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Rechtsquellen von Imam Malik (6)

(iz). Es gibt auch den Fall, wenn der Grund für das Fehlen einer Definition eines Textes an etwas anderem als seiner linguistischen Form liegt. Ein Beispiel dafür sind die Worte […]

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Der Qur’an. Rechtleitung für die Gläubigen

„Lies! Im Namen deines Herrn, der erschuf – erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies! Denn dein Herr ist allgütig. Er, der durch die Schreibfeder gelehrt hat – den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“ (Al-’Alaq, 1-5)
(iz). Dies waren die ersten Worte, die dem Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Heil schenken, offenbart wurden, wie sie auch der Anfang der letzten aller ­Offenbarungen Allahs an die Menschheit ­waren.

Nach jeder Herabsendung einer Teiloffenbarung wurden die Worte des Qur’an durch den Propheten auswendig gelernt. Daraufhin prägten sich auch die Gefährten die Offenbarung ein und schrieben sie auf Pergament, Steine und Knochen. Zugleich gaben sie die Offenbarung mündlich an andere weiter. Seit mehr als 1.400 Jahren wird der Qur’an durch Wissende an Lernende weitergegeben, seit der Offenbarung über Generationen hinweg, ohne ein einziges Wort oder einen einzigen Buchstaben zu verändern.

Durch das Anhören seiner Rezitation wiederholen die Schüler die Verse, um sie nicht in ihr Gedächtnis, sondern in ihren Herzen einzuprägen. In einer Zeit, in der die Wissenschaft und die Redekunst der arabischen Sprache ihren Höhepunkt erreicht hatte, in der Reime und Prosa um einen hohen Platz auf der Rangliste wetteiferten, konnte sich niemand jemals vorstellen, dass eine Person als Träger der Botschaft in dieser hochwertigen Sprache auserwählt wird, die weder lesen noch schreiben konnte.

Die Sprachqualität des Qur’an ist unvergleichbar und ein klarer Beweis der Macht Allahs. Es sind Stellen vorhanden, in denen die zweifelnden Menschen herausgefordert werden, eine Sure zu schreiben, welche den durch ­Allah offenbarten Suren ähnelt, doch niemals konnte es Ihm jemand gleichmachen, wie es auch zukünftig niemals jemand können wird.

Der Inhalt des Qur’an kann in drei Kategorien aufgeteilt werden: 1.) Verse, die über die Einheit Gottes berichten (Tauhid), 2.) Verse, welche die Geschichten der zuvor gesandten Propheten erzählen (Qisas) und 3.) Verse, die Gesetze und Normen betreffen (Ankam).

Einer der Namen des Qur’an ist das „Dhikr“, „die mahnende Erinnerung“; nicht nur, weil er an sich bereits eine Mahnung bezüglich des Richtigen und des Falschen ist, also über das, was man tun und was man unterlassen sollte, sondern auch, weil durch seine Rezitation, sein Verständnis und durch die Umsetzung seiner Botschaft in die Praxis ein Weg aufgezeigt wird, in dem der Gläubige Allah in seiner gesamten Macht und Erhabenheit zu gedenken vermag. In einem Vers heißt es: „Doch ermahne [weiterhin]; denn sicherlich nützt Ermahnung den Gläubigen.“ (Ar-Rahman, 55)

Das Gedenken Allahs durch das Rezitieren des edlen Qur’an reinigt die Herzen und verleiht dem Geist Ruhe und Gelassenheit, verschafft dem Denkvermögen Klarheit, gesteigerte Aufmerksamkeit und eine Unmenge an Vorteilen. Nichts kann den Qur’an besser beschreiben als der Qur’an selbst. Mit den folgenden Worten spricht der Erhabene darin zu seinem Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken: „Dieses Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen. Die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden; und die da glauben an das, was auf dich herabgesandt wurde und vor dir herabgesandt wurde, und fest auf das Jenseits vertrauen. Diese folgen der Leitung ihres Herrn, und ihnen wird es wohlergehen.“ (Al-Baqara, 2-5)

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Ein Beitrag über die ­Auslegung eines Qur’anverses und was sich ­daraus über gewalttätige Extremisten ableiten lässt

(iz). Es gibt mehrere Überlieferungen zu diesem Koranvers (Sure Al-Baqara 2/256), die uns allesamt veranschaulichen sollen, aus welchen Anlässen er offenbart wurde. Diese finden sich in den Werken der früheren […]

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Wie begehen Muslime den Ramadan?

