In Penzberg zeigt ein neues Schild die Moschee und die Zeit des muslimischen Freitagsgebets – ein bundesweit einmaliges Signal im Straßenbild.
Penzberg (KNA) Man kennt sie vom Vorbeifahren: An vielen Ortseingängen sind Tafeln mit Gottesdienstzeiten angebracht. Meist zeigen diese Schilder gelbe und violette Kirchen, die auf katholische und evangelische Gemeinden hinweisen.
Seltener gibt es andersfarbige Tafeln mit Bezug zu weiteren christlichen Angeboten. Im oberbayerischen Penzberg hängt neuerdings auch ein Schild mit einer Moschee in Blau und Informationen zum muslimischen Freitagsgebet – womöglich eine bundesweite Premiere.
„Uns ist nicht bekannt, dass es in einer anderen Stadt in Deutschland ein vergleichbares offizielles Hinweisschild gibt“, teilte der Penzberger Imam Benjamin Idriz der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch mit.
Foto: Benjamin Idriz
Zum Hintergrund erklärte Idriz, die Idee sei beim Austausch zwischen Bürgermeister und Vertretern der katholischen, evangelischen und islamischen Gemeinde entstanden. Die Pfarrer hätten angeregt, die bestehenden Hinweisschilder zu erneuern.
„Im Verlauf des Gesprächs brachte ich den Vorschlag ein, auf den neuen Schildern auch die Zeit des muslimischen Freitagsgebets aufzunehmen. Dieser Vorschlag wurde vom Bürgermeister sowie von beiden Pfarrern ausdrücklich begrüßt und anschließend gemeinsam umgesetzt.“
Am Dienstag nun habe man die erste Tafel an einem der Penzberger Ortseingänge angebracht. Drei weitere Schilder würden demnächst an den übrigen Ortseingängen installiert.
Zu den Kosten machte Idriz keine Angaben. Sie würden von den Religionsgemeinschaften mitgetragen; auch die islamische Gemeinde beteilige sich.
Foto: islam-penzberg.de
Reaktionen auf die neue Tafel seien in Penzberg bisher durchweg positiv, so der Imam. Das neue Hinweisschild werde als sichtbares Zeichen gegenseitiger Wertschätzung und des respektvollen Zusammenlebens verstanden.
„Zugleich unterstreicht es die Offenheit unserer Gemeinde: Das Freitagsgebet und die Predigt finden in deutscher Sprache statt und stehen allen Interessierten offen – Muslimen ebenso wie Nichtmuslimen.“
Anders sei das Echo teilweise in Sozialen Medien. „Dort gibt es neben zahlreichen positiven Rückmeldungen und viel Zuspruch leider auch viele hasserfüllte und muslimfeindliche Kommentare“, sagte Idriz. „Das zeigt, dass Soziale Medien häufig nicht die Stimmung vor Ort widerspiegeln.“
Die Gottesdienst-Schilder gehen auf eine Verordnung des Bundesinnenministeriums von 1960 zurück. Sie erlaubte katholischen und evangelischen Gemeinden das Aufstellen der Hinweistafeln an Ortseingängen. 2008 gab das Bundesverkehrsministerium ein Schreiben heraus, das diese Erlaubnis auf alle Religionsgemeinschaften ausweitete.
Die Satiregemeinschaft „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ scheiterte im vergangenen Jahrzehnt mehrfach vor Gericht mit dem Anliegen, Gottesdiensttafeln im brandenburgischen Templin aufzustellen.
Zur Begründung hieß es, der Verein sei keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft. Später erlaubte die Stadt das Aufhängen gleichwohl.
Wenn eine große muslimische Organisation einen Leitfaden für klimafreundliche Moscheen vorlegt, ist das mehr als ein Handbuch für Heizungen und Stromkreise.
(iz). Es ist ein Signal dafür, dass sich etwas verschiebt – nicht nur administrativ, sondern im Selbstverständnis. Ein Beispiel ist die IGMG-Leitfaden „Klimafreundliche Handreichung. Ein Ratgeber zur Bewahrung der Amâna und des Mizân“ (als PDF im Download). Der eigentliche Punkt reicht weit über eine einzelne Organisation hinaus: Wie reagieren muslimische Gemeinden auf eine Krise, die längst nicht mehr abstrakt ist?
Wenn die Klimakrise im Nebentrakt ankommt
Die Klimakrise wirkt für viele weiterhin wie ein Thema von Konferenzen und Gipfeltreffen. In Wahrheit ist sie in den Straßen angekommen, in denen Moscheegebäude stehen, in den Häusern ihrer Besucher – und in den Jahresabrechnungen jener Vereine, die ihre Gebäude mit Spenden und Ehrenamt über Wasser halten.
Wer heute eine Moschee in Deutschland trägt, ringt nicht nur mit den politischen Themen der Zeit, sondern ebenso konkret mit Heizkosten, Strompreisen, Sanierungsbedarf und der Frage, wie lange sich ein schlecht gedämmter Altbau noch finanzieren lässt.
Foto: Neuköllner Begegnungsstätte e.V. – Dar Assalam
Zwischen Gebetsraum und Heizkörper
Man muss sich nur einen gewöhnlichen Wintertag vorstellen. Im Gebetsraum ist es angenehm warm, im Eingangsbereich zieht es, im Treppenhaus brennt das Licht, obwohl niemand dort steht. Im Waschraum rauscht das Wasser, in einem Nebenraum läuft die Heizung, ohne dass jemand ihn nutzt.
Später sitzt der Vorstand über der neuen Abrechnung, sucht nach Einsparmöglichkeiten, die das Gemeindeleben nicht abwürgen. An dieser Schnittstelle berühren sich zwei Ebenen, die gerne getrennt behandelt werden: die globale ökologische Krise und die ökonomische Wirklichkeit muslimischer Gemeinden vor Ort.
Wer darüber nachdenkt, stößt auf einen scheinbaren Widerspruch. Auf der einen Seite gilt die Moschee als Ort der Besinnung, der Lehre und des Gebets. Auf der anderen ist sie ein konkretes Gebäude mit Wasserleitungen, Heizkörpern, Dächern, Fenstern und Stromkreisen. Spiritualität spielt sie nicht jenseits der materiellen Welt ab, sondern im Umgang mit ihr. Der Alltag, der oft als „Nebensache“ abgelegt wird, ist Prüfstein für das, was eine Gemeinde über sich selbst sagt.
Amana und Mizan statt „grünem Islam“
Vor diesem Hintergrund sind Leitfäden wie der erwähnte für klimafreundliche Moscheen dort interessant, wo sie tiefer ansetzen. Die Frage beginnt nicht bei Solarpaneelen oder Dämmstoffen, sondern bei Grundbegriffen islamischer Theologie: die Schöpfung als anvertrautes Gut, die Erde als Amana, der Mensch als Verantwortlicher, das Mizan, das Maß und Gleichgewicht, das nicht verletzt werden soll.
So wird die ökologische Frage aus der Ecke des Modischen oder Moralischen herausgelöst. Es geht nicht um einen dekorativen „grünen Islam“, sondern um etwas, das in den Quellen selbst angelegt ist.
