne dem Iran eine entscheidende Niederlage zuzufügen, die zumindest dessen Atom- und Raketenprogramme beendet.

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Die Zeit der Bomben: Irankrieg wird unvermindert fortgeführt

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Während Bomben auf den Iran und viele Staaten der Region fallen, wirken die Aggressoren und die EU-Länder plan- und konzeptlos.

(iz, KNA, GFP.com). Ab dem Morgen des 28. Februar 2026 markierten die gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffe auf iranische Ziele eine neue Phase des seit Jahren eskalierenden Schattenkriegs – erstmals als offener, regionaler Krieg geführt.

Seit 28. Februar fallen Bomben und Raketen

Am 28. Februar gegen Vormittag Ortszeit starteten massive Angriffe mit US‑Projektilen, Drohnen und israelischen Jets auf Ziele in West‑ und Zentraliran, darunter Luftabwehr, Raketenstellungen und Anlagen mit Bezug zum Nuklear‑ und Raketenprogramm.

Tel Aviv sprach von etwa 500 getroffenen militärischen Zielen und der größten Kampagne seiner Luftwaffe. US-Präsident Trump erklärte die Operation zu einer großangelegten Offensive zur Zerstörung von Irans Raketenindustrie, Seestreitkräften und nuklearen Kapazitäten. Entgegen den Behauptungen deutscher Kommentatoren geht es weder Washington noch Tel Aviv in erster Linie um „Freiheit“ oder „Demokratie“ in der Islamischen Republik.

Fast zeitgleich schlossen Iran, Israel und Nachbarstaaten ihren Luftraum; die USA signalisierten, dass diplomatische Optionen als ausgeschöpft gelten. Internationale Reaktionen reichten von scharfer Kritik an der Gefährdung der regionalen Stabilität bis zu Erklärungen der Unterstützung für das „Selbstverteidigungsrecht“ Israels und der USA.

Iran antwortet und weitet den Krieg auf die gesamte Region aus

In den Stunden nach den ersten Angriffen reagierte Teheran mit einem breiten Spektrum von Drohnen‑ und Raketenangriffen. Ziele sind weiterhin Israel, US‑Basen in der Region, zivile Objekte in Jordanien, Kuwait, Bahrain, Katar, Irak, Saudi‑Arabien und den VAE sowie zivile Flughäfen und Häfen der Nachbarstaaten.

Teheran schloss der Straße von Hormus, womit ein neuralgischer Punkt des Welthandels und der Energieversorgung getroffen ist. Die Ölpreise sprangen deutlich nach oben, asiatische Börsen geraten unter Druck.

Politisch verschiebt sich damit der Konflikt von einer bilateralen Konfrontation hin zu einem offenen regionalen Krieg, der Golfmonarchien, Irak, Libanon und de facto europäische Akteure über Militärbasen und Energieabhängigkeit einbindet. Sollten die USA angeblich Pläne zur Mobilisierung kurdischer Kräfte im Iran realisieren, dürfte nach Ansicht von Beobachtern auf die Türkei nicht abseits bleiben.

Die Arabische Liga warnte vor einem „vollumfänglichen regionalen Krieg“ und drängt auf Deeskalation, während Teheran nach Tötung von Ayatollah Ali Khamenei und unzähligen hochrangigen Funktionären des Machtapparats jede Verhandlung mit Washington kategorisch ausschließt.

Die Opferzahlen im Iran steigen rapide an

Im Iran führen die Angriffe seit Beginn zu hunderten zivilen Toten und Verletzten in mehreren Provinzen. Die Aggression trifft dicht besiedelte urbane Räume, Schulen werden geschlossen, Familien fliehen aus besonders gefährdeten Vierteln. Die Internetverbindung bricht landesweit auf wenige Prozent ein, was Informationsfluss, Koordination von Hilfe und die Arbeit humanitärer Organisationen massiv behindert.

Unterbrechungen von Strom, Transportwegen, Gesundheitsdiensten und Versorgungsnetzen verstärken eine vorhandene strukturelle Krise. Wasserknappheit, steigende Preise und hohe Arbeitslosigkeit treffen insbesondere einkommensarme Haushalte, Tagelöhner und informell Beschäftigte.

Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderungen und Kranke gelten als besonders gefährdet, da sie von funktionierenden öffentlichen Diensten und Medikamenten abhängen, während Binnenvertriebene und Flüchtlinge aufgrund prekärer Wohnverhältnisse und knapper Ressourcen doppelt exponiert sind.

