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Seelsorge für Muslime: Es muss mehr getan werden

seelsorge muslime

Muslimische Seelsorgerinnen und Seelsorger rücken in Deutschland aus der Randzone: Im Strafvollzug bleiben ihre Strukturen oft brüchig, in der Bundeswehr beginnt ihre Arbeit erst. (iz). Zwischen Provisorium und verspätetem Aufbruch […]

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Der Sound der Muslime

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In den Versammlungen der Muslime wie dem Jumu’a, zum Freitagsgebet in der Moschee, steht das Gebet beziehungsweise die Andacht und das Wort Gottes im Zentrum.

(iz). In der Übermittlung der heiligen Worte Allahs ist die menschliche Stimme das wesentliche Element. Die Weisung des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, den Qur’an in seiner bestmöglichen Stimme vorzutragen, reflektiert dabei den Anspruch, im respektvollen Wohlklang seiner Rezitation ebenfalls etwas von der Schönheit der Göttlichen Offenbarung widerzuspiegeln. Dies gilt nicht als Musik, sondern als „Lesen mit schöner Stimme“.

Der Anspruch des Propheten Muhammad, Dinge in der bestmöglichen Form zu präsentieren, ist ebenfalls ein Hinweis darauf, dass Worte und Handlungen nicht nur in ihrem Inhalt, sondern auch in ihrer Form und der Art, in der sie dargeboten werden, nichts Geringeres als das Beste reflektieren sollen.

Bewusst herzen fasten

Foto: as-artmedia, Adobe Stock

Dieses entspricht einer Qualität, die wir als Ihsan – „das Gute von Allah in allen Dingen sehen“ – bezeichnen.

Neben melodisch ausgeschmückten Qur’anrezitationen ist der Gebetsruf in seinem Wohlklang bedeutsam. Von Minaretten überall auf der Welt erklingen zu den entsprechenden Tageszeiten der fünf Gebete und zum Freitagsgebet die sieben Elemente des Gebetsrufes (Adhan), welcher unter anderem die Wiederholung des Glaubensbekenntnisses enthält.

In religiösen Zusammenkünften, vielerorts als Dhikr („Erinnern“) oder Sama’ bekannt (wortgetreu: „Hören“), versammeln sich Muslime – Männer wie Frauen – unter der Leitung eines Schaikhs, einem spirituellen Lehrer, um in gemeinsamer Andacht Göttliches Wissen auf traditionelle Weise zu vertiefen.

Hierzu gehören Qur’anrezitationen und der gesungene Vortrag von Qasiden: Gedichte mit festem Versmaß und durchgehendem Reim.

Foto: YouTube

Wer diese Art interaktiver Versammlungen mit seinen Gesängen und Klängen erlebt, spürt die herzerfrischende Lebendigkeit des Islam in der beseelten Überlieferung aus reinsten Quellen, die durch die Gelehrten von der ersten Generation des Islam bis zu jenen aus jüngster Zeit in die jetzige Zeit flossen und uns in verschiedensten kulturellen Ausprägungen die Botschaften aus Qur’an und Sunna übermitteln.

Die religiöse Andacht in melodischer Intonation (Makam) kann durch das Wohlwollen Allahs, Seine heiligen Worte in einer Weise beleben, die allein durch das Hören oder das Singen den Geist erfrischt und Heilung herbeiführt.

„Überall haben Muslime die Musik als Medium benutzt, um ihre Freude in ihrem Glauben auszudrücken, sodass die Musik zu den am stärksten kultivierten aller islamischen Künste wurde: Die heiligen Klänge von Java, Marokko, Usbekistan, der Swahili-Küste und dem muslimischen Balkan. 

Vielleicht ist es in der Musik, mehr als in jeder anderen kulturellen Form, dass der Islam seinen Universalismus und das Feiern der kulturellen Unterschiede ausdrückt“, sagt Schaikh Abdal Hakim Murad in seinem Buch „Muslim Songs of the British Isles“.

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Südwest-Wahl: Wie Christen und Muslime abstimmten

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Im Südwest-Wahlkrimi wurden die Grünen hauchdünn stärkste politische Kraft. Wenn nur Christen abgestimmt hätten, wäre es anders gekommen, wie eine Wahlanalyse zeigt. Überraschend ist auch das Wahlverhalten der Muslime. (KNA). […]

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Mehrheitlich verzerrt. Britische Medien berichten zu weiten Teilen voreingenommen

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Medien: Als die Zeitung „The National“ ihre Titelseite über die Voreingenommenheit anderer Blätter betitelte, war das für viele britische Muslime keine Überraschung. (iz). Seit Jahren sprechen Betroffene von Titeln, in […]

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Muslime in Ostdeutschland: ein unbekannter Teil der Community

ostdeutschland

Muslime in Ostdeutschland: Mitte Februar wurde in Erfurt der Neubau einer Gemeinde eingeweiht. Gelegenheit für einen Blick auf Muslime in den „neuen Ländern“.

(Iz). „Dass wir heute in dieser fertigen Moschee sitzen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Der Weg war lang und von vielen Herausforderungen, Gesprächen und Prüfungen geprägt, umso größer ist unsere Dankbarkeit“, sagte ihr Präsident, Suleman Malik, beim Festakt vor rund 120 Gästen.

Darunter waren auch Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow sowie die Bischöfe Ulrich Neymeyr und Friedrich Kramer. Vorher waren Verse aus dem Qur’an rezitiert worden, angekündigte Proteste blieben aus.

Symbolische Wirkung für Ostdeutschland

Malik erklärte, der Neubau sei ein Haus des Gebets sowie des Dialogs und des gegenseitigen Respekts: „Es soll Brücken bauen.“ Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gratulierte per Videobotschaft und sprach von einem Tag großer Freude. Religion sei auch Ausdruck von Heimat, und er freue sich, dass die Gemeinde hier Wurzeln geschlagen und sie gefunden habe.

Der Grundstein wurde 2018 gelegt. Sie steht am Rand von Erfurt in einem Gewerbegebiet. Der Bau mit schlichtem Gebetsraum und einer Wohnung für den Imam wurde aus Spenden finanziert und kostete den Angaben zufolge 1,35 Mio. Euro.

Dass eine vergleichsweise kleine Gemeinde in einem Industriegebiet am Rand um ihre Präsenz ringen musste, erzählt mehr als nur die Geschichte eines einzelnen Bauprojekts. Die Eröffnung markiert einen Moment, in dem eine bislang oft übersehene Realität sichtbarer wird: das islamische Leben in den neuen Bundesländern.

Wer verstehen will, was dieser Bau symbolisiert, muss den Blick von Erfurt aus weiten. Und eine Minderheit der deutschen Muslime betrachten, die im Osten längst Teil des Alltags ist, ohne im öffentlichen Bewusstsein denselben Platz zu haben.