Allah lenkt in Seinem Qur’an den Blick immer wieder auf Himmel und Erde, auf Tiere, Pflanzen, Regen, den Wechsel von Tag und Nacht. Diese Welt ist nicht bloße Kulisse menschlichen Handelns, sondern Raum der Zeichen. Wer sie nur nach Nutzenkalkül behandelt, verfehlt ihren Rang.
In dieser Perspektive ist Verschwendung mehr als schlechte Gewohnheit; sie ist ein Symptom gestörter Beziehung zur Gabe. Eine Gemeinschaft, die sich gegenüber der Schöpfung gleichgültig verhält, riskiert, dass ihre religiöse Sprache durch ihren Alltag dementiert wird.
Hier knüpfen neuere muslimische Umweltinitiativen an. Ob unter der Überschrift „Green Deen“ oder in Projekten wie dem „Green Iftar Guide“ von NourEnergy: Immer geht es darum, klassische Begriffe wie Verantwortung, Maßhalten und Treuhänderschaft in die Gegenwart zu übersetzen.
Das betrifft den Ramadan ebenso wie die schlichte Frage, was in einer Moschee gekocht, gekauft, weggeworfen, verbraucht oder unnötig in Betrieb gehalten wird. Es schärft den Blick für die Spannung zwischen Halal und Tayyib: Formal Erlaubtes ist nicht automatisch gut, wenn Produktion, Transport und soziale Kosten aus dem Blick geraten.
Foto: Morley von Sternberg
Öko-Rhetorik trifft Ehrenamt und Altbau
Nüchtern betrachtet ist die Moschee dafür ein sensibler Ort. Sie ist kein „sakraler“ Raum außerhalb gesellschaftlicher Widersprüche, sondern Teil einer migrantisch geprägten Infrastruktur, oft unterfinanziert, häufig in umgenutzten Bestandsgebäuden untergebracht, getragen von Ehrenamtlichen, die sich zwischen Baugenehmigungen, Seelsorge, Bildungsarbeit und interner Konfliktmoderation aufreiben.
Gerade deshalb ist Vorsicht geboten gegenüber jeder ökologischen Rhetorik, die mit dem moralischen Zeigefinger daherkommt. Nicht sämtliche Moscheegemeinschaften können morgen Photovoltaik installieren, eine umfassende energetische Sanierung stemmen oder ihr Gebäude nach neuesten Standards umbauen. Wer so tut, als sei all dies nur eine Frage des guten Willens, ignoriert die sozialen Realitäten.
Ebenso problematisch wäre es, aus dieser Lage eine Entschuldigung für Untätigkeit zu machen. Denn vieles beginnt nicht in der Domaine großer Investitionen, sondern bei Gewohnheiten und Prioritäten.
Der erwähnte Leitfaden listet zahlreiche Schritte auf, die sich sofort umsetzen lassen: Umstieg auf LED-Beleuchtung, Bewegungsmelder in wenig genutzten Bereichen, konsequentes Ausschalten ungenutzter Heizkörper, kurzes Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster, wassersparende Armaturen, das Trennen von Geräten vom Stromnetz, regelmäßige Wartung der Heizungsanlage, Recyclingstationen und der Verzicht auf Einwegprodukte, wo immer es geht.
Solche Maßnahmen sind unspektakulär, gerade dadurch aber alltagstauglich. Sie sparen Energie, entlasten die Gemeindekasse und fördern eine Kultur der Achtsamkeit.
Darüber hinaus berühren die Informationen eine Erfahrung, die viele Gemeinden teilen: Professionalität ist kein Gegensatz zum Ehrenamt, sondern seine notwendige Ergänzung. Bau- und Sanierungsmaßnahmen werden aus Kostengründen oft mit eigenen Händen durchgeführt.
Kurzfristig scheint das zu entlasten, langfristig können die Folgekosten höher sein, wenn Dämmungen falsch angebracht, Feuchtigkeit nicht bedacht oder Förderkriterien verpasst werden.
Vor allem im Bereich der Energieeffizienz braucht es in der Regel Fachwissen, Planung und die Bereitschaft, Geld an Stellen einzusetzen, die man nicht beim Betreten des Gebetsraums sieht.
Eine kluge Gemeinde erkennt, dass sauber ausgeführte Arbeiten im Heizungskeller oder unter dem Dach tragender sind als die nächste repräsentative Anschaffung im Sichtbereich. Aus diesem Grund hat NourEnergy bspw. Energieberatungen für einige Moscheegemeinden angeboten.
Die ökologische Frage ist damit immer auch eine der inneren Ordnung. Welche Ausgaben gelten als notwendig? Was für Probleme werden zuerst angegangen? Wie wird entschieden, wenn zwischen Symbolik und Substanz gewählt werden muss?
Eine Moschee, die im Ramadan große Worte über Barmherzigkeit und Verantwortung macht, zugleich aber jedes Jahr unnötig Energie verschwendet, sendet ein widersprüchliches Signal. Umgekehrt kann eine Gemeinde, die ihre Heizkosten senkt, Wasser spart, Müll reduziert und ihre Besucher für einen anderen Umgang mit Ressourcen sensibilisiert, weit mehr bewirken als durch manch wohlformulierten Appell.
Foto: Freepik.com
Hinzu kommt, dass Moscheen nicht nur Verwaltungs- und Kultorte sind, vielmehr ebenso Lernorte. Kinder und Jugendliche, die hier ihre ersten Schritte in der Glaubenspraxis tun, lernen nicht allein Inhalte, sondern Haltungen.
Wenn in ihnen selbstverständlich Müll getrennt wird, sparsam mit Wasser umgegangen, Grünflächen gepflegt, Insekten geschützt und Lebensmittel nicht achtlos entsorgt werden, entsteht eine Praxis, die weit über das Gebäude hinaus strahlt.
Was hier eingeübt wird, setzt sich am Familientisch, beim Einkauf, im Verhältnis zur Nachbarschaft fort. Die Moschee ist dann kein moralisches Tribunal, sondern ein Labor des Umlernens.
Gerade darin liegt eine Chance, die über den Binnenraum der Gemeinden hinausweist. In einer Gesellschaft, in der ökologische Fragen häufig zwischen staatlicher Regulierung, individueller Konsumethik und politischer Polarisierung zerrieben werden, können religiöse Gemeinschaften einen anderen Ton einbringen.
Nicht den Ton der Selbstgerechtigkeit, sondern den der Verantwortlichkeit. Nicht den Appell an modische Tugend, vielmehr den an Maß, Dankbarkeit und Treue zum Anvertrauten. Wenn muslimische Gemeinden diesen Ton glaubwürdig entwickeln, tragen sie nicht nur zur öffentlichen Debatte bei, sondern verändern ihre eigene Praxis.
Der vorliegende Ratgeber „Klimafreundliche Moscheen“ der IGMG ist in diesem Sinn weder Masterplan noch Werbeschrift. Aber er bündelt theologische Motive, praktische Hinweise und konkrete Beispiele so, dass das Thema aus der Randlage geholt wird.