(iz). Die Verse, in denen Allah im Qur’an den Ramadan erwähnt, sind bekannt: „Oh, die ihr Iman (Vertrauen in Allah) habt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen […]

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Europeas Muslime und der Ramadan: Fragen an den Lehrer und Imam Dr. Asadullah Yate

(iz). Auch wenn der Islam im Internet und in den herkömmlichen Medien präsent ist, scheint es mehr als sinnvoll zu sein, dessen spirituellen Aspekte über die polemisch debattierten Aspekte zu betonen. Ohne Frage haben die so genannten “Fünf Säulen” Vorrang vor sekundären Fragen.

Wir sprachen daher mit dem muslimischen Lehrer, Imam und Übersetzer Dr. Asadullah Yate über verschiedene, wichtige Aspekte des Fastenmonats Ramadan.

Islamische Zeitung: Wir Muslime sagen immer, dass der Ramadan die besten Zeit des Jahres sei. Wir freuen uns auf sie und sind traurig, wenn sie vorüber ist. Für einen nicht-muslimischen Außenseiter mag es seltsam erscheinen, eine gute Zeit zu haben, wenn man weder essen oder trinken kann beziehungsweise sich der anderen erlaubten Dinge des Lebens erfreuen darf. Wie kann dies eine wunderbare Zeit sein?

Dr. Asadullah Yate: Es handelt sich um eine Zeit des Wandels und der Ausnahme. Vor allem und zuerst handelt es sich beim Ramadan um eine erschütternde Phase. Der Fastenmonat verändert das normale Verhaltensmuster des Lebens, was wiederum eine Veränderung im reglementierten Alltag von Essen und Schlafen nach sich zieht.

Die Unterbrechung unserer Routine erweckt die spirituelle Seite des Herzens. Das Herz erwacht, weil wir weniger essen und schlafen. Dies führt natürlicherweise zur Belebung der anderen Wirklichkeit des menschlichen Selbst [der Nafs] und des Herzens. Aus diesem Grund wird man spiritueller. Das Wort “Tarawih” [der Name des besonderen Gebets, dass in der Nacht verrichtet wird] bedeutet wörtlich “spirituell werden”. Die Bedeutung des Tarawih leitet sich von “Ruh” [Geist] ab.

Aus diesem Grund ist der Ramadan die Zeit der besonderen Zustände und der Freude.

Islamische Zeitung: Sicherlich kennen die meisten Muslime die relevanten Verse des Qur’an im Zusammenhang mit dem Ramadan. Könnten sie uns kurz einen Überblick verschaffen?

Dr. Asadullah Yate: In der Sure Al-Baqara [Vers 183 ff.] sagt Allah, dass das Fasten uns in dem gleichen Maße vorgeschrieben wurde, wie für jene Völker, die vor uns kamen. In anderen Worten: Das Fasten ist seit den Tagen Adams immer ein Teil der menschlichen Realität gewesen. Es ist keine Praxis, die nur auf die Muslime beschränkt ist.

Und Allah sagt in einem Vers, dass es uns vorgeschrieben sei, dass wir im Monat Ramadan fasten müssen. Es gibt natürlich Ausnahme für jene, die reisen oder krank sind. Jene Gruppen müssen in diesen Zuständen nicht reisen und die ausgelassenen Tage später nachholen.

An zwei Stellen dieser qur’anischen Verse erwähnt Er auch Regeln, die aufgehoben wurden. Diese betreffen jene historische Phase, in der die Muslime entscheiden konnten, ob sie fasten oder nicht. Wenn sie dies nicht taten, mussten sie eine Fidja bezahlen. Aber Allah hat mit jenen Versen in der Sure Al-Baqara nun diese Möglichkeit aufgehoben und uns gesagt, dass wir fasten müssen, wenn wir ansässig sind. Mit anderen Worten, wenn wir weder reisen oder krank sind.

An einer anderen Stelle dieser Gruppe qur’anischer Verse erlaubt Allah, dass die Muslime nun Geschlechtsverkehr während der gesamten Nacht haben können. Denn zu Beginn des Islam war es ihnen nur erlaubt, sich ihren Eheleuten bis zur Zeit des Nachtgebets zu nähern. Und so finden wir in Zusammenhang mit dem Ramadan zwei Gelegenheiten, bei denen eine frühere Praxis des Islam durch eine spätere aufgehoben wurde.