Nur ein Bruchteil der Einwohner

Waren sie Anfang der 1990er kaum präsent, leben heute – je nach Schätzung – etwa 190.000 bis 200.000 in den neuen Bundesländern ohne Berlin, rund 1,5 % der Einwohner.

Gemessen an der Gesamtzahl aller Muslime, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf 5,3 bis 5,7 Mio. beziffert, entfallen damit nur ca. 3,5 % auf den Osten. In Sachsen machen sie nach diesen Berechnungen ca. 0,7 bis 0,8 % aus, im Anhaltischen liegen die Anteile mit 2,7 bis 2,9 % deutlich höher. Thüringen kommt auf ca. 2,6 bis 2,8 %, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auf jeweils etwa 1,1 %.

Diese Zahlen markieren nüchtern, dass es mit ihrer Sichtbarkeit gesamtgesellschaftlich und auch innermuslimisch hapert.

Mit der Zuwanderung der 2010er Jahre, vor allem nach dem „Flüchtlingssommer“ 2015, veränderte sich die Landschaft spürbar. Wo zuvor einzelne Studierende, kleine Ladenbetreiber oder provisorische Musallas in Garagen und Plattenbauten den Rahmen bildeten, entstanden in kurzer Zeit neue Räume, Vereine und Gemeinschaften.

ostdeutschland Brandenburg Gebet Muslime osten

Foto: Verein der Muslime in Potsdam e.V.

Nur 2 % aller Moscheen in Deutschland

Eine Recherche des Mediendienstes Integration zählte Anfang 2025 ca. 60 Gebetsräume in Ostdeutschland, etwa 2 % der rund 2.600 Moscheegemeinden bundesweit. In kleineren Städten und Orten werden sie oft erst dann formal als Gemeinde sichtbar, wenn es gelingt, einen eigenen Raum anzumieten. Bis dahin findet ihr religiöses Leben im Privaten statt.

Die randständig gelegenen Orte sind Ausdruck einer Lage, in der es nur geringe Anbindung an große Moschee-Dachverbände gibt. Jenseits von Ausnahmen wie dem Berliner „Speckgürtel“ (wo man regelmäßigere Verbindungen unterhält) oder Sonderbeziehungen in ethnischen Netzwerken erhielten sie kaum institutionelle Hilfe durch Muslime und hatten nur wenig Zugang zu vorhandenen Ressourcen.

Während westdeutsche Verbände ihre Infrastruktur jahrzehntelang aufbauen konnten, entstanden ostdeutsche Moscheegemeinschaften häufig aus akuter Notwendigkeit. Die Menschen suchen einen Raum zum Gebet, für Begegnung und die religiöse Bildung ihrer Kinder. In den meisten Fällen wird das Nötigste selbst organisiert.

Allerdings gibt es einige, die mit solchen im Westen eine gemeinsame Herkunft teilen und aufgrund dessen dort für Hilfe sammeln. Diese Eigeninitiative prägt bis heute das Bild vieler Gemeinschaften zwischen Erzgebirge und Ostseeküste.

Forscherinnen wie Ayşe Almıla Akca beschreiben die östlichen Moscheevereine als deutlich jünger. Das gilt nicht nur im Hinblick auf ihre Gründung, sondern ebenso ihre innere Struktur.

Foto: Frau Schütze, via flickr | Lizenz: CC BY 2.0

Häufiger multikulturelle Gemeinschaften

Anders als die klassischen, entlang von Herkunft und Anwerbewellen gewachsenen Moscheen versammeln sich in den ostdeutschen oft Menschen aus verschiedenen Ländern und Fluchtgeschichten: Syrer, Tschetschenen, Afghanen, Irakis sowie Konvertierte aus der Region.

Die gemeinsame Sprache ist häufig Deutsch. Das gilt nicht nur in der Kommunikation mit Behörden, sondern in Teilen des religiösen Alltags. Die äußeren Umstände – geringe Zahl, knappe Ressourcen, dünne Netzwerke – zwingen dazu, miteinander auszukommen und Differenzen im Inneren anders zu balancieren.

Die Kehrseite dieser manchmal improvisierten Entwicklung ist Strukturmangel, der sich an einigen Stellen bemerkbar macht. Viele haben keine hauptamtlichen, ausgebildeten Imame oder ausreichend geschulte Vorstände. Religiöse Unterweisung und Gemeindemanagement werden im Ehrenamt getragen. Das sind oft Menschen, die selbst erst seit wenigen Jahren hier leben.

Förderprogramme, Beratungsstrukturen und etablierte Gesprächskanäle zu Politik und Verwaltung sind selten so ausgebaut wie in westdeutschen Ballungsräumen. Hinzu kommt eine gesellschaftliche Umgebung, in der die Mehrheit der Bevölkerung sich selbst als konfessionslos versteht und religiöse Ausdrucksformen generell als fremd empfindet.

Vorurteile treffen ostdeutsche Muslime deshalb anders. Untersuchungen zeigen, dass der Islam dort tendenziell häufiger als bedrohlich wahrgenommen wird im Vergleich zum Westen. Und, dass die Bereitschaft, diese Einstellungen in praktisches Handeln zu übersetzen, größer ist.

Proteste vor Moscheebauten, Demonstrationen gegen vermeintliche „Islamisierung“ oder Anfeindungen im Alltag sind für viele Gemeinden zu selbstverständlichen Begleiterscheinungen geworden.

Foto: Kalispera Dell, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es tut sich was unter erschwerten Bedingungen

Gleichzeitig ist der Blick allein auf Ablehnung verkürzt. Die Geschichte in Erfurt zeigt, dass neben Widerstand Formen von Unterstützung gewachsen sind: ökumenische Kontakte, Nachbarschaftsinitiativen, kommunale Akteure, die trotz Konflikten an Dialogangeboten festhalten.

Für Muslime vor Ort bedeutet das eine doppelte Bewegung. Sie organisieren ihren Alltag in Strukturen, die erst im Aufbau sind. Gleichzeitig werden sie zu Ansprechpartnern in Debatten.

Die Erwartungen sind hoch: Gemeinden sollen religiöse Bedürfnisse erfüllen, Unterstützung bieten, Räume für Jugendliche schaffen und zugleich öffentliche Brückenbauer sein. Insbesondere kleinere stoßen dabei schnell an ihre Grenzen, weil ihnen die Mittel fehlen, um all diese Rollen dauerhaft zu tragen.

Vieles spricht dafür, dass die muslimische Landschaft in Ostdeutschland in den kommenden Jahren in einem eigenen Tempo wachsen wird. Das heißt, langsamer, kleinteiliger und fragiler.

Ob sie dabei als Randerscheinung oder selbstverständlicher Teil der Gesellschaft wahrgenommen wird, entscheidet sich nicht nur in den Gemeinden, sondern in den Städten und Dörfern, in denen sie ihren Platz suchen.

* Mit Material von KNA und Mediendienst Integration (CC-Lizenz).