Darin liegt sein Wert: als Anstoß für eine Diskussion, die in muslimischen Gemeinschaften hierzulande längst überfällig war.
Am Ende geht es um mehr als um Dämmplatten, Wasserhähne und Stromrechnungen. Es geht um die Glaubwürdigkeit religiöser Praxis unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts. Wer von Schöpfung redet, sollte auch von ihrem Schutz sprechen.
Wer von Verantwortung spricht, muss sie im Alltag sichtbar machen. Und wer die Moschee als Ort der Orientierung versteht, darf nicht übersehen, dass sie heute auch bedeutet, einen vernünftigen, gerechten und wachen Umgang mit Energie, Wasser, Nahrung und gebautem Raum zu lernen.
Die Mosche im Ramadan: Es ist die innere Solidarität und die Einfachheit, die jeden einschließt und die ohne große Worte auskommt, die unser Autor schätzt.
(iz). Eigentlich ist meine Moschee kein wirklich schöner Ort. Es steht zwar „Islamisches Kulturzentrum“ dran, aber eine kulturelle Meisterleistung ist dem Architekt auf dem kleinen Eckgrundstück nicht gerade gelungen. Ehrlich gesagt, sie liegt auch nicht schön, meine Moschee.
Es sei denn, man findet die Nachbarschaft von Netto und Aldi und einem Autohaus anregend. Der Backsteinbau im Gewerbegebiet unserer Kleinstadt ist schmucklos und doch ein wichtiger Orientierungspunkt.
Man braucht sicherlich eine klare Absicht, um sich an diesem unscheinbaren Ort am Rande der Gesellschaft einzufinden. Ganz egal woher man kommt. Wo andere ihre Autos waschen und ein Schnäppchen besorgen, widmet man sich hier anderen Geschäften. Hier zählen die berühmten inneren Werte und die spannende Unternehmung, sich dem Unsichtbaren zu nähern.
Auf einigen Hundert Quadratmetern findet hier das alltägliche Wunder des Lebens statt. Hier wird geheiratet, gebetet, gefeiert und das Totengebet verrichtet. Hier findet im Grunde all das statt, was unser Leben als Muslime wohl sichtbar und wirklich außergewöhnlich macht. So wie in diesem Ramadan.
Jeden Abend wird sich unsere Gemeinde, ob jung oder alt, zum Tarawwih-Gebet am Stadtrand treffen. Sogar der Mustafa und der Ali, die man ja sonst kaum sieht. Und jeden Abend werde ich wieder feststellen, dass wir ein Stückchen näher zusammenrücken. Und nicht nur, weil der Imam darum bitten wird, um die ungewohnte Fülle an Männern, Kindern und Frauen in das kleine Gebäude hineinzuzwängen.
Es ist diese innere Solidarität und die Einfachheit, die jeden einschließt und die ohne große Worte auskommt, die ich an diesen Tagen schätze. Erstaunlich, wie eine Hundertschaft von einfachen Arbeitern sich um das Gebet herum zu einem lebendigen sozialen Kunstwerk zusammenfindet und wir uns mit Muslimen in aller Welt in eine Orientierung fügen.
Das alles in einer Zeit, in der das ungezwungene Zusammenkommen auch zwischen uns Muslimen seltener wird. Überhaupt, es ist schön, die Generationen im Gebet versammelt zu sehen. Auch wenn hier und da hinter den Vorhängen das Kichern der Kleinen zu hören ist.
Das gehört aber zu unserer Gemeinde genauso dazu wie der alte Mehmet, der nun einen Stuhl braucht, weil er das Auf und Ab des Gebetes seinem Rücken nicht mehr zumuten kann. Man sagt immer, der Ramadan sei ein besonderer Monat. Das stimmt.
Es ist eine Art göttlich inspirierte menschliche Revolte gegen die Abhängigkeiten dieser Welt. Man lernt, dass, wie Rumi es sagt, die Welt eine Brust ist und wir Menschen, wenn wir erwachsen sein wollen, lernen müssen, uns zu entwöhnen. Nur dann sind wir für höhere Erfahrungen wirklich frei.
Jeden Abend, wenn mir eine Dattel zugeworfen wird und ich ein kleines Schlückchen Wasser trinke, wundere ich mich, wie schnell ich satt und zufrieden bin.
An den schwierigeren Tagen lache ich über die inneren Winkelzüge meines Selbst. Auch die Jungen machen diese Erfahrung und ernten Lob und Zustimmung von uns, dass sie es sich einmal „selbst“ statt wie üblich den Anderen gezeigt haben. Und immer, wenn der Ramadan endet, freue ich mich auf den Nächsten. Wenn es denn so für mich geschrieben ist.
Die neue „Ehrenfelder Gesprächsreihe Gesellschaft“, initiiert vom MoscheeForum an der Zentralmoschee Köln, startete am 31. Oktober 2025 mit einer hochkarätig besetzten Auftaktveranstaltung. (iz). Ziel der Reihe ist es, zentrale Themen […]
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Die Khutbas beschäftigen sich nach der Darstellung der Forscher überwiegend mit ethischen Fragen des Alltags, zwischenmenschlichen Beziehungen, Bildung, Familie, Nachbarschaft, Umweltschutz und gesellschaftlichem Engagement. Ebenso wurden Aufrufe zur gesamtgesellschaftlichen Teilhabe, Hilfsbereitschaft und Demokratie regelmäßig thematisiert.
Das Projekt „Wechselwirkungen“ wertete Predigtmanuskripte der drei größten Moscheeverbände in unserem Land aus: DİTİB, IGMG und VIKZ. Diese repräsentieren etwa zwei Drittel (rund 1.500 von 2.300) der Moscheen und Gebetsräume in Deutschland.
Die Studie deckt nicht alle Moscheegemeinden ab. Es wird eingeräumt, dass es einzelne geben könnte, in denen radikale Inhalte vorkommen. Diese seien aber nicht repräsentativ für den muslimischen Mainstream in der Bundesrepublik.
Das wichtigste Gebet der Woche
Eines der bedeutendsten Elemente unserer Lebenspraxis ist das rituelle Gebet (arab. as-salat). Und wird immer direkt nach der Schahada aufgezählt. Es zählt zu den „fünf Säulen des Islam“, neben dem Glaubensbekenntnis („es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist Sein Gesandter“), dem Fasten im Monat Ramadan, die Hajj zum Haus Allahs nach Mekka und der jährlichen Vermögenssteuer. Die Verpflichtung zu seiner Verrichtung ist im Qur’an als dem offenbarten Wort Allahs in zahlreichen Versen erwähnt. Beispiel dafür ist dieser: „Wahrlich, das Gebet zu bestimmten Zeiten ist für die Gläubigen eine Pflicht.“ (Sura An-Nisa, Sure 4, 103)
In einem Hadith, einer Überlieferung vom Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, heißt es über diese essenzielle Form der Anbetung Allahs: „Stellt euch vor, jemand von euch hätte vor seinem Haus einen Fluß und würde in ihm fünfmal am Tage baden, würde dann etwas von seinem Schmutz an ihm bleiben?“
Die Gefährten antworteten: „Nichts von seinem Schmutz würde bleiben.“ Da sagte er: „Genauso ist es mit den fünf Gebeten. Allah tilgt durch sie die Sünden.“ (Abu Huraira)
In seiner Form und Bedeutung nimmt das Freitagsgebet (das an diesem Tag anstatt des Mittagsgebets verrichtet wird) eine herausragende Stellung in unserer Woche ein. Es muss gemeinschaftlich gebetet werden. Je nach Rechtsschule gibt es in den Einzelheiten Vorbedingungen, damit es verpflichtend wird.