Islamische Zeitung: Ich habe von verschiedenen Phasen des Ramadans gehört und jede einzelne soll für ein bestimmtes Element des Fastenmonats stehen. Könnten sie uns diese kurz beschreiben?

Dr. Asadullah Yate: Der Gesandte Allahs sagte, dass der erste Teil des Ramadans, die ersten zehn Tage, Gnade oder Rahma ist. Der zweite Teil, seine Mitte – die Maghfira – ist die Vergebung, in der dem Diener Allahs alle falschen Handlungen verziehen werden. Und der dritte Teil ist die Freiheit, der Schutz vor dem [Höllen]Feuer.

Wir wissen von einer anderen prophetischen Überlieferung, dass jemandem, der den Ramadan “Imaman” (mit vollem Vertrauen auf Allah) und “Ihtisaban” (voll bewusst) fastet, seine Zunge hütet und sich offensichtlich von allen Dingen fern hält, die es zu vermeiden gilt, die falschen Handlungen vergeben werden. Man ist dann am Feiertag zum Ende des Ramadans wie ein neugeborener Säugling.

Islamische Zeitung: Für die Muslime ist die “Nacht der Macht” (Lailatul Qadr) der Höhepunkt des Fastenmonats. Warum ist dies eine besondere Zeit und was bedeutet sie für die Muslime?

Dr. Asadullah Yate: Diese Nacht ist der enorme Augenblick, in dem Allah der Qur’an auf einmal herab sandte. Wir wissen natürlich, dass der Qur’an in einer langjährigen Periode offenbart wurden, wenn der Prophet Rechtleitung benötigte, um zu wissen, was er in einer bestimmten Lage zu tun hatte. Aber er wurde auch in einem Durchgang herab gesandt – in dieser Nacht der Macht (Qadr). Die Nacht ist eine Offenbarung der Macht Allahs.

Qadr bedeutet aber Maß oder Bestimmung. Es ist die Nacht, in der Allah die Ereignisse des kommenden Jahres bestimmt. Der Prophet hat uns angewiesen, nach ihr in den letzten zehn Tagen des Ramadans Ausschau zu halten. Dann hatte er diese Anweisung weiter eingegrenzt und gesagt, wir sollten nach ihr in den ungeraden Nächten suchen. Und schließlich gab der Gesandte Allahs eine noch genauerer Bestimmung, als er sagte, dass es sich dabei um die 27. Nacht handelt.

Wir haben unterschiedliche Überlieferungen, von denen keine absolut bestimmend ist. Der Gesandte Allahs wies uns an, wir sollten nach dieser Nacht “suchen”. Manche sind der Ansicht, dass sich die Nacht der Macht während des gesamten Ramadans finden lasse. Aber die wahrscheinlichsten Hinweise finden sich bezüglich der letzten zehn Tage des Ramadans und bezüglich des 27. Ramadan.

Die Lailatul Qadr ist die Nacht, in der wir daran erinnert werden, dass der Qur’an offenbart wurde. Wir wissen von einer anderen Überlieferung, dass es die Nacht der Stille ist. Dabei handelt es sich um einen Augenblick, in welcher die Belohnung von Allah endlos vergrößert wird. Für jedes Gebet während dieser Nacht, im Tarawih oder danach, gibt es eine besondere Belohnung.

Der Prophet hatte es uns ebenfalls empfohlen, in den letzten zehn Tagen des Ramadans I’tikaaf zu machen. Das heißt, sich in die Moschee zurückzuziehen und von der auswärtigen Welt abschneiden.

Islamische Zeitung: Nur wenige Tag nach der Lailatul Qadr kommt das Fest des ‘Id, welches das Ende des Ramadans markiert. Was ist die soziale Bedeutung des ‘Ids für die Muslime?

Dr. Asadullah Yate: Natürlich ist der ‘Id eine Zeit der enormen Freude, in der die Enthaltsamkeit plötzlich in eine Feier verwandelt wird, zu der alle zusammenkommen. Der Gesandte Allahs sagte, dass es zwei Freuden für den Fastenden gibt. Zum einen, wenn er am Ende des Tages sein Fasten bricht und zum anderen, wenn er seinem Herrn begegnet.