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Republikaner hetzen verstärkt gegen US-Muslime

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Republikaner hetzen verstärkt: Eine Bürgerrechtsorganisation wird zur Terrorgruppe erklärt, gegen Staatsbürger muslimischen Glaubens wird gehetzt. Washington (KNA). Der Bundesrichter kannte das Spiel bereits. „Wieder einmal stellt Florida politisches Posieren über […]

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Körper im Fastenmonat: Hochsaison für Selbstdisziplin und Entgiftung

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Körper im Fastenmonat: Gesundheit ist einer der wichtigsten Elemente des Glücks. Was wir zu uns nehmen, hat einen direkten Einfluss darauf. Im Islam werden die Muslime dazu ermutigt, bewusst mit […]

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Mondsichtung und Ramadanbeginn: Alle Jahre wieder?

Erwartung Ramadan mond astronomie zeit

Zwischen Mondsichtung und Ramadanbeginn. Obwohl Muslime in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten einheitlich beginnen, sind die Debatten nie verstummt.

(iz). Jedes Jahr die gleiche Debatte um die richtige Feststellung des Beginns vom Fastenmonat Ramadan. Der Hidschri-Kalender (benannt nach der Auswanderung des Propheten Muhammad, Allahs Frieden und Segen auf ihm, nach Medina, der Hijra) richtet sich nach dem Mondzyklus.

Der Ramadan beginnt offiziell mit der Sichtung der neuen Mondsichel (Hilal). Darüber, wie diese Sichtung aber stattfinden soll, gibt es verschiedene Meinungen.

Es ist wichtig zu wissen, dass in der traditionellen sunnitischen Rechtswissenschaft Meinungsvielfalt vorgesehen und durchaus anerkannt ist. Diese allgemeine Grundlage scheint im Zeitalter des Internets teilweise in Vergessenheit zu geraten. Bekanntlich tummeln sich dort diverse, kleine Randströmungen mit Webseiten, die mit selbstgegebenem alleinigen Wahrheitsanspruch werben.

Grafik: famveldman, Adobe Stock

Wer hier meint nur „Qur’an“ und „Sunna“ zu folgen, sagt nicht selten, dass er lediglich seinem eigenen Verständnis von beidem folgt. Die islamische Normenlehre (Usul al-Fiqh) ist dann doch etwas wissenschaftlicher als das Kopieren von Textübersetzungen und das Posten von Bildern.

Wie jedes Jahr in der letzten Zeit beginnt kurz vor Beginn des Ramadan eine Diskussion darüber, wann und von wem der Ramadan ausgerufen wird.

Muslim kann jeder sein, Rechtsgutachter aber eben nur, wer dafür qualifiziert ist. Um der Komplexität von Wissenschaft gerecht zu werden, bedarf es diverser Qualifikationen. Das Googlen oder Hörensagen von Sachverhalten steht dem entgegen. Vor allem wird es problematisch, wenn die Rechtsmeinungen von Gelehrten bestimmter Randkonfessionen auf die Mehrheit der Muslime übertragen werden soll.

Die Meinung, die jüngst gern als die „einzig wahre“ propagiert wird, meint, dass man auf die Sichtung des Neumonds über Mekka warten müsse und die Autoritäten Mekkas dann den Ramadan ausrufen. Gleichzeitig gilt diese Meinung weltweit als sehr schwer begründbar. Ihre Verbreitung erfuhr sie in den letzten Jahrzehnten vorrangig durch saudischen Einfluss.

Ein Konsens herrscht darin, dass es lediglich einer, weltweit möglichen, bestätigten Sichtung des Neumonds bedarf, um den Beginn des Ramadan festzulegen. 2014 wurde der Mond beispielsweise offiziell im Jemen gesichtet, wonach das Land den Ramadan ausrief und einige andere Länder nachzogen. Saudi-Arabien aber  wartete auf die nächste Nacht, um ihn selbst zu sichten.

Nur zum Ramadanbeginn auf die Sichtung des Mondes zu bestehen, während man den Beginn der restlichen elf Monate im Jahr nicht durch Sichtung bestimmen lässt, hat jedoch wenig Sinn. Ein Indiz für eine Scheindebatte.

Und es ist auch nicht ausreichend ihn einfach selbst zu sichten oder auf Mondsichtungs-Webseiten zu surfen. Je nach Rechtsschule spielt dabei die Wahl des Sichtungsortes oder die Anzahl zuverlässiger Zeugen eine wichtige Rolle.

Eine dritte Methode zur Feststellung eines Monats ist die detaillierte astronomische Berechnung. Auf diese Weise wird das ganze Jahr vorbestimmt. Dass das aber auch ein Problem sein kann, bewies 2013, in dem einige Leute, die nach der Berechnung gingen, bereits das Opferfest feierten, während die Pilger in Mekka die Hadsch noch gar nicht abgeschlossen hatten.

In der leidigen alljährlichen Debatte geht meistens aber verloren, dass es noch andere Aspekte zur Bestimmung gibt. In jedem Fall bedarf es einer anerkannten Autorität, die den Monat ausruft. In der klassischen Feststellung gilt, dass die Rechtsgelehrten vorgeben, wie der Beginn bestimmt wird und die politische Autorität diesen dann bestätigt.

In einem Land mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit ist es heute der Präsident oder König. In Ländern wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz übernimmt diese Rolle jemand anderes. Unsere Gemeinschaftsstruktur verfügt nicht über eigene Muftis oder Qadis. In der gegenwärtigen Situation ist wohl am ehesten der Moscheevorstand diese politische Autorität. Die meisten unserer Moscheevereine sind organisiert in mehreren großen Verbänden oder Dachverbänden wie DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD.

Diese vier haben sich darauf geeinigt, den Fastenmonat immer gemeinsam anzugehen. Zusammen bilden sie die absolute Mehrheit der Moscheegemeinden von über 85 Prozent. Ihr Konsens sieht vor, dass der Ramadan durch astronomische Berechnungen bestimmt wird. Ist das jetzt falsch?

Die Meinungsfindung beruft sich auf die Anweisung des Propheten, Allahs Frieden und Segen auf ihm, bei Meinungsverschiedenheiten der großen Mehrheit zu folgen. Die faktische Lage unserer Gemeinschaft ist, dass die Mehrheit unserer Muslime sich darauf geeinigt hat, auf Berechnungen zu vertrauen.

Bagdad Dar Al Hikma Wissenschaft

Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Aber der Prophet sagte doch, man solle auf die Sichtung des Neumonds warten, oder? Ja. Vieles gilt verstanden zu werden und bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung. Die Meinungsvielfalt im islamischen Recht basiert darauf, dass man Sachlagen verschieden betrachten und eben auch begründen kann. Idealerweise entwickelte sich die muslimische Gemeinschaft Deutschlands so weit, dass sie über ein eigenes Komitee an geeigneten Stellen in Deutschland eine Sichtung nach klassischem Recht durchführt.