Um Obligation zu werden, darf die Distanz zur nächstgelegenen Moschee ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Darüber hinaus braucht eine Moscheegemeinde am Freitag ein Mindestmaß an Teilnehmern, damit es Pflicht wird. Außerdem muss sich bspw. nach einigen malikitischen Gelehrten das Gebäude im bleibenden einer islamischen Stiftung (arab. waqf) sein.
Es ist eine Obligation für jeden Muslim, der die Pubertät erreicht hat, geistig gesund, sesshaft, männlichen Geschlechts und in der Lage ist, in die Moschee zu kommen. Es ist keine Verpflichtung für Frauen und Kinder, Reisende, Kranke und Pflegekräfte, die ihre Patienten nicht allein lassen können sowie bei akuter Gefahr oder bedrohlichen Witterungsverhältnissen.
Es findet am Freitag ab dem Zeitpunkt statt, ab dem Muslime das Mittagsgebet machen können. Es beginnt mit einer Ansprache. Wer nicht am Freitagsgebet teilnehmen kann, verrichtet das reguläre Gebet mit der vollen Länge.
Foto: Khalil Mitchell, Visual Aurum
Der Freitag selbst hat eine Bedeutung
Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass dieser Tag (arab. al-jumu’a) mitnichten ein Feiertag im Sinne des christlichen Sonntags ist, an dem nicht gearbeitet werden dürfte. Allerdings soll während der Freitagspredigt und des Gebets kein Handel stattfinden – ebenso wenig weitere Tätigkeiten. Er ist aber auch kein Wochentag wie jeder andere.
As-Salat Al-Jumu’a hat eine wichtige gemeinschaftliche Bedeutung. Zu ihm kommt die Bevölkerung eines Ortes in feierlicher Stimmung zusammen. Nach dem Gebet besteht die Möglichkeit für sozialen Austausch. Deshalb ist es bspw. in der malikitischen Schule verpönt, nach dem Ende des Pflichtgebetes weitere, freiwillige Gebet zu sprechen.
Das Freitagsgebet wurde im Islam erst zur Zeit von Medina als verpflichtend etabliert, als eine funktionierende Gemeinschaft entstanden war. Die Khutba, die dem Gebet vorausgeht, sollte idealerweise Elemente enthalten, die für die konkrete Moscheegemeinschaft aktuell oder langfristig relevant sind.
Im Gegensatz dazu hat sich bspw. in den großen türkisch-geprägten Moscheeverbänden (DİTİB, IGMG & VIKZ) die Gewohnheit einer zentral vorgegebenen Predigt durchgesetzt.
Der Tag selbst ist gesegnet
In einer überlieferten Aussage des Propheten, Allahs Friede auf ihm, heißt es: „Der beste von den Tagen, an denen die Sonne aufgeht, ist der Tag des Jumu’a. An ihm wurde Adam geschaffen, und an ihm war sein Fall aus dem Garten. An ihm wurde ihm vergeben, und an ihm starb er. An ihm wird die Stunde kommen, und jedes sich bewegende Ding lauscht von Morgen bis Abend in Erwartung der Stunde, mit Ausnahme der Dschinn und der Menschen. Während des Freitags gibt es eine Zeit, an dem Allah seinem im Gebet stehenden Sklaven das gibt, worum er ihn bittet. (…)“ (Abu Huraira)
Dieser Moment ist nicht genau bekannt. Als einer der wahrscheinlichsten Zeitpunkte wird der Augenblick genannt, an dem der Imam während der Khutba zwischen den beiden Teilen kurz sitzt. Deswegen sprechen viele Muslime und er selbst in dieser Zeit Bittgebete.
Der Prophetengefährte Abu Lubaba überlieferte vom Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Der Tag des Jumu’a ist der Meister und der größte unter den Tagen. In Allahs Sicht ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“
In einer anderen Aussage, die von Ibn ‘Abbas berichtet wurde, wird dieser Tag selbst als Feiertag beschrieben. Er ist ein Moment der Feier – wenn Freude und Glück auf die Herzen der Gläubigen herabgesandt werden.
Die Höflichkeiten des besonderen Tages
Es bestehen mehrere empfehlenswerte Handlungen, die den Tag an sich als auch das Verhalten während der Zeit in der Moschee verschönern.
Soweit der Einzelne betroffen ist, gibt es bspw. diese Aspekte: Es ist notwendig (im Sinne einer sehr empfohlenen Sunna) vor dem Weg zum Jumu’a eine rituelle Ganzkörperwaschung (arab. ghusl), durchzuführen. Das zählt zur spirituellen Höflichkeit dieses Tages. Am besten sollte sie besser spät, also kurz vor dem Gang zum Gebet, durchgeführt werden. Frühestens kann man sie ab vollendetem Sonnenuntergang des Donnerstags durchführen.
Zum Adab gehört es, möglichst früh in die Moschee zu gehen. Das heißt, rechtzeitig am Beginn seiner Zeit, allerdings nicht schon frühmorgens. Auch ist es Sunna, sich dafür zu parfümieren und die beste Kleidung zu tragen.
Empfehlenswert ist ebenfalls, den Schnurrbart zu kürzen, die Nägel zu schneiden sowie Achsel- und Schambehaarung zu rasieren, sollte dies nötig werden. Auch das Benutzen des Miswak/Siwak (Hölzchen zur Zahnreinigung) ist empfohlen.
Ebenso ist man nach Möglichkeit gut beraten, zum Freitagsgebet zu Fuß zu gehen. Letzteres ist in muslimischen Ländern mehrheitlich kein Problem, in Europa hingegen sind die Entfernungen zu den Moscheen meist größer.
In der Nacht zum Freitag und an ihm selbst sollte man viel Qur’an lesen (wie die Sura Al-Kahf) und außerdem reichlich Salawat (Segenswünsche für den Propheten) sprechen. Daher findet man vor dem Beginn der Freitagspredigt unzählige Moscheebesucher, die sich der Qur’anlektüre widmen: In Ländern wie Marokko wird gemeinsam und laut rezitiert, was ein unvergleichliches Erlebnis ist.
In der Gemeinschaft vor und im Laufe des Gebets und der Khutba gibt es ebenfalls einige prophetischen Gepflogenheiten und spirituelle Perfektionen, die den Moment besonders machen. Nach dem Betreten der Moschee sollten wir uns so weit wie möglich vorne hinsetzen, ohne dabei die anderen Menschen zu stören oder über ihre Köpfe hinwegzusteigen.