Die Muslime fasten für Allah und Allahs sagte in einem Hadith Qudsi: “Das Fasten ist für mich.” Es ist also eine spezielle Form der Anbetung, die Allah für Sich beansprucht. Und Er sagt weiter: “Ich werde die Belohnung dafür geben.”

Das Fasten kann nicht von außen beobachtet werden. Nur der Fastende selbst und Allah wissen davon und so gibt es keine Grundlage für Rija – für das Angeben. Was am ‘Id geschieht ist die Umkehrung der gesamten Sache nach außen. Die Freude wird in den Menschen sichtbar und sie kommen zusammen. Normalerweise wird das besondere Feiertagsgebet in einer Musalla, einem Ort außerhalb der Stadt, verrichtet, in der alle Platz finden. Der ‘Id ist ein Augenblick der Vereinigung nach dieser Zeit der Enthaltsamkeit.

Islamische Zeitung: Sie haben umfangreich die muslimische Welt bereist. Was ist der Unterschied zwischen den Muslimen Europas auf der einen Seite und denen im Nahen Osten, wie sie den Ramadan praktizieren?

Dr. Asadullah Yate: Offenkundig fastet nur ein Teil der Bevölkerung in Europa. Und so findet sich hier eine andere Atmosphäre, wenn man die Geschäfte und Straßen betritt und die Mehrheit der Menschen nicht fastet. Dies hat eine Auswirkung auf den persönlichen Zustand. Man ist sich offenkundig bewusst, dass nur die anderen Muslime fasten.

In der traditionell muslimischen Welt geschieht der Ramadan jedoch als gemeinschaftliches Ereignis. Und so wird wegen der Macht des Fastens der Ruhani-Aspekt der Menschen geweckt und sie dadurch gestärkt. Dadurch wird der Din des Islam belebt und mit ihm die Menschen.

Wir wissen vom Propheten, dass die Teufel während des Ramadans in Ketten gelegt sind und die besten Eigenschaften der Menschen zu Tage treten. Dies ist in Europa nicht immer der Fall, denn wir werden uns des Unterschieds zwischen Fastenden und Nichtfastenden bewusst. Allerdings gibt uns dies natürlich die Möglichkeit, jenen Menschen, die keine Muslime sind, das große Geschenk des Ramadans zu erklären. Wir können sie zum Fastenbrechen einladen und mit ihnen das Licht teilen, dass Allah uns gegeben hat.

Islamische Zeitung: Vielen Dank für das Gespräch.

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Nach Xaver: Die Naturgewalten sind offenkundige Zeichen der Macht Allahs

(iz). Ein Wintersturm zog im Dezem­ber über Deutschland hinweg. Stürme sind ein religiöses Ereignis. Solch eine Naturerscheinung ist – egal wie groß – ein Hinweis auf etwas größeres. Es ist […]

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Interview mit der Arabistin Angelika Neuwirth über die Arbeit ihres Instituts zur Koranforschung

(iz). Prof. Dr. Angelika Neuwirth studierte Arabistik, Semitistik und Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin sowie in Teheran, Göttingen, Jerusalem und München. Nach ihrer Habilitation arbeitete sie von 1977 bis 1983 als Gastprofessorin an der Universität von Jordanien in Amman. Von 1994 bis 1999 war sie Direktorin am Orient-Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Beirut und Istanbul.

Derzeit ist sie an der Freien Universität in Berlin als Professorin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Korans und der Koranexegese, in der modernen arabischen Literatur der Levante, der palästinensischen Dichtung und der Literatur des israelisch-palästinensischen Konflikts. Für ihre Koranforschung erhielt sie im Juni 2013 den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Frage: Guten Tag, Frau Prof. Neuwirth. Auf mehr als achthundert Seiten versuchen Sie in ihrem Werk über den „Koran als Text der Spätantike“, einen europäischen Zugang zum heiligen Buch der Muslime zu finden. Was genau meinen Sie mit dem „europäischen“ Blick auf den Koran?

Neuwirth: Das Buch selber legt das dar. Ich versuche zu zeigen, dass, wenn man den Koran historisch liest, man auf dieselben Traditionen stößt, die von Europäern als für ihre Kultur grundlegend in Anspruch genommen werden. Das ist einfach eine historische Lektüre des Korans, jetzt nicht wie üblich als Gründungsurkunde des Islam, sondern gewissermaßen dahinter zurück. Der Koran wird als eine Verkündigung, das heißt als Botschaft an Leute, die noch gar nicht Muslime waren, gelesen. Denn Muslime wurden sie ja erst durch die Verkündigung.