Das Lager der Angreifer ist plan- und kopflos

Politisch steht Washington vor der Spannung zwischen dem Anspruch, Irans Sicherheitsapparat „zu zerschlagen“, und der Gefahr, in einen langwierigen Krieg ohne klar definiertes Endziel hineingezogen zu werden. Für Israel verschränken sich der Angriff gegen den Iran, die anhaltenden Operationen in Gaza und die neue Front im Libanon zu einem Mehrfrontenkrieg, der militärisch beherrschbar sein mag, aber enorme diplomatische und innenpolitische Kosten erzeugt.

Auf iranischer Seite schafft die Tötung Khameneis ein Machtvakuum mit unklarer Nachfolge, in dem Hardliner jede Form von Zugeständnissen als existenzielle Bedrohung rahmen und damit die Eskalationsspirale eher antreiben als bremsen. 

Mit Raketen, Drohnen und Flüchtlingsbewegungen, die längst Grenzen überschreiten, ist die Region in eine Konstellation eingetreten, in der ein einzelner Fehlkalkulationsmoment genügen kann, um den Krieg weiter auszuweiten. Währenddessen ist die humanitäre Bilanz nach wenigen Tagen katastrophal und wird absehbar anwachsen.

Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Imo/photothek

Berlin stellt sich grundlos auf die Seite eines Angriffskriegs

Die USA und Israel erhalten bei ihrem zweiten Krieg gegen den Iran binnen neun Monaten erneut die Rückendeckung der Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz teilte am Sonntag mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Überfall auf Iran mit, er wolle keine „völkerrechtliche Einordnungen“ des Krieges vornehmen.

Es sei „jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren“. Im Gegensatz dazu forderte er Iran auf, „diese wahllosen Angriffe sofort zu beenden“.

Deutsche Muslime rufen zur Deeskalation auf

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland blickt nach eigenen Angaben mit großer Besorgnis auf die jüngste militärische Eskalation im Zusammenhang mit dem Iran. Die Entwicklungen drohen, eine ohnehin fragile Region weiter zu destabilisieren und neues Leid über die Zivilbevölkerung zu bringen.

Das Gremium rief in einer Erklärung vom Montag alle beteiligten Akteure eindringlich dazu auf, unverzüglich Schritte zur Deeskalation einzuleiten, das internationale Recht zu respektieren und zu einer politischen Lösung zurückzukehren. „Die internationale Gemeinschaft steht in der Verantwortung, weitere Eskalationen zu verhindern und Wege zu eröffnen, die langfristig Sicherheit und Stabilität fördern.“

Die OIC verurteilt Attacken gegen Ziele in arabischen Ländern

Ungeachtet der Darstellung von Präsident Massud Peseschkian, die Tötung von Khamenei durch die USA und Israel sei eine „Kriegserklärung an Muslime“, hat der Weltverband 57 muslimischer Staaten ein Ende der Eskalation und die Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert. In einer am Abend des 28. Februar verbreiteten Erklärung verurteilte die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Riad die Angriffe Teherans auf benachbarte Mitgliedstaaten.

Das OIC-Generalsekretariat sprach mit Bezug auf iranische Luftangriffe auf Ziele in Saudi-Arabien, mehreren Golfstaaten und Jordanien von „Aggression“ und „einer inakzeptablen Eskalation“. Diese bedrohe die Stabilität der gesamten Region und habe schwerwiegende Folgen für Frieden und Sicherheit.

Die Verletzung der Souveränität von OIC-Mitgliedern und völkerrechtlicher Grundsätze durch den Iran stelle einen gefährlichen Präzedenzfall dar, so der islamische Staatenverband. Er verlangte die Wahrung gegenseitigen Respekts und Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.

Leider wie immer: Jerusalem und palästinensische Gebiete werden zu Opfern des Teheraner Vorgehens

Im Felsendom nahm eine Studentengruppe gerade an einem Qur’anunterricht teil, als Alarm ertönte. Kaum jemand habe sich bewegt, berichtet eine Studentin. Zwar sei der Bereich geschlossen worden, aber die Besucher auf dem Plateau der Al-Aksa-Moschee hätten alle Ruhe bewahrt.

Auch außerhalb des Damaskustors zur Altstadt waren die Geschäfte zunächst geöffnet, auf den Straßen herrschte Treiben. Und im Garten der Dormitio, der deutschen Benediktiner-Abtei auf dem Zionsberg, ging die Zitronenernte ungestört weiter.

Dann aber gab es kurz nach 10 Uhr auch für Jerusalem Alarm. Die Bewohner suchten Schutzräume auf. Über der Stadt wurden Raketen gesichtet. Mehrere laute Explosionen waren zu hören, als das israelische Abwehrsystem erfolgreich ein Geschoss abfing. Die deutsche Schmidt-Schule am Rand der Altstadt schickte die Schülerinnen nach Hause.