Sobald man einen Platz gefunden hat, sollte man zwei Einheiten des Gebets (arab. raka’at) verrichten. Das gilt aber nur für den Fall, dass der Imam den Gebetsraum nicht betritt. Zum Adab in diesem Augenblick gehört das angemessene Sitzen, sich nicht hinzufläzen und nicht die Füße in die Gebetsrichtung auszustrecken.
Sobald der Imam zum Minbar geht, muss jedes Gerede enden.
Nicht einmal der Gruß darf erwidert werden. Wenn der Imam spricht, gibt man ihm die volle Aufmerksamkeit; inkl. der körperlichen, sodass man sich ihm zuwendet. Das ist mehr als Höflichkeit, sondern Pflicht für jeden teilnehmenden Muslim – Männer wie Frauen. Denn die Khutba ersetzt jene zwei Raka’at, die während des Freitagsgebets nicht verrichtet werden.
Foto: Santos1992, Shutterstock
Routine, Manifest oder relevanter Inhalt?
Mindestens einmal die Woche, für ca. 20-45 Minuten, sitzen wir in der Moschee und hören der Freitagspredigt zu. Was ist der eigentliche Zweck dieser Ansprache und wie sind die Erwartungen der ZuhörerInnen? Wie nutzen wir diese wöchentliche Gelegenheit des Gesprächs in der Gemeinschaft?
Auch in Deutschland diskutieren Muslime seit geraumer Zeit, was von einer guten Khutba zu erwarten ist – und was nicht. Ab der Institutionalisierung der Religionsgemeinschaften zu Beginn der 2000er Jahre wurden verschiedene Aspekte oder Formen der Freitagsansprache thematisiert: bloßer Formalismus, Vernachlässigung konkreter Fragen, fehlende Angebote auf Deutsch sowie die gelegentliche Politisierung in manchen Gemeinschaften.
Bei der Sprache haben sich viele Moscheevorstände mittlerweile bewegt und bieten die relevanten Elemente in unserer Landessprache an – ggf. auch als Zusammenfassung.
Wie oben beschrieben, verteilen die großen türkischen Moscheeverbände eine zentrale Ansprache, die in ihren jeweiligen Mitgliedsgemeinden verlesen wird. Das hat einerseits den Vorteil, dass Unsinn oder radikale Inhalte vermieden werden. Andererseits haben die Imame keine Chance, auf die spezifischen Anliegen ihrer Gemeinschaft einzugehen.
Jenseits der notwendigen Elemente einer Khutba (Aufteilung in zwei Segmente, bestimmte arabische Formeln etc.) stellt sich für Muslime über die deutschen Grenzen hinaus die Frage, wie sie ganzheitlich aussehen soll, um den den größtmöglichen Nutzen zu bringen.
Der US-amerikanische Blogger, Gemeinschaftorganisator und Kommentator Omar Usman beschrieb vor einigen Jahren, dass die Ansprache am Freitag keine analoge Variante eines Beitrags im Internet sei oder eine bloße Meinung darstelle. Vielmehr rufe der dieser Tag uns dazu auf, Allah zu gedenken und über das jeweilige Thema zu reflektieren.
In seinen Augen erfüllt eine geglückte Khutba mehrere Funktionen: „Sie soll spirituelle Erneuerung ermöglichen und zur Erziehung der Gläubigen beitragen. Zuerst steht die Erinnerung an Allah im Mittelpunkt, gefolgt von spiritueller Läuterung und schließlich der Vermittlung von Wissen und Weisheit. Sie soll Hoffnung geben und die Zuhörer inspirieren, motivieren und zu einem besseren Leben anleiten. Sie ist ein anvertrautes Gut und muss mit Ernsthaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein gehalten werden.“
Er warnte davor, die Khutba zu instrumentalisieren – etwa für politische oder soziale Zwecke, die nicht im Einklang mit der spirituellen Essenz stehen. Zwar seien solche Themen nicht prinzipiell unpassend, doch sollte die Priorität stets auf der Förderung der Spiritualität und der Community liegen.
Des Weiteren bestehe für ihn das Problem, das viele Khatibs (Imame, die die Khutba halten) nicht immer die nötigen inhaltlichen Fähigkeiten für eine substanzielle Ansprache hätten. Darüber hinaus solle sie nicht als einziges Mittel der Kommunikation gesehen werden. „Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die Gemeinschaft zu erreichen, etwa durch Programme, E-Mails oder Videos.“
Immer wieder beeindruckend ist die Hauptstadt Sarajevo – vor allem, wenn man sich für den Islam in Europa interessiert. Die bosnische Metropole verändert, erinnert und inspiriert den Gast.
(iz). Zu den schönsten Büchern in der Welt der Reiseliteratur gehört zweifellos „Die italienische Reise“ von Johann Wolfgang von Goethe. Der Schriftsteller erklärt darin nichts weniger als den eigentlichen Sinn des Reisens. Beinahe zwei Jahre lang reflektierte er in Oberitalien, Rom, Neapel und Sizilien die Natur, die Kunst und die Menschen, denen er auf seinem Weg begegnete.
Er erwartete von seiner Reise in die Fremde eine Veränderung, eine Metamorphose seiner Persönlichkeit. Die Sehnsucht nach seinen (griechischen) Idealen versuchte er stets zu aktualisieren, weil ihm bewusst war, dass er in Weimar in einer anderen Raumzeit lebt. Seine Inspiration war es, nach der Rückkehr, seine Erkenntnisse in eine neue Alltäglichkeit einfließen zu lassen.
Ein Besuch in Sarajevo ist fruchtbar
Mit dieser Absicht der Aktualisierung ist ein Besuch in Bosnien fruchtbar. Immer wieder beeindruckend ist die Hauptstadt Sarajevo – vor allem, wenn man sich für den Islam in Europa interessiert. Blickt man von den Bergen auf die Stadt, erzählt die lokale Architekturgeschichte, mit ihren, wie an einer Perlenkette aufgereihten Manifestationen, vom Leben und Schicksal der Menschen. In der Stadt erlebt man eine einmalige Gastfreundschaft und wird schnell Teil eines gelassenen Lebensstils.
Nach den Schrecken des Bosnienkrieges in den 1990er Jahre wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Die Metropole verändert, erinnert und inspiriert den Gast. Und selbstverständlich mahnt die Geschichte des Landes den aktiven Austausch mit den Nachbarn zu suchen, gerade wenn sie anderen Kulturen oder Konfessionen angehören.
Die Ghazi-Husrev-beg-Moschee, Mittelpunkt der osmanisch geprägten Altstadt, mit ihren für alle Besucher offenen Türen, wirkt wie eine Einladung in einen geistigen Innenraum, der das bunte Treiben der Gassen vergessen lässt. Man darf nicht vergessen, dass der sakrale Raum Teil einer größeren Anlage ist. Die Infrastruktur rund um das Gebäude besteht aus öffentlichen, sozialen und ökonomischen Einrichtungen.