Dass es schwierig ist, von der gesamten muslimischen Weltgemeinschaft einen Konsens zu erwarten, muss akzeptiert werden. Beispielsweise ist die Sichtung über Marokko wesentlich einfacher als die über Mekka. Andere Teile der Welt sehen den Neumond aus astronomischen Gründen früher und hätten theoretisch das Recht, allen anderen Muslimen den Ramadan zu verkünden.

Die muslimische Realität beginnt in der unmittelbaren Umgebung. Jeder ist gut beraten, sich nach seinem Imam und Vorstand zu richten. Selbst, wenn diese eben ein anderes Urteil fällen. Allah verlangt nicht, dass wir es uns unnötig schwer machen.

Und wer überhaupt gar nicht über eine Gemeinschaft verfügt, an die er sich halten kann, der wäre gerade im Ramadan, der seine Ganzheitlichkeit besonders in der Gemeinschaft entfaltet, gut beraten, sich der Priorität der Gemeinschaftsbindung zu widmen.

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Fasten: Muslime und Christen in diesem Jahr beinahe zeitgleich

fasten christen muslime

Fasten gilt in vielen Religionen als wertvolle geistige Übung. Auch für Christen und Muslime. In diesem Jahr beginnen sie gemeinsam.

Bonn (KNA). Am 19. Februar beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Nur einen Tag zuvor, am Aschermittwoch, gehen auch Christen in ihre 40-tägige Fastenzeit bis Ostern.

Für den Dialog zwischen den Religionen ist das ein Glücksfall, der dem islamischen Mondkalender zu verdanken ist. Denn er verschiebt den Beginn des Ramadan jedes Jahr um zehn bis elf Tage nach vorne.

Schon seit einigen Jahren haben sich beide Fastenzeiten deshalb überschnitten, doch ein gemeinsamer Start ist äußerst selten.

Fasten als Besinnung auf Gott

Christen wie Muslime suchen im Verzicht auf materielle Genüsse die Besinnung auf Gott, ihre jeweiligen Glaubensinhalte und die eigene Spiritualität.

Die Zeit der Entbehrung und Buße soll geistige Selbstdisziplin und das Mitgefühl mit Bedürftigen stärken. Beide Religionen erlauben Ausnahmen für bestimmte Gruppen, so sollen etwa Kranke und Schwangere nicht fasten.

Doch es gibt auch große Unterschiede zwischen Ramadan- und christlichem Fasten. Während Muslimen an allen 30 Tagen des Monats von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang jegliches Essen und Trinken, sogar Rauchen und Geschlechtsverkehr strikt untersagt sind, gilt für Christen vor allem der Fleischverzicht.

Streng geregelt sind in der katholischen Kirche aber nur der Aschermittwoch und der Karfreitag. Für Protestanten herrschen keine speziellen Vorschriften.

Zwischen Individuum und Gemeinschaft

Auch deshalb ist das Fasten im christlichen Kontext heute stark individualisiert. Man verzichtet auf Süßigkeiten, Alkohol, Fernsehen oder Social Media. Im Alltag christlich geprägter Länder wie Deutschland spielt die vorösterliche Enthaltsamkeit kaum noch eine Rolle.

Der Ramadan, der mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens endet, hat im Glaubensleben von Muslimen dagegen einen wichtigen Platz. Neben dem Glaubensbekenntnis, den täglichen Pflichtgebeten, der Almosengabe und der Wallfahrt nach Mekka ist er eine der fünf Säulen des Islam.

Foto: Ini Keutamaan Menghafal

In der islamischen Welt kommt das öffentliche Leben tagsüber quasi zum Erliegen. Dafür ist nach dem abendlichen Fastenbrechen (Iftar) auf den oft festlich beleuchteten Straßen umso mehr los; es gibt öffentliche Armenspeisungen und selbst im Fernsehen laufen fromme Sendungen und besondere Unterhaltungsprogramme.

Zuhause kommen die Familien zum Iftar-Essen zusammen, am späten Abend versammeln sich Männer zum sogenannten Tarawwih-Gebet in den Moscheen – Gemeinschaft wird im Ramadan großgeschrieben.

Fasten – über alle Grenzen beliebt

In Deutschland ist das Fasten über alle kulturellen Grenzen hinweg sehr verbreitet. Etwa drei Viertel der schätzungsweise sechs Millionen Muslime in Deutschland halten sich laut einer Studie ganz oder teilweise an die Gebote des Ramadan.

ramadan übung

Foto: PlanetZ/Adobe Stock

Aber auch 72 Prozent der Mehrheitsgesellschaft gaben 2025 in einer repräsentativen Forsa-Umfrage an, zwischen Aschermittwoch und Ostern auf Genüsse zu verzichten, meist auf Alkohol, Süßes oder Fleisch – und das, obwohl bekennende Christen inzwischen die Minderheit sind.

Der diesjährige gemeinsame Fasten-Start sei für das interreligiöse Verständnis eine besondere Gelegenheit, sagten christliche und muslimische Vertreter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Förderlich für den Dialog

„Die zeitliche Überschneidung bietet eine willkommene Gelegenheit, einander besser kennenzulernen und den respektvollen, förderlichen Dialog zwischen Christen und Muslimen zu vertiefen“, so Timo Güzelmansur, der die Fachstelle der katholischen Deutschen Bischofskonferenz für den christlich-islamischen Dialog (CIBEDO) in Frankfurt leitet. Trotz unterschiedlicher theologischer Hintergründe teilten beide Religionen das Streben nach Nächstenliebe und Solidarität.

„Ein schöner Zufall“, meint auch die Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft in Köln, Dunya Elemenler, über den gemeinsamen Aufbruch ins Fasten. „Auch wenn wir aus unterschiedlichen Gründen und auf verschiedene Weise fasten, verbindet uns dabei die Hinwendung zu Gott und zum Mitmenschen.“

hamburg

Foto: IHG Hamburg

Schon in den vergangenen Jahren habe man bei gegenseitigen Einladungen die jeweiligen religiösen Eigenarten beachtet, erzählt die Muslimin. Wenn sie christliche Freunde und Freundinnen zum Fastenbrechen einlade, stimme sie das Menü auf deren Fasten ab und verzichte beim Hauptgang auf Fleisch oder Zucker im Nachtisch.

„Umgekehrt beginnen meine christlichen Freundinnen und Freunde erst mit dem Essen, wenn meine Zeit des Fastenbrechens gekommen ist.“ Nicht nebeneinander, sondern als gläubige Menschen miteinander in dieser Gesellschaft zu agieren, nennt Elemenler den Inbegriff eines gelebten Dialogs.

Zeit für interreligiöses Fasten bietet auch noch das kommende Jahr: Dann beginnt der Ramadan am 8. Februar – dem Rosenmontag.