Später entdeckte man im Hof der Schule zwei etwa 40 Zentimeter große Trümmerteile. Auch beim Sultanspool westlich der Altstadt fiel ein umfangreicheres Raketenstück nieder und sorgte für starke Rauchentwicklung. Der Platz vor der Klagemauer war inzwischen verwaist. Nach Tel Aviver Angaben feuerte der Iran rund 30 Raketen in Vergeltung ab.

Foto: diloka107, Freepik.com

Dramatische Folgen für die Weltwirtschaft sind nicht abzusehen

Die ersten Ausläufer der zu erwartenden Konsequenzen des unnötigen Angriffs auf den Iran zeigte sich bereits an deutschen Tankstellen. Preise stiegen im Schnitt um 20 ct/Liter an. Ökonomen befürchten langfristig ein erneutes Absinken des Wirtschaftswachstums im Euroraum sowie eine Zunahme inflationärer Effekte. An vielen Börsen – von Europa bis Ostasien – sackten die Kurse ab.

„Wir sehen hier nicht nur eine Energiekrise, sondern eine sicherheitspolitische Eskalation mit gravierenden völkerrechtlichen und wirtschaftlichen Folgen. Die Dauer dieses illegalen und sinnlosen Krieges ist nun entscheidend. Für Verbraucher bedeutet jeder weitere Tag höhere Preisschwankungen, steigende Beschaffungskosten und das Risiko erneuter deutlicher Preissteigerungen für Energie. Anders als 2022 wird es diesmal vor allem um die Senkung der Nachfrage gehen“, sagte Dr. Pauline S. Heinrichs vom Londoner King’s College.

„Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien ist eine Frage strategischer Souveränität. Jede zusätzliche Kilowattstunde aus Wind- und Solarenergie reduziert die Abhängigkeit von fossilen Staaten und fossilen Brennstoffen – und damit die Anfälligkeit für genau solche geopolitischen Schocks“, meint der Ökonom Lukas Scholle. Er ist Chefredakteur des kritischen Wirtschaftsmagazins „Surplus“.

Eine der Lehren aus dem Iran-Krieg müsse eine möglichst schnelle Energiewende sein. Fossile Energie sei eine zentrale ökonomische Grundlage für Kostenschocks – vom Gas aus Russland bis Öl aus dem Nahen und Mittleren Osten.

Sudan Hunger

Foto: WFP/Ali Khalafalla

Empfänger internationaler Hilfe leiden jetzt schon unter den Effekten des Kriegs

Die Kriegshandlungen im Nahen Osten bringen die Logistik für Hilfslieferungen in Engpässe. Die humanitären Lieferketten gerieten zunehmend unter Druck; Grund seien Behinderungen der Schifffahrt, aber auch gesperrte Lufträume, sagte der Regionaldirektor des Welternährungsprogramms WFP, Samer Abdeljaber, am 3. März in Genf. Das von den Vereinten Nationen getragene WFP ist mit seinem Transportnetz und seinen technischen Möglichkeiten einer der wichtigsten Akteure der Nothilfe weltweit.

Abdeljaber verwies auf Risiken für Schiffe in der Straße von Hormus und drohende Angriffe im Roten Meer. Die Störungen führten zu höheren Transportkosten, längeren Lieferzeiten und einer geringeren Containerverfügbarkeit. Die Beschränkungen im Luftverkehr sorgten für Probleme beim Austausch der Crews und erschwerten Einsätze.

Das WFP und Partnerorganisationen versuchten, sich der Situation anzupassen, etwa durch die Nutzung von Transitrouten in der Türkei, Ägypten, Jordanien und Pakistan sowie Landkorridoren zwischen den VAE und der Levante. Wichtig seien ägyptische Häfen und der Suezkanal. Beide stellten Knotenpunkte für die Region dar, so Adeljaber.

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Israel und die USA greifen den Iran an

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Seit dem heutigen Morgen greift das israelische Militär unter Beteiligung der USA Ziel im Iran an.

(iz, Agenturen). Explosions in Teheran, Menschen bleiben auf den Bürgersteigen stehen, blicken in einen Himmel, aus dem Rauchfahnen über zentrale Regierungsviertel driften: Der Angriff, den Israel in den frühen Morgenstunden des 28. Februar als „präventiven Schlag“ angekündigt hat, markiert eine neue Stufe der Eskalation.