Dieser Blick zeigt, dass damals dieselben Probleme auf der arabischen Halbinsel diskutiert wurden, wie in der umliegenden spätantiken Welt, die später dann gewissermaßen als Grundlage Europas wahrgenommen wurde. Das heißt, wir entstammen alle einem gemeinsamen Entstehungsszenario, ein Sachverhalt, der nur durch spätere historische Entwicklungen verunklärt worden ist.

Frage: Also, geht es ja eigentlich nicht um einen „europäischen“ Zugang, sondern um die verbindenden Elemente der Spätantike beziehungsweise die Einflüsse der Antike. Und weder der so genannte „Orient“  noch der „Okzident“ können diese Elemente als Eigenheit für sich beanspruchen, oder?

Neuwirth: Das tun sie allerdings faktisch. Sowohl im Orient, also in der konventionellen islamischen Selbstwahrnehmung, wird davon ausgegangen, dass der Islam sich bereits von seinen Anfängen her essentiell von der umgebenden Kultur unterscheidet, dass mit ihm etwas ganz Neues in die Welt gekommen ist. Davor gab es das Zeitalter der „Dschahiliya“ (Zeit der Unwissenheit), eine gering geschätzte Epoche, die man nicht unbedingt zur Kenntnis nehmen muss.

Und im Westen glaubt man, dass der Islam das ganz Andere ist, also etwas, was nicht zu der eigenen Kultur gehört. Es sind uralte Festschreibungen von Andersheit, die historisch nicht zu halten sind, die sich aber aufgrund von früheren Machtverlagerungen oder Machtverhältnissen eben so festgeschrieben haben. 

Frage: Würden Sie dann auch die Auffassung verneinen, dass der Islam noch eine Aufklärung nötig hat beziehungsweise, dass Vernunft und Wissenschaft im Koran in einem Spannungsverhältnis zum Glauben stehen? 
Neuwirth: Die Behauptung, dem Islam fehle die Aufklärung ist auch ein uraltes Klischee. Der Stolz auf die Aufklärung, wenn er sich inzwischen allerdings auch etwas gelegt hat, verleitet immer wieder dazu, der westlichen Kultur gegenüber dem Islam einen erheblichen Vorsprung zuzumessen. In der islamischen Geschichte hat es zwar keine flächendeckende  Säkularisierungsbewegung gegeben, dies aber deshalb nicht, weil Sakrales und Säkulares im Islam bereits nebeneinander existierten. Auch war das Kräfteungleichgewicht keineswegs immer so wie wir es heute haben.

Die islamische Wissenskultur war sehr lange Zeit der westlichen oder überhaupt der außerislamischen weit überlegen. Das hat nicht zuletzt zu tun mit den medialen Vorsprüngen, die man hatte. Es gab in der islamischen Welt beispielsweise schon seit dem achten Jahrhundert die Herstellung von Papier. Diese ermöglichte wiederum, immense Massen von Texten zu verbreiten, wovon im gleichzeitigen Westen keine Rede sein konnte.

Es ist sicher mehr als das Hundertfache des im Westen an Schriften Vorhandenen, was da an arabischen Texten in Umlauf gebracht worden ist. Bis zum 15. Jahrhundert war man im Westen noch auf Pergament angewiesen, was sehr kostspielig und schwer zu bekommen war.

Frage: Wenn wir uns die inhaltliche Ebene des Korans anschauen: Welches Frauen- und Menschenbild konstatiert der Koran?

Neuwirth: Natürlich ist der Koran kein Nachschlagwerk für soziales Verhalten. Weite Kreise gehen heute davon aus, dass man alle Normen des Islam bereits im Koran auffinden kann. So war der Koran aber nicht gedacht. Es wandte sich als Verkündigung an Leute, die andere Normen kannten und bereit waren, diese Normen infrage zu stellen. Der Koran bildet Verhandlungen über verschiedene Normen ab. Dass man die relativ wenigen rechtlich relevanten Anweisungen dann systematisiert hat, und zu einem Teil des islamischen Normenkanons, der Scharia gemacht, ist eine andere Sache.

