Imame als „Brückenbauer“ in der Gesellschaft

Die dritte Tagung des Kölner Imamforum behandelte die sich wandelnde Rolle von Imamen in Deutschland. Sie sind mehr als nur „Vorbeter“.

17.11.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
Imame

Foto: Islamrat

Köln (iz). Das dritte Imamforum in Köln hat erneut die zentrale Rolle von Imamen in der deutschen Gesellschaft in den Fokus gerückt. Veranstaltet vom Islamrat für die Bundesrepublik und dem Menar-Institut, kamen zahlreiche Imame aus ganz Deutschland, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Akteure aus der Zivilgesellschaft zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Aufgabenfelder zu diskutieren.​

Podiumsdiskussion mit Jörn Thielmann, Vedad Smailagic, Betül Karakoç Kafkas, Murat Karacan (Mitarbeiter der Medeniyet Uni) und Rıdvan Sarıkaya. (Foto: Islamrat)

Kernfragen: Wie können Imame handlungsfähig bleiben?

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Imame in einer pluralen Gesellschaft handlungs- und sprechfähig bleiben und wie muslimische Gemeinden den komplexen Erwartungen an religiöse Dienste gerecht werden können.

Der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici, betonte, dass das Tätigkeitsprofil religiöser Führungskräfte heute weit über das traditionelle Vorbeteramt hinausgeht. Imame seien zunehmend Pädagogen, Seelsorger und zentrale Ansprechpartner für die gesamte Stadtgesellschaft – in sozialen Fragen, interkulturellen Anliegen und in Momenten, in denen Brücken gebaut werden müssen.​

Er verwies darauf, dass die Vielfalt der Erwartungen an Imame ein hohes Maß an Professionalität, Geduld und Belastbarkeit erfordert. Besonders hervorgehoben wurde dabei auch die oft unterschätzte Rolle weiblicher Religionsbeauftragter in den Gemeinden, deren Arbeit unverzichtbar sei, aber weiterhin nicht ausreichend sichtbar werde. Diese Aufgabenfelder sollen künftig stärker in den Fokus rücken.​

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