Kurze Zeit später bestätigen US‑Stellen, dass amerikanische Streitkräfte an den Operationen beteiligt sind. In der iranischen Hauptstadt sind Detonationen in der Nähe des Präsidialpalastes und des Sitzes des Nationalen Sicherheitsrates zu hören, während staatliche Medien zunächst nur von „Explosionen“ sprechen, ohne die Urheberschaft zu benennen.

Fast zeitgleich ruft Verteidigungsminister Katz in Tel Aviv den landesweiten Notstand aus; Sirenen heulen. Die Behörden stellen sich auf Raketen- und Drohnenangriffe aus dem angegriffenen Land ein.

Israelische Attacke begann am Morgen

Nach übereinstimmenden Berichten richtet sich der Angriff in erster Linie gegen Raketenstellungen, militärische Infrastruktur und Kommandozentren in und um Teheran. Bewohner schildern eine Serie von Einschlägen in einem Viertel, in dem sich der Wohnsitz des obersten Staatsoberhauptes sowie zentrale Regierungsgebäude befinden.

Bilder in sozialen Medien zeigen Feuer und Rauch nahe dieser Areale. Während Tel Aviver Stellen betonen, man habe „Bedrohungen beseitigen“ wollen, bleibt zunächst unklar, wie groß der tatsächliche Schaden an militärischen Kapazitäten Irans ist.

Aus den USA verlautet, dass amerikanische Streitkräfte sich an den Operationen beteiligt hätten, zugleich aber genaue Ziele und Umfang des eigenen Beitrags offenlassen. Aus israelischen Sicherheitskreisen heißt es, der Schritt sei mit Washington abgestimmt worden.

Beide Regierungen hatten in den vergangenen Wochen wiederholt angekündigt, auf behauptete Fortschritte im iranischen Raketen- und Nuklearprogramm nicht tatenlos zu reagieren. Noch während in Teheran die Sirenen verstummen, beginnt der mediale & diplomatische Wettlauf um Deutung, Begründung und mögliche weitere Schritte.

Ein Winter der Zuspitzung

Der Schlag an diesem Morgen steht am Ende einer Kette von Entwicklungen, die sich seit Jahresbeginn stetig verdichtet haben. Am 5. Januar tagt in Israel das Sicherheitskabinett über Stunden und autorisiert weitere Operationen gegen iranische Ziele, nachdem es zuvor intensive Gespräche zwischen der Führung und dem amerikanischen Präsidenten gegeben hatte.

In Iran dauern zu diesem Zeitpunkt seit Tagen Massenproteste an, deren Niederschlagung zahlreiche Tote gefordert hat und die die innenpolitische Lage zusätzlich destabilisieren.

Mitte Januar richtet Donald Trump eine öffentliche Botschaft an die dortige Bevölkerung, in der er Proteste ausdrücklich unterstützt und erklärt, „Hilfe sei unterwegs“. Wenige Tage später kündigt er an, eine maritime „Armada“ in Richtung Naher Osten zu entsenden; darunter der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und mehrere Lenkwaffenzerstörer.

Parallel formulieren amerikanische und europäische Vertreter drei Kernforderungen an Teheran: ein permanentes Ende der Urananreicherung, eine strikte Begrenzung des Raketenprogramms sowie die Einstellung der Unterstützung bewaffneter Verbündeter in der Region.

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Foto: USAF/Wikimedia Commons | Lizenz: gemeinfrei

Zu Beginn des Februar wird die militärische Präsenz der USA erneut verstärkt, als ein weiterer Flugzeugträger, die „USS Gerald R. Ford“, in die Region verlegt wird. Gleichzeitig nehmen Washington und Teheran in Maskat (Oman) indirekte Verhandlungen über das Nuklearprogramm auf, begleitet von der Ankündigung Washingtons, man sei weiterhin zu einem Abkommen bereit, setze Iran aber eine faktische Frist.

Am 11. Februar, dem Jahrestag der Revolution von 1979, demonstrieren Regierungsanhänger in iranischen Städten und skandieren Parolen, in denen insbesondere die USA scharf angegriffen werden. Die Führung in Teheran nutzt die Bühne, um dem Westen die alleinige Verantwortung für die festgefahrenen Gespräche zuzuschieben.

Am 13. Februar erklärt Trump öffentlich, ein Wechsel der Führung in Teheran wäre aus seiner Sicht „das Beste, was passieren“ könne. Tags darauf lassen US‑Vertreter durchblicken, dass das Militär nicht nur kurzzeitige Schläge, sondern gegebenenfalls wochenlange Operationen gegen iranische Strukturen vorbereite.