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Muslimische Erziehung braucht Barmherzigkeit

Erziehung Familie

Thema Erziehung: Aminah Salaho ist Erziehungsberaterin und Trainerin für muslimische Familien. Aus Erfahrung weiß sie, wie wichtig Barmherzigkeit und Kommunikation sind.

(iz). Aminah Salaho ist 41 Jahre alt, Mutter von drei Kindern. Sie stammt aus Hamburg, ist hier geboren und aufgewachsen. Sie ist ehemalige Lehrerin und Erziehungsberaterin, die mit ihrem Projekt Rahma Family insbesondere muslimische Familien im deutschsprachigen Raum in Fragen von Resilienz, Erziehung und Konfliktumgang begleitet.

Sie hat ihren Lehrerjob vor kurzem an den Nagel gehängt, um sich mit ihrem Projekt Rahma Family voll und ganz der Begleitung muslimischer Familien im deutschsprachigen Raum zu widmen und sie in Fragen von Resilienz, Erziehung und Konfliktumgang zu begleiten.

Mit ihr führten wir ein längeres Hintergrundgespräch (in voller Länge auf unserem YouTube-Kanal) über ihre Motive, die Lage in muslimischen Familien, den Umgang mit Spannungen sowie die Bedeutung von Barmherzigkeit.

„Viel Arbeit vor uns in Sachen Konfliktfähigkeit“

Islamische Zeitung: Liebe Aminah Salaho, könnten sie ihre Arbeit kurz vorstellen?

Aminah Salaho: Ich war bis vor kurzem Lehrerin und habe mich währenddessen im Bereich Resilienztraining selbständig gemacht – mit Fokus auf muslimischen Kindern.

Dabei ist mir aufgefallen, dass wir bspw. in punkto Konfliktfähigkeit viel Arbeit vor uns haben. Es fängt mit Eltern an. Wenn ich mit den Kindern Konflikttrainings mache – wobei das prophetische Vorbild mit in die Arbeit eingewoben ist –, fällt auf, dass sie nach der Rückkehr in ihr Umfeld wieder in alte Verhaltensweisen zurückfallen.

So habe ich mich dann für eine nachhaltigere Zielgruppe für diesen Präventionsansatz entschieden – wenn es um Konflikte und Erziehung geht: Wir müssen in die Elternhäuser gehen und die Erziehungsverantwortlichen, die Eltern, erreichen.

So ergab sich, dass ich vor vier Jahren in die Erziehungsberatung für muslimische Familien gegangen bin. Mit dieser Zielsetzung habe ich eine Lernplattform (Rahma Family Club) für muslimische Eltern auf die Beine gestellt.

Insbesondere begleite ich Mütter – im Ausnahmefall Paare – in Erziehungsfragen, biete Kurse zur islamischen Erziehung und zur Resilienzförderung für Mütter an.

„Kinder brauchen keine Robotereltern, die immer alles richtig machen“

Islamische Zeitung: Auf Ihrer Seite beschreiben Sie Ihre Angebote. Ich bin auf einen Satz gestoßen, wonach Sie diesen Familien helfen wollen, eigene Stärken zu entdecken und zu kultivieren. Was ist das Besondere dabei? Und wo sehen Sie bei dieser Gruppe Nachholbedarf?

Aminah Salaho: Familien sind der erste Ort, an dem Bindung und Prägung stattfinden. Was Kinder hier erleben, wird zur inneren Landkarte eines Menschen. Je früher Erfahrungen gemacht werden, desto tiefgreifender sind sie. Daraus folgt, dass ich im Bereich der Prävention arbeite.

In der Islamischen Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe (IASE e. V.) bin ich mit muslimischen TherapeutInnen und PadägogInnen verbunden. Wir sagen gerne, dass man daheim in Familien ansetzen sollte, damit die Leute gar nicht erst auf der Couch landen. So vermeidet man eine instabile, destruktive Entwicklung.

Hier müssen wir familiär, im Alltag, bei den Erziehungsmethoden und der elterlichen Haltung anfangen. Da geht es um Konflikt- und Fehlerkultur daheim. Beim Thema innerer Stärke habe ich die Erfahrung in meiner Arbeit gemacht, dass Eltern einfach häufig verunsichert sind, da sie aus unterschiedlichen Systemen kommen.

Wir haben gesellschaftliche und kulturelle Vorstellungen, die dominant sein können. Und eine innere Annahme, eine Art Intuition. Ich beobachte gerne und wiederholt, wie Mütter eine gesunde Gabe haben.

Sie bekommen dann bspw. oft von außen gesagt, das Kind dürfe ihnen nicht auf der Nase herumtanzen: „Sollte es nicht hören, muss es spüren“. Diese Glaubenssätze, die wir alle seit Jahrzehnten kennen und Eltern stark verunsichern.

Hinzukommen kulturelle Vorstellungen und eigene Kindheitserfahrungen, die auch heutige Eltern massiv prägen. Dabei entstehen Unsicherheit und ein gewisser Automatismus. Wenn mein Kind z. B. widerspricht, wird das ein großer Triggerpunkt, den ich mir als Elternteil keinesfalls gefallen lassen darf.

Sollte dann noch die Schwiegermutter sagen, das hätte sich ihr Kind damals nicht erlaubt, geraten wir schnell unter Druck. In solchen Situationen entsteht am Ende Gewalt in unterschiedlicher Form.

Das heißt, ich blicke auf die Anfänge, die Prägungen und versuche, Elternteile zu befähigen, ihnen Sicherheit zu geben sowie sie dabei zu begleiten, Verständnis für sich selbst aufbringen zu können. Hier hilft es den Eltern oft, dass ich selbst den gleichen Prozess mit allen möglichen Höhen und Tiefen durchlaufen bin.

All dies macht den Veränderungsprozess innerhalb der Beratung für viele leichter. Wenn sie sich reflektieren, merken sie, dass sie unter Druck stehen. Der nächste Schritt ist, dass sie herausfinden, was sie selbst und ihr Kind eigentlich brauchen. Es geht darum, sowohl bei sich selbst als auch beim Kind unter die Oberfläche (das Verhalten) ins Innere (Gefühlswelt, Bedürfnisse) zu schauen.

Dies erfordert eine wichtige Fähigkeit: die Selbstreflexion, sein eigenes Verhalten und seine Ursachen retrospektiv zu untersuchen. Dies fördert dann auch die Fähigkeit der Selbstregulation: in kritischen Momenten innezuhalten, nicht aus dem emotionalen Impuls heraus zu handeln. Wer dies schafft zu durchbrechen, wird mit seinem Kind anders umgehen.

Im Zentrum steht dann die Frage: Was kann ich anders machen? Und vor allem: Wie kann ich mich so von Einflüssen isolieren, die auf uns Eltern in unseren Kreisen lasten? Wir kennen die typische Supermarktsituation, bei der sich ein Kind schreiend auf den Boden wirft, weil es ein Schokoladenriegel will. Das ist für alle Elternteile sehr unangenehm. Sofort spürt man, wie alle Blicke auf einen gerichtet sind.