Die spätere Rechtsliteratur reflektiert nicht dieselben Verhältnisse wie der Koran. Das zeigt sich besonders deutlich am Bild der Frau, das ja in der islamischen Rechtsliteratur ganz anders aussieht als im Koran. Gerade hier markiert der Koran einen revolutionären Fortschritt: Er stellt die Frau – zu seiner Zeit ist es einmalig! – vor Gott auf gleiche Ebene mit dem Mann. Beide Geschlechter werden im jüngsten Gericht auf dieselbe Weise beurteilt.

Das klingt vor heute aus gesehen vielleicht irrelevant, aber das ist es nicht. In der damaligen Zeit war die Gleichstellung der Frau mit dem Mann noch ganz undenkbar – es gab sogar noch Diskussionen darüber, ob die Frau überhaupt eine Seele habe. Die Frau wurde sehr ambivalent beurteilt und ihr Rechtsstatus war in vielen vorislamischen Gesellschaften ausgesprochen ungünstig.

Der Koran rückt die Frau auch in wichtigen weltlichen Dingen auf die gleiche Ebene mit dem Mann, sie besitzt Rechte und kann sogar erben, ist also keineswegs entmündigt.

Frage: Navid Kermani spricht in seinem Werk „Gott ist schön“ von der ästhetischen Dimension des Korans. Können Sie dazu näheres sagen?

Neuwirth: Ja, das ist sogar wichtig. Wenn man, wie viele Koranforscher es heute tun, den Koran als eine Art Informationsmedium liest, in dem bestimmte Informationen stehen, dann wird man der ganzen Sache nicht gerecht. Der Koran ist sehr stark poetisch geprägt und hat eine ganze Reihe von Botschaften, die er gar nicht explizit, gar nicht eindeutig auf der semantischen Ebene mitteilt, sondern eben durch poetische Strukturen vermittelt, sonst wäre er auch gar nicht so eindringlich.

Wenn da bestimmte Informationen stünden, die hätte man vielleicht woanders auch haben können. Das Einzigartige am Koran ist eben seine Vielschichtigkeit, das er auf verschiedenen Ebenen spricht und das ist einerseits natürlich ästhetisch von großem Reiz, aber es ist auch, wenn man so will, rhetorisch oder überzeugungstechnisch von großem Reiz.

Wie gesagt, die Aussagen des Korans ließen sich vielleicht in einem ganz kurzen Zeitungsresümee zusammenfassen, das hätte aber keinerlei Effekt gehabt. Es geht wirklich um diese Verzauberung durch Sprache. Sprache selbst wird im Koran auch gepriesen als die höchste Gabe, die der Mensch von Gott erhalten hat. Das hat natürlich zu tun mit Wissen. Sprache ist das Medium des Wissens. Deswegen sollte man auf gar keinen Fall der islamischen Kultur auch noch Wissensfeindlichkeit unterstellen. Also der ganze Koran ist im Grunde genommen ein Preis auf das Wissen. Das Wissen, das sich durch Sprache artikuliert.

Frage: Welche Parallelen weist der Koran zu den religiösen Schriften der Juden und Christen auf? Was ist konkret die besondere Auszeichnung des Korans beziehungsweise was hat der Koran neues gebracht?

Neuwirth: Ja, was hat der Koran neues gebracht? Also, er muss ja Neues gebracht haben, wenn er so viele hundert Jahre nach der zuletzt vorher entstandenen heiligen Schrift in die Welt tritt (ca. 600 Jahre nach dem Neuen Testament). Zum einen würde ich sagen ist es sein Beharren darauf, dass Wissen einen ganz immens wichtigen Anteil am menschlichen Leben und auch am menschlichen religiösen Leben hat.

Der Gedanke ist im Neuen Testament zum Beispiel nicht interessant. Das Neue Testament hebt auf andere Dinge ab, und die Thora, das Alte Testament, also die hebräische Bibel, ebenfalls. Die Fokussierung auf das Wissen ist eindeutig eine Neuheit, die es vorher nicht gegeben hat. Das hängt zusammen mit der spätantiken Entstehung, damals war man einfach, auch durch die Philosophie, bereit, Wissen in den Vordergrund zu stellen.

Außerdem lässt sich anführen, dass im Koran die Universalisierung der Botschaft, die sich nun an alle Menschen richtet, eine besondere Rolle spielt. Weder hat der Koran ein besonderes Verständnis für das Erwählungsverständnis der Juden. Eine solche Erwählung lehnt die koranische Stimme ab, an die Stelle einiger Erwählter treten die Menschen insgesamt. Auch die Erwählung der Christen, die sich an die Stelle der Juden gesetzt hatten, wird zurückgewiesen.