Reaktionen zwischen Warnung und Kalkül

In europäischen Hauptstädten mehren sich zu diesem Zeitpunkt Stimmen, die vor einer „Rutschbahn in den Krieg“ warnen, während in der Region selbst viele Regierungen angesichts der unklaren Lage auffallend zurückhaltend bleiben. Als am Donnerstag vor dem Angriff die indirekten Gespräche in der Schweiz ohne greifbares Ergebnis enden, sprechen Diplomaten von einer „verpassten letzten Gelegenheit“, eine militärische Konfrontation abzuwenden.

Noch während die ersten Bilder der Explosionen aus Teheran über internationale Sender laufen, formieren sich die diplomatischen Reaktionen.

Aus dem UN‑Sitz in New York dringt die Nachricht, Generalsekretär António Guterres sei „tief besorgt“ über den Einsatz militärischer Gewalt und warne vor einer „gefährlichen Eskalation in einer ohnehin instabilen Region“. Er ruft alle Beteiligten auf, internationale Verpflichtungen zu beachten und Schritte zu vermeiden, die zu einem unkontrollierbaren Konflikt führen könnten.

In europäischen Hauptstädten dominieren Appelle zur Zurückhaltung; Vertreter mehrerer Regierungen betonen, man verstehe die Sorge vor einem möglichen militärischen Nuklearprogramm Irans, halte aber eine erneute diplomatische Initiative für dringend geboten.

Aus Ankara kommt eine scharfe Verurteilung der israelischen Angriffe, verbunden mit dem Hinweis, solche Operationen gefährdeten die Chancen auf eine politische Lösung und verletzten internationales Recht. Staaten wie Mexiko, Neuseeland und Japan mahnen eine rasche Deeskalation an und warnen vor den globalen wirtschaftlichen Folgen eines länger andauernden Konflikts.

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Foto: UN Photo | Mahmoud Abd ELLatiff

Russland und einige lateinamerikanische Regierungen nutzen den Moment, um generell vor Militärschlägen gegen Iran zu warnen. Moskau spricht von einem Verstoß gegen Völkerrecht und kündigt an, man werde Teherans Position auf internationaler Bühne unterstützen.

Peking hat die Angriffe kritisiert. In der Tonlage bleibt China damit bei der schon in den Wochen vor der Attacke sichtbaren Linie: politische Unterstützung für Irans staatliche Stabilität, klarer Widerspruch gegen militärischen Druck, kombiniert mit dem Angebot, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.

Für die Staaten entlang des Persischen Golfs verstärkt sich die Sorge, in eine Auseinandersetzung hineingezogen zu werden, die Handel, Energieexporte und innenpolitische Stabilität gleichermaßen bedrohen könnte.

Oman, welches in den vergangenen Monaten als Vermittler zwischen Washington und Teheran aufgetreten ist, äußert Bedauern über das Scheitern der Gespräche und warnt, dass nun die Logik des Militärischen die Oberhand gewonnen habe.

In Irak und anderen Nachbarstaaten wächst die Furcht, dass Basen und Infrastruktur auf ihrem Territorium zu Schauplätzen von Vergeltungsaktionen werden könnten.

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Kurzmeldungen aus Ausgabe 361: vom Irankrieg bis Westafrika

Kurzmeldungen

Auslands-Kurzmeldungen Ausgabe 361: In dieser Ausgabe behandeln wir u.a. den Israel-Iran-Krieg, die Lage in Gaza sowie Afrika.

US-Drohungen gegen UN-Mitgliedsstaaten

NEW YORK (IPS). Die USA, ein langjähriger, engster Verbündeter Israels, drohten UN-Mitgliedstaaten, sich von einem hochrangigen Meeting fernzuhalten, das vom 17. bis 20. Juni stattfand. Es zielte auf die Anerkennung einer Zwei-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt ab. Das Treffen wurde gemeinsam von Frankreich, einem ständigen Mitglied des UN-Sicherheitsrats, und Saudi-Arabien, einem starken politischen Verbündeten der USA, geleitet. Laut „The Guardian“ hatte das US-Außenministerium Regierungen weltweit davon abgeraten, an der Konferenz teilzunehmen. In der Demarche, die Anfang Juni verschickt wurde, hieß es, dass Länder, die nach der Konferenz „anti-israelische Maßnahmen“ ergreifen, als Gegner der außenpolitischen Interessen der USA angesehen werden und mit diplomatischen Konsequenzen aus Washington rechnen müssen. „Die Vereinigten Staaten lehnen die implizite Unterstützung der Konferenz für mögliche Maßnahmen wie Boykotte und Sanktionen gegen Israel sowie andere Strafmaßnahmen ab“, hieß es in dem Schreiben.