Mein Ziel lautet: Innere Sicherheit durch interne Stärke. Für solche Lagen rate ich Eltern, sie sollen sich vorstellen, sie wären gemeinsam mit ihrem Kind in einer Seifenblase, dabei das Drumherum ausblenden.

Wichtig sind hier nur du und dein Kind sowie eure Bedürfnisse. Einfach ist es nicht, auf der einen Seite konsequent zu bleiben und auf der anderen Seite den kindlichen Frust auszuhalten.

Aber genau darin liegt eine Fehlentwicklung: Anstatt Kinder in ihren Gefühlen zu begleiten, erleben Kinder Ablehnung und Gewalt in unterschiedlichen Ausprägungen, wenn sie aus der Reihe tanzen. Davon müssen wir weg. Und mein Lieblingsargument dagegen ist das prophetische Vorbild.

Unser Prophet begegnete Kindern – auch im Falle von Fehlverhalten – stets mit Geduld, reguliert und auf Augenhöhe. Hierzu gibt es zahlreiche Überlieferungen. Deshalb ist es mein Anliegen, dass wir Eltern zuerst an unserer Haltung arbeiten, um zu Hause Bedingungen zu schaffen, in denen es für die Kinder machbar ist, eine innere Sicherheit aufbauen zu können. Langfristig müssen wir über eine gesunde Psyche sprechen.

Foto: Ashwini Chaudhry, Unsplash

„Väter sind für die Entwicklung des Kindes elementar wichtig“

Islamische Zeitung: Viele Beiträge der letzten Jahre fokussieren sich auf Mütter. Braucht es nicht für gesunde Familien auch ein Augenmerk auf die Väter?

Aminah Salaho: Anfänglich habe ich versucht, auch Männer und Väter zu erreichen – und dabei eine männliche Unterstützung gehabt. Momentan besteht bei mir konkret eine Grenze, da ich allein mit einer Honorarkraft arbeite.

Generell stimme ich zu. Väter sind für die Entwicklung des Kindes elementar wichtig – Söhne wie Töchter. Es ist so, dass insbesondere Jungen sich mit ihnen identifizieren und diese Anerkennung brauchen – genauso wie Töchter auch. Diese Identifikation findet bei männlichen Kindern über ihn statt.

Übrigens gibt es auch sehr aufschlussreiche Studien darüber, dass sich z. B. Abwesenheit von Vätern auf die langfristige Entwicklung negativ auswirkt.

Obwohl derzeit ein Hype um die Aufteilung der Lasten von 50:50 besteht, bin ich hierbei kritisch. Eine abstrakte Zahl hilft im Familienalltag nicht. Im Gegenteil. Sind Frauen zu fordernd, sorgt das eher für Konflikte. Man muss die konkrete Familie und ihre Bedingungen betrachten.

Das sind Fragen wie: Wer arbeitet Vollzeit? Wo ist es praktikabel, dass der Vater oder die Mutter die Kinder bringt bzw. abholt oder Essen zubereitet? Gleichzeitig will ich an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen, dass es sich einige Väter in der Frage der Aufteilung tendenziell zu leicht machen, indem sie die Erziehungs-verantwortung vollständig der Mutter überlassen. Das ist aus vielerlei Hinsicht problematisch.

Wichtig ist, im Spezifischen auf die familiäre Situation zu schauen, diese Themen zu besprechen und dafür zu sorgen, dass niemand unter zu viel Belastung kollabiert. Da sind wir wiederum beim Punkt der ehelichen Kommunikation, die sich stark auf die Kinder auswirkt.

Wie wir mit Konflikten, Meinungsverschiedenheiten und Fehlern umgehen, färbt stark darauf ab, wie sie – als Geschwister, Freunde oder in der späteren Ehe – agieren.

Hier versuche ich, den Eltern schrittweise zu zeigen, was auf ein Kind, dass in einer Familie groß wird, alles wirkt. Und wie erheblich ihr Einfluss – und ihre Macht – hier ist.

Oft wird das gerne als Machtausübung genossen, aber viel seltener als Verantwortung. Häufig fehlt es Elternteilen an Selbstreflexion, sodass sie nicht merken, wenn sie in einer Stresssituation überreagieren. Es fällt schwer, sich einzugestehen, dass die Art und Weise, wie man eben bspw. mit dem Kind gesprochen hat, unangebracht war.

Ein gewisses Maß an Reibungen und Konflikten sind unumgänglich. Eltern sind nie Roboter, sondern Menschen. Wir sind fehlerbehaftet und keiner perfekt. Das wissen wir als Muslime auch.

Kinder brauchen keine Robotereltern, die immer alles richtig machen. Das würde ihre Widerstandsfähigkeit – die Resilienz, von der wir sprechen – nicht entstehen lassen. Sie wächst erst durch Reibereien.

Es ist ein Hauptaugenmerk meiner Arbeit, sich und das elterliche Verhalten zu reflektieren. Wenn das Kind falsch handelt, ist es unsere Verantwortung, ihm zu zeigen, dass das unangemessen war.

Nur muss ich für eine Verhaltenskorrektur nicht brüllen, geschweige denn schlagen, diskriminieren, beleidigen oder mit den Worten „Du bist nicht mehr mein Sohn/meine Tochter!“ aufs Zimmer verbannen. Da gibt es weitaus nachhaltigere Methoden.

Was zu sehr in den Hintergrund gerät, ist die Beziehung beider Seiten. Es wird stark auf das Verhalten dieses Kindes geguckt, was korrigiert werden soll. Eltern laufen mit einem „Scanner“ durch den Alltag und reagieren alarmiert, sollte es sich danebenbenehmen. Ich bemühe mich, sie dafür zu sensibilisieren, dass eine Bindung nicht nur aus negativer Aufmerksamkeit bestehen kann.

Man stelle sich als Erwachsener vor, der Chef, für den man seit Jahren arbeitet, würde einen jeden Tag nur kritisieren. Das fühlt sich für uns schlimm an. Und ein Kind hat ja nochmal eine ganz andere Bindung zum Elternteil. Als reifer, erwachsener Mensch kann man sich i.d.R. innerlich distanzieren.

Aber ein Kind ist abhängig von der elterlichen Meinung, der Laune, dem Wohlwollen und ihrer Liebe. Wie sollte es bei rein negativer elterlicher Aufmerksamkeit die Erfahrung machen, dass es gut ist? Elternschaft beginnt immer bei Eltern, nicht erst mit den Kindern.

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Foto: Seventyfour, Adobe Stock

„Eine starke Zunahme in den vergangenen Jahren“

Islamische Zeitung: Auf Ihrer Website sprechen Sie von vermehrten psychischen Krankheiten. Um welche handelt es sich und was sind Folgen für Familien?