Es gibt keine Erwählten, sondern es gibt die Menschen insgesamt, die bestimmten Vorbildern folgen, sich aber nicht auf irgendwelche Erwählungsprivilegien berufen können. Also weder, wie die Juden auf Abraham, oder wie die Christen auf Christus. Diese Berufungen helfen vor Gott gar nicht, sondern jeder ist allein verantwortlich und hat für sein Tun Rechenschaft abzulegen.

Frage: Das heißt, dass jeder Mensch eine individuelle Beziehung zu Gott aufbauen kann, ohne dass es dafür eine vermittelnde Instanz gibt?

Neuwirth: Ja, das kann man so sagen, wenngleich auch der Koran selber in gewisser Hinsicht eine vermittelnde Instanz ist, nämlich als ein Medium ist, durch das man leichter diesen Zustand erreichen kann. Durch die Erfüllung der rituellen Verpflichtung, vor allem durch das Gebet, durch die Rezitation des Korans, hat der Gläubige einen Zugang, der anderen nicht offen steht. Das ist aber eben ein verbaler Zugang, ein rituell-verbaler Zugang, aber keine auf eine Person gerichtete, auf einen Vorfahren oder eine Erlöserfigur gegründete Privilegierung.

Frage: Welchen Rat würden Sie einem Menschen geben, der bisher keinen Zugang zur Religion des Islams hatte und sich den Koran zum ersten Mal durchlesen möchte?

Neuwirth: Das ist natürlich ein ganz unvorteilhafter Ausgangspunkt (lacht). Vielleicht hat er dann ja auch gar keinen Zugang zu den anderen heiligen Schriften.

Es es ist ja leider so, dass man das Wissen, das die Hörer des Propheten hatten, normalerweise nicht nicht mehr hat. Die Hörer des Propheten waren gebildet, sie hatten eine Menge Bibelwissen und auch einiges philosophische Wissen der Zeit, das wir heute nicht haben. Was kann man da tun?

Wenn man Muslim ist, tut man gut daran, einfach die Kommentare zu lesen, die enthalten ja die Erfahrungen der muslimischen Gemeinde mit dem Koran. Das ist auf jeden Fall hilfreich – auch wenn diese auch aus einer Zeit stammen, die nicht unsere ist, und es manchmal irritierend ist, was man da zu lesen bekommt.

Wenn man Außenstehender ist, dann sollte man sich vielleicht damit begnügen, zunächst einmal den letzten Teil des Korans zu lesen, nach Möglichkeit auf Arabisch, wenn es geht, und dabei eine Koranrezitation zu hören. Dieses letzte Dreißigstel des Korans, das Dschuz' 'amm, wie es im Arabischen heißt, ist ein sehr schöner Zugang. Wenn sich da in einem nichts öffnet, wird es auch nicht bei Sure Zwei nicht passieren (lacht). Ich würde unbedingt raten, sich Koranrezitation dazu zu gönnen, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, hier würden religiöse Informationen herübergebracht.

Frage: Inwiefern gibt es eine andere Spiritualität im Islam, oder eine andere Vorstellung von Spiritualität im Islam, als jetzt im Judentum oder Christentum?

Neuwirth: Es ist jetzt schwer in einem Satz von drei Spiritualitäten zu handeln, aber auf jeden Fall lebt die islamische Spiritualität von der Koranrezitation.

Erstmal reinszeniert man damit die Erfahrung des Propheten, was ja schon einmal eine ganz wichtige Rückbindung an ihn ist. Man steht in einer Tradition. Die Rezitation ist eingebettet in die Vorstellung, dass man durch das Sprechen bestimmter Formeln sich für einen Moment aus der Alltagswelt entfernen kann.

Besonders im Gebet selber werden bestimmte Formeln gesprochen, am Anfang und wieder am Ende, die zeigen, dass man während dieser Zeit abgemeldet ist aus dem Alltag. Das ist ein ganz erheblicher Vorteil gegenüber Leuten, die eine solche Möglichkeit nicht haben, sondern gewissermaßen 24 Stunden lang auf demselben Alltagsniveau sind.