Die USA sanktionieren Richter in Den Haag

DEN HAAG (kann). Der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, hat die jüngsten US-Sanktionen gegen Richterinnen des Internationalen Strafgerichtshofs kritisiert. Es handle sich um „Angriffe auf Richter wegen der Ausübung ihrer richterlichen Tätigkeit“ und laufe der Rechtsstaatlichkeit direkt zuwider, erklärte Türk am 6. Juni. Auch die Versammlung der Vertragsstaaten des Den Haager Gerichts verwahrte sich „entschieden und unmissverständlich“ gegen die Maßnahmen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte zwei Tage davor die Richterin Reine Alapini-Gansou und ihre Kollegin Beti Hohler mit Strafmaßnahmen belegt, weil sie an der Ausstellung eines Haftbefehls gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beteiligt waren.

Muslimische Weltliga verurteilt Angriffskrieg

JEDDAH (KUNA). Die Muslimische Weltliga (MWL) verurteilte am 13. Juni die israelischen Angriffe auf den Iran. In einer Erklärung wies die MWL auf die Schwere der Verletzung der staatlichen Souveränität und des Völkerrechts sowie auf die Auswirkungen auf den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit hin.

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OIC fordert Staatengemeinschaft zum Handeln auf

JEDDAH (KUNA). Das Generalsekretariat der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) verurteilte aufs Schärfste die von ihm als eklatante Aggression der Besatzungsmacht gegen den Iran bezeichnete Handlung. Sie bezeichnete den Angriffskrieg als flagrante Verletzung der Souveränität, Sicherheit und der internationalen Gesetze und Normen des Iran. In einer offiziellen Erklärung forderte die OIC die internationale Gemeinschaft und den UN-Sicherheitsrat auf, ihrer Verantwortung angesichts dieses Angriffs gerecht zu werden. Dieser droht ihrer Warnung zufolge den Frieden, die Sicherheit und die Stabilität in der gesamten Region zu untergraben. Und sie rief zu dringenden und entschlossenen internationalen Maßnahmen auf, um die Eskalation zu stoppen.

Uiguren konnten dieses Jahr nicht beten

KASCHGAR (IZ). Seit Langem versucht die Pekinger Regierung, die Darstellung zu verbreiten, dass Religionsfreiheit für die Uiguren herrscht. Um diese Behauptung zu untermauern, organisieren die Behörden Delegationen von muslimischen Religionsdelegationen. Diese sorgfältig inszenierten Tips sollen die Realität der Unterdrückung verschleiern und das Bild einer Gesellschaft vermitteln, in der diese Muslime ihren Islam frei ausüben könnten. 2025 war es ihnen in China nicht möglich, gemeinsam zum Ende des Ramadan zu beten. Die Regierung hat ihre Praktiken massiv eingeschränkt und kriminalisiert.

rafah utopien

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MSF: EU soll „echten Druck“ aufbauen

BRÜSSEL (IZ). Die Vereinigung Ärzte ohne Grenzen (MSF) rief am 16. Juni die EU-Führung auf, „echten Druck“ auf Israel zu manifestieren. Nur so ließe sich das „Blutvergießen“ in Gaza beenden. „Unsere Botschaft an die Staats- und Regierungschefs ist einfach. Wir fordern Sie dringend auf, alle politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Mittel einzusetzen, um echten Druck auf Israel auszuüben, damit das Blutvergießen in Gaza beendet wird und humanitäre Hilfe ungehindert geleistet werden kann“, erklärte MSF-Generalsekretär Christopher Lockyear in einer Pressekonferenz. Er verlas dabei einen offenen Brief an die europäischen Staatschefs.

Muslimfeindlichkeit steigt weiter an

LONDON (AA). Ein starker Anstieg antimuslimischer Hassverbrechen in Europa und Großbritannien wurde in einem neuen Bericht aufgezeigt, der am 17. Juni im britischen Parlament diskutiert wurde. Der Labour-Abgeordnete Afzal Khan, stellvertretender Vorsitzender der Allparteien-Fraktion für britische Muslime, moderierte eine Podiumsdiskussion zur Vorstellung des „European Islamophobie Report“ und warnte vor wachsender Feindseligkeit und Diskriminierung gegenüber muslimischen Gemeinschaften.