Gebetsruf zum Abendgebet und Fastenbrechen in Sarajevo, Bosnien. Foto: Ammar Asfour
Das Phänomen der Stiftungen
Es ist das Phänomen der Stiftungen, das die höheren Absichten der Muslime bezeugt. Im Moscheemuseum lese ich das Testament des Ghazi-Husrev-beg aus dem Jahr 1531. Es ist ein Aufruf zur Großzügigkeit, ein Bekenntnis zum Sinn und Zweck der Stiftungen, die auf Dauer angelegt sind und ausdrücklich der politischen Einflussnahme oder Instrumentalisierung entzogen werden. Der Gründer lebte in einer anderen, vergangenen Zeit – aber, diese soziale Idee bleibt bestehen. Eine friedliche Gesellschaft ist nur denkbar, wenn den Armen und Bedürftigen ein würdevolles Leben und Zugang zum Wissen ermöglicht wird.
Mich persönlich fasziniert die Konstellation von religiöser, sozialer und ökonomischer Infrastruktur rund um das ehrwürdige Gebäude; ein Zusammenspiel, das die Möglichkeit einer Balance birgt. Hier besichtigt man kein Museum. Man erkennt vielmehr ein Modell, das Muslime und Touristen aus aller Welt daran erinnert, dass die islamische Praxis nicht auf Politik reduziert werden kann. Auf unserer Reise geht es nicht darum, die Vergangenheit zu romantisieren, sondern eher darum, die Grundprinzipien dieses städtebaulichen Ansatzes zu verstehen.
Idealerweise ist eine Moscheeanlage nicht nur ein sakraler, geschlossener Raum. Die Bedürfnisse von Menschen, die nach Sinn und Bedeutung suchen, die Pflege der Nachbarschaft, die Nöte der Armen, die Notwendigkeiten der Reisenden oder der Händler werden ebenso erfüllt. Wie wir diese Aspekte in die moderne Stadtentwicklung des 21. Jahrhundert einfließen lassen, ist eine der wichtigsten Fragen an unsere Intelligenz.
IZ-Autor Prof. Dr. Enes Karic auf einer Pressekonferenz. (Foto: YouTube)
Die Geschichten schreiben die Schriftsteller – eine Begegnung mit Prof. Dr. Enes Karic
Es mag ein Vogel sein, der sanft auf einer Mauer landet. Laub, das der Wind über die Gräber fegt. Ein Blick, eine Geste, die man auf der Straße sieht. Die Phänomene, die uns wirklich treffen, bewegen, zum Staunen bringen oder erschrecken, führen uns in einen Moment der Sprachlosigkeit. Wir suchen nach Worten, um das Reale des Schönen oder Schrecklichen zu beschreiben.
Der Schriftsteller, oder die Schriftstellerin, widmen dieser Suche ihr Leben. Sarajevo ist nicht nur eine Stadt, die Geschichten schreibt, sondern auch ein Anziehungspunkt für all diejenigen, die sie aufschreiben, verstehen und lesen wollen. Manchmal findet man Bücher, oder sie finden uns. So treten wir in einen kleinen Buchladen ein und entdecken ein tiefsinniges Werk von Prof. Dr. Enes Karic: „Lieder wilder Vögel“.
Das Buch über die Rolle der Macht, der Liebe und des Glaubens ist historisch im Balkan des 16. Jahrhunderts angesiedelt und ist gleichzeitig eine Aktualisierung religiöser und philosophischer Fragen. Dabei wird klar, dass es zu keinem Zeitpunkt ideale Verhältnisse gab, wohl aber das Bemühen um Gewissheit, Redlichkeit und die Orientierung an moralischen Grundsätzen. In der Nacht lese ich in dem Werk und staune. Jeder hat seine eigenen Helden, ich bewundere das Vermögen des Schreibenden, dem es gelingt, den Reichtum seiner Erfahrungen zur Sprache zu bringen.
Am Morgen besuche ich das Literaturmuseum der Stadt, lese einige Biografien von Männern und Frauen, deren Namen für mich fremd klingen. Einige sind vergessen, andere wie der Nobelpreisträger Ivo Andrić berühmt geworden. Sie alle teilen die gleiche Leidenschaft und schreiben, woran sie geglaubt oder nicht geglaubt haben. Allein die Qualität ist der Maßstab: Ein Ungläubiger, der gut schreibt, wird den Gläubigen nicht verunsichern, sondern nur anregen, sein Wissen zu erweitern und noch tiefer zu glauben.
Man lernt eine andere Perspektive nicht kennen, wenn man sich mit den niedrigsten Ausdrucksformen dieser Kultur beschäftigt. Deswegen lohnt die Beschäftigung mit den Denkern und Dichtern, die in der Lage sind, die andere Sicht, ihre Erfahrungen auf höchster Ebene mitzuteilen. Das heißt nicht, dass man die jeweilige Quintessenz unbedingt teilt, sondern ist Ausdruck, dass man die harte Arbeit im Steinbruch der Wörter respektiert. Leben und leben lassen, als Bedingung der Möglichkeit des friedvollen Umgangs mit den Anderen, basiert nicht auf der Substanzlosigkeit, sondern ist das Ergebnis der Einsicht, dass Menschen unterschiedliche Geschichten erleben.
Diese Unterschiede zu erfahren und nachzuvollziehen, schafft keine Unsicherheit über die eigene Identität, sondern endet vielmehr mit einem Zugewinn für die eigene Substanz. Oft lese ich zum Beispiel die Werke Andersdenkender und erkenne in ihnen die Umschreibung des ersten Teils unseres Glaubensbekenntnisses.
Seit 2014 hat die Gazi-Husrev-beg-Bibliothek ein neues Zuhause. (Foto: O. Dikbakan
Islam ist ein Meer des Wissens
Der Islam ist ein Meer des Wissens. Wir besuchen das Museum der 1537 gegründeten Gazi Husrev-Beg-Bibliothek mit ihrer Sammlung von zehntausenden Büchern. Das älteste vorhandene Manuskript ist eine Abschrift aus dem Jahr 1105 des „Ihya’ Ulum ad-Din“ von Abu Muhammad Al-Ghazali. Darüber hinaus gibt es unzählige Werke in bosnischer, arabischer, persischer und osmanischer Sprache. In dem modernen Gebäude sehe ich aus der Ferne Studenten, die über ihren Schätzen sitzen und ihrem Wissensdrang nachgehen. Was studieren Sie? Es sind unendliche Möglichkeiten.
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, ist eine der Einsichten, die wir Sterblichen, die nur über sehr bescheidenes Wissen verfügen, gerne wiederholen. Es sind die Gelehrten, auch die begnadeten Schriftsteller, die uns Zeit sparen können, uns helfen und an ihren Erkenntnissen teilnehmen lassen. Treffen wir sie persönlich, dann ist ein sicheres Zeichen der gelungenen Vermittlung, dass wir verändert aus der Begegnung kommen.
Ein anderes, wichtiges Kapitel in dieser Stadt beschreiben Bücher, die den Verlauf des Krieges in den 1990er Jahren nachzeichnen. Sie handeln vom Unglaublichen, von ehemaligen Nachbarn, die zu Feinden werden, von Verbrechen, von Heldentaten, von der Hoffnung und der Verzweiflung. Viele dieser Bücher wurden unter Tränen geschrieben und schaffen eine Erinnerungskultur, die in Zeiten des aufkeimenden Nationalismus in Europa, wie eine Mahnung wirken.