Es gibt inzwischen ja eine Menge Versuche, solche Auszeiten mithilfe künstlicher Religionen zu erreichen, aber im Islam ist diese Praxis – sehr genuin und außerordentlich gut geregelt – schon abrufbar. Das heißt, mit dieser Rezitation ist man eine Weile in einer anderen Welt.

Anmerkung zur Autorin:
Anna Alvi (23) ist Bloggerin und im interreligiösen Dialog aktiv. Zurzeit studiert sie in Heidelberg  Vergleichende Religionswissenschaften (Masterstudiengang). Alia Hübsch (23) ist ebenfalls Bloggerin und Beauftragte für den interreligiösen Dialog einer muslimischen Frauenorganisation in Frankfurt am Main; derzeit studiert sie Religionsphilosophie (Masterstudiengang) in Frankfurt.

Der Segen ist mit der Gemeinschaft

(iz). Wenn der Herr der Welten die Menschen in Seinem Qur’an anspricht, dann tut Er dies ­– mit Ausnahme Seines Propheten – immer im Plural. Entweder werden die Menschen, oder ein bestimmtes Volk – wie das Volk von Musa (Moses) – von Allah angeredet, oder beispielsweise die Gläubigen als eine Kategorie adressiert. Dies ist einer (von vielen) der Mosaiksteine, die den gemeinschaftlichen Charakter der islamischen Lebensweise ausmachen.

Sichtbar gemacht wurde dieses Ansprechen des Menschen als soziale Wirklichkeit durch den Propheten und seine Gemeinschaft in Medina. Die von ihm empfangene und überbrachte Botschaft wurde nicht in ein ideologisches Gebäude eingegossen, sondern augenblicklich in eine soziale Realität unter Göttlicher Anleitung verwandelt. So gibt es eine ­ganze Vielzahl von Anlässen zur Offenbarung bestimmter Qur’anverse, die auf reale Be­gebenheiten Bezug nehmen. Gleichermaßen wurde der Qur’an nicht als „Buch“ im herkömmlichen Sinne offen­bart. Seinen Platz fand er nicht zwischen den Seiten eines solchen, sondern in den menschlichen Herzen.

Es gibt im Islam sehr wohl ein fein austariertes Gleichgewicht zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft, zwischen intimen und sozialen Momenten. Auch wenn platte Totalitarismustheorien in diesen Tagen gelegentlich Muslimen eine kollektive Neurose andichten wollen, beziehungsweise ihnen das individuelle Urteilsvermögen abzusprechen versuchen, widerlegen die islamischen Grundprinzipien diese Art der platten Religionskritik.

Es ist vielmehr ein Wechselspiel zwischen den beiden Polen Individuum und Gemeinschaft. Wir haben alle unser eigenes Schicksal und müssen uns am Tage des Gerichts für unsere Lebensführung rechtfertigen. Eine jeweilige Gruppenzugehörigkeit bildet da keinen Schutz. Wenn wir in Gemeinschaft (siehe S. 4) beten, dann hat dies (bei den Pflichtgebeten) bekanntermaßen einen wesentlich höheren Wert. Nichtsdestotrotz sind es aber wir, und nicht die Frau/der Mann neben uns, die/der in diesem Augenblick vor ihrem/seinem Herrn steht.

Eine der Hauptabsichten der Gemeinschaft der Muslime, die nichts mit den Zwangskollektiven des 20. Jahrhunderts gemein hat, ist es vielmehr, erst einmal den äußeren Rahmen zu stellen, in dem überhaupt eine wirkliche, individuelle Nähe zu Allah angestrebt wird. In dem Sinne braucht es die/den Andere/n und die daraus entstehende soziale Form, in der echte Spiritualität, wenn sie nicht im Supermarkt der Esoterik enden will, sich überhaupt erst ereignen kann.

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Heilmittel gegen ein Übel der Zeit

„Er [Schaitan] sagte: ‘Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, wohingegen Du ihn aus Lehm erschaffen hast.’“ (As-Sad, 76) Von Wael Hamza Dies ist ein Satz […]

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Alltag der Muslime: Wie wirken Adab und Futuwwa?

(iz). Muslime leben in mehrfachem Sinne in Paradoxien, in denen sie sich oft ohne ausrei­chende Orientierung wiederfinden. Einer dieser Widersprüche ist, dass wir heute zwar einerseits so oft und viel […]

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