Aminah Salaho: Deutschlandweit haben immer mehr Kinder und Jugendliche nachweislich psychische Störungen. Angststörungen sind hier führend. Da gibt es eine starke Zunahme in den vergangenen Jahren. Direkt auf dem 2. Platz folgen Depressionen.

Was wir ebenfalls beobachten, und Lehrer bestätigen, sind Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich.

Das heißt, wir erfahren in den letzten Jahren, dass die emotionale Sphäre bei Kindern immer schlechter entwickelt ist. Das sind vor allem jene, die sich nicht altersangemessen regulieren können. Sie können Konflikte nicht gut austragen und fahren schnell aus der Haut.

Als von Angststörungen Betroffene hat mir geholfen, zu erfahren, wie Angststörungen bei mir persönlich entstanden sind. Im Idealfall reflektiert man sich und fragt, wieso mich dieses oder jenes momentan so intensiv beschäftigt. Warum sieht man schnell die Gefahren und das mit einer Lupe?

Die Arbeit hat viel mit mir und meiner eigenen Geschichte zu tun. In meiner Masterarbeit habe ich mich erstmals mit Traumata beschäftigt. Und bin dabei auf das Thema posttraumatische Belastungsstörung gestoßen. Ich habe in zwei literarischen Werken Menschen verglichen, die mit Erinnerungskultur und Kriegstraumata im Zuge der Kolonialgeschichte zu tun hatten.

Und stellte beim Lesen fest: Das kommt dir alles bekannt vor. Dann habe ich das innerhalb der Familie besprochen und das war der Startschuss. An die Oberfläche wurde das Thema katapultiert, nachdem mein erstes Kind eine chronische Krankheit entwickelt hat. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen.

Ich habe mich gefragt, als Muslimin, warum kann ich das nicht akzeptieren, obwohl es von Allah geschrieben ist? Nach dieser Erfahrung habe ich eine Therapie gemacht und konnte dabei die Ursprünge erkennen. Und so mehr Verständnis für mich aufbringen.

Um den Bogen zur Frage zu schlagen – meine eigenen Erlebnisse haben dazu beigetragen, dass ich muslimische Eltern begleiten möchte. Ich habe mich u. a. mit der prophetischen Biografie beschäftigt. Und damit, wie er mit Kindern umging – auch mit ihren Fehlern.

Und dabei festgestellt, dass ich es in meiner Kindheit anders erlebt habe, wie so viele in unserer Generation. In seinem Umgang mit ihnen wird ersichtlich, dass das Kind – selbst im Moment des falschen Handelns – an sich gut ist.

Die Überlieferungen, auf die ich im Rahmen meiner Suche gestoßen bin, haben mich sehr inspiriert, aber auf der anderen Seite wütend gemacht: Weil die Diskrepanz zwischen diesem Vorbild und dem, was in unseren Reihen noch an Erziehungsmethoden praktiziert wird, so groß ist.

Dazu gehören Aussagen wie: „Ja, wenn mein Kind widerspricht, kriegt es eine Klatsche. Der muss Respekt lernen.“ Solche Ansichten sind immer noch stark verwurzelt. Auch deshalb tue ich, was ich tue.

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Foto: Tinnakorn, Shutterstock

„Es gibt gravierende Unterschiede in spezifischer Hinsicht, was Erziehungsmethoden und Haltungen angeht“

Islamische Zeitung: Um hier anzuknüpfen – es gibt nicht eine Form der muslimischen Familie. Das ganze Spektrum reicht von konvertierten Elternteilen, über die Nachkommen der „Gastarbeiter“ in der 4. Generation bis zu jenen, die erst seit wenigen Jahren hier sind. Wie relevant ist das Thema Gewalt?

Aminah Salaho: Ich kann keine Statistik zitieren, wie es hierbei in muslimischen Familien aussieht. Sondern nur wiedergeben, was ich an Berichten bekomme und in meinem Umfeld beobachte.

Ich möchte positiv starten. Es ist mir wichtig, die Menschen zu motivieren, die das lesen. Es gibt eine gute Entwicklung und Tendenz. Das Bewusstsein für die weitreichenden negativen Auswirkungen von Gewalt steigt.

Die Resultate laufen neben uns, sind nicht beziehungsfähig, oft cholerisch-aggressiv, geschweige denn konfliktfähig oder völlig angepasst und emotional abhängig bis hin zur gänzlichen Selbst-Entfremdung. Und wir sprechen hier nicht nur von physischer Gewalt. Das ist eine Gewaltform, die nicht zu trennen ist von psychischer.

Ein Kind, das durch sein Heranwachsen hinweg geprügelt wird, ist nicht nur körperlich kaputt, sondern auch seelisch. Es herrscht aber auf jeden Fall mehr Bewusstsein dafür, was schädlich ist und was nicht. Wir haben insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten sehr viele Geschwister dazubekommen, die sich im Bereich der (Entwicklungs-)Psychologie, der Erziehungswissenschaft etc. engagieren. Sie bilden sich fort und betreiben Aufklärung. Das ist positiv.

Die Horrorgeschichten, die ich in meiner Kindheit in meinem Umfeld mitbekommen habe, werden meinem subjektiven Eindruck nach weniger. Das könnte auch daran liegen, dass ich im Umfeld besonders mit hier geborenen MuslimInnen in Kontakt stehe. Was am Ende hinter verschlossenen Türen stattfindet, kann niemand sagen.

Bei jenen, die nicht so lange in Deutschland sind, spielen kulturellen Einflüsse eine Rolle. Und ja: Es gibt gravierende Unterschiede in spezifischer Hinsicht, was Erziehungsmethoden und Haltungen angeht. Es ist mir wichtig, dass wir die islamischen Werte mit in die Arbeit einfließen lassen und sie als Ressource annehmen. Unser Prophet hat in keiner Weise Gewalt in der Familie angewandt – nicht einmal in Form von Drohungen.

Im Alltag werden Eltern stark durch kindliches Fehlverhalten getriggert. Das ist teils normal. Entscheidend ist, dass wir so damit umgehen, dass sie nicht gebrochen oder zerstört werden.

Es gibt zwei Hadithe vom Propheten, wie er in solch einem Fall gehandelt hat. Er hat das Kind weder verurteilt, nicht einmal böse angeschaut. Er ist auf sie zugegangen und war offen für sie.

Diese Perspektive ist entwicklungspsychologisch kraftvoll. Wenn wir unser Kind gestresst angucken, empfängt bereits viel. Es hat ausgeprägte Fühler und weiß genau, Mama geht es gerade nicht gut. Wir wissen vom Propheten (Allah segne ihn und schenke ihm Frieden), dass er ihnen gegenüber z. B. immer ein freundliches Gesicht hatte.

Das heißt, er war ein wirklich regulierter Mensch, der in sich sein Verhalten gut kontrollieren konnte.