Jeden Abend, wenn wir aus der Altstadt hoch hinauf in die Berge in unsere Unterkunft wollen, benutzen wir ein Taxi. Die Gilde hat sich gut abgesprochen, es gilt ein Einheitspreis, der nicht zu verhandeln ist. Auf der Strecke entwickeln sich interessante Gespräche über Land und Leute. Beeindruckend ist zum Beispiel die Fahrt mit einer freundlichen Taxifahrerin, die sehr gut Deutsch spricht.
Als junge Frau, während des Krieges, lebte sie zwei Jahre in Deutschland und kehrte später zurück. Es war eine harte Zeit, seufzt sie. „Ich hatte schreckliches Heimweh und Angst um meine Eltern, die weiter in Sarajevo lebten.“ Ich frage sie, ob sie es für möglich hält, dass sich die schrecklichen Ereignisse eines Tages wiederholen könnten. „Ja, ich glaube das. Wir alle glauben das“, antwortet sie mit einem gequälten Lächeln, das ein Achselzucken begleitet. In ihrem melancholischen Ausdruck spiegeln sich gleichzeitig Sorge und Schicksalsergebenheit.
Wir sprechen über ihre ökonomische Lage. Sie beklagt sich, dass ihre gut ausgebildeten Kinder kaum Arbeit finden. Wir verstehen: Welche Mutter hat schon gerne, dass ihre Lieben die Heimat verlassen? Und sie deutet etwas an, das wir in unseren Gesprächen mit Slowenen, Kroaten und Bosniaken öfters hören: „In Jugoslawien waren die Verhältnisse bescheiden, aber immerhin gab es keine so extremen sozialen Unterschiede.“
Wir glauben nicht, dass es sich hier um Nostalgie handelt, oder gar um eine Sehnsucht nach der Rückkehr des Kommunismus. Die Botschaft ist einfacher: Es gibt in dieser Region nicht nur ökonomische Gewinner, sondern auch Armut und Zukunftsängste. Diese Phänomene – und nicht nur in dieser Region – sind immer der Nährboden für politische Unruhestifter.
Wir verabschieden uns herzlich von der Frau und das Gespräch wirkt nach. Am nächsten Morgen besuchen wir die Markthalle in Sarajevo. Hier sitzen Frauen vor ihren Ständen mit Obst und Gemüse, sie wirken gelangweilt. Die Geschäfte scheinen schleppend zu laufen und es ist ruhig an diesem Morgen. In der Ecke des Marktes sehen wir die Spuren des Einschlages einer Granate. Am 5. Februar 1994 waren hier viele Menschen gestorben. Wie bei jedem Krieg, kann man sich als Außenstehender nicht vorstellen, was eine Belagerung über so lange Zeit und das Leben in ständiger Todesgefahr bedeutet. Man kann hier eigentlich nur schweigend verweilen.
Gründe für einen gesunden Optimismus
Gott sei Dank gibt es gute Gründe für einen gesunden Optimismus. Keine Frage, das Land entwickelt sich: In vielen Städten in Bosnien sieht man Neubauten, moderne Geschäftshäuser und neue Straßen. Neben dem pulsierenden Leben entdeckt man noch immer die Narben vergangener Tage an den alten Häusern. Man lernt hier, dass der Frieden etwas Wertvolles ist und dass man diese Zeit nutzen muss, um Brücken zu schlagen. Selbstredend gesellt sich zu dieser Praxis die Verpflichtung, den Nationalismus und jedes andere Extrem abzulehnen. Die Existenz von Moscheen, Synagogen und Kirchen erzählen von einer Tradition: die Kunst des Zusammenlebens auf engstem Raum. Das ist etwas, was man aus Bosnien mit nach Hause nimmt.
Der Schriftsteller Dzevad Karahasan schrieb in seinem Buch „Die Schatten der Städte“ allgemein gültige Sätze über seine Heimat: „In Sarajevo ist die kulturelle Identität (…) unverbrüchlich mit einer Art sozialen Unbehagens verbunden, weil der soziale Kontext des Menschen in Sarajevo ständig daran erinnert, dass die Welt voll von andersartigen Leuten ist, dass sein Glaube nur einer von vielen ist, dass er und alles Seine nur eine von unzähligen Möglichkeiten im Ozean der göttlichen Allmacht sind.“
Für den bosnischen Denker hängt es vom Charakter und Erleben des Menschen ab, ob er in dieser Situation eine Chance, eine Verpflichtung zum gegenseitigen Kennenlernen oder eine Gefahr sieht. Diese Herausforderung, ein Klima des von gegenseitigem Respekt getragenen Miteinanderseins zu schaffen, stellt sich heute in allen Städten Europas. Zur Aktualisierung historischer Erfahrung gehört es, sich an die gelungenen und gescheiterten Versuche der Geschichte zu erinnern.
Am 26. Oktober feierte die DITIB, der größte bestehende Moscheeverband in Deutschland, sein 40-jähriges Bestehen.
(DITIB/IZ). Zahlenmäßig stellt der türkisch geprägte Moschverband DITIB derzeit den größten religiös-muslimischen Akteur in Deutschland. Die Angabe über die ihr angeschlossenen Moscheegemeinschaften liegen mittlerweile bei über 800 angeschlossenen Vereinen.
Ein Teil davon unterhält repräsentative Moscheebauten. Zur Menge ihrer Einzelmitglieder gibt es unterschiedliche Angaben. 2017 sprach die Deutschlandzentrale des Dachverbands selbst von ca. 800.000 Personen.
Nun hat der Verband am 26. Oktober in einem feierlichen Festakt in der rheinischen Kreisstadt Siegburg sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den 1.500 geladenen Gästen waren nach Angaben des Bundesverbandes vor allem die Vertreter aller DITIB-Gemeinden in Deutschland und die „Religionsbeauftragten“ der DITIB-Moscheegemeinden. Anwesend waren auch viele Vertreter aus Gesellschaft und Politik.
„Das Event symbolisiert und würdigte die Dienste, der DITIB und seiner Mitglieder seit 40 Jahren für das muslimische Leben in Deutschland. Aus allen Bundesländern unserer Republik reisten Vertreter der DITIB Gemeinden für dieses Event nach Siegburg“, hieß es am 28. Oktober in einer Pressemitteilung.
Im Anschluss an die Eröffnung mit einer Qur’anrezitation hielt der amtierende Vorsitzende, Dr. Muharrem Kuzey, seine Einführungsrede, auf der er auf die Geschichte seines Dachverbandes einging.