Mann aus rassistischen Motiven ermordet

KAIROUAN/PARIS. Am 11. Juni wurde der 46-jährige Tunesier Hichem Miraoui in Kairouan im Kreis seiner Familie beerdigt. Am 31. Mai hatte ihn in seinem Wohnort Puget-sur-Argens in Südfrankreich sein französischer Nachbar aus rassistischen Gründen mit mehreren Schüssen ermordet. Dabei erlitt zudem ein türkischer Staatsbürger eine Verletzung an der Hand. Es ist nicht das erste Mal, dass in Frankreich Menschen wegen Rassismus getötet werden. Da der Täter seinen Hass auf Araber seit Jahren öffentlich geäußert und seine tödlichen Absichten in einer Videobotschaft angekündigt hatte, plant die Staatsanwaltschaft nun, gegen ihn wegen eines terroristischen Anschlags zu ermitteln.

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CfMM-Bericht rechnet mit BBC-Berichterstattung ab

LONDON (IZ). Das britische Centre for Media Monitoring (CfMM) wirft der BBC in seinem Report „BBC On Gaza-Israel: One Story, Double Standards“ systematische Parteinahme zugunsten Israels und Benachteiligung der Palästinenser in der Gazaberichterstattung vor. Analysiert wurden über 35.000 BBC-Inhalte, die israelischen Todesopfern 33-mal mehr Aufmerksamkeit widmeten. Emotive Begriffe wie „Massaker“ nutze man fast ausschließlich für israelische Opfer, historische Kontexte wie „Besatzung“ oder „Apartheid“ blieben weitgehend unerwähnt.

US-Muslime fordern Fokus auf Indien

WASHINGTON (CAIR). Der Council on American-Islamic Relations (CAIR), die größte muslimische Bürgerrechts- und Interessenvertretungsorganisation der USA, hat heute erneut an das Außenministerium appelliert, Indien als „Land von besonderer Besorgnis“ einzustufen, nachdem in der Stadt Ahmedabad über 8.500 muslimische Häuser zerstört wurden. Tausende Familien dort sind obdachlos geworden. Während die Behörden behaupten, die Maßnahme richte sich gegen „illegale Einwanderer aus Bangladesch“, geben viele der Vertriebenen an, dass sie jahrzehntelang dort gelebt haben, einige sogar seit der Unabhängigkeit des Landes.

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Israel erlaubt großen Siedlungsausbau

TEL AVIV (Agenturen). Israel hat einen massiven Ausbau der Siedlungen in der besetzten Westbank genehmigt. Das wird als Fortsetzung der faktischen Annexion des Gebiets bezeichnet. Die NGO Peace Now, die solche Erweiterung beobachtet, nannte das die größte Ausweitung seit der Unterzeichnung der Osloer Verträge vor mehr als 30 Jahren. Der Staat wird 22 neue Siedlungen errichten, darunter tief im Westjordanland und in Zonen, aus denen man sich zuvor zurückgezogen hatte, wie aus einer gemeinsamen Erklärung von Verteidigungsminister Katz und dem rechtsextremen Finanzminister Smotrich hervorgeht.

Akademiker greifen die Kriegführung an

TEL AVIV (IZ). Israelische Akademiker kritisieren die Kriegsführung ihres Landes in Gaza scharf. In einem offenen Brief verurteilten sie das Töten von Zehntausenden, darunter vielen Kindern, die Zerstörung und das drohende Verhungern der Bevölkerung sowie Pläne zur Vertreibung der Palästinenser als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie machen auch die Gesellschaft mitverantwortlich und fordern ein Ende des Schweigens angesichts der inhumanen Politik der rechtsradikalen Regierung. Das Schreiben wurde von mehr als 1.200 israelischen Lehrbeauftragten und Hochschulangestellten als Einzelpersonen unterzeichnet, aber die Organisation und Veröffentlichung erfolgten durch das „Black Flag Action Network“.

Elghawaby weist Stigma und Gewalt zurück

OTTAWA (NCCM). Kanadas Sonderbeauftragte für die Bekämpfung von Islamfeindlichkeit verurteilte die jüngsten Sachbeschädigungen am Canadian Institute of Islamic Civilization-MAC Center in der Innenstadt von Montreal. „Durch Hass motivierte Sachbeschädigungen an Gemeindezentren, öffentlichen Plätzen und Gotteshäusern senden eine beängstigende Botschaft, die unsere kollektive Sicherheit und unser Wohlergehen bedroht“, erklärte Amira Elghawaby am 11. Juni.