Wie hat unser Prophet denn kindliches Fehlverhalten korrigiert? Er hat erstmal eine Verbindung hergestellt – auf unterschiedlichen Ebenen, körperlich, durch Gestik, Mimik und Worte, die er gewählt hat. Dann hat er eine Ansage gemacht und abschließend manchmal ein Du’a gesprochen bzw. über den Kopf gestreichelt.

Es wird seinen Grund gehabt haben, dass er weder ein Kind auf die Hand gehauen hat, weil es etwas genommen hat, oder keine beleidigenden Worte aussprach. Er hat es nicht mal ignoriert. Ignorieren ist eine unterschätzte seelische Gewaltform. Wenn wir Liebe und Aufmerksamkeit verweigern, ist das ein gewalttätiger Versuch, es mit allen Mitteln gefügig zu machen.

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„Es beginnt immer bei uns selbst“

Islamische Zeitung: Wie von Ihnen beschrieben, ist Barmherzigkeit nicht nur Kennzeichen des prophetischen Verhaltens gewesen, sondern auch wichtig in der Erziehung. Wie kann man sie hier stärken?

Aminah Salaho: Es beginnt immer bei uns selbst. Jüngeren Menschen, die kleine Kinder haben bzw. frisch verheiratet sind, rate ich, dass sie sich einen Rucksack vorstellen, den sie von ihren Eltern bekommen haben.

Der ist gefüllt mit den Merkmalen der eigenen Erziehungserfahrung. Darin sind Dinge, die einem rückblickend gutgetan oder sie gestärkt haben. Diese gibt man gerne an die eigenen Kinder weiter.

Was möchten wir weitergeben und was nicht? Eine Tabelle mit diesen beiden Seiten schriftlich anfertigen. Damit beginnt es. Jedes Elternteil sollte wissen, wie es im eigenen Rucksack aussieht. Darum sollten wir uns bemühen.

Dann würde ich Eltern, die schon Kinder haben, von Beginn an empfehlen, einen Grundsatz zu Hause zu etablieren: Alle Gefühle sind erlaubt, aber nicht jedes Verhalten. Hier wird es spannend.

Viele in meiner Generation lernten, immer gehorsam zu sein. Ich bspw. kam in die 8. oder 9. Klasse und war nicht in der Lage, eigene Ansichten zu formulieren. Für mich war es normal, dass Meinungen von Eltern vorgegeben wurden

Und ich kam dann in die Schule, wo über verschiedene Themen diskutiert wurde. Ich saß da und dachte: Wieso können die das alle?

Warum sage ich das? Weil wir zu Hause unsere Kinder dahingehend beeinflussen. Dürfen sie eine Meinung haben? Es ist ganz oft so, dass Eltern knallhart Grenzen ziehen und erwarten, dass das mit einem Lächeln angenommen wird.

Völlig unrealistisch. Kinder, die so konditioniert sind, handeln vollkommen angepasst – wie Roboter. Irgendwann, wenn die Pubertät beinahe beendet ist, kompensieren sie das manchmal mit extremen Gegenbeispielen.

Das heißt, ein Kind, das zu Hause stets eingeschüchtert wird, dessen Alltag darin besteht, dass Vater bzw. Mutter schreien oder aggressiv sind, lernt, dass das Zuhause ein alarmierender Ort ist. Das wirkt sich negativ auf das Nervensystem aus. Purer Stress…

Deswegen lernen wir an erster Stelle, Gefühle zuzulassen. Wenn ein Kind wegen der ihm gesetzten Grenze wütend ist, ist das okay. Ich bleibe dabei, aber akzeptiere dieses Gefühl. Und halte aus, sollte es motzen oder die Tür hinter sich zuknallen. Es geht um sämtliche Emotionen – Wut, Angst und Traurigkeit. Diese Dinge sollten wir nicht absprechen und unser Kind in ihnen begleiten.

Barmherzigkeit findet sich besonders stark auch im elterlichen Umgang mit kindlichen Fehlverhalten wieder. Hierzu sage ich den Eltern gern provokativ: Dein Kind steht dem Paradies näher als du. Ein islamisch gesehen wichtiger Fakt, denn vor Eintritt der Reife (Pubertät) werden keine Sünden aufgeschrieben.

Wir hingegen haben diesbezüglich schon ziemlich viel Ballast angesammelt. Warum sage ich das den Eltern? Weil wir mehr Demut in unserer Haltung brauchen. Denn die überhebliche, autoritäre und makellos gespielte Elternrolle ist meinem Verständnis nach nicht vereinbar mit unserem islamischen Verständnis.

Es sollte unsere Aufgabe sein, unsere Kinder in ihrer natürlichen Veranlagung anzunehmen, sie nicht über ihre Fehler zu definieren (und diese noch Wochen, Monate oder Jahre dem Kind nachtragen), es in seinem gesamten Wesen zu sehen, positive Eigenschaften wertzuschätzen und dann erst zu korrigieren.

Das ist der Ansatz, den ich mit der barmherzigen Elternschaft verfolge: Zuerst die Eltern-Kind-Beziehung stärken, bereits dadurch erübrigen sich viele Themen. Und wenn nicht, braucht das Kind durch uns Grenzen, die wir auf barmherzige Weise klar setzen.

Ebenso lege ich Eltern ans Herz, nicht den Fehler zu machen, ihre Kinder vor allen Problemen schützen zu wollen. Wir nehmen ihnen damit die Gelegenheit, Problemlösungskompetenzen zu entwickeln.

Wenn sie ihr Sportzeug vergessen, sollte man es nicht immer mit dem Auto hinterherbringen. Es darf lernen und frustriert sein. Erziehung bedeutet Vorbereitung auf das erwachsene Leben.

Gelegenheiten, in denen sie selbst mit Herausforderungen umgehen müssen, sind wertvoll für die Selbstwirksamkeit. Andernfalls entstehen Dynamiken, die bis ins Erwachsenenalter wirken und die Resilienz langfristig schwächen.

Ich möchte Eltern auch dahingehend motivieren, Religion als spirituelle Ressource zu begreifen. Das passiert zu selten. Glaube spielt oft erst ab dem Punkt eine Rolle, wenn etwas haram ist.

Plötzlich klingen die Alarmglocken und dann kommt die berühmte „Haram-Keule“, wie ich sie gern mit Augenzwinkern nenne. Stattdessen müssen wir frühzeitig mit dem Sinn des Glaubens begleiten.

Er sollte nicht erst eine Rolle spielen, wenn das Kind etwas tun möchte, was aus deiner Sicht nicht mit dem Islam konform ist. Selbst aus psychologischer Perspektive kann Religion eine Ressource sein. Und ein kraftgebendes Element.

Islamische Zeitung: Liebe Aminah Salaho, wir bedanken uns für das Gespräch.

Kontakt: www.rahmafamily.de/rfc-landingpage, instagram.com/aminah.salaho/