„Die Entwicklung der DITIB ist vergleichbar wie die eines Baumes. Es begann mit einem Spross und wuchs zu einem soliden Baum mit großen Ästen. Von einer Organisation mit ca. 200 Moscheen, von denen sich viele in sogenannten Hinterhöfen befanden, ist die DITIB zu einer Religionsgemeinschaft mit 858 Moscheegemeinden, 16 Landesverbänden mit ebenso vielen Vertretungsstrukturen für Jugend, Frauen, Eltern, Senioren und 60.000 Ehrenamtlern gewachsen. Wir sind insbesondere allen DITIB-Ehrenamtlern, die sich mit großem Engagement und Leidenschaft in unseren Moscheen einsetzen zutiefst dankbar“, sagte Kuzey in seinem Redebeitrag.
Weitere Vorträge kamen vom türkischen Botschafter in Deutschland Ahmet Başar Şen, dem Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten, Dr. Kuşlu, dem stellvertretenden Vorsitzenden des nordrhein-westfälischen Landtages, Rainer Schmeltzer, sowie dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheien, Nathanael Liminski.
Interview: Bilell Hamoussi hält seit 2023 zwei Bienenvölker im Hof einer Wolfsburger Moschee. (iz). Vor einiger Zeit hat der Wolfsburger Oberbürgermeister, Dennis Weilmann, die Moschee und das angeschlossene Islamische Zentrum […]
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In München-Passing gibt es eine MusliMaKiTa – andere sollen folgen.
(iz). Es ist 9 Uhr morgens. Die ersten Kinder treffen mit ihren Mamis in der Moschee ein und versammeln sich im Aufenthaltsraum. Die kleine Khadija ist schon mit ihrer Mami da und freut sich, dass sie mit Ismail erst zusammen frühstücken und später lernen und spielen kann. Nach dem Frühstück gehen sie in den Moscheeraum und finden sich im Morgenkreis zusammen.
Gemeinsam beginnen sie den Tag mit der Sura Al Fatiha. Dann bekommt Khadija den Erzählball zugeworfen und darf erzählen, was sie heute bewegt. Anschließend spricht sie wie die anderen Kinder den Mamis nach, sie bringen ihnen gerade das Dua des Monats bei.
Sie sieht, dass eine Mama das Dua auch nicht kann und von einem Plakat abliest. Ob die Mama auch einen Sticker bekommen wird, wenn sie sich das Dua eingeprägt hat, fragt sich Khadija.
MusliMaKiTa soll muslimische Kinderbetreuung bieten
Dass es einen Mangel an Kitaplätzen gibt, ist weit bekannt. Doch nach einer islamischen Kinderbetreuung, die auch noch die richtigen Werte vermittelt, sucht man in den meisten Städten Deutschlands vergeblich. Und auch nicht allen Müttern ist wohl dabei, ihre Kinder schon so früh in fremde Hände zu geben, wenn es sich denn irgendwie vermeiden lässt.
Denn wie soll eine Erzieherin denn auf so viele fremde Kinder gleichzeitig aufpassen und die Bedürfnisse des Kindes erkennen, wenn das Kind sie selbst noch gar nicht richtig artikulieren kann? Aus diesen Überlegungen heraus haben sich in München muslimische Mütter zusammengeschlossen, um ganz eigene Wege zu gehen.
Es ist ein Ort für spielerisches Lernen und liebevolle Betreuung im kleinsten Teil der Gemeinschaft, innerhalb der Nachbarschaft. Ein Ort, wo wir die Mütter und ihre Kinder, die in unserem Viertel wohnen und ab und an in dieselbe Moschee gehen, besser kennenlernen können.
Denn nur wer sich gut kennt, kann sich gemeinsam der großen Aufgabe widmen, für die Bildung und Erziehung der Kinder zu sorgen. Eine Mama-Kind-Tagesstätte ist auch wichtig für unsere Schwestern, die erst kürzlich konvertiert sind und selbst noch nicht genügend Wissen und Erfahrung haben, was Erziehung im islamischen Kontext bedeuten und die zusammen mit ihren Kindern den Islam entdecken wollen.
Mehr als nur eine Mütterinitiative
Unser Konzept einer Mama-Kind-Tagesstätte ist mehr als nur eine Mütterinitiative. Sie ist ein Hybrid aus Communityarbeit und professioneller Kinderbetreuung. Schwestern, die gleichzeitig ausgebildete Pädagoginnen und Erzieherinnen sind, begleiten die Mütter ehrenamtlich, stellen den Unterricht zusammen und stehen mit Rat und Tat zu Seite. Sie achten hinsichtlich unseres religionspädagogischen Profils darauf, dass das islamische Wissen kindgerecht vermittelt wird und bewährte pädagogische Ansätze Anwendung finden.
So bedient sich die MaKita beispielsweise der Ansätze von Montessori, indem sie dabei unterstützt, zu lernen und etwas eigenständig zu tun (die Gebetswaschung, das Gebet, aber auch alltägliche Dinge, wie die Schuhe auszuziehen, bevor man die Moscheeräume betritt).
Sie berücksichtigt dabei die Individualität der Kinder, ihre Stärken und Schwächen. Aber auch feste Strukturen, Rhythmus und Bewegung sowie und ausreichend kreatives Freispiel, wie man sie in den Waldorf-Schulen findet, sind Bestandteil der MaKiTa (z.B. der Morgenkreis inklusive islamisches Kinderlied und bestimmte Bewegungsabläufe, fest eingeplante Freispielzeit).
Geplant sind außerdem regelmäßige Elterngespräche, Workshops und Vorträge zur islamischen Kindererziehung, zu denen auch die Väter herzlich eingeladen sind, und andere gemeinsame Veranstaltungen. So soll die Bindung zwischen Eltern, Kindern und Erzieherinnen gestärkt werden, um so eine unterstützende und liebevolle Umgebung für alle zu schaffen.
Auch ein BabyCafé wird es inschallah ab dem 1. Mai geben, bei dem Schwangere und Mütter mit Babies oder Kleinkindern sich austauschen, vernetzen und sich ab und an von einer Hebamme und Frauenärztin beraten lassen können.
In Kooperation mit einer Nachbarschaftsmoschee
Die MusliMaKiTa wird in Kooperation mit der Moschee deiner Nachbarschaft umgesetzt. Die Moschee stellt die Räumlichkeiten und so können von Montag bis Freitag die Kleinen mit ihren Müttern zu ihr kommen und den Vormittag über das pädagogische Angebot der MaKiTa genießen. Sie schafft schöne Kindheitserinnerungen, die die Kinder unweigerlich mit der Moschee verbinden werden.
Wir sind stolz darauf, ein Ort des Lernens, der Geborgenheit und des gemeinschaftlichen Miteinanders zu sein. In der MusliMaKiTa erleben die Kinder eine warme und einladende Atmosphäre, in der sie sich frei entfalten können. Unser erfahrenes und engagiertes Team von Pädagoginnen und Erzieherinnen steht den Kindern einfühlsam zur Seite und begleitet sie auf ihrer spannenden Reise der frühkindlichen Entwicklung.
Die Union verlangt schärfere Gesetze zur Kontrolle des Moscheeverbandes DITIB. Jens Spahn will durch eine Bundesstiftung mehr finanzielle Unabhängigkeit der Gemeinden durchsetzen. (KNA, IZ). In der Debatte über ausländische Einflüsse […]
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