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Haftar greift in Sudans Krieg ein

KHARTUM (KUNA). Die Führung der sudanesischen Armee beschuldigte am 10. Juni libysche Truppen, die Feldmarschall Khalifa Haftar treu ergeben sind, Grenzposten im Dreiländereck Sudan, Ägypten und Libyen angegriffen zu haben, um die von Mohammed Hamediti angeführten Rapid Support Forces zu unterstützen. In einer Erklärung der sudanesischen Armee hieß es, eine solche direkte Intervention der libyschen Nationalarmee unter der Führung von Khalifa Haftar in den andauernden Krieg im Sudan sei „eine eklatante Aggression gegen den Sudan, sein Land und sein Volk“.

Angriffe auf Militärs – Tötungen durch Söldner

BAMAKO (IZ). In Mali ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt: In den letzten Wochen kam es zu wiederholten Attacken auf die Armee, während Berichte über Massaker und schwere Menschenrechtsverletzungen durch Wagner-Söldner die Runde machen. Die Wagner-Gruppe, die seit 2021 das Militärregime unterstützte, hat offiziell ihren Abzug verkündet, ihre Kämpfer werden in das neue russische „Afrika-Korps“ integriert. Zahlreiche Zivilisten wurden laut Recherchen entführt, gefoltert und getötet. Die Methoden erinnern an Kriegsverbrechen in anderen Konflikten. Die Gewalt im Land hält an, die Zukunft bleibt ungewiss.

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Menschenrechtler kritisieren Regierung

ABUJA (KNA/IZ). Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnt vor einer humanitären Krise in Nigeria. Seit der Amtsübernahme von Präsident Bola Tinubu vor zwei Jahren sind einem am 29. Mai veröffentlichten Bericht zufolge mehr als 10.000 Menschen ermordet worden. Hauptgrund dafür sind Überfälle durch bewaffnete Gruppierungen. Dabei zerstörten diese auch Gotteshäuser und Getreidespeicher. Mit knapp 7.000 Toten hat es im Bundesstaat Benue im Zentrum besonders viele Opfer gegeben. Auch lösten Angriffe eine Vertreibungswelle aus. 450.000 Menschen wurden laut Amnesty als Binnenvertriebene dokumentiert.

175 Mio. von der EU für Wiederaufbau

BRÜSSEL (KNA/IZ). Nach Aufhebung der Wirtschaftssanktionen der EU gegen Syrien stellt die EU-Kommission 175 Mio. Euro für den sozialen und wirtschaftlichen Neuaufbau des Landes bereit. Die Maßnahme erfolge „in Anbetracht der positiven Schritte der syrischen Übergangsregierung“, erklärte sie Anfang Juni. Man achte dabei auf Beteiligung aller sowie auf die Wahrung des Völkerrechts und der Menschenrechte in dem ehemaligen Bürgerkriegsland. Es wird nach dem Fall des Assad-Regimes von dem früheren militanten Milizenführer Ahmed al-Scharaa als Ministerpräsident regiert.

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Label als „Schurkenstaat“ wird aufgehoben

WASHINGTON (KUNA). Der US-Senat hat Syrien von der Liste der Schurkenstaaten gestrichen. Der Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Senats erklärte in einer Stellungnahme, dass dieser Schritt auf Konsens zwischen Demokraten und Republikanern hin erfolgt sei. Zeitgleich bestätigte das Weiße Haus auf seiner Website, dass es von der Liste genommen worden sei, auf der Iran, Nordkorea, Kuba und Venezuela stehen. Senatorin Jeanne Shaheen (Dem.) zeigte sich begeistert von diesem Schritt und betonte, Syrien müsse „frühere Koalitionen meiden und den Weg zu Demokratie, Stabilität und Sicherheit fortsetzen“.

Trump erlässt neues Einreiseverbot

WASHINGTON (KNA). Für Bürger aus mehreren Ländern gelten ab 9. Juni verschärfte Bedingungen bei einer Einreise in die USA. Für zwölf Staaten hat US-Präsident Donald Trump gar ein vollständiges Verbot verhängt – wegen „Bedrohungen der nationalen Sicherheit“. Zählt man teilweise Beschränkungen hinzu, sind davon Bürger von insgesamt 19 Ländern beeinträchtigt. Zu den betroffen gehören bspw. Menschen aus Afghanistan, dem Iran, Haiti oder Somalia. Im Gegensatz zum „Muslimbann“ der ersten Amtszeit sind nicht nur muslimische Länder einbezogen.

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Der kurze, aber dramatische Israel-Iran-Krieg

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Der israelische Angriffskrieg zeigte u.a. die strategische Isolation des Iran. Und er dokumentierte das gefährliche Fehlen von diplomatischen Lösungen. (IZ). Der am 13. Juni ausgebrochene Angriffskrieg zwischen Tel Aviv und